| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Schlaumeier Specialist
Anmeldungsdatum: 19.10.2004 Beiträge: 114
|
Verfasst am: 23.Feb 2005 19:52 Titel: |
|
|
Hallo Forums-Kollegen!
Die Pillen, davon gehe ich aus, dürfen in Deutschland nicht verkauft werden. Somit wird, wie schon öfter auch von anderen MLM-Firmen praktiziert, die Ware zum reinen Eigenverbrauch direkt an den "Kunden" geliefert. Man kann sich ja auch zum Eigenverbrauch die überdosierten Vitaminhämmer aus USA schicken lassen.
Damit handeln, also weiterverkaufen ist verboten. So arbeitet ja auch der uns allen bekannte Dr. Rath von Holland aus!
Der Vertriebspartner/Kunde kann also seine monatliche Pflichtabnahme, wenn er Provisionen verdienen will, nur selbst verbrauchen - er darf sie nicht mal verschenken - oder wegschmeißen, aber wer macht das schon! Somit wird der MLMer halt doch wieder zum illegalen Verkäufer gemacht!
Wohl eher ein windiges Geschäft, vor dem man nur warnen kann...
Grüße vom Schlaumeier |
|
| Nach oben |
|

|
CashDesign Insider
Anmeldungsdatum: 18.11.2004 Beiträge: 560 Wohnort: Sachsen
|
Verfasst am: 23.Feb 2005 20:35 Titel: |
|
|
@schlaumeier & Roswitha
die hier von mir angesprochene Regelung, die übrigens auch von TNI in ähnlicher Weise verwendet wird, nämlich, daß man zur Provisionsberechtigung erstmal 3 Partner/ Besteller gewinnen MUß, ist strafbar.
Diese Lunte brennt.
Ich werde mich jedoch sicher nicht aus dem Fenster lehnen und eine weitergehende Rechtsauslegung hier öffentlich vornehmen.
Ich meine, wer sich auf diesem Gebiet (MLM) bewegt, sollte das UWG samt Kommentierung und aktuellster Rechtssprechung besser im Kopf haben oder einen Kennen, der weiß wo es steht.
CD _________________ Wenn es Sie am Knie friert und Ihr Hamster Brecht zitiert, tun se Senf drauf |
|
| Nach oben |
|
|
Roswitha_RC Specialist
Anmeldungsdatum: 27.01.2005 Beiträge: 229
|
Verfasst am: 23.Feb 2005 22:01 Titel: |
|
|
Hallo Browser und CashDesign! Gehen wir davon aus, dass im Mlm Gewerbetreibende tätig sind, dann müssen wir einen Schritt vor jene fiktive Annahme für TNI einsteigen.
Es wird ja kein Mlm-ler bei TNI gezwungen, Provisionen zu verdienen, noch genötigt. Es ist seine freie Entscheidung als Unternehmer (so wir davon ausgehen, dass er ein Gewerbetreibender ist).
Somit wird er auch nicht genötigt oder gezwungen, 3 Partner / Besteller zu rekrutieren. Es ist seine freie Entscheidung unter Abwägung von Einsatz und Nutzen.
Wenn wir die Vorschriften des UWG lesen und (zugegeben laienhaft auslegen), stellen wir fest, dass von "Verbrauchern" die Rede ist. Und unter "Verbraucher" sind sicher nicht Unternehmer zu interpretieren. Und Mlm-ler sind Unternehmer, sollten es jedenfalls sein, mit entsprechender Gewerbeanmeldung.
Es könnte die Schnittstelle noch interessant sein bei der Betrachtung: Und zwar ein Verbraucher (der ja durch das UWG besonders geschützt wird) entschließt sich, angesichts der Arbeitsmarktlage, ein Unternehmen zu gründen ... und entscheidet sich ausgerechnet (und damit es in Ihr Beispiel, CashDesign, passt) für TNI.
Ihm wird der Plan des Geldverdienens erklärt, muss ja auch, damit er entscheiden kann - zu dem Zeitpunkt ist er in aller Regel aber noch Verbraucher ... dann könnte in der Tat das UWG in Bezug auf Ihre angegebenen Paragraphen greifen.
Andererseits sind wir dann schon wieder soweit, jeden Verbraucher wie dumme Jungs und dumme Mädchen hinzustellen, nur abgesichert in Staates Schoß, ohne jegliche Freiheit, etwas zu tun (oder zu lassen).
Um die Lunte nicht nur anzustecken, sondern auch brennen zu lassen, muss man auch zwischen Regelungen des UWG und des höherwertigen Rechts der Grundrechte abwägen.
Sicher insgesamt ein spannendes Thema. |
|
| Nach oben |
|
|
Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
|
Verfasst am: 23.Feb 2005 22:40 Titel: |
|
|
Ich komme nicht umhin festzustellen, daß mit den Usern Roswitha_RC und Schlaumeier Leute bei Gomopa eingetroffen sind, die zu wissen scheinen, wovon sie sprechen.
Ich weiß wovon ich rede, denn diese beiden haben mir hier zum ersten Mal Mehraufwand, also Mehrarbeit, verursacht.
Ich freue mich darüber, denn vor allem im MLM-Bereich bei Gomopa sind qualifizierte User außerordentlich gesucht.
Herzlich willkommen und glänzen Sie auch weiterhin durch Ihre guten Beiträge.
( Bei Schlaumeier habe ich ja einen Verdacht.... )
Mit den besten Wünschen, Browser |
|
| Nach oben |
|
|
Schlaumeier Specialist
Anmeldungsdatum: 19.10.2004 Beiträge: 114
|
Verfasst am: 24.Feb 2005 1:26 Titel: |
|
|
Hallo Forums-Kollegen!
Einen Verdacht lieber Browser...grübel?
In der Tat legen seriöse MLM-Firmen großen Wert auf ordnungsgemäße Gewerbeanmeldung bzw. genügen ja dann schon ihrer Sorgfaltspflicht durch entsprechenden Hinweis. Somit dürfte das MLM-Unternehmen aus dem Schneider sein.
Problematisch im Sinne des UWG könnte ein Trend werden, denn man gerade vermehrt im Network Marketing antreffen kann.
Der Aufbau von sogenannten Verbraucher/Kosumentennetzwerken kann da gefährlich werden. Hier wird von einem Abverkauf von Produkten gar nicht mehr gesprochen, ja sogar mit der "kein-Verkauf-nötig"-Story geworben. Wenn man Menschen suggeriert, "nur" in ein Verbrauchernetzwerk involviert zu sein, könnte der Gedanke an Gewerbeanmeldung, Finanzamt und ähnlich lästige Einrichtungen gar nicht erst entstehen. Fatal!
Die Idee der sich ausbreitenden Konsumentennetzwerke scheint mir aus der Not geboren. MLM-Produkte sind selten Schnäppchen und oft überflüssig. Wenn sich der Verkauf an "richtige Kunden" aus genannten Gründen sowieso schwierig gestaltet, muß man halt sein eigener Kunde sein. Clever gell. Da sage noch mal einer MLMer sind nicht schlau...!
Grüße vom Schlaumeier |
|
| Nach oben |
|
|
Babsi2 Pathfinder
Anmeldungsdatum: 20.08.2004 Beiträge: 300 Wohnort: Gummersbach
|
Verfasst am: 24.Feb 2005 1:48 Titel: |
|
|
@schlaumeier
| Zitat: |
Da sage noch mal einer MLMer sind nicht schlau...!
|
Stelle gerade fest, dass ich zu der "Nicht schlauen" Gattung gehöre
Ich baue mit meiner Downline erstmal Kunden (echte) auf, zeige ihnen, wie man die Betreuung macht. Ist der Kundenstamm stabil, hat man Geld übrig, um es für Downlineaufbau oder sonstiges zu nutzen.
Ohne Produkte und den Verkauf an Endverbraucher funktioniert kein Network.
lg babsi |
|
| Nach oben |
|
|
CashDesign Insider
Anmeldungsdatum: 18.11.2004 Beiträge: 560 Wohnort: Sachsen
|
Verfasst am: 25.Feb 2005 18:29 Titel: |
|
|
@Browser
auch ich bin darüber ausgesprochen erfreut, daß sich der MLM-Bereich mit den Usern Roswitha und Schlaumeier fachlich ein großes Stück nach vorn bewegt.
Fachlich fundiert und in meinen Augen pro sauberes Net(t)worken.
@Roswitha_RC & Schlaumeier
nachträglich von mir auch ein herzliches willkommen hier im Forum.
@Roswitha
mit Ihrem Beitrag reizen Sie mich, doch ein wenig tiefer in die Materie zu gucken, als ich das ursprünglich öffentlich vorhatte. Im Sinne der Sache & wegen des Anreizes eines anregenden Austausches (ich lerne gerne dazu) folgendes:
| Roswitha_RC hat folgendes geschrieben:: |
Wenn wir die Vorschriften des UWG lesen und (zugegeben laienhaft auslegen), stellen wir fest, dass von "Verbrauchern" die Rede ist. Und unter "Verbraucher" sind sicher nicht Unternehmer zu interpretieren. Und Mlm-ler sind Unternehmer, sollten es jedenfalls sein, mit entsprechender Gewerbeanmeldung. |
Rein juristisch betrachtet, schließe ich mich Ihrer Meinung an. Zu bedenken ist m.E. unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten[/i ]folgendes:
1.
Der von Networkern propagierte Vorteil der Vertriebsmethode liegt ja darin, daß kein Verkauf im eigentlichen Sinne stattfinde, sondern vielmehr "Mitglieder" für das Vertriebssystem geworben werden, welche erhebliche Vorteile im Einkauf(spreis haben). Insofern liegt die Entscheidung des vormaligen Verbrauchers für einen Beitritt zum "System" schon aus wirtschaftlichen Betrachtungen nahe.
2.
Daraus folgend unterstelle ich, daß die von Ihnen angesprochene "Unternehmereigenschaft" in einigen "Systemen" nicht ganz freiwillig zustande kommt. Insgesamt liegt der Verdacht der (zumindest indirekten) pogressiven Kundenwerbung nahe.
3.
Die Unternehmereigenschaft kommt - rein per deklaratorischer - Gewerbeanmeldung mit allen damit verbundenen Konsequenzen zustande. Verzichte ich innerhalb gewisser Einnahmegrößen auf diese Deklaration - was durchaus zulässig ist - bin ich weiterhin Verbraucher und von den Regelungen des UWG geschützt.
Warum die Unternehmen auf entsprechende Gewerbeanmeldungen drängen, dürfte unter o.g. Gesichtspunkten geklärt sein.
Mithin bewegen sich Marketingpläne mit Abnahmeverpflichtungen und/oder einem Downlinezwang für die Provisionsberechtigung auf dünnem Eis.
| Roswitha_RC hat folgendes geschrieben:: |
Es könnte die Schnittstelle noch interessant sein bei der Betrachtung: Und zwar ein Verbraucher (der ja durch das UWG besonders geschützt wird) entschließt sich, angesichts der Arbeitsmarktlage, ein Unternehmen zu gründen ... und entscheidet sich ausgerechnet (und damit es in Ihr Beispiel, CashDesign, passt) für TNI. |
Oh .... lassen Sie [i]diese Betrachtung nicht den Herrn Detta wissen
Zur Sache:
Eine Unternehmensgründung bzw. die Unternehmereigenschaft setzt einige entscheidende Freiheiten voraus, die das MLM-System oft so nicht vorsieht:
- Freiheit zu entscheiden, zu welchem Preis ich verkaufe
==> Preisabsprachen bzw. -vorgaben sind nur im engen Rahmen
statthaft
- Freiheit zu entscheiden, wo ich verkaufe
==> oft Verbot im Distributionsvertrag, Waren öffentlich oder im
Internet anzubieten
~~> wirft für mich die Frage auf, wie ich dann an Endverbraucher
"verkaufen" soll, kein einigermaßen seriöser Unternehmer
sitzt dauerhaft im Wohnzimmer seiner Kunden
- Freiheit zu entscheiden, wieviel ich einkaufe/ bevorrate
==> im TNI-Beispiel nicht gegeben, da für Provisionsberechtigung
Mindestabnahme von 4 Flaschen/ Monat notwendig
Was wirtschaftlich für die Upline daraus folgt, brauche ich wohl nicht erklären.
Insofern hat der Verbraucher lediglich einmalig die Gelegenheit, sich zu entscheiden, ob er Unternehmer mit diesen Einschränkungen werden will.
M.E. läuft das jedoch grundlegend der Idee des MLM entgegen, die "lediglich" vorsieht, am wirtschaftlichen Ergebnis seiner Produkt-Empfehlung zu partizipieren.
To be continued ....
Ich freue mich auf Ihre Gedanken.
CD _________________ Wenn es Sie am Knie friert und Ihr Hamster Brecht zitiert, tun se Senf drauf |
|
| Nach oben |
|
|
Roderich Hopp * Ehrenmitglied *

Anmeldungsdatum: 17.05.2004 Beiträge: 947 Wohnort: Dorum-Mulsum
|
Verfasst am: 25.Feb 2005 22:45 Titel: |
|
|
Werter @ User Cash-Design u @
Auch ein Unternehmer ist Verbraucher und unterliegt in gewisser Weise dem Schutz des UWG. Wäre dem nicht so, wäre das UWG nicht tverfassungskonform würde gegen da GG verstoßen.
Im Übrigen begeben sich alle MLM und Networkmarketingunternehmen mit den von USA übernommenen Konzepten auf glattes Eis. Mal ganz scharf nachdenken... Es gibt in Deutschland ein Gesetz und die entprechenden Ausführungsbestimmungen mit zig Urteilen des BGH zur Definiton Selbständigkeit. In Ermangelung immer größerer Ausgaben der Sozialkassen sind derzeit alle Unternehmen einschließlich der Versicherungsgesellschaften, Finanzdienstleister auf dem Prüfstand. Ziehe ich dazu ein BGH-Urteil dahingehend hinzhu , lese im EU-Recht und den Ausführungsrichtlinien , dann braut sich für bestimmte Struckikönige ein Wässerchen zusammen an dem sie sich verschlucken werden. Und da nützt dann auch auch der Hinweis auf Unwissenheit nichts..
Mir tun dann schon jetzt die alle leid, die sich nicht ins Ausland oder in die Südsee absetzen können...
Mit freundlichen Grüßen
Roderich Hopp
PS. Rückfragen dahingehend bitte per PN. Details darf und werde ich hier aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlichen. |
|
| Nach oben |
|
|
Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
|
Verfasst am: 25.Feb 2005 22:58 Titel: |
|
|
Oh weh, Herr Hopp
| Zitat: |
| PS. Rückfragen dahingehend bitte per PN. Details darf und werde ich hier aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlichen. |
Jetzt haben Sie aber Arbeit.
Mit den besten Wünschen, Browser |
|
| Nach oben |
|
|
CashDesign Insider
Anmeldungsdatum: 18.11.2004 Beiträge: 560 Wohnort: Sachsen
|
Verfasst am: 26.Feb 2005 13:37 Titel: |
|
|
Sehr geehrter Roderich Hopp,
Ihrer Auffassung kann ich mich nur anschließen.
Mein Beitrag sollte weder eine "wasserdichte" juristische Betrachtung darstellen noch das Thema abschließend betrachten.
[quote="Roderich Hopp"]
Im Übrigen begeben sich alle MLM und Networkmarketingunternehmen mit den von USA übernommenen Konzepten auf glattes Eis. Mal ganz scharf nachdenken... Es gibt in Deutschland ein Gesetz und die entprechenden Ausführungsbestimmungen mit zig Urteilen des BGH zur Definiton Selbständigkeit.[/b]
Spontan kommt da bei mir die Frage auf Wann kommt endlich der entsprechende Kläger ?
Schönes Wochenende.
CashDesign _________________ Wenn es Sie am Knie friert und Ihr Hamster Brecht zitiert, tun se Senf drauf |
|
| Nach oben |
|
|
Roswitha_RC Specialist
Anmeldungsdatum: 27.01.2005 Beiträge: 229
|
Verfasst am: 26.Feb 2005 23:03 Titel: |
|
|
Guten Abend Browser! Wenn wir sachlich in Diskurse gehen, so kann es im Ergebnis nur für alle Beteiligten förderlich sein.
Ich stelle auch immer wieder fest, dass gewisse Grundlagen fehlen, sowohl bei Mlm-lern wie auch bei Gegnern dieser Geschäftsmodelle.
Für mich ist Fakt, dass Mlm eine Option bietet, ein Unternehmen zu gründen und zu führen. Gewisse Standards müssen eingehalten werden, das ist Bedingung (aber leider in der Branche oft zu wässrig). Und damit meine ich nicht Brüllabende in irgendwelchen Hotels, sondern eher Unternehmensrichtlinien und Beachtung der Standards.
Als sehr gute Mlm-Unternehmen möchte ich beispielhaft Berner und Creation Direkt erwähnen, die schon einige Jahre ohne Geschrei arbeiten, sehr gute Schulungen anbieten und korrekt gegenüber Partnern wie auch Kunden arbeiten. Sicher gibt es noch einige mehr!
| Browser hat folgendes geschrieben:: |
Ich komme nicht umhin festzustellen, daß mit den Usern Roswitha_RC und Schlaumeier Leute bei Gomopa eingetroffen sind, die zu wissen scheinen, wovon sie sprechen.
Ich weiß wovon ich rede, denn diese beiden haben mir hier zum ersten Mal Mehraufwand, also Mehrarbeit, verursacht.
Ich freue mich darüber, denn vor allem im MLM-Bereich bei Gomopa sind qualifizierte User außerordentlich gesucht.
Herzlich willkommen und glänzen Sie auch weiterhin durch Ihre guten Beiträge.
( Bei Schlaumeier habe ich ja einen Verdacht.... )
Mit den besten Wünschen, Browser |
|
|
| Nach oben |
|
|
Roswitha_RC Specialist
Anmeldungsdatum: 27.01.2005 Beiträge: 229
|
Verfasst am: 26.Feb 2005 23:48 Titel: |
|
|
Guten Abend CashDesign! - Wir wollen sicher, im Sinne aller Beteiligten und Leser so tief in Materien einsteigen, wie es nötig ist, um Schlußfolgerungen zu ziehen und zu bewerten. Mir jedenfalls gefällt in großen Teilen die Mlm-Abteilung, wenn ich auch dazu neige, Mlm zu favorisieren (unter gewissen Standards).
Ich denke, Verbraucher, die ein Mlm-ler als Kunden gewonnen hat, die bei ihm einkaufen, muss der Mlm-ler nicht mit Mlm berieseln. Ist ein Kunde über die Gebühr mit den Produkten zufrieden, wird er von sich aus den Mlm-ler ansprechen. Falls er überhaupt auf den Gedanken kommt, daraus Kapital schlagen zu wollen, wenn er weitere Kunden an den Mlm-ler empfiehlt. Der widerum sollte solchem Kunden klar aufzeigen, welche Vor- und Nachteile dem Kunden bei der Mutation zum Vertriebler erwarten.
Ich stimme allen zu, die hier nochmal das UWG und die Trennung in Verbraucher und Unternehmer beschreiben, wahrlich nicht einfach, das konkret festzumachen!
Jedoch müssen wir den Individuen in einer Volkswirtschaft nun auch nicht das letzte Stückchen Freiheit nehmen, immer unter der Prämisse, dass Interessenten für ein Mlm sorgfältig über die Regularien informiert werden!
Ich sehe auch bei einigen Unternehmen, dass diese aus reiner Gier ein Mlm-System installiert haben, um eben genau gewisse Vorschriften und Regularien und Risiken zu umgehen. Ein ordnungsgemäß gemeldeter gewerbetreibender Mlm-ler trägt sein Unternehmer-Risiko nämlich alleine.
Ist aber in seiner Tätigkeit fleissig, den Umsatz und Gewinne des Unternehmens zu fördern. Ist er nur für ein Mlm-Unternehmen unterwegs, kann das bedrohlich werden. Hier sind sicher auch Regelungen der Scheinselbständigkeit tangiert, wenn GENAU hinter die Kulissen geguckt wird.
Der Markt reguliert solche Unternehmen zumeist automatisch, was auch immer wieder dazu führt, dass Mlm das schlechte Image zu schultern hat. Obwohl Mlm objektiv betrachtet, unter Einhaltung aller rechtlichen und unternehmerischen Standards, sehr gute Chancen bietet.
"Abnahmeverpflichtungen und Downlinezwang" gibt es faktisch eigentlich nicht, diese schweben imaginär über einem Mlm. Wobei eine gewisse unternehmerische Eigenschaft, mittels "Umsatz machen", ja schon erwartet werden darf. Das ist in anderen Wirtschaftsbereichen ja nicht anders. Der Banker, der nur nett am Tresen herum lächelt und nicht hier und da einen Bausparvertrag oder eine LV verkauft, wird auch ernste Gespräche mit seinem Abteilungsleiter führen. Wenn er nicht schon dadurch "geködert" ist, dass er bei entsprechenden Abschlüssen extra Euro auf seinem Gehaltszettel findet.
Also eine gewisse Bewegung ruht jedem System inne, das auf den Prinzipien der Marktwirtschaft gestützt ist. Dass EU-Bürokraten - wie von Herrn Hopp angedeutet - auch "regulierend" in die Mlm-Branche eingreifen wollen, zeigt eigentlich nur, dass Bürokraten wohl bald jede Form unternehmerischen Handelns im Keime ersticken wollen. Mit der Zeit regulieren sich diese Leute hoffentlich selbst aus dem Markt, oder erwerben sich endlich wirtschaftstheoretisches Wissen.
Der Herr Detta, jener Polizist aus Berlin, ist sicher eine wertvolle Institution. Allein, auch ihm fehlt bisweilen der mehr objektive Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge, um genau anylysieren zu können, welches Mlm nur vorgibt, eines zu sein. Und welches Mlm wirklich korrekt aufgestellt ist.
Zu den Standards eines Mlm muss auch gehören, dass Preisvorgaben an die Mlm-ler schlicht nicht erlaubt sind. Ein Mlm-ler darf den Verkaufspreis an seine Kunden selbst bestimmen. Ein Mlm-Unternehmen hatte im letzten Jahr das Bundeskartellamt "im Hause", die genau monierten, dass Preisvorgaben gemacht wurden.
Auch das "Wo verkauft wird" kann standardgerecht nur "Überall" lauten, gewisse Vorgaben darf ein Mlm-Unternehmen jedoch sehrwohl an die Mlm-ler ausgeben. Beispielhaft seien der Markenschutz und Werberichtlinien genannt.
Eine Vorgabe in Bezug auf Provisionsberechtigung ist meines Erachtens nicht zweifelhaft, sondern nur ein Rechenexempel für einen Mlm-Unternehmer. Im Beispiel TNI mit 4 Flaschen ist das kein Thema, zumal der Mlm-ler für sich entscheidet, ob er Provisionen will, oder nicht. Für die Aussicht auf 20 Euro Provision muss er entscheiden, ob er 4 Flaschen "vorkauft", oder die 20 Euro an den überstehenden Mlm-ler fließen.
Abschließend, würde unternehmerisches Denken schon in Schulen mehr gefördert, hätten Mlm-Scharlatane auch sehr viel weniger Zulauf. Und die korrekt arbeitenden Mlm-Unternehmen und deren Vertriebspartner weniger Arbeit des Geraderückens. |
|
| Nach oben |
|
|
Roswitha_RC Specialist
Anmeldungsdatum: 27.01.2005 Beiträge: 229
|
Verfasst am: 26.Feb 2005 23:57 Titel: |
|
|
Guten Abend Herr Hopp! - Ich denke, auch oder gerade jene "Struckikönige" sind oft wie Arbeitnehmer zu betrachten und damit könnte verbunden sein, dass vorgesehen ist, diese "Struckikönige" bzw. deren Beschäftigungsverhältnisse der Beitragspflicht zu unterwerfen ...
Ein "Struckikönig" ist ja in der Regel nur der "Lautsprecher" für ein Mlm-Unternehmen und verteufelt die Option, für mehrere Mlm-Unternehmen tätig zu sein. Und wer derart laut spricht, muss sich wohl an seinen Worten messen lassen, mit allen Pflichten, die dadurch entstehen. |
|
| Nach oben |
|
|
Schlaumeier Specialist
Anmeldungsdatum: 19.10.2004 Beiträge: 114
|
Verfasst am: 27.Feb 2005 2:04 Titel: |
|
|
Hallo Forums-Kollegen!
Es ist schon erstaunlich, was für eine Fülle interessanter Gedanken und Anregungen in diesem Forum zu finden sind. Unter Beachtung des hier Angesprochenen könnte man MLM bestimmt auf ein anderes Level hieven.
Allerdings sehe ich ein großes Handicap für jedes Network-Unternehmen in der Preisgestaltung. Hier sind MLM-Firmen zu unbeweglich. Dies ist aber weniger mutwillig als in der Natur der Sache liegend!
Network-Firmen haben Kostenblöcke die nie kleiner werden. Während beim klassischem Handel Produkte nach der teueren Markeinführungs-Phase billiger werden können (Werbe-und Entwicklungskosten werden weniger bzw. fallen ganz weg), läuft die MLM-Maschine mit fast unverminderten Kosten weiter. 50-60% Provision für den Vertrieb sind nötig und bleiben immer erhalten. Auch ist die Logistik, Verwaltung und Abrechnung von oft hunderttausenden von Vertriebspartnern in Network-Unternehmen äußerst aufwändig und kostspielig.
Dies führt auch dazu, daß, um nur ein Beispiel zu nennen, FLP - Network-Unternehmen und Marktführer im Bereich Aloe Vera - seinen Aloe-Saft an Händler immer noch für 20 Euro verkaufen muß, während Aldi in für ca. 8 Euro Verkaufspreis im Regal stehen hat!
Das ständige den höheren Preis erklären müssen zermürbt leider viele hoffungsvolle MLM-Berater. Womit uns wieder klar wird, warum MLM am besten als sich selbst versorgendes System funktioniert!
Grüße vom Schlaumeier |
|
| Nach oben |
|
|
Lillia ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 03.05.2004 Beiträge: 3308 Wohnort: Ortenau-Kreis
|
Verfasst am: 27.Feb 2005 2:26 Titel: Qualitativ hochwertiges MLM - Anspruch und Wirklichkeit |
|
|
@ all
| Zitat: |
| Es ist schon erstaunlich, was für eine Fülle interessanter Gedanken und Anregungen in diesem Forum zu finden sind. |
Genau dies empfinde ich auch - und finde es um so bedauerlicher, daß sich diese wertvolle Diskussion im Proveda-Thread entwickelt hat, wo man sie thematisch niemals suchen (und finden!) wird.
Gern würde ich einen thematisch besser passenden Thread eröffnen und die nicht zu Proveda passenden Beiträge dort hineinkopieren.
Für den Thread bräuchten wir dann noch einen passenden Titel. Wer macht Vorschläge hierzu? |
|
| Nach oben |
|
|
Roswitha_RC Specialist
Anmeldungsdatum: 27.01.2005 Beiträge: 229
|
Verfasst am: 27.Feb 2005 12:39 Titel: |
|
|
Sehr interessanter Aspekt, Schlaumeier! Dass die Mlm-Maschine mit unverminderten Fixkosten weiterläuft, während sich andere Marktteilnehmer mit ihrer Preisgestaltung dem Markt anpassen können.
Andererseits, oft ist die Qualität der Mlm-Produkte wirklich überzeugender .
Als Einzelhändler habe ich meist 50% vom VK als Handelsspanne. Im Mlm oft 50% Gesamtausschüttung an Handelsspanne und Provision, gerechnet vom VK. Also eigentlich kein Unterschied. - Aber, wie Sie schreiben, halt einen Rattenschwanz an Kosten für Backoffice bei Mlm.
@Lilia
Vielleicht "Mlm - Für und Wider" ?
Wäre doch prima, wenn wir eine 99% sachlich geführte Diskussion hinbekommen, einen Almanach zum Mlm
Allen einen schönen Schnee-Sonntag! |
|
| Nach oben |
|
|
Schlaumeier Specialist
Anmeldungsdatum: 19.10.2004 Beiträge: 114
|
Verfasst am: 27.Feb 2005 14:13 Titel: |
|
|
Hallo Forums-Kollegen!
@ Roswitha
Die von mir angesprochenen 50% werden plus/minus "intern" ausgeschüttet! Das heißt die eigentliche Handelspanne kommt dann noch obendrauf.
Am Beispiel FLP bedeutet das einen Verkaufpreis von 29 Euro für einen Liter Aloe-Saft!
Ein geeigneter neuer Titel für dieses Thema? Network Marketing (oder ersatzweise MLM) - Wirtschaftsmacht oder Ohnmacht?
Grüße vom Schlaumeier |
|
| Nach oben |
|
|
CashDesign Insider
Anmeldungsdatum: 18.11.2004 Beiträge: 560 Wohnort: Sachsen
|
Verfasst am: 27.Feb 2005 17:54 Titel: |
|
|
@Lillia,
diesen Gedanken hatte ich schon, danke.
Als Titel könnte ich mir vorstellen:
kaufmännisches und ethisches im NetworkMarketing _________________ Wenn es Sie am Knie friert und Ihr Hamster Brecht zitiert, tun se Senf drauf |
|
| Nach oben |
|
|
Die echte Daggi Specialist
Anmeldungsdatum: 17.11.2004 Beiträge: 183 Wohnort: dortmund
|
Verfasst am: 27.Feb 2005 19:38 Titel: |
|
|
ich würde es einfach FUNDAMENTE nennen
lg daggi |
|
| Nach oben |
|
|
Roderich Hopp * Ehrenmitglied *

Anmeldungsdatum: 17.05.2004 Beiträge: 947 Wohnort: Dorum-Mulsum
|
Verfasst am: 27.Feb 2005 19:49 Titel: |
|
|
Dann sollten die Nonisten auch mal darüber nachdenken das die Herstellungskosten für einen Liter dieses Wundersaftes inkl. Fracht frei Hafen BHV Oder HH bei ca 1,32 Euro liegen.
Wo fängt die Wahrheit an und wo hört die Verarxxxe aufgrund des hohen EKPreises bei den genannten Firmen auf ?
Also ich glaube kaum dass der Verbraucher, wenn denn ein Großfilialist wie ALDI oder LIDL in dieses Geschäft einsteigen sollte, ( was sicher kommen wird, und wenns nur Sonderaktionen sind ) dann die Preise im MLM weiterhin hinnehmen wird. Er wird höchstens in Ohnmacht fallen,in Anbetracht des bisher bezahlten Preises. Insofern könnte ggfl. eintreffen das MLM beim Verbraucher zur Ohnmacht beiträgt. ***
Werte Userin Roswitha RC.
Mit Ihren Aussagen bezüglich der Handelsspannen von50 % im Einzelhandel und dem Vergleich mit MLM liegen Sie, mit Verlaub gesagt, erheblich daneben.
Genausowenig kann ich Ihre Behauptung unterstützen das MLM Produkte
qualitativ besser seien, oder sein müssten.
Wenn ich Ihnen sagen würde, wieviele Markenhersteller nur noch deshalb überleben, weil Sie mit anderen Marken und No Names Großfilialisten wie Aldl .Lidl u.a. beliefern, würden Sie sch grün und schwarz ärgern jemals ein Markenprodukt gekauft zu haben.
Niedrigpreisig und mittels strategisch erarbeiteter Marktmacht hochqualititv zu sein, dass hat z.b. die Aldi -Brüder zu den reichsten Leuten Deutschlands, mit einem geschätzten Privatvermögen von derzeit 36 MRD Euro (Quelle Forbes ) gemacht.
Wenn mir dann noch jemand den Einzelhänder in der Gesamtsparte Lebensmittel (Nahrungsergänzungsmittel gehören doch nach dem LMGes dazu ) sagen kann der mit 50 % Handelspanne kalkulieren kann, dann werde ich sofort Nahrungsergänzungsmittelfachverkäufer. Aldi kalkuliert mit 0,8 bis höchsten 3,4 % (Quelle u.a. Lebensmittelzeitung )
Wären die Apotheker nicht so überheblich gewesen ,hätten diese sich schon vor einigen Jahren aufgrund des immer noch bestehenden,wenn auch bröckelnden Vertrauensbonus, dieses Marktsegment unter den Nagel gerissen.
In Anbetracht der Umsatzrückgänge im klassischen Arzneimittelverteilbetrieb kann dies ja immer noch kommen, da deren Lobby bis in den Bundestag reicht und sicherlich erheblich stärker und effektiver ist, als die Lobby von MLM und Neztworkmarketing.
Mit freundlichen Grüßen
Roderich Hopp |
|
| Nach oben |
|

|
|
|
|
|
|
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
Powered by phpBB © phpBB Group
|
|
|
|