Laut einem aktuellen Bericht der Financial Times (FTD) wird der Wirtschaftsprüfungskonzern KPMG rund 456 Millionen Dollar an die US-Aufsichtsbehörden zahlen, um damit die Ermittlungen in der Affäre um illegale Steuersparmodelle zu beenden. KPMG war ins Visier der Ermittler wegen Steuersparmodellen geraten, die das Unternehmen zwischen 1996 und 2002 primär an wohlhabende Kunden vertrieben hatte. Dem US-Fiskus sollen dabei mehrere Milliarden Dollar an Steuereinnahmen verloren gegangen sein.
KPMG werde laut dem Bericht zugeben, betrügerisch gehandelt zu haben, und wird der Einsetzung einer unabhängigen Aufsichtsperson bei KPMG zu stimmen. Außerdem soll Anklage gegen mehrere KPMG-Partner erhoben werden, die in die Affäre verwickelt sind.
Somit würden die seit Juni andauerten Verhandlungen zwischen KPMG und den US-Behörden ein Ende finden.
Die Übereinkunft mit KPMG wird als ein wichtiger Sieg für die US-Behörden im Kampf gegen Steuerhinterziehung gewertet. Dies erhöht in der Steueraffäre zudem den Druck auf andere Beteiligte wie Banken, Anwälte und einzelne Steuerzahler, wird weiter berichtet.
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