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Erfolg im Network Marketing (?)

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Andi Masters
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 07.03.2003
Beiträge: 396

BeitragVerfasst am: 21.Aug 2006 20:38    Titel: Erfolg im Network Marketing (?) Antworten mit Zitat

Gerade gelesen und für interessant befunden ...

ERFOLG IM NETWORK MARKETING – DER RICHTIGE MLM-PARTNER IST ENTSCHEIDEND

oder: Drum prüfe, wer sich ewig bindet …


Daß im Network Marketing viel Unsinniges angeboten wird, ist kein Geheimnis. Viele MLM-Unternehmen versprechen ihren Vertriebspartnern das Blaue vom Himmel und halten hinterher nur wenig davon ein. Die Folge ist, daß ein Großteil der Networker trotz eines beträchtlichen Zeit- und Geldaufwands auf keinen grünen Zweig kommt. Die folgenden Hinweise sollten Sie bei der Auswahl von MLM-Unternehmen beachten.

MLM-Unternehmen genau prüfen
berlegen, ob sie nicht besser aussteigen. Sehen Sie sich gründlich nach Alternativen um. Prüfen Sie kritisch, ob für die angebotenen Produkte und Dienstleistungen tatsächlich ein realer Kundenmarkt vorhanden ist. Oft handelt sich um austauschbare Allerwelts- bzw. stark überteuerte Produkte, die im klassischen Handel deutlich günstiger angeboten werden.

Anbieter müssen zugesagte Leistungen einhalten
MLM-Unternehmen werfen häufig neue Produkte ohne entsprechende Vorbereitungen auf den Markt. Die Folge ist, daß zugesagte Leistungen nicht eingehalten werden können. Trennen Sie sich umgehend von solchen Anbietern. Das gilt erst recht, wenn diese nicht einmal in der Lage sind, den Geschäftsbetrieb unterbrechungsfrei aufrecht zu erhalten. Bedenken Sie, daß enttäuschte Partner und Kunden keine gute Werbung für Sie sind.

Nicht bei neuen Networks einschreiben
Bei Networks, die noch in der Prelaunch-Phase sind, sollten Sie sich nicht registrieren. Viele Anbieter kommen über Absichtserklärungen nicht hinaus. Oft dient die Prelaunch-Phase lediglich zum Abklopfen des Marktes. Investieren Sie keine Zeit und kein Geld, um „ungelegte Eier“ zu bewerben. Steigen Sie erst ein, wenn sich das System bereits am Markt bewährt hat. Anbieter, die behaupten, nur wer sich frühzeitig einschreiben würde, könne ein gutes Geschäft machen, sind dubios. In seriösen Networks haben auch später hinzukommende Partner reelle Chancen.

Finger weg von problematischen Networks
Bewerben Sie keine MLM-Unternehmen, bei denen Sie Gefahr laufen, rechtlich belangt zu werden. Dies gilt zum Beispiel für Gesundheitsprodukte. Ohne klinische Zulassung dürfen keine Heil- und Wirkungsaussagen gemacht werden. Kritisch sind auch Finanz- und Versicherungsprodukte. Für deren Vermittlung benötigen Sie eine behördliche Genehmigung nach § 34c GewO . Zudem gilt das Produkthaftungsgesetz. Riskant sind ferner Online-Glücksspiele. Selbst wenn der Anbieter über eine ausländische Lizenz verfügt, machen sich in Deutschland ansässige Vermittler strafbar, weil die Bewerbung von Glücksspielen an eine staatliche Zulassung gebunden ist. Der Hinweis auf den ausländischen Sitz des Anbieters greift dabei nicht, da nach deutschem Recht das Tatortprinzip gilt.

Ohne eigene Investitionen keine Erträge
Eine weitverbreitete Behauptung von MLM-Unternehmen ist, daß Vertriebsapartner quasi ohne eigenes Kapital ein einträgliches Geschäft aufbauen könnten. Glauben Sie solchen Aussagen nicht. Damit sollen lediglich unerfahrene Neulinge zum Einstieg bewegt werden. Die Realität sieht anders aus: Um ein MLM-Geschäft zum Laufen zu bringen, benötigen Sie vom Start weg mindestens einen vierstellige Investitionssumme.

Informationen austauschen
Verlassen Sie sich nicht auf blumige Werbeaussagen von MLM-Unternehmen über angeblich phantastische Verdienstmöglichkeiten. Befragen Sie andere Networker, die in dem betreffenden System schon tätig sind. Besuchen Sie die bekannten MLM-Foren und tauschen sich intensiv mit Kollegen aus.

Die in diesem Beitrag gemachten Äußerungen zu rechtlichen Fragen stellen keine Rechtsbelehrung im Sinne des Rechtsberatungsgesetzes, sondern lediglich die Meinung des Autors dar. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines zugelassenen Rechtsanwalts. Für die Richtigkeit wird keine Haftung übernommen. Bei allen Rechtsfragen, auch bezüglich Verträgen mit MLM-Unternehmen, empfiehlt der Autor die Hinzuziehung eines auf diesem Gebiet qualifizierten Rechtsanwalts.

(Auszug aus swoxxcom Expertise-Fachartikel, Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Autors)
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Norbert Warnke
Insider


Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 976
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 22.Aug 2006 7:30    Titel: Re: Erfolg im Network Marketing (?) Antworten mit Zitat

@ Andi Masters

die meisten Dinge haben durchaus Hand und Fuss, aber es gibt auch Einschränkungen:

Andi Masters hat folgendes geschrieben::
Ohne eigene Investitionen keine Erträge
Eine weitverbreitete Behauptung von MLM-Unternehmen ist, daß Vertriebsapartner quasi ohne eigenes Kapital ein einträgliches Geschäft aufbauen könnten. Glauben Sie solchen Aussagen nicht. Damit sollen lediglich unerfahrene Neulinge zum Einstieg bewegt werden. Die Realität sieht anders aus: Um ein MLM-Geschäft zum Laufen zu bringen, benötigen Sie vom Start weg mindestens einen vierstellige Investitionssumme.


Hier kommt es entscheidend auf die Zielsetzung und den Zeitraum an.

Jemand, der in ein Networkgeschäft einsteigt mit dem Ziel, hier und da ein paar €uro dazuzuverdienen, kann durchaus auch ohne Investition sein persönliches Ziel erreichen. Man kann auch so arbeiten, dass man nur mit Menschen redet, mit denen man eh redet (wo sollen da Kosten entstehen?) und denen hier und da mal etwas mitbestellt. Habe ich bei meinem Lieferanten z. B. 12 Tage Zahlungsziel, muss ich nicht einmal etwas verauslagen und habe die Handelsspanne bereits eingenommen, wenn der Einkaufspreis von meinem Konto abgebucht wird.

Auch so kann man durchaus arbeiten, wird jedoch meist nur langsam etwas aufbauen oder kleinere Gewinne machen, was sehr oft auch Ziel ist.

Dann spielt auch noch der Zeitraum eine Rolle. Kaum jemand investiert 4stellig gleich zu Beginn einer Tätigkeit, sondern streut dies mindestens über mehrere Monate. Voraussetzung für höhere Investitionen sind natürlich auch höhere Ziele. Auch hier kann man jedoch so arbeiten, dass man nichts oder wenig selbst "zubuttern" muss, sondern reinvestiert einfach Einnahmen aus Verkauf sofort wieder in das Geschäft, so dass zwar der Gewinn wieder verschwindet, aber kein eigener finanzieller Aufwand erforderlich ist.

Wofür sollte überhaupt investiert werden als Neueinsteiger? In Werbung? In Seminare? In Ware?

Nun, um vernünftig werben zu können, sind gewisse Vorkenntnisse erforderlich. Melden sich Interessenten auf Werbung, muss man diesen auch etwas erzählen können. Grössere Werbung macht also erst Sinn, wenn man gewisse Kenntnisse erworben hat. Seminare bieten viele Networks kostenlos an oder es sind minimale Eintrittsgelder zu zahlen. Von teuren Motivationsorgien würde ich abraten. Auch in Ware zu investieren, macht wenig Sinn, denn zum einen braucht man für die meisten Networks keine Lagerhaltung (bestellt erst, wenn man Kundenbestellungen vorliegen hat) und zum anderen weiss man vorher eh nie, wer wann was kauft. Lagerhaltung (bis auf kleine Stückzahlen für regelmässige Stammkunden) ist also unnötig.

Zitat:
Informationen austauschen
Verlassen Sie sich nicht auf blumige Werbeaussagen von MLM-Unternehmen über angeblich phantastische Verdienstmöglichkeiten. Befragen Sie andere Networker, die in dem betreffenden System schon tätig sind. Besuchen Sie die bekannten MLM-Foren und tauschen sich intensiv mit Kollegen aus.


Auch hier kommt es vor allem auf die eigene Zielsetzung an. Die meisten Networker suchen einen unkomplizierten Nebenverdienst, nur recht wenige haben das Ziel, sich in eine Führungsposition hochzuarbeiten. Leider gibt es aber noch immer zu viele Menschen, die glauben, im Network Marketing wird man ohne Arbeit schnell reich. Der Glaube, dass es genau darum geht, wird gleichermassen von schwarzen Schafen der Branche, aber auch von Network-Gegnern geschürt. Nur wollen die dunklen Wolltiere den Neuen Dollarzeichen in die Augen setzen, die bekanntlich den Blick für die Realität trüben und die Network-Gegner mit dem gleichen Argument beweisen, dass MLM nicht funktioniert...

Wer im Network Marketing realistisch arbeitet, sagt gleich dazu, dass nennenswertes Einkommen nur mit nennenswerter Arbeit erreichbar ist, wie überall sonst auch!
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Andi Masters
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 07.03.2003
Beiträge: 396

BeitragVerfasst am: 22.Aug 2006 8:57    Titel: SIE schon wieder -) Antworten mit Zitat

Norbert Warnke:

Daß Sie antworten würden, hatte ich erwartet (was nichts anderes als genau das heißen soll - nur daß wir uns nicht mißverstehen ...)

Sie schreiben:
"Nun, um vernünftig werben zu können, sind gewisse Vorkenntnisse erforderlich. ...

Nun, um ein Geschäft vernünftig betreiben zu können, sind gewisse - kaufmännisch-betriebswirtschaftliche - Vorkenntnisse erforderlich, Vorher sollte niemand in die Selbständigkeit starten.

Und weiter:
"Seminare bieten viele Networks kostenlos an oder es sind minimale Eintrittsgelder zu zahlen."

Zu den Vorkenntnissen zählt zweifelsohne auch Grundwissen in Sachen Marketingkommunikation/Werbung. Die sogenannten "Seminaranbieter" sind dafür nicht unbedingt die geeignetsten Adressen, da sollte man sich nichts vormachen.
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poldibaer
Insider


Anmeldungsdatum: 12.05.2005
Beiträge: 856
Wohnort: irgendwo in Franken

BeitragVerfasst am: 22.Aug 2006 9:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andi Masters,

Ihre Aussage:

Zitat:
Zu den Vorkenntnissen zählt zweifelsohne auch Grundwissen in Sachen Marketingkommunikation/Werbung. Die sogenannten "Seminaranbieter" sind dafür nicht unbedingt die geeignetsten Adressen, da sollte man sich nichts vormachen.


ist vollkommen richtig.

Es gibt gerade im Network/MLM zu viele Möchtegern-Seminarleiter. Wenn Seminar-Profis anbieten Seminare für ein Network durchzuführen, dann sind sehr wenige Networkanbieter dazu bereit, denn es würde ja richtig was kosten. Zu viele Network-Initiatoren wollen schnell abschöpfen und sehr wenig investieren.

der poldibaer
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Norbert Warnke
Insider


Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 976
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 22.Aug 2006 10:42    Titel: Re: SIE schon wieder -) Antworten mit Zitat

@ Andi Masters

Andi Masters hat folgendes geschrieben::
Nun, um ein Geschäft vernünftig betreiben zu können, sind gewisse - kaufmännisch-betriebswirtschaftliche - Vorkenntnisse erforderlich, Vorher sollte niemand in die Selbständigkeit starten.


Um sich einen kleinen nebenverdienst aufzubauen, jedoch nur bedingt. Im Network Marketing "lernt man Unternehmer", die erforderlichen Kenntnisse kann man sich also durchaus auch nach und nach zulegen und seine Tätigkeit entsprechend ausbauen.

Zitat:
"Seminare bieten viele Networks kostenlos an oder es sind minimale Eintrittsgelder zu zahlen."

Zu den Vorkenntnissen zählt zweifelsohne auch Grundwissen in Sachen Marketingkommunikation/Werbung. Die sogenannten "Seminaranbieter" sind dafür nicht unbedingt die geeignetsten Adressen, da sollte man sich nichts vormachen.


Zu den erforderlichen Grundkenntnissen gehören zuallererst mal spezifische Grundkenntnisse des Geschäfts und der angebotenen Produktpalette sowie Informationen über die Möglichkeiten des Geschäfts.

Erst wer das Geschäft ernsthaft und mit höheren Zielen betreiben möchte, benötigt auch kaufmännische Kenntnisse je nachdem, wie weit er sein Geschäft ausbauen möchte. Wir unterscheiden also zwischen Grundseminaren und Geschäftsaufbauseminaren. Letztere behandeln selbstverständlich auch kaufmännische Erfordernisse. Im übrigen lernt man "by doing", denn der Geschäftsaufbau dauert i. d. R. eine gewisse Zeit.

@ poldibaer

Zitat:
Es gibt gerade im Network/MLM zu viele Möchtegern-Seminarleiter. Wenn Seminar-Profis anbieten Seminare für ein Network durchzuführen, dann sind sehr wenige Networkanbieter dazu bereit, denn es würde ja richtig was kosten. Zu viele Network-Initiatoren wollen schnell abschöpfen und sehr wenig investieren.


Wie andere Networks arbeiten, kann höchst unterschiedlich sein. Bei uns ist die Schulung so geregelt, dass Führungskräfte direkt vom Unternehmen ausgebildet werden und nur schulen darf, wer sich durch eigene Seminarteilnahme dazu qualifiziert hat. Es darf also nicht jeder ausbilden. Mitunter werden auch Fachseminare einzelner Bereiche zusätzlich angeboten.

Wer weiterkommen möchte, sollte auch an den nötigen Seminaren (meist kostenlos) teilnehmen. Wer nicht teilnimmt, sollte sich aber auch nicht beschweren, dass er nicht weiterkommt.
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Andi Masters
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 07.03.2003
Beiträge: 396

BeitragVerfasst am: 23.Aug 2006 17:35    Titel: Zweifelsohne, aber ... Antworten mit Zitat

@Norbert Warnke:

"Zu den erforderlichen Grundkenntnissen gehören zuallererst mal spezifische Grundkenntnisse des Geschäfts und der angebotenen Produktpalette sowie Informationen über die Möglichkeiten des Geschäfts."

Zweifelsohne - was das Unternehmen, seine Produkte, die Absatzstrategie betrifft. Doch um diese Aussagen ernsthaft bewerten zu können, ist ein entsprechender fachlicher Hintergrund vonnöten. Daß MLM-Unternehmen die eigenen Leistungen gern im besonders glanzvollen Licht darstellen, ist nun wirklich nichts Neues. Man kann es ihnen noch nicht einmal verdenken, denn heftiges Klappern gehört gerade in diesem Wirtschaftsbereich elementar zum Geschäft. Daher komt es darauf an, zwischen Fakten und Luftschlössern unterscheiden zu können . Geschäftlich Unerfahrenen gelingt dies sicher nicht ohne weiteres.

"Erst wer das Geschäft ernsthaft und mit höheren Zielen betreiben möchte, benötigt auch kaufmännische Kenntnisse je nachdem, wie weit er sein Geschäft ausbauen möchte."

Das sehe ich anders. Kaum ein Geschäft funktioniert heute noch ohne profundes Know-how, ganz egal ob dieses im Nebenerwerb oder als Vollexistenz betrieben werden soll. Das ist der wesentliche Unterschied zu früheren Zeiten, wo selbst fachlich weniger begnadete Unternehmer dankbare Abnehmer finden konnten.

Heute müssen vor allem Vertriebler alle Marketingregister beherrschen, um neue Partner und Kunden zu gewinnen. Mit dem Aufkommen des Internets haben sich die Qualifikationsanforderungen noch einmal deutlich erhöht. Die Beherrschung der dafür notwendigen Instrumentarien erfordert ein breites Fachwissen.

Daß es mit der Schulung von Network Marketern bei den MLM-Unternehmen und ihren Vertriebspartnern nicht zum Besten steht, ist allgemein bekannt und wird selbst von den Branchenverbänden bestätigt. Die Gründe dafür liegen im System selbst. Viele MLM-Produkte hätten in anderen Vertriebskanälen keine Chance. Strukturvertrieb sichert dem Betreiber Umsätze, da die Vertriebler einen erkleklichen Teil der Umsätze über ihren Eigenverbrauch generieren. Hinzu kommt die Kumulation von Vergütungen durch das passive Mitverdienen. Dies begünstigt tendenziell die oberen Vertriebsebenen zu Lasten der unteren Ebenen - den letzten beißen die Hunde. Warum also Vertriebspartner schlau machen, wenn das System so für die Betreiber prima funktioniert?

"Im übrigen lernt man "by doing", denn der Geschäftsaufbau dauert i. d. R. eine gewisse Zeit."

D´accord mit Ihnen.
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Andi Masters
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 07.03.2003
Beiträge: 396

BeitragVerfasst am: 23.Aug 2006 17:42    Titel: Wohl wahr! Antworten mit Zitat

@poldibaer:

"Zu viele Network-Initiatoren wollen schnell abschöpfen und sehr wenig investieren."

Wohl wahr! Die Verlockungen sind ja auch riesengroß - siehe IPM-G, MLM-Förderung oder NAV, um nur einige Beispiele zu nennen. Da werden "halbgare" Produkte auf den Markt geworfen, obwohl die Initiatoren wissen, daß die Sache in die berühmte Hose gehen kann - und in den genannten Fällen auch gegangen ist. Am Ende bleiben verbrannte Geschäftsbeziehungen und Frustration bei den Vertrieblern übrig, die die Suppe bei ihren Partnern auslöffeln müssen.
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ratiomama
Insider


Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 600
Wohnort: 59457 Werl

BeitragVerfasst am: 23.Aug 2006 18:21    Titel: Ja, ja die Förderer ! Antworten mit Zitat

Hallo,

eines dieser Programme (MLM-Förderung) hat ausgefördert.

Denen haben diverse Leute gottlob den Garaus bereitet.

Wenn man sich IPM und das Konstrukt drumherum betrachtet, ist jedem denkenden Menschen alles klar.

Gruß
ratiomama
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Norbert Warnke
Insider


Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 976
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 23.Aug 2006 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

@ Andi Masters

Andi Masters hat folgendes geschrieben::
Doch um diese Aussagen ernsthaft bewerten zu können, ist ein entsprechender fachlicher Hintergrund vonnöten. Daß MLM-Unternehmen die eigenen Leistungen gern im besonders glanzvollen Licht darstellen, ist nun wirklich nichts Neues. Man kann es ihnen noch nicht einmal verdenken, denn heftiges Klappern gehört gerade in diesem Wirtschaftsbereich elementar zum Geschäft. Daher komt es darauf an, zwischen Fakten und Luftschlössern unterscheiden zu können . Geschäftlich Unerfahrenen gelingt dies sicher nicht ohne weiteres.


Network Marketing bedeutet "lerning by doing", man beginnt nicht gleich gross, sondern immer klein als Einsteiger. Man kann auch von jemand, der auf dem S-Bahnhof selbständig Zeitungen verkauft kein BWL-Studium erwarten - wenn aus dem "Bauchladen" bzw. Handverkauf dann ein Zeitungsladen werden sollte oder später eine Handelskette, dann braucht's sicher ein paar Kenntnisse mehr. Die allermeisten Networker sind reine Nebenverdienstler, die kaum daran denken, ihre Tätigkeit so weit auszuweiten, um davon leben zu können. Etwas gesunder Menschenverstand bewahrt schon vor manchem Luftschloss, man darf sich nur keine Dollarzeichen in die Augen setzen lassen, die trüben bekanntlich den Blick für die Realität...

Zitat:
"Erst wer das Geschäft ernsthaft und mit höheren Zielen betreiben möchte, benötigt auch kaufmännische Kenntnisse je nachdem, wie weit er sein Geschäft ausbauen möchte."

Das sehe ich anders. Kaum ein Geschäft funktioniert heute noch ohne profundes Know-how, ganz egal ob dieses im Nebenerwerb oder als Vollexistenz betrieben werden soll.


Ein kleiner Nebenerwerb braucht kaum Vorkenntnisse. Alles, was man wissen muss, kann man sich recht schnell aneignen. Das ist doch gerade der Vorteil unserer Branche, "Unternehmer" lernen zu können.

Zitat:
Heute müssen vor allem Vertriebler alle Marketingregister beherrschen, um neue Partner und Kunden zu gewinnen. Mit dem Aufkommen des Internets haben sich die Qualifikationsanforderungen noch einmal deutlich erhöht. Die Beherrschung der dafür notwendigen Instrumentarien erfordert ein breites Fachwissen.


Also Würstchenverkäufer mit Studium?

Hierbei wird aber eines vernachlässigt, nämlich die meist übliche Vorgehensweise, Empfehlungen im näheren Umfeld auszusprechen, dort auch seine ersten Kunden zu suchen. Ein weiterer Aspekt ist, dass im Grunde eine sehr geringe Kundenzahl durchaus genügt, um bereits nach wenigen Ebenen einen nennenswerten (Neben)Verdienst zu generieren.

Man KANN zwar über professionellen und ausgebauten Endkundenverkauf sein Geschäft aufbauen, muss aber nicht. Natürlich werden die Verdienstmöglichkeiten mit steigender Professionalität interessanter und es ist auch ganz im Sinne der Upline, Professionalität zu vermitteln, da auch deren Einkommen mit dem Erfolg der Downline steigt.

Zitat:
Viele MLM-Produkte hätten in anderen Vertriebskanälen keine Chance.


Wie Parfum, Kosmetik, Schmuck, Wellnessprodukte... das alles gibt es auch im "regulären" Einzelhandel, nur meist in geringerer Qualität oder z. T. bei gleichwertiger Qualität deutlich teurer.

Zitat:
Strukturvertrieb sichert dem Betreiber Umsätze, da die Vertriebler einen erkleklichen Teil der Umsätze über ihren Eigenverbrauch generieren.


So gross ist die Menge gar nicht, ausserdem kommen hier doch recht viele "Vorteilskunden" hinzu, die nur "eingestiegen" sind, um günstiger zum EK einzukaufen. Um günstiger einzukaufen, muss man wahrlich nicht studiert haben.

Zitat:
Hinzu kommt die Kumulation von Vergütungen durch das passive Mitverdienen. Dies begünstigt tendenziell die oberen Vertriebsebenen zu Lasten der unteren Ebenen - den letzten beißen die Hunde.


Ganz und gar nicht, denn der direkte Verkäufer erhält (zumindest bei Networks mit direktem Verkauf) mit der Handelsspanne den grössten Anteil und zusätzlich noch umsatzabhängige Boni. Die Upline erhält von der Gesamtausschüttung nur das, was übrig bleibt, hat aber nicht selten durch Betreuung der Partner weit höhere Kosten.

Zitat:
Warum also Vertriebspartner schlau machen, wenn das System so für die Betreiber prima funktioniert?


Ganz einfach; weil besser ausgebildete Partner höhere Umsätze generieren, davon haben dann alle etwas...
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Andi Masters
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Anmeldungsdatum: 07.03.2003
Beiträge: 396

BeitragVerfasst am: 24.Aug 2006 14:10    Titel: Ende Alliende Antworten mit Zitat

@Norbert Warnke:

Mit Networkern kann man betriebswirtschaftlich nicht vernünftig reden. Aber vielleicht habe ich die ganze Zeit im Studium gepennt oder die Hochschullehrer waren alle mau - wenn man einmal von dem bereits über Gebühr strapazierten und herbeizitierten Herrn von der Fachhochschule Worms absieht, der für alles und jedes im Network herhalten muß ...

Daß "besser ausgebildete Partner höhere Umsätze generieren", wie Sie schreiben, mag für einige wenige Networks gelten - die Mehrzahl der Systeme - genauer: die oberen Ebenen - leben davon, daß es genau andersherum ist - wie schon zuvor beschrieben.

So, das war´s. Schreiben Sie dazu, was Sie wollen, ich beende hiermit für mich diesen Thread.
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Norbert Warnke
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Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 976
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 24.Aug 2006 14:34    Titel: Re: Ende Alliende Antworten mit Zitat

@Andi Masters

Andi Masters hat folgendes geschrieben::
Daß "besser ausgebildete Partner höhere Umsätze generieren", wie Sie schreiben, mag für einige wenige Networks gelten - die Mehrzahl der Systeme - genauer: die oberen Ebenen - leben davon, daß es genau andersherum ist - wie schon zuvor beschrieben.


Es mag sein, dass manche Networker zu faul sind, dafür zu sorgen, dass ihre Partner in die Lage versetzt werden, höhere Umsätze zu generieren, dann benötigen sie aber deutlich mehr Partner. Sicher kann man mitunter auch davon leben, wenn niedrige Umsätze generiert werden, doch mit höheren Umsätzen geht's mit Sicherheit besser.

Davon auszugehen, dass "obere Ebenen" mit geringeren Umsätzen ihrer Downline besser leben können als mit höheren, ist sowohl logisch als auch betriebswirtschaftlich völlig unrealistisch.

Selbstverständlich sucht man sich am besten ein Geschäft, das zu einem passt, dessen Produkte man mag, hinter dessen Produkten man steht, dessen Arbeitsweise einem liegt und bei dem man ein brauchbares Schulungsangebot erhält. Stimmt das alles, kann man sich auch den Marketingplan näher anschauen, denn auch der beste Marketingplan nutzt nur dann etwas, wenn auch alles andere stimmt.

Was soll der Hinweis auf die Hochschulen? Dort wird doch networkspezifisches überhaupt nicht unterrichtet. Eine Hochschulausbildung ist für Network Marketing nur bedingt nützlich und unser Land ist voll von "Fachidioten", die in der Theorie einiges "drauf" haben, in der Praxis aber nix auf die Reihe bekommen. Es ist schon sehr traurig, dass Menschen nach Papieren Aufgaben erhalten und nicht nach Befähigung.
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