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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 17.Jun 2004 7:27 Titel: Die nächste Steuerbombe droht |
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Die nächste Steuerbombe droht
Wenn die Finanzverwaltung die Frist für Liebhaberei bei geschlossenen Fonds von bisher 100 auf 30 Jahre senkt, sind Milliarden von Euro im Feuer, so Fondsanalyst Stefan Loipfinger in einer aktuellen Mitteilung. Anleger, die innerhalb dieser Frist nur Verluste statt zu versteuernder Einnahmen erzielen, gelten für den Fiskus als Liebhaber und dürfen die Verluste nicht mehr in ihrer Steuererklärung absetzen. Loipfinger: „Die Konsequenzen wären für die Anleger dramatisch.“ Denn alle bisher erhaltenen Steuererstattungen müssten an das Finanzamt zurückbezahlt werden. Für viele Anleger wäre das der persönliche Ruin, so der Fondsanalyst.
Der Hintergrund: Seit über zehn Jahren rechnen die Initiatoren geschlossener Fonds mit einer so genannten Überschussperiode von 100 Jahren. Doch die Finanzverwaltung ist auf Steuerjagd und orientiert sich nun an einem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom November 2003 zu Ferienwohnungen. Dort wird die Frist, nach der Liebhaberei angenommen wird, auf 30 Jahre festgelegt. Loipfinger: „Gerade bei stark fremdfinanzierten Sonderabschreibungsfonds der 90er-Jahre ist der Totalüberschuss oft nicht in dieser Zeit darstellbar.“ Vor allem Angebote aus dem sozialen oder geförderten Wohnungsbau müssten über 40 oder 50 Jahre rechnen, um auf einen Überschuss zu kommen.
Noch sind die Änderungen jedoch nicht in trockenen Tüchern: Angeblich solle bis Ende Juni ein BMF-Schreiben zu diesem Thema veröffentlicht werden, so Loipfinger. „Ob das aber bis dahin kommt, und vor allem wie es im Detail ausfällt, ist noch unklar.“ Unter anderem sei noch nicht sicher, für welche Fonds oder Investitionen diese neue Regel greife. Fest steht dagegen: „Durch eine solche rabiate Vorgehensweise könnten dem ständig klammen Finanzminister Hans Eichel mehrere Milliarden Euro Einkommensteuer-Nachzahlungen zufließen“, so Loipfinger. Sollte diese Steuerbombe platzen, werde das ohnehin schon stark angeschlagene Vertrauen in den Rechtsstaat Deutschland nur weiter untergraben.
Gelesen im Newsletter von DER FONDS, vom 16.6.2004, www.derfonds.com |
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