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GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2266
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Verfasst am: 20.Jan 2007 12:24 Titel: Nicht für alte Aktienbestände - Abgeltungsteuer! |
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Kursgewinne von Aktien, für die bis zum 31.12.2008 die Spekulationsfrist abläuft, bleiben damit steuerfrei (wenn sie länger als ein Jahr im Depot gehalten wurden). Für Wertpapiere und Fondsanteile, die ab 1. Januar 2009 gekauft werden, gilt dann sofort die Abgeltungsteuer von 25 Prozent. Damit würde die Regierung die Eckpunkte von Anfang November in dieser Sache exakt umsetzen.
Die Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge ist Bestandteil der geplanten Unternehmensteuerreform. Ihr Kernstück ist eine Senkung der Steuerbelastung für Unternehmen um ein Viertel auf knapp 30 Prozent. Die Reform soll den Standort Deutschland wettbewerbsfähiger machen. Sie soll mit der geplanten Gegenfinanzierung am 1. Januar 2008 in Kraft treten. Darauf hatten sich die Finanzpolitiker von Bund und Ländern unter Leitung von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Hessens Ministerpräsident Roland Koch geeinigt. Die Bausteine der Reform werden zur Zeit im Finanzministerium in die Form eines Gesetzes gebracht. Der Referentenentwurf soll Anfang Februar vorliegen.
Zu den vier Punkten der Reform, die den stärksten Widerstand der Wirtschaft hervorrufen oder schwer umsetzbar sind, beraten sich Steinbrücks Beamte mit ihren Kollegen aus den Länderfinanzministerien von Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz in Arbeitsgruppen. Geeinigt haben sich die Arbeitsgruppen bei den Details zur Abgeltungsteuer. Auch bei den geplanten Steuervorteilen für einbehaltene Gewinne im Mittelstand gibt es eine Verständigung: Personengesellschafter, die für einbehaltene Gewinne den künftig auf 30 Prozent begrenzten Satz nutzen wollen, müssen in Zukunft ein zweites "Thesaurierungskonto" führen.
Bei der Abgeltungsteuer fand die Arbeitsgruppe neben der endgültigen Festlegung auf den Stichtag für Kursgewinne einen Kompromiss zur Kirchensteuer. Das Problem: Die Abgeltungsteuer wird von den Banken sofort an das Finanzamt pauschal abgeführt. Dem Betrag ist nicht anzusehen, ob zusätzlich noch Kirchensteuer anfällt. Nur Bürger, deren Einkommensteuersatz unter 25 Prozent liegt, werden künftig Kapitalerträge beim Finanzamt erklären. Damit die Kirchen keine Einbußen erleiden, sollen Anleger künftig bei der Bank angeben, ob sie katholisch oder evangelisch sind. Die Bank führt dann die Kirchensteuer an das Finanzamt ab, das sie an die Kirchen weiterleitet. |
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cashinfo Pathfinder
Anmeldungsdatum: 11.03.2005 Beiträge: 338 Wohnort: Europa - mitten drin
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Verfasst am: 30.Jan 2007 11:34 Titel: Zum Thema Abgeltungssteuer |
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Hi @ all,
es fällt mir wirklich immer schwerer, deutschen Politikern Kompetenz zuzusprechen. Gelten in den USA 15% Kapitalertragssteuer, werden in Deutschland schlagartig 25% + Kirche und Soli fällig. Ausrede ist wie immer die Entlastung der Wirtschaft ! Welcher Wirtschaft denn eigentlich, der tragende Mittelstand erwirtschaftet seit Jahren minimale Renditen und muss sich gegen Sklavenlöhne und Angebote aus dem Ausland durchsetzen. Das durch diese ausländischen Firmen abfliessende Kapital geht ganz klar Deutschland verloren. Bleibt die letzte Möglichkeit des Fiskus, seine Einnahmesituation zu verbesser -- der Griff in die Geldbörse der Masse, der Griff in die Altersvorsorge der Gerneration, die auf die Erfüllung des Generationenvertrages verurteilt wurde in der waisen Voraussicht, daß genau diese Generation Ihre Rente wahrscheinlich erst ab einem Einstiegsalter von 80 Jahren bekommen wird. Dieses System erinnert ein wenig an die Zeiten des Feudalismus --- man möge mir den Vergleich verzeihen.
Ungeklärt , welche Rolle die Kirche hier wieder spielen soll. Ich bin kein Statistiker, aber ich bezweifle hier öffentlich, daß in DE noch mehr als 50% der Bevölkerung irgend einer Konfession angehören. Trotzdem soll die Kirche fleißig weiter an der Masse verdienen. Der Schritt, daß wie bei den Arbeitslosen auch pauschal Kirchensteuer für jederman abgeführt wird, dieser Schritt ist doch eigentlich schon vollzogen. Wer es nicht weiss, die Nächstenliebe der zugelassenen Kirchen in DE geht soweit, daß bei jedem Arbeitslosen automatisch vom ALG Kirchensteur an diese Herrschaften abgeführt wird.
Ich für meinen Teil glaube an eine gigantische Altersarmut der 1950 - 1970 Geborenen, eine quasie Enteignung vor Eintritt des Renten-Alters. Es gibt keine einzige Begründung, warum durch diese Abgeltungssteuer der Wirtschaftsstandort DE für Investoren attraktiver werden sollte. Die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze macht einfach keinen Sinn, wenn die eine Seite der Regierung im Wahlkampf die schmerzliche Erhöhung der MwSt um 2 % vorhersagt um die Solzialabgaben um 1-2 % zu senken, die zweite Seite dieses bekämpft und das daraus resulterende KGV dann eine Steuererhöhung um 3% bei gleichzeitigem Anstieg der Sozialabgaben um 1-2 % ist. Es tut mir wirklich leid und die Alten mögen es verzeihen, DE hat sich zur Witzfigur entwickelt und richtige Politiger sind seit langem ausgestorben.
| Zitat: |
| Reform (lat. für re zurück; formatio Gestaltung: Wiederherstellung) bezeichnet in der Politik eine größere, planvolle und gewaltlose Umgestaltung bestehender Verhältnisse und Systeme. |
Ein Witz, Formen moderner Hilflosigkeit und Ausbeutung als Reform zu beschreiben. Das einzige was mich an dieser Abgeltungssteuer interessiert, was passiert wenn Aktien -anlagen -fonds Verluste fahren, was wird dann mit der steuerlichen Verlusten und können diese angesetzt werden ??
Grüsse in eine sinnlose Zukunft der Sechziger und weiterhin einen schönen Altersabend an die Beamtenrenter und ausgeschiedenen Bundestagsabgeordneten der letzten Jahre .... |
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