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NOMOCON Specialist

Anmeldungsdatum: 20.12.2006 Beiträge: 123 Wohnort: Kiel
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Verfasst am: 19.Feb 2008 23:42 Titel: Geldanlage in Liechtenstein |
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Geldanlage in Liechtenstein
Warum Liechtenstein?
Gerade in Liechtenstein ist die Anzahl der Stiftungen hoch. Halb im Scherz, halb im Ernst heißt es, es gebe dort mehr Klingelschilder und Briefkästen als Einwohner. Das Fürstentum ist ein Tresor für Schwarzgeld aus der ganzen Welt.
Drei Gründe machen Liechtenstein attraktiv für undurchsichtige Finanzgeschäfte, so der Finanzexperte Prof. Wolfgang Gerke vom Bayerischen Finanz Zentrum (BFZ): "In Liechtenstein gilt ein strenges Steuergeheimnis. Informationen über Vermögen dürfen an dritte nicht weitergegeben werden."
Und in Liechtenstein sind die Steuersätze niedriger als in Deutschland. Und schließlich die zentrale Lage mitten in Europa.
Auch in anderen Ländern wie in Dubai sind die Steuersätze niedrig, aber es ist leichter das Geld nach Liechtenstein zu bringen, als in ein weit entferntes Land."
Der Bochumer Staatsanwalt Bienioßek ergänzt: "Viele Menschen bringen ihr Geld bar nach Liechtenstein. Sie wollen nicht, dass man den Weg des Geldes über Bankverbindungen zurückverfolgen kann." Es sei einfach, das Geld auch über Konten nach Liechtenstein zu transferieren. "Steuersünder möchten verhindern, dass eine "Papierspur" zu ihnen führt", so Bienioßek, "es gibt sowohl im In- als auch im Ausland zahlreiche Leute, die professionell daran arbeiten, Steuerhinterziehern zu helfen und das Geld in Steuerparadiese zu transferieren."
Weil fast alle Finanzskandale der letzten Zeit Verbindungen nach Liechtenstein hatten, will das Fürstentum nicht mehr tatenlos bleiben. Die Gesetze wurden verschärft, Gerichte ausgebaut, sogar eine Wirtschaftspolizei gegründet. Fahnder versuchen an den Grenzen mögliche Steuerbetrüger festzunehmen.
Doch noch immer hütet die Regierung das Bankgeheimnis wie einen Schatz, schließlich tragen die Banken in Liechtenstein rund ein Drittel zum Bruttoinlandsprodukt und somit zum Wohlstand bei. "Das macht es so schwer Steuersünder zu überführen. Denn in einem Steuerverfahren gibt es keine Rechtshilfe, man bekommt keine Informationen von den Banken", beklagt Staatsanwalt Bienioßek.
Werden Steuersünder aber überführt, haben sie mit harten Strafen zu rechnen. Bei schwerer Steuerhinterziehung blühen den Tätern bis zu zehn Jahren Haft. Dennoch: Immer wieder betrügen Menschen die Finanzbehörden, vom einfachen Arbeiter bis zum Manager und Multimillionär. "Geld bleibt eben Geld", so der Finanzexperte Wolfgang Gerke.
Es ist spannend und es bleibt abzuwarten welches Ergebnis die Verhandlungen der nächsten Tage bringen werden.
Bleibt Liechtenstein standhaft ?
Wenn es eine strafrechtliches Ersuchen in Steuerfragen geben soll, so kostet es Liechtenstein die nationale Wertschöpfungsquelle.
Recht ist Recht, und uns bleibt nichts als agressiv zuzuwarten bis der Kompromiß entschieden ist.[/quote] _________________ NOMOCON Ltd&CoKG
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