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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6461
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Verfasst am: 2.Jul 2006 16:48 Titel: Unternehmenssteuern - Steuerreform 2008 |
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Bei der Steuerreform 2008 gibt es bisher nur wenige Punkte, die feststehen - dafür aber viele Elemente, die in den nächsten Tagen sinnvoll kombiniert werden sollen.
Körperschaftsteuer
Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) will die Steuer der Kapitalgesellschaften von 25 auf 12,5 Prozent halbieren. Verursacht das zu große Einnahmeausfälle, könnte auch ein Satz von bis zu 16 Prozent herauskommen. Außerdem wollen Steinbrück und seine Partei erstmals in der Körperschaftsteuer ertragsunabhängige Elemente wie Zinsen, Mieten und Lizenzgebühren besteuern.
Einkommensteuer
Diese Steuer, die von Einzel- und Personenunternehmern gezahlt wird, soll generell nicht sinken. Als Entlastung für die Mittelständler sind aber drei Alternativen im Gespräch: Diese Unternehmer könnten die Option erhalten, sich wie Kapitalgesellschaften besteuern zu lassen. Das wäre für sehr profitable Firmen sinnvoll. Die zweite Alternative wäre eine niedrigere Steuer auf nicht entnommene Gewinne, die dritte eine steuerfreie Rücklage für künftige Investitionen.
Gewerbesteuer
Hier wollen Steinbrück und die SPD die bereits bestehenden so genannten Hinzurechnungen von 50 Prozent der Dauerschuldzinsen, Mieten, Pachten und Lizenzen zum Gewerbeertrag deutlich ausweiten, am liebsten auf 100 Prozent. Das will aber die Union nicht mitmachen. Gute Chancen auf einen Konsens hat dagegen die Idee, künftig auch Freiberufler zur Gewerbesteuer heranzuziehen. Auf der anderen Seite soll die höchste Steuermesszahl von fünf auf vier Prozent sinken.
Abgeltungsteuer
Mit einer solchen Steuer auf Zinsen, Veräußerungsgewinne und Dividenden soll die Steuerschuld abgegolten werden - unabhängig vom persönlichen Einkommensteuersatz. Die Steuer soll 2008 zunächst 30 Prozent betragen und 2009 auf 25 Prozent sinken.
Erbschaftsteuer
Sie soll für jedes Jahr der Betriebsfortführung um zehn Prozent gekürzt werden. Die SPD besteht auf einer Bindung an die Arbeitsplätze. |
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