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Starskies2000 Insider
Anmeldungsdatum: 15.09.2003 Beiträge: 910 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 20.Sep 2004 10:17 Titel: Banken verstärken Kampf gegen Geldwäsche |
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Pressemitteilung
KPMG-Studie: Banken verstärken Kampf gegen Geldwäsche -
Zahl der Verdachtsmeldungen gestiegen
Berlin, 19. September 2004
Die meisten Banken weltweit (83 Prozent) haben ihre Ausgaben für Maßnahmen zur Geldwäsche-Bekämpfung seit 2001 deutlich erhöht, im Schnitt um 61 Prozent. 81 Prozent gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Zwei von drei Instituten (67 Prozent) haben in den vergangenen drei Jahren mehr Verdachtsanzeigen gemeldet. Das hat eine internationale Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG ergeben, an der sich 209 Banken in 41 Ländern beteiligt haben (darunter 14 in Deutschland).
Eine „deutliche“ Zunahme an Verdachtsmeldungen ist vor allem von Banken in Nordamerika zu verzeichnen: Hier sind es 61 Prozent. Weltweit meldete jede dritte Bank (36 Prozent) „deutlich“ mehr Verdachtsmomente. Ein weiteres Drittel spricht von einer „gewissen“ Zunahme an Verdachtsmeldungen. Haupt-Kostentreiber für die Geldwäsche-Bekämpfung sind die verstärkten Anstrengungen zur Überwachung von Finanz-Transaktionen und Schulungsmaßnahmen der Mitarbeiter. Die befragten Banken rechnen damit, dass die Kosten der Geldwäsche-Bekämpfung in den kommenden drei Jahren weiter steigen werden, und zwar durchschnittlich um 43 Prozent.
Deutschland: Bedeutung gering eingeschätzt – keine großen Geldwäsche-Skandale
61 Prozent aller Befragten gaben an, dass die eigene Geschäftsführung der Geldwäsche-Bekämpfung „hohe Bedeutung“ beimisst. Besondere Aufmerksamkeit widmen dem Thema 88 Prozent der Banken im Nahen Osten und 87 Prozent in Lateinamerika, doch nur jeweils die Hälfte in Afrika und der Asien-Pazifik-Region (50 bzw. 49 Prozent). In Deutschland gaben gar nur 43 Prozent der Befragten an, dass die Geldwäschebekämpfung für die Geschäftsführung „hohe Bedeutung“ hat; die Hälfte (50 Prozent) sprach hier lediglich von „mittlerer Bedeutung“. Stefan Heißner, Partner im Bereich Forensic bei KPMG: „Diese Einschätzung hängt vermutlich damit zusammen, dass es in Deutschland in den letzten Jahren keine großen Geldwäsche-Skandale gegeben hat.“
Überwachung des grenzüberschreitenden Geldverkehrs schwierig
Vor allem in der Überwachung des grenzüberschreitenden Geldverkehrs gibt es offenbar noch Nachholbedarf. So gab von den Banken, die über Niederlassungen in sechs bis zehn Ländern verfügen, fast jede zweite (46 Prozent) an, Transaktionen oder auch nur den Kontostand eines Kunden nicht über mehrere Ländergrenzen hinweg verfolgen zu können. Stefan Heißner: „Die Möglichkeiten einer international tätigen Bank, grenzüberschreitenden Geldwäsche-Aktivitäten auf die Spur zu kommen, hängen ganz wesentlich vom Zugang zu relevanten Informationen ab. Dies gestaltet sich schwierig in Ländern, in denen der Informationsaustausch auf Grund des nationalen Bankgeheimnisses oder entsprechender Datenschutzbestimmungen eingeschränkt ist.“
Banken wünschen intensiveren Austausch mit Behörden
Die meisten Bankenvertreter (84 Prozent) bezeichnen die gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Geldwäsche-Bekämpfung ihres Landes als akzeptable Bürde, in Deutschland sogar 93 Prozent. Doch hierzulande wünschen sich vier von fünf Banken (79 Prozent) auch klarere Gesetze und konkretere Handlungsanweisungen, die weniger Spielraum für Interpretationen lassen. Stefan Heißner: „Viele der Befragten wünschen sich zudem einen intensiveren Austausch mit den zuständigen Behörden. Die Banken glauben bessere Informationen über aktuelle Geldwäschepraktiken zu benötigen. Auch würden sie zu selten über den Ausgang der Ermittlungen bei angezeigten Verdachtsmomenten informiert.“
Schulung der Mitarbeiter sehr wichtig
Praktisch alle Befragten gaben an, sich zur Aufdeckung von Geldwäsche auf die Wachsamkeit ihrer Mitarbeiter zu verlassen. Das macht deutlich, wie wichtig entsprechende Schulungsmaßnahmen sind. Zwei Drittel der Banken nannten dabei ein persönliches Training als effektivste Methode, gefolgt von der Fortbildung am Computer. Durchschnittlich jede zweite Bank (52 Prozent) gab an, in den vergangenen zwei Jahren bereits mindestens 80 Prozent ihrer Mitarbeiter geschult zu haben. Allerdings gibt es hier starke regionale Unterschiede. So trifft diese Aussage im Nahen Osten auf 25 Prozent zu, in Westeuropa auf 47 Prozent, und in Nordamerika sogar auf 70 Prozent.
Die Studie dazu hier
http://www.kpmg.de/about/press_office/pdf/AML_A4_white_paper__web_18.30_16_Sept_04.pdf
Quelle: KMPG Pressemitteilung |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7236
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Verfasst am: 8.Jul 2007 16:15 Titel: |
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Geldwäsche wird für Banken rund um den Globus zu einem immer wichtigeren Thema. So haben 72 Prozent der Institute in den vergangenen drei Jahren mehr Verdachtsanzeigen auf Geldwäsche-Aktivitäten gemeldet. 42 Prozent sagen sogar, die Zahl der Verdachtsfälle sei erheblich gestiegen. Die Ausgaben der Banken für Maßnahmen zur Geldwäsche-Bekämpfung sind seit 2004 um durchschnittlich 58 Prozent gewachsen, in Nordamerika, dem Nahen Osten und Afrika sogar um über 70 Prozent. Investiert wird vor allem in die Überwachung des Zahlungsverkehrs und in Mitarbeiterschulungen. Das hat eine KPMG-Umfrage unter 224 Banken in 55 Ländern ergeben.
Nach Expertenschätzungen werden weltweit jedes Jahr über 1 Billion US-Dollar durch Drogendealer, Waffenhändler und andere Kriminelle gewaschen. Dass die Banken das Thema Geldwäsche sehr ernst nehmen, zeigt die Tatsache, dass sich immer häufiger die oberste Führungsebene des Themas annimmt. War vor drei Jahren erst bei 61 Prozent der Banken die Geschäftsführung in die Anti-Geldwäsche-Bekämpfung involviert, ist dies heute bei 71 Prozent der Fall. Bei mehr als 40 Prozent der Banken diskutiert das höchste Führungsgremium mindestens ein Mal im Quartal dieses Thema, bei weiteren 25 Prozent sogar mindestens einmal im Monat. 85 Prozent der Institute verfügen über eine weltweite Anti-Geldwäsche-Richtlinie, in Nordamerika sind es sogar 100 Prozent.
Dr. Frank Weller, Partner im Bereich Forensic bei KPMG: "International tätige Banken werden zunehmend in den aufstrebenden Wirtschaftsregionen aktiv und sehen sich dort neuen Risikosituationen gegenüber. Zudem gehen die Geldwäscher zunehmend neue Wege, wie etwa den Umweg über den Rohstoffhandel. Daher werden stringente Anti-Geldwäsche-Prozesse immer wichtiger. Die Banken müssen ihre Anstrengungen weiter verstärken, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung effektiv entgegenzuwirken." Die Befragten gehen davon aus, dass sich ihre Aufwendungen zur Geldwäsche-Bekämpfung in den kommenden drei Jahren noch einmal um 34 Prozent erhöhen werden.
Nicht einmal jede vierte der befragten internationalen Banken sieht sich in der Lage, Transaktionen und Konten eines einzelnen Kunden über Ländergrenzen hinweg zu überwachen. Dabei spielt die Größe der Bank offenbar keine Rolle. Frank Weller: "Die Möglichkeiten einer international tätigen Bank, grenzüberschreitenden Geldwäsche-Aktivitäten auf die Spur zu kommen, hängen ganz wesentlich vom Zugang zu relevanten Informationen ab. Der Informationsaustausch ist aber in einigen Ländern aufgrund des nationalen Bankgeheimnisses oder entsprechender Datenschutzbestimmungen eingeschränkt."
Um die Nutzung des Finanzsystems für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern, soll bis zum 15. Dezember 2007 die 3. EU-Geldwäsche-Richtlinie in den Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden. Frank Weller: "Hier gibt es in vielen Ländern noch eine Menge zu tun, bis europaweit einheitliche Gesetze zur Geldwäsche-Bekämpfung existieren."
Quelle: ots |
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eurofetischist Specialist
Anmeldungsdatum: 26.02.2006 Beiträge: 123
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Verfasst am: 8.Jul 2007 18:52 Titel: |
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| hauptsache das bankgeheimniss wird immer mehr weichgekocht. -vorwände dafür finden sich bei bedarf schon |
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