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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6461
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Verfasst am: 26.Aug 2006 13:00 Titel: Die zehn Lügen der Headhunter |
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Ein Headhunter ist ein Personalvermittler, namentlich für leitendes Management. In der Branche gibt es aber einige schwarze Scharfe, die bei ihrer Vermittlungstätigkeit nicht immer ehrlich mit ihren Kunden umgehen.
Gegenüber dem Klienten:
1. „Wir haben unseren Honorarumsatz um ein Drittel gesteigert.“
Sogar die vornehme Egon Zehnder International liefert nach Jahren der Abstinenz fleißig Umsatzangaben für die bekannten Lünendonklisten. Jedoch: Es gibt keinen einheitlichen Maßstab für die Umsätze (mit oder ohne Umsatzsteuer, Reisekosten). Einige mir wohl bekannte Headhunterfirmen schönen ganz bewusst ihren Umsatz.
2. „Ich kenne die Branche bestens, ich bin spezialisiert.“
Ja, es gibt viele spezialisierte Headhunter, das muss aber dem Klienten gar nicht nützen. Je spezialisierter, umso kleiner sein Suchfeld und umso mehr konkurrierende Kunden muss er betreuen.
3. „Wir arbeiten nur im Top-Management.“
Jeder kann leicht nachrechnen, dass der Kreis dieser Vorstands- oder Geschäftsführerpositionen relativ klein ist. Zahlreiche Headhunter wollen sich mit dieser Aura schmücken. In Wirklichkeit leben auch sie zu einem großen Teil vom Brot-und-Butter-Geschäft.
4. „Mein Mindesthonorar beträgt 60 000 Euro.“
Tatsächlich versuchen geschäftsführende Partner vornehmlich großer internationaler Headhuntingfirmen, Mindesthonorare durchzusetzen. Einzelberater würden mit so hohen Forderungen aber nicht auf ihren Umsatz kommen. Deshalb wenden sie viele Tricks an, um das Mindesthonorar beim Klienten nicht durchsetzen zu müssen, wie etwa Zweitbesetzungen.
5. „Ich habe nur fest angestellte Researcher.“
Das Geschäft eines Headhunters ist äußerst volatil. Weil die Personalkosten sonst viel zu groß wären, arbeitet jeder Headhunter von Zeit zu Zeit auch mit externen Researchern zusammen. Dort ist die Fluktuation meist recht hoch, weil es nur sehr wenig wirklich gute Leute gibt.
Gegenüber dem Kandidaten:
6. „Ich rufe Sie auf jeden Fall zurück.“
Nur sehr wenige Headhunter können dies tatsächlich einhalten. Und meist auch nur dann, wenn das Geschäft nicht gerade explodiert. Headhunter, die gut im Geschäft sind, haben oft an den Wochenenden 20 bis 30 Telefonate zu führen. Sie müssen Präferenzen setzen.
7. „Sie sind gut im Rennen, haben Sie noch etwas Geduld.“
Nur selten trifft das zu. Meist ist es ein Hinweis darauf, dass ein anderer besser im Rennen liegt und er vor der Absage an den Zweitplatzierten abwarten möchte, ob es der Erstplatzierte wirklich wird.
8. „Dies ist eine Top-Firma mit besten Karriereaussichten.“
Bei den allermeisten zu besetzenden Positionen sind die Karrieremöglichkeiten äußerst eingeschränkt, denn die Luft nach oben wird bekanntlich immer dünner.
9. „Ich werde Sie nach der Platzierung auch weiterhin betreuen.“
In der Regel betreut ein Headhunter nur Kandidaten, von denen er sich künftige Geschäfte verspricht. Alle anderen bleiben mehr oder minder in den Tiefen der Datenbanken. Erst wenn er Schwierigkeiten hat, eine Position zu besetzen, erinnert er sich an den Kandidaten.
10. „Leider sind Sie nur zweiter Sieger.
Das lag nicht an Ihnen. Reiner Zufall, die berühmte Chemie.“ Immer eine glatte Lüge, weil der Headhunter sich scheut, dem Kandidaten offen zu sagen, welche Persönlichkeitsdefizite dieser hat. |
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