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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5916
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Verfasst am: 3.Apr 2007 16:36 Titel: Wenn der CEO den Key Account managt |
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CEO, Benchmarking, Facility Manager, Key Account Manager - wer beim letzeren an einen Schlüsseldienst denkt und keine Ahnung hat, wozu eine Firma einen CEO brauchen könnte, steht mit diesen Wissenslücken sicherlich nicht alleine da. Viele Stellenbeschreibungen können tatsächlich zum lustigen Ratespielchen werden.
Der Hintergrund ist allerdings ernst, sagt Jens Kauerauf. Er ist bei der Süddeutschen Zeitung für die Job-Anzeigen verantwortlich. Diese englischen Begriffe seien keine blinde Wichtigtuerei, sondern ein Anzeichen dafür, dass sich die Firmen geändert haben. Stichwort Globalisierung: "Viele Unternehmen arbeiten auf internationalen Märkten und dementsprechend sind auch die Positionen international mit Anglizismen versetzt. Wenn man international agiert, trifft man auf Kollegen aus den gleichen Märkten und da braucht man die gleichen Vokabeln." Mit anderen Worten: Die Wirtschaftssprache ist einfach englisch und die japanischen oder italienischen Kollegen verstehen die Visitenkarte nur, wenn dann zum Beispiel Head of Finance draufsteht. Der verwaltet allerdings nicht das Firmen-Budget, sondern er "ist derjenige, der sich mit Kunden im Kreditbereich, Versicherungsbereich befindet, und hier seine Kunden im Verkauf sucht."
Aha. Beim Channel Sales Specialist stößt allerdings auch Jens Kauerauf an seine Grenzen: "Ich kenne auch nicht alle Berufsbezeichnungen, aber derjenige, den es betrifft, der versteht das." Also, eine Art Ausleseverfahren: Wer auf die Jobanzeige passt, wird sie verstehen. Und wenn nicht, soll er ruhig mal in der Firma anrufen, rät Jens Kauerauf: "Aber Achtung, in dem Moment, in dem man dort anruft, befindet man sich auch schon in einem Bewerbungsverfahren. Das heißt, ich kann hier nur empfehlen, sich vorher genaue Gedanken zu machen, was man fragen möchte, und über das Unternehmen informiert zu sein."
Wer fragt, erfährt dann auch, dass jemand für Customer Relation meist Kundendaten im Computer verwaltet, Benchmarking Konkurrenzbeobachtung bedeutet und was war jetzt noch mal der CEO? "Das ist nichts anderes als der Chief Executive Officer - früher war das auf Deutsch der Geschäftsführer", erklärt Kauerauf.
Und wenn am Ende eines Arbeitstages der CEO nach Hause geht, macht der Facility Manager die Lichter aus und sperrt die Türen ab. Alles klar ?
Was macht eigentlich ...
... ein Product Manager?
Er sucht nach Marktlücken, entwickelt Produktideen und kümmert sich um die Entwicklung bis zur Marktreife. Bei der Einführung auf dem Markt, ist der PM Ansprechpartner für die verschiedenen Abteilungen.
... ein Community Manager?
Er betreut virtuelle "communitys", also Gemeinschaften im Internet mit dem Ziel, die Nutzer an die community zu binden. Wie er das anstellt - durch Gewinnspiele, organisierte Chats, Diskussionsforen, Newsletter, etc - ist seiner Fantasie überlassen. Wichtig für den Job: Gespür für Themen und Trends, Kreativität, gute Schreibe.
... ein Key Account Manager?
Ein Key Account Manager kümmert sich um Kunden - allerdings ist sein Aufgabenfeld die Betreuung und Akquise von besonders wichtigen Kunden ("Key Account" = Schlüsselkunde, also besonders wichtiger Kunde). Das sind im allgemeinen Großkunden, aber auch andere für das Unternehmen wichtige Geschäftspartner. Grob gesagt, ist ein KAM also eine Art Großkundenbetreuer.
... ein Change Manager?
In der Datenverarbeitung stellt ein Change Manager sicher, dass neue Computer oder Systeme richtig eingeführt werden. Auch wenn es darum geht, neue Abläufe in einem Unternehmen zu etablieren, sind Change Manager gefragt.
... ein Qualitätsmanager?
Er analysiert unternehmensinterne Prozesse, plant und setzt Verbesserungen - hinsichtlich Qualität und Effektivität - um. Sein Aufgabenfeld kann sowohl nach innen in den Betrieb gerichtet sein, aber auch Produkte und Leistungen, die das Unternehmen anbietet, betreffen.
... ein Facility Manager?
Auch wenn diese Berufsbezeichnung häufig eher boshaft als "Hausmeister" übersetzt wird - etwas mehr gehört schon dazu: Ein Facility Manager kümmert sich nicht nur um alle technischen Aufgaben, die mit einem Gebäude oder einer Betriebsanlage zusammenhängen. Sie sind verantwortlich für die gesamte Infrastruktur, häufig auch für die Planung und die kaufmännischen Aufgaben - wie Verträge mit Reinigungsfirmen.
... ein Customer Relationship Manager?
"Customer relations" bedeutet übersetzt "Kunden-Beziehungen". Die Aufgabe eines CRM besteht folglich vor allem darin, bestehende Geschäftsbeziehungen zu Kunden zu pflegen - aber auch neue Kunden anzuwerben.
... ein Supply-Chain Manager?
Ein Unternehmen kann nur dann die Verträge mit seinen Kunden erfüllen, wenn rechtzeitig alle benötigten Waren oder Dienstleistungen zur Stelle sind. Dies ist vor allem Aufgabe des Supply-Chain Managers: Er plant und überwacht die Produktion und optimiert, wo möglich.
Quelle: Birgit Magiera/Sabine Deuter/BR |
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