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admin22 .

Anmeldungsdatum: 13.01.2002 Beiträge: 111
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Verfasst am: 6.Nov 2002 10:39 Titel: Weihnachtszeit - Spendenzeit |
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Die Deutschen sind ein spendenfreudiges Volk.
Jährlich werden in Deutschland rund 5 Milliarden Euro einem guten Zweck zugeführt. Die größten Summen fließen an kirchliche Organisationen: rund 850 Millionen Euro.
Doch auch bei Naturkatastrophen und großen Unglücken kommt es zu einem jährlichen Spendenaufkommen von etwa 750 Millionen Euro. Dem Natur- und Umweltschutz kommen in Deutschland ebenfalls 650 Millionen Euro zugute.
Doch leider wird die Spendenfreudigkeit gern von Betrügern ausgenutzt. Nur zu verständlich, lockt die Verbrecher doch die stattliche Summe von 5 Milliarden Euro.
Deshalb sollte man beim Spenden genau hinschauen. Denn immer wieder fliegen Vereine und Organisationen auf, die es - ohne jedes Mitleid - nur auf das Geld der Spender abgesehen haben. Das Sicherheitsportal von Eduard Zimmermann, »e110«, hat deshalb ein umfassendes Informationspaket für spendenbereite Menschen geschnürt. Folgende Punkte sollte Sie demnach vor jeder Spende beachten:
Ein hilfsbereiter Spender kann und will sich gar nicht vorstellen, dass sich jemand auf Kosten eines Hungernden bereichert. Im Fall des Deutschen Tierhilfswerks (DTHW) ging die Blindheit der Spender sogar so weit, dass der Spendenfluss auch dann noch kräftig weiter floss, als das Finanzgericht dem Verein die Gemeinnützigkeit entzog, die Voraussetzung für die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ist.
Viele Spender halten die Bestätigung der Gemeinnützigkeit schon für einen Beweis für die Seriosität eines Vereins. Dieses Prädikat ist an Voraussetzungen wie eine Überschussrechnung oder den Nachweis der satzungsgemäßen Tätigkeit geknüpft. Doch leider kann sich niemand auf dieses Siegel verlassen, eine systematische Prüfung bei den rund 250.000 (!) spendenempfangsberechtigten Organisationen lange dauern.
»e110«: »Natürlich sollen Sie unbedingt weiter spenden! Menschen in Not - und auch Tiere - sind auf Ihre Hilfe nach wie vor angewiesen. Doch leeren Sie nicht kopflos für jede Organisation Ihre Taschen.«
Denn wo am meisten Geld fließt, ist Betrug am wahrscheinlichsten, sagt auch der Deutsche Spendenrat. Hier eine Liste der dreistesten Betrügereien:
Deutsches Tierhilfswerk sammelt für Feriendorf
200 Millionen Mark konnte das (DTHW) durch die Aktivitäten von Hunderten von Drückern kassieren: Doch von diesem Geld landeten mindestens 70 Millionen auf dem Privatkonto des Vorsitzenden des Deutschen Tierhilfswerks. Über 100 Millionen versickerten in einem undurchschaubaren Firmengeflecht. Der Vorsitzende baute von dem Geld gar ein Feriendorf im sonnigen Süden.
Ärzte flogen nach Indien - völlig umsonst
Im März 1998 flogen Hamburger Ärzte und Krankenschwestern in ihrem Urlaub für ein Projekt der Hilfsorganisation »Kinder in Not« in das westindische Erdbebengebiet, um dort zu helfen. Vor Ort wurden die Mediziner aber nicht erwartet, zudem hatte dort niemand jemals etwas von einem Verein "Kinder in Not" gehört. Ein typischer Fall von falscher Organisation. Die Ärzte traten den Heimweg an.
Caritas-Manager beschenkt CDU
Der (inzwischen Ex-)Manager der Caritas-Trägergesellschaft Trier (CTT) hat mit Spendengeldern die rheinland-pfälzische CDU beschenkt. Er war jahrelang Schatzmeister der Trierer CDU. In den Jahren 1995 bis 1998 zweigte er für die Partei knapp 500.000 Mark ab. Das Verfahren wurde auf Bestechung von Angestellten ausgeweitet. Der Manager wurde verurteilt.
So können Sie Betrüger am ehesten erkennen:
Spendenbetrug
1.) Vorsicht, wenn die Tränendrüse im Vordergrund steht Seriöse Hilfswerke legen wert auf sachliche Darstellung der Notsituationen. Sie haben für plötzlich hereinbrechende Katastrophen in der Regel Rücklagen gebildet. Wenn die Tränendrüse -dramatische Bilder und Informationen im Überfluss - mit einer panikartigen Dringlichkeit verbunden nach Spenden drängt, ist Vorsicht angebracht. Denn in dieser Situation lässt man sich zu schnell von der vermeintlichen Zeitnot täuschen.
2.) Auch Prominente sind keine Garantie für Seriosität Auch wenn Ihnen ein prominentes Aushängeschild für eine Organisation präsentiert wird: das bekannte Gesicht wird entweder dafür bezahlt oder es macht für sich selber Werbung. Der Promi ist keine Gewähr gegen betrügerische Machenschaften. Häufig wissen die werbenden Fernseh- oder Filmgesichter selbst nicht, um welche Organisation es sich handelt bzw. wie diese geschäftlich strukturiert ist. Werbeverträge werden in der Regel über Dritte abgeschlossen.
3.) Meiden Sie Organisationen, die negativ in den Schlagzeilen stehen Stärken Sie die Selbstkontrolle der Organisationen, indem Sie denen Ihre Spende verweigern, die sich als unseriös entpuppen. Sind böse Gerüchte über eine Organisation im Umlauf, so warten sie bis die betreffende Organisation die Vorwürfen klären konnte.
4.) Bevorzugen Sie erfahrende Organisationen Hilfsmaßnahmen besonders in weit entfernten Ländern können gelegentlich purer Unsinn sein: So erhöhte sich zum Beispiel die Säuglingssterblichkeit in vielen Krisenregionen durch die Lieferung von Milchpulver, weil die Mütter die Milch unter unhygienischen Bedingungen zubereiteten und aufhörten, selbst zu stillen. Große, international agierende Organisationen verfügen über die finanziellen Mittel, die Notwendigkeit und Durchführung großer Projekte von Experten prüfen zu lassen.
Quelle: http://www.freenet.de/freenet/finanzen/ratgeber/nepper/spenden/ |
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admin22 .

Anmeldungsdatum: 13.01.2002 Beiträge: 111
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Verfasst am: 11.Dez 2002 11:31 Titel: Spenden |
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Hier noch ein paar wertvolle Tipps zum Thema Spende:
Die 7 wichtigsten Tipps für Spender/-innen
1. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen - weder durch Werber an der Haustür oder auf der Straße, noch durch gedruckte Spendenwerbung. Denn eine Spende und auch Fördermitgliedschaften sind freiwillige Leistungen, zu denen niemand überredet, genötigt oder gar gezwungen werden sollte. Stark Mitleid erweckende und gefühlsbetonte Werbung ist ein Kennzeichen unseriöser Organisationen.
2. Konzentrieren Sie Ihre Spenden auf wenige Organisationen.
Das erleichtert die Seriositätsprüfung und mindert den Werbe- und Verwaltungsaufwand. Wer vielen Hilfswerken spendet, wird von all diesen Organisationen als "aktiver Spender" registriert und umso mehr Werbung erhalten.
3. Misstrauen Sie übertrieben dringlichen Spendenaufrufen.
Seriöse Hilfswerke haben für Not- und Katastrophenfälle vorgesorgt und können die erste Hilfe ohne Rücksicht auf den Spendeneingang starten. Die Spenden sind dann wichtig, um weiter gehende Maßnahmen zu finanzieren und die Katastrophenmittel wieder aufzufüllen.
4. Spenden Sie überlegt, nicht impulsiv.
Die Zahl der Spendenorganisationen und die Intensität der Spendenwerbung nehmen ständig zu. Um so überlegter sollten die Spender entscheiden, welchen Zweck und welche Organisationen sie unterstützen. Im Zweifel hilft die Einschätzung des DZI.
5. Kein gesetzliches Rücktrittsrecht bei Fördermitgliedschaften!
Verpflichten Sie sich deshalb nicht leichtfertig durch Unterschrift zur Zahlung eines monatlichen Förderbeitrags. Bei dieser Werbeform ist die sorgfältige Seriositätsprüfung besonders wichtig.
6. Geldspenden sind besser als Sachspenden. Geldmittel können von den Hilfswerken flexibler und effizienter eingesetzt werden. Teure Transportwege entfallen, viele Produkte können billiger vor Ort gekauft werden und stärken so die Wirtschaft am Zielort. Sachspenden sind dann empfehlenswert, wenn seriöse Organisationen gezielt um sie bitten.
7. Zweckgebundene Spenden sollten die Ausnahme bleiben.
Sie sind nur als Ergänzung, nicht als Ersatz ungebundener Spenden sinnvoll. Denn sie engen den Entscheidungsspielraum der Hilfswerke stark ein, verursachen zusätzlichen Verwaltungs- und Werbeaufwand und benachteiligen die für eine zweckgebundene Werbung nicht geeigneten Hilfszwecke.
Quelle: DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen, http://www.dzi.de/)
Noch mehr Informationen zu diesen Themen, finden Sie direkt auf der Webpräsenz des DZI.
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