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A. Henneberg ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.08.2002 Beiträge: 4936 Wohnort: Osten
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Verfasst am: 24.Aug 2005 6:46 Titel: Spekulieren auf Schweinebäuche, Soja u. Kaffee = Vorsicht! |
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Viele Anlageprofis sind umgeschwenkt. Statt auf "harte" Rohstoffe wie Kupfer oder Öl setzen sie zusehends auf "soft commodities". Auch deshalb ziehen die Preise für Kaffee, Soja oder Schweinebäuche an. Doch Verbraucher- und Anlegerschützer warnen unbedarfte Anleger.
Wer an der Börse auf Rohstoffe wie Öl oder Kupfer gesetzt hat, konnte in den vergangenen Monaten kräftig Kasse machen. Jetzt sehen Analysten großer Banken und Investmenthäuser neue goldene Zeiten anbrechen, diesmal für das bislang weniger gefragte Segment der "weichen" Rohstoffe aus der Landwirtschaft.
Anlageprofis sind bereits umgeschwenkt. Seit Wochen wird verstärkt auf Kaffee, Zucker, Soja, Orangensaft oder Schweinebäuche gewettet. Aktionärs- und Verbraucherschützer sind allerdings eher vorsichtig, was die Geldanlage in so genannten "soft commodities" angeht, wie landwirtschaftliche Produkte im Branchenjargon heißen.
Privatanleger ohne intensive Marktkenntnisse sollten die Finger von solchen Spekulationen lassen, so der einhellige Rat. "Das ist ein hochriskantes Geschäft", warnt Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Jedem Investor, der auf den Zug aufspringen wolle, solle klar sein: "Da schwimmt man als kleinerer Fisch im Haifischbecken." Die Gefahr, Geld zu verlieren, sei ungeachtet aller Trends recht hoch.
Auch Roland Aulitzky, Börsenspezialist von "Finanztest" in Berlin, ist skeptisch: "Die Preise basieren auf Spekulationen an Terminmärkten, da sind die Mechanismen kaum zu durchschauen." Außer für die eingeschworene Gemeinde von "Durchblickern". Und Peter Grieble, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, meint: "Hände weg, nicht vom Rohstoff-Hype wild machen lassen." Wer habe schon den Überblick über die Preisentwicklung für Orangensaftkonzentrat oder Schweinehälften, Kakao, Lebendrinder oder Baumwolle?
Das Szenario von Analysten und Rohstoff-Experten
Laie hin oder her - viele Analysten und Rohstoff-Experten an den Finanzmärkten sind von folgendem Szenario überzeugt: Der Wirtschaftsboom in Ländern wie China oder Indien führt zu steigendem Wohlstand bei gleichzeitiger Anpassung an westliche Ernährungsgewohnheiten. Das Bevölkerungswachstum in Süd- und Ostasien bleibt weiterhin hoch. Produkte wie Mais, Weizen oder Sojabohnen werden knapp. Der weltweite Fleischkonsum nimmt zu, Asiaten geben Kaffee den Vorzug vor Tee. Die weltweite Nachfrage nach Agrarrohstoffen steigt. Und die Preise steigen mit. Die Gewinne der Anleger auch.
US-Investment-Legende Jim Rogers beispielsweise, der schon zu Zeiten des Internet-Booms Ende der 90er Jahre Rohstoffen eine glänzende Zukunft prophezeite, hält den Markt der "soft commodities" für sehr attraktiv. Und zwar längerfristig, mindestens noch bis 2014 oder gar 2022, wie der Experte in einem Gespräch mit der "Financial Times Deutschland" erklärt hat.
Preise für Kaffee und Zucker kräftig gestiegen
Auch der Chefanlagestratege für Privatkunden einer großen deutschen Bank zeigte sich vor einiger Zeit optimistisch. Investmentempfehlungen vieler anderer Finanzhäuser folgen seitdem Schlag auf Schlag, Dutzende neuer Anlagemöglichkeiten sind auf dem Markt.
Und die Investoren ziehen mit: An der Stuttgarter Euwax, dem wichtigsten Handelsplatz für Optionsscheine und Zertifikate, wird eifrig auf Soja und Co. gewettet. Der Preis für Kaffee ist spürbar gestiegen, für Zucker wird so viel bezahlt wie seit 2001 nicht mehr. Der so genannte CRB-Rohstoffindex, der die Preise von 17 wichtigen Rohstoffen abbildet, eilt von Hoch zu Hoch.
Abhängig von Dürre und Schädlingen
Dass nach dem "harten" Rohstoffmarkt auch der Agrarsektor längerfristig zum Höhenflug ansetzen könnte, wird auch von den Skeptikern nicht grundsätzlich bezweifelt. "Ein langfristiger Boom ist womöglich drin", meint Aulitzky. "Steigt die weltweite Nachfrage, steigen die Preise", sagt Kurz. Die Risiken seien dennoch zu groß, um unbedarften Anlegern ein solches Spezialinvestment guten Gewissens zu empfehlen. Die Preisentwicklung von Agrarrohstoffen hinge nicht zuletzt auch vom Wetter, von Dürren, Missernten oder Schädlingsbefall ab, warnt Grieble.
Vollständig unter:
Quelle:
http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,370915,00.html |
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onkelrk Newbie
Anmeldungsdatum: 21.02.2005 Beiträge: 44 Wohnort: Palma/Mallorca
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Verfasst am: 26.Aug 2005 10:09 Titel: Re: Spekulieren auf Schweinebäuche, Soja u. Kaffee = Vorsich |
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| A. Henneberg hat folgendes geschrieben:: |
"Das ist ein hochriskantes Geschäft", warnt Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Jedem Investor, der auf den Zug aufspringen wolle, solle klar sein: "Da schwimmt man als kleinerer Fisch im Haifischbecken." Die Gefahr, Geld zu verlieren, sei ungeachtet aller Trends recht hoch.
Auch Roland Aulitzky, Börsenspezialist von "Finanztest" in Berlin, ist skeptisch: "Die Preise basieren auf Spekulationen an Terminmärkten, da sind die Mechanismen kaum zu durchschauen." Außer für die eingeschworene Gemeinde von "Durchblickern".
Und Peter Grieble, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, meint: "Hände weg, nicht vom Rohstoff-Hype wild machen lassen." Wer habe schon den Überblick über die Preisentwicklung für Orangensaftkonzentrat oder Schweinehälften, Kakao, Lebendrinder oder Baumwolle?
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Das kann ich jetzt mal nicht unwidersprochen so stehen lassen. Streng wissenschaftlich betrachtet ist die Volatilität der Rohstoffe niedriger als die von Aktien, und haben gegenüber Aktien einen Vorteil: sie können nicht wertlos werden, wie so viele Aktien des Internethypes Ende der 90er, von denen hunderte mittlerweile vom Kurszettel verschwunden sind. Und sich einen Überblick über einen einzelnen Rohstoff zu verschaffen, ist i.d.R. leichter, als eine sowieso "geschönte" - wenn nicht gefälschte Bilanz á la Enron- zu durchschauen. Und wenn sich schon einer "Börsenspezialist" nennt, sollte er wenigstens soviel Ahnung von den terminmärkten haben, dass er nicht solch einen Schwachsinn verbreitet, denn die Mechnismen an den Terminmärkten sind genau so durchschaubar, wie die an den Aktienmätkten.
Auch passiert es nie, dass der Kurs einer Ware mal eben über Nacht um 50% einbricht, wie es bei Aktien nach Veröffentlichung eines schlechten Quartalsergebnisses durchaus mal vorkommen kann.
Solange man mit Rohstoffen so vernünftig handelt, wie man es mit Aktien auch tun sollte, ist das Risiko nicht größer - aber auch nicht kleiner, da man meisten mit Futures handelt, deren Hebelwirkung ja auch mal gegen einen laufen kann. Wer es risikoärmer mag, nimmt ein langlaufendes Zertifikat auf einen Rohstoffbasket.... |
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