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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6791
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Verfasst am: 23.Jul 2008 7:55 Titel: Otto Waalkes zum 60. Geburtstag |
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Wollen wir ihm gratulieren?
Gestern wurde der "ostfriesische Blödelbarde" Otto 60 Jahre alt.
Foto: taz
In Biografien heißt es über ihn, er debütierte in Hamburger "Szenekneipen". Später sollte daraus die Hamburger Szene werden. Aus der Menschen wie Udo Lindenberg oder Marius Müller-Westernhagen hervorgingen, aber auch er:
Otto Waalkes, Malermeistersprössling, ein Fitzelmann, dürr und mit Haaren auf dem Kopf, die eigentlich nur hingen und nie wie Frisur aussahen. Er ist das beste Zeugnis der Hamburger Studentenbewegung, das diese je kulturell hervorgebracht hat, er war der Witz, den man in den Seminaren und Vorlesungen nie hatte.
Im Audimax, dem zentralen Auftrittsort von Künstlern wie Waalkes, gastierte er mehrmals. Vor tausenden von Zuschauern. Und es war absolut neu, was er damals so zu bieten hatte.
Während das halbe ästhetische Milieu der Achtundsechziger auf Relevanz setzte, jeden Pinselstrich wie Mikrofonhaucher auf politische Nützlichkeit zuvor überprüfte, bot Otto Waalkes nichts als Blödelei. Grimassierte, gab den Schelm, die Pippi Langstrumpf auf männlich für Erwachsene und Pubertierende.
Er verballhornte den drögen Religionswahn vom "Wort zum Sonntag", er kreierte Figuren wie Susi Sorglos, ließ einen Fön sprechen, parlierte mit Körperlichen ("Großhirn an Milz") und arbeitete mit physischem wie wörtlichem Witz. Dass ihm seine spiddelige Physiognomie für dieses Entertainment zupasskam, muss nicht besonders betont werden: Er war und ist so alt wie ein Kind, das sich auch als alter Sack nicht schämt, sich über die Scherze in der "Sesamstraße" krumm zu lachen.
Otto Waalkes, geboren am 22. Juli 1948 im ostfriesischen Emden, lebte vor seinem Durchbruch in einer WG in Hamburg, zeitweise zusammen mit Udo Lindenberg und Marius Müller-Westernhagen.
Gleich seine erste LP, "Otto" von 1973 und veröffentlicht im Eigenverlag (Rüssl Räckords), verkaufte sich 500.000-mal. In den Achtzigern schließlich folgte eine Reihe von "Otto"-Filmen, die "Ottifanten"-Cartoons erwiesen sich als lukrative Ableger, und mit der "7 Zwerge"-Reihe scheint er - leider - endgültig in der RTL-Quatsch-Comedian-Gegenwart angekommen.
Quelle: taz |
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