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jbg Pathfinder
Anmeldungsdatum: 23.04.2003 Beiträge: 430 Wohnort: Wuppertal
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Verfasst am: 31.Jan 2006 19:35 Titel: Das große Bild im Network Marketing |
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Diesem Slogan vom "großen Bild" begegnet man ja gelegentlich. Aber was ist es eigentlich?
Für mich habe ich eine Erklärung gefunden, was dieses Bild ist. Bevor ich die allerdings erläutere, würde ich gerne mal Meinungen von anderen hören, was eigentlich mit dem "großen Bild im Network Marketing" gemeint ist.
Die naheliegendste Antwort nehme ich mal vorneweg:
"Man kann mit ganz wenig Arbeit ganz schnell ganz furchtbar reich werden."
Falsch, der nächste bitte.
Jürgen Böhme
www.schmierstoff.info |
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jbg Pathfinder
Anmeldungsdatum: 23.04.2003 Beiträge: 430 Wohnort: Wuppertal
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Verfasst am: 1.Feb 2006 13:22 Titel: |
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Keine Reaktion? Gut, dann mal weiter.
Für mich hat dieses ominöse "große Bild" etwas mit Mathematik zu tun, genauer gesagt mit arithmetischen und geometrischen Reihen. Wer kann sich darunter etwas vorstellen?
Jürgen Böhme
www.schmierstoff.info |
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jbg Pathfinder
Anmeldungsdatum: 23.04.2003 Beiträge: 430 Wohnort: Wuppertal
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Verfasst am: 2.Feb 2006 13:43 Titel: |
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Die Frage, die sich mir mal gestellt hat, ist: Was ist eigentlich so toll am Network-Marketing? Warum interessieren sich Leute dafür?
Leider hat mir keiner eine zufriedenstellende Antwort gegeben. Es gibt inzwischen viele nette Bücher zu diesem Thema, und die Leute erzählen mir auch Sachen aus diesen Büchern. Aber sie geben diese Sachen nur wieder, weil sie sich gut anhören. Eigene schlüssige Gedanken der Leute selbst sind mir nur wenige begegnet. Man weiß, daß da irgendwo und irgendwann irgendwie das große Geld kommen kann, und trotzdem bekommt man mit, daß die meisten Leute im Network kein oder kaum Geld verdienen, während Leute, die einen „normalen“ Job machen, ein „richtiges“ Einkommen haben.
Wenn man das ganze mal idealisiert aus mathematischer Sicht betrachtet, dann sieht man allerdings etwas anderes.
Stellen wir uns mal zwei Leute vor, den Networker und den erfolgreichen Verkäufer. Beide verkaufen beispielsweise Zeitschriftenabonnements, jeden Monat eins. Nehmen wir weiterhin an, die Kunden sind tatsächlich mit der Ware zufrieden und kündigen die Abonnements nicht, sodaß beide Verkäufer jeden Monat Provisionen für Neu- und Bestandskunden erhalten.
Als nächstes sagen wir noch, ein solches Abo bringt monatlich 2,- Euro Provision für den Verkäufer. Der erfolgreiche Verkäufer darf diese Provision komplett behalten. Sein Einkommen steigt also monatlich um 2,- Euro.
Der Networker tut das, was Networker halt so machen. Er verkauft Abonnements, macht Präsentationen und sucht zusätzlich Kunden, die vor lauter Begeisterung ebenfalls Verkäufer werden und so weiter und so fort. Abhängig von deren Erfolg erhält er zusätzlich zu den Erträgen seiner Arbeit Umsatzbeteiligungen an den selbständigen Unternehmungen anderer Leute, nämlich seiner Downliner. Er ist also quasi ein stiller Teilhaber. Nehmen wir mal an, sein Einkommen steigt monatlich um 20 Prozent.
Da er ein braver Networker ist, hat er natürlich auch selbst ein solches Zeitschriftenabonnement. Außerdem bekommt er die 2,- Euro nicht komplett ausgezahlt, die Leute über ihm in der Struktur wollen ja schließlich auch was davon haben. Was bleibt ihm am Anfang? Sein Einkommen steigt um 1,- Euro.
Dann schauen wir doch mal, was so passiert, wenn beide die gleiche Arbeit tun.
Im 1. Monat verdient der Networker 1,- Euro, der erfolgreiche Verkäufer 2,- Euro.
Im 2. Monat verdient der Networker 1,20 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 4,- Euro.
Im 3. Monat verdient der Networker 1,44 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 6,- Euro.
Im 4. Monat verdient der Networker 1,73 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 8,- Euro.
Im 5. Monat verdient der Networker 2,07 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 10,- Euro.
Im 6. Monat verdient der Networker 2,49 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 12,- Euro.
Im 7. Monat verdient der Networker 2,99 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 14,- Euro.
Im 8. Monat verdient der Networker 3,58 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 16,- Euro.
Im 9. Monat verdient der Networker 4,29 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 18,- Euro.
Im 10. Monat verdient der Networker 5,16 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 20,- Euro.
Im 11. Monat verdient der Networker 6,19 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 22,- Euro.
Im 12. Monat verdient der Networker 7,43 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 24,- Euro.
Weil Weihnachten ist, trifft man sich zur Weihnachtsfeier. Der erfolgreiche Verkäufer präsentiert sein neues Fahrzeug der Mittelklasse, der Networker zeigt sein Monatsticket der städtischen Verkehrsbetriebe. Außerdem freut er sich, daß er sich einmal im Jahr ein warmes Essen vom Buffet nehmen darf.
Im 13. Monat verdient der Networker 8,92 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 26,- Euro.
Im 14. Monat verdient der Networker 10,70 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 28,- Euro.
Im 15. Monat verdient der Networker 12,84 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 30,- Euro.
Im 16. Monat verdient der Networker 15,40 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 32,- Euro.
Im 17. Monat verdient der Networker 18,49 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 34,- Euro.
Im 18. Monat verdient der Networker 22,18 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 36,- Euro.
Im 19. Monat verdient der Networker 26,62 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 38,- Euro.
Im 20. Monat verdient der Networker 31,95 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 40,- Euro.
Im 21. Monat verdient der Networker 38,34 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 42,- Euro.
Im 22. Monat verdient der Networker 46,- Euro, der erfolgreiche Verkäufer 44,- Euro.
Im 23. Monat verdient der Networker 55,21Euro, der erfolgreiche Verkäufer 46,- Euro.
Im 24. Monat verdient der Networker 66,24 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 48,- Euro.
Weil Weihnachten ist, trifft man sich zur Weihnachtsfeier. Der erfolgreiche Verkäufer kommt mit seinem ein Jahr alten Fahrzeug der Mittelklasse, der Networker zeigt sein Monatsticket der städtischen Verkehrsbetriebe. Es hat in den letzten zwei Jahren gut funktioniert, warum soll man daran etwas ändern. Allerdings gönnt er sich jetzt auch öfters mal ein warmes Essen.
Im 25. Monat verdient der Networker 79,50 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 50,- Euro.
Im 26. Monat verdient der Networker 95,39 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 52,- Euro.
Im 27. Monat verdient der Networker 114,48 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 54,- Euro.
Im 28. Monat verdient der Networker 137,37 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 56,- Euro.
Im 29. Monat verdient der Networker 164,85 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 58,- Euro.
Im 30. Monat verdient der Networker 197,81 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 60,- Euro.
Im 31. Monat verdient der Networker 237,38 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 62,- Euro.
Im 32. Monat verdient der Networker 284,85 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 64,- Euro.
Im 33. Monat verdient der Networker 341,82 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 66,- Euro.
Im 34. Monat verdient der Networker 410,19 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 68,- Euro.
Im 35. Monat verdient der Networker 492,23 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 70,- Euro.
Im 36. Monat verdient der Networker 590,67 Euro, der erfolgreiche Verkäufer 72,- Euro.
Weil Weihnachten ist, trifft man sich zur Weihnachtsfeier. Der erfolgreiche Verkäufer kommt mit seinem zwei Jahre alten Fahrzeug der Mittelklasse. Er findet, die Zeitschrift soll so bleiben, wie sie ist, schließlich sichert sie ihm sein Einkommen, und darauf kommt es ja schließlich an.
Der Networker zeigt sein Monatsticket der städtischen Verkehrsbetriebe. Es hat in den letzten drei Jahren gut funktioniert, warum soll man daran etwas ändern. Ansonsten unterhält sich mit dem Verleger darüber, was ihm in den letzten drei Jahren gut und weniger gut an der Zeitschrift gefallen hat und was man daran ändern könnte, damit sie noch mehr Leuten gefällt.
Fortsetzung folgt ...
Das ist natürlich nur ein sehr vereinfachtes Gedankenspiel, und es gibt ja auch tausende verschiedener Vergütungspläne. Aber ganz gleich, wie so etwas auch aussieht, in der Regel zielen solche Network-Abrechnungssysteme auf den Effekt ab, daß nach einer längeren Durststrecke, in der man möglicherweise von Außenstehenden belächelt wird, plötzlich ein Verdienst entstehen kann, den sich Außenstehende aus ihrer persönlichen Erfahrung heraus nicht erklären können. Und damit sind wir wieder bei der Mathematik. Der normale erfolgreiche Verkäufer arbeitet linear nach einer arithmetischen Reihe, er schafft soviel, wie er halt schafft. Ein Network-Abrechnungssystem beinhaltet die Möglichkeit, daß die exponentielle Entwicklung einer geometrischen Reihe stattfinden kann (nicht muß).
Effekt: Im Network kümmert man sich einige Zeit selbst um den Vertrieb, damit man das Produkt kennenlernt und wie die Leute darauf reagieren, und später gibt man das ganze dann weiter. Es ist also gleichzeitig immer ungefähr eine gleichgroße Gruppe von Leuten an der Vertriebsfront tätig, und sobald die Erträge aus Beteiligungen größer werden als die Erträge aus eigenen Verkäufen, kann man sich eigentlich aus der aktiven Tätigkeit etwas zurückziehen und die nächste "Generation" den Job machen lassen.
Soweit die Theorie. Sicherlich ist auch klar, daß eine Bank einem nur schwerlich einen Kredit geben wird, wenn man mit solch einer Kalkulation als Basis für einen Businessplan aufkreuzt. Trotzdem ist es das, was ich für mich unter dem großen Bild im Network-Marketing verstehe. Und das ist der Punkt. Ein Ziel, das zunächst irgendwo als Spinnerei in den Wolken schwebt, bekommt dann einen Bezug zur Realität, wenn es gelingt, einen Weg zu definieren, auf dem man es erreichen kann.
Wie soll man nun am besten mit solch einer Berechnung umgehen? Am Anfang kann man vom Network sicherlich nicht leben. Man braucht also etwas normales zum Existieren und startet Network parallel. Irgendwann kann man dann umschwenken.
Jürgen Böhme |
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ratiomama Insider
Anmeldungsdatum: 31.10.2005 Beiträge: 614 Wohnort: 59457 Werl
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Verfasst am: 2.Feb 2006 14:46 Titel: Network als Existenzgrundlage |
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Hallo Jürgen Böhme,
wenn man sich eine eigene Existenz aufbaut, egal mit was, dann dauert es bei entsprechender Anstrengung, eine gewisse Zeit, bis die schwarzen Zahlen so groß / fett sind, dass sie auch den Lebensunterhalt, neben den Betriebskosten decken.
Network Marketing ist da keine Ausnahme.
Soweit so gut.
Wenn man dem Interessenten das klipp und klar sagt, ist das fair und okay. Schwindelt, oder schönt man die Darstellung der Geschäfts- und Einkommensentwicklung, dann ist das nicht nur unfair, sondern auch dumm und gerade momentan besonders schädlich für die ganze Branche.
Erfahrene Networker gehen immer mehr dazu über jedem Interessenten reinen Wein einzuschenken. Leider gibt es aber immer noch genügend Leute im Network, die den alten Stiefel fahren.
Sehr bedauerlich, aber nicht zuändern.
Interessanterweise ist die ehrliche Variante mittel- und langfristig gesehen nachweisbar die erfolgreichere.
Gruß
ratiomama |
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jbg Pathfinder
Anmeldungsdatum: 23.04.2003 Beiträge: 430 Wohnort: Wuppertal
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Verfasst am: 2.Feb 2006 15:33 Titel: |
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Schon gut, ich will an dieser Stelle gar keine große Diskussion über Dinge des täglichen Lebens lostreten. Beispielsweise glaube ich, daß eine ganze Menge Networker jetzt überhaupt nicht verstehen, was ich da in meinem Beitrag ausgerechnet habe (zumindestens diejenigen, die sich von den ausgefuchsten Vorführungen geschulter Präsentatoren einwickeln lassen) ...
Eigentlich möchte ich zwei Gedanken vermitteln.
Erstens für den Networker: Junge (oder Mädel), ich hoffe, Dir ist klar, worauf Du Dich da einläßt. Laß Dich am Anfang nicht durch den vermeintlichen Gewinn anderer Leute irritieren, sonst legst Du eine gepflegte Bruchlandung hin. Es gibt eine Chance, aber Du mußt durchhalten. Und es geht nicht nur um den Produktverkauf. Oder nur um den Teamaufbau. Produktverkauf und Teamaufbau gehören gleichwertig zusammen, damit dieses theoretische Rechenmodell für einen selbst irgendwann ins Rollen kommen kann. Wenn man potentiellen Interessenten am Anfang genügend Nachteile verspricht, damit irgendwann in der Zukunft mal die Sonne aufgeht, dann kommt man vielleicht auch nicht mit dem berühmten UWG-Paragraphen in Konflikt.
Zweitens für den herkömmlichen Unternehmer: Sicherlich sehen die Verhältnisse auf den ersten Blick witzig aus, aber bei einer genaueren Betrachtung ergeben sich schon interessante Aspekte. Es ist zwar jetzt schon etwas länger her, aber mit den Mitteln der Integralrechnung dürfte man bewerten können, ob mein Gedankenansatz (Aufwand in Relation zum Ertrag) tatsächlich eine realistische Betrachtungsweise ist. Theoretisch müßte sich im Network mit demselben Arbeitsaufwand auf längere Sicht eine Ertragssituation einstellen, die die Durststrecke am Anfang ausgleicht.
Drittens für den herkömmlichen Unternehmer: Liegt es im Bereich des Möglichen, daß Sie einen zusätzlichen Gewinn erwirtschaften können, wenn Sie irgendeinen Teil Ihrer Unternehmung mit Network-Marketing verbinden? Nicht alles eignet sich dafür, aber manches vielleicht schon. Müßte man mal mit irgendwelchen Planspielen untersuchen. Als Ausgabe steht da halt zunächst ein teures Computersystem für die Verwaltung an, von Hand wird man wahnsinnig, wenn man jeden Vertriebspartner korrekt abrechnen will.
Wenn man mit einem kühlen Kopf drangeht, kann man Network-Marketing durchaus als etwas ernstzunehmendes betrachten.
Jürgen Böhme |
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jbg Pathfinder
Anmeldungsdatum: 23.04.2003 Beiträge: 430 Wohnort: Wuppertal
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Verfasst am: 2.Feb 2006 15:48 Titel: |
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Noch etwas: Wenn man beispielsweise arbeitslos wird, dann kann Network-Marketing eine Möglichkeit sein, sofern man sich noch nicht zu alt zum Arbeiten fühlt. Aber man wird erst mal (wegen der dargelegten Durststrecke) seinen Lebensstandard reduzieren müssen, um irgendwann später dort wieder anzukommen. Das geht nicht anders.
Jürgen Böhme |
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ratiomama Insider
Anmeldungsdatum: 31.10.2005 Beiträge: 614 Wohnort: 59457 Werl
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Verfasst am: 2.Feb 2006 21:46 Titel: Network, nichts für jeder Mann / Frau ! |
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Hallo Jürgen Böhme,
Network ist nicht wie immer propagiert ein Business für jeder Mann / Frau.
Wer nicht gerne auf andere Menschen zugeht, sollte es lassen.
Bevor ich in ein Network einsteige, sollte ich mich vergewissern, dass das Unternehmen, seriös und solide ist, die Produkte wirklich besser sind als andere, und das die Produkte networkfähig sind.
Networkfähig bedeutet, dass sie eine riesige Zielgruppe haben sollten.
Beispeilsweise sind Delfination und jüngst Papercity networkmäßig daran gescheitert, dass die Produkte als Zielgruppe Unternehmen hatten.
Der Networker ist aber Networker und kein Verkäufer im B2B.
Steige ich in mein Network ein, dann konzentriere ich mich zunächst darauf Kunden für meine produkte zu akquirieren. So lange, bis ich das wirklich gut kann.
Hab ich das "Verkaufen" im Griff, fange ich an meine Struktur aufzubauen.
Hier baue ich zwei Schienen auf.
Eine Schiene mit Top-Leuten, die das Geschäft schnell verstehen, beherrschen und umsetzen.
Die zweite Schiene mit Leuten, die eher die Funktion der sammelbesteller erfüllen.
Zu allen weiteren Fragen steh ich gerne zur Verfügung.
Gruß
ratiomama
P.S. Was ich geschrieben habe sind nur praktische Erfahrungen. |
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jbg Pathfinder
Anmeldungsdatum: 23.04.2003 Beiträge: 430 Wohnort: Wuppertal
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Verfasst am: 3.Feb 2006 1:05 Titel: |
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Sehe ich teilweise anders. Wieso sind Unternehmen keine geeignete Zielgruppe?
Aus meiner Sicht hätte es Vorteile für mich, wenn ich Unternehmen ins Network integrieren kann.
Die Begriffe "Buchhaltung", "Finanzamt" und "angemeldetes Gewerbe" muß man dort nicht mehr diskutieren. Spart Arbeit.
Wenn das Unternehmen etwas anzubieten hat, was die anderen Networker für ihre Arbeit gebrauchen können (z.B. Papier oder sonstiges Büromaterial), dann hat das Unternehmen doch auch was von der Network-Teilnahme, denn das spricht sich herum. Spart der Firma auf jeden Fall einiges an Werbeausgaben. Man muß halt Koppelgeschäfte vermeiden.
Das Problem sehe ich eher darin, daß Dinge, mit denen man die breite Masse ansprechen kann, oft nicht den Anforderungen genügen, die Unternehmer an Dienstleistungen stellen. Beispielsweise Reisebusse. Reisebusse können nicht am Fließband produziert werden, weil jedes Reisebüro seinen Bus individuell ein klein wenig anders haben möchte.
Ich glaube sogar, daß es für manche Unternehmen recht entspannend wäre, wenn man nicht nur täglich mit der Konkurrenz zu kämpfen hätte, sondern zumindestens teilweise auf Networkmechanismen zurückgreifen könnte, ohne daß man dafür die Arbeitszeit seiner Mitarbeiter einsetzen muß, denn das kostet ja wieder Geld.
Das nächste Problem sehe ich darin, daß manche Leute, die dem Traum des Networks erlegen sind, nicht die entsprechenden Umgangsformen mitbringen, um sich mit Firmen zu unterhalten. Unternehmer verstehen unter Netzwerken oft etwas anderes als Networker. Die typischen Stukturvertriebler haben sich da bereits an vielen Stellen sehr unbeliebt gemacht.
Das ändert aber nichts daran, daß Firmen gerade wegen ihrer bestehenden Angestellten-, Kunden- und Geschäftsbeziehungen interessante Network-Partner sein könnten, wenn man ihnen ein passendes Produkt oder eine verwendbare Dienstleistung anbieten kann. Sollte sich eine Network-Aktivität für eine Firma wirtschaftlich rechnen, dann wäre der Unternehmer sicherlich der letzte, der sich dem Grundgedanken verschließt. Allerdings ist jeder Unternehmer etwas individuelles, und wenn man da mit einer eingeübten Massenstrategie kommt, beißt man auf Granit.
Aufgrund des zu erwartenden Ertragsverlaufs handelt es sich bei Network-Sachen für den Unternehmer allerdings um Investitionen, die längerfristig betrachtet werden müssen, und das ist nicht ganz so einfach. Wenn es klappt, dann war es die Mühe wert.
Jürgen Böhme |
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ratiomama Insider
Anmeldungsdatum: 31.10.2005 Beiträge: 614 Wohnort: 59457 Werl
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Verfasst am: 3.Feb 2006 7:54 Titel: Networker und B2B! |
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Hallo Jürgen Böhme,
Zitat
Das nächste Problem sehe ich darin, daß manche Leute, die dem Traum des Networks erlegen sind, nicht die entsprechenden Umgangsformen mitbringen, um sich mit Firmen zu unterhalten. Unternehmer verstehen unter Netzwerken oft etwas anderes als Networker. Die typischen Stukturvertriebler haben sich da bereits an vielen Stellen sehr unbeliebt gemacht.
Das meinte ich. Networker tun sich oft schon schwer damit Privatkunden für ihre Produkte zu finden. An Geschäftskunden trauen sich meist gar nicht ran. Oft wissen sie auch gar nicht wie sie an Geschäftskunden kommen.
Die Erfahrung zeigt es ja immer wieder, dass Networks mit Angeboten für Unternehmen, den Networkvertrieb wieder einstellen.
Gruß
ratiomama |
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