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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5905
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Verfasst am: 11.Mai 2006 17:17 Titel: Rekordbetrug an Sparern in Spanien? |
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350 000 Kunden sollen mit einem Schneeballsystem um 5-6 Milliarden Euro betrogen worden sein
Die Aufregung unter Kleinsparern in Spanien ist groß.
Bilder wie am "Schwarzen Freitag" 1929, Sparer vor den Büros von Afinsa und Forum Filatélico, die die Welt nicht mehr verstehen und ihre Einlagen zurückfordern.
Doch die Konten der Firmen wurden am Dienstag gesperrt, 21 Büros und Privatwohnungen seither durchsucht und neun Direktionsmitglieder verhaftet.
Der Nationale Gerichtshof hat Verfahren wegen mutmaßlicher Korruption, Steuervergehen, Geldwäsche, strafbare Insolvenz, Urkundenfälschung und Untreue eröffnet. Der Gesamtumfang der Betrügereien soll sich um über fünf Milliarden Euro belaufen, womit es sich um den größten Finanzskandal Spaniens handeln würde. In zwei Verstecken einer Privatwohnung wurden 10 Millionen Euro in bar gefunden.
Die Einlagen sollten über Briefmarken gedeckt sein. Die Ermittler behaupten, die Preise für die Marken seien bis zu 900 % überzogen.
Geprüft wird auch, ob mit gefälschten Marken "gehandelt" wurde. Im Haus von Francisco Guijarro Lázaro, der die Briefmarken lieferte, seien nicht nur das Geld, sondern auch falsche Marken und Druckplatten gefunden worden.
Die Kunden haben ihre Briefmarken meist nie gesehen. Die Firmen boten zwar die Übergabe an, wegen der "Sicherheit" wurde darauf aber meist verzichtet.
Geködert wurden die Kunden mit hohen Zinsen, die sich zwischen 6 und 12 % bewegt haben. Die seien auch stets bezahlt worden, aber nicht aus erwirtschafteten Gewinnen, sondern über Einlagen neuer Kunden, womit ein Pyramiden- oder Schneeballprinzip vorläge.
Die oft älteren Kleinsparer, mit durchschnittlich 15.000 Euro Einlage, kamen aufgrund von Mund- zu Mundpropaganda zu den Firmen, die das Geschäft über 25 Jahre langsam aufgebaut hatten.
Die Firmen weisen alle Vorwürfe zurück und versuchen die Anleger zu beruhigen. Die britische Lloyds hatte zum Jahresanfang die Versicherungspolicen im Wert von 1,2 Milliarden Euro nicht verlängert, weil man Zweifel am Wert der Briefmarken hatte.
Die Angst der Anleger, ihr gesamtes Geld zu verlieren, ist berechtigt. Wegen der löchrigen Rechtslage tritt im Fall eines Bankrotts auch kein Garantiefond ein, um den Schaden zu lindern. Das könnte insgesamt große Auswirkungen auf die gesamte spanische Ökonomie haben und die Immobilienblase zum Platzen bringen, vor der seit Jahren gewarnt wird.
Manche haben über die eingenommenen Zinsen bei den beiden Firmen ihre Hypotheken bei Banken bezahlt. Die Antikorruptionsbehörde geht davon aus, dass die beiden Firmen völlig insolvent sind.
Mehr: Telepolis |
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Holymoly Newbie
Anmeldungsdatum: 21.04.2005 Beiträge: 16 Wohnort: Vreden
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Verfasst am: 12.Mai 2006 8:08 Titel: Die Leute werden immer dreister! |
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Klasse ist allein schon, dass so ein Betrug über 25 Jahre laufen kann, ohne dass es einer bemerkt und dass eine Versicherung wie Lloyds sich die "Wertanlagen", die sie versichert offensichtlich gar nicht ansieht. Schon wenn die Absicherungssumme für derartige Objekte wenige Millionen übersteigt, würde ich doch schon mal jemanden losschicken, der sich das ganze ansieht!
Fakt ist, dass man mit dem Handel von Briefmarken im kleinen Stil durchaus seinen Lebensunterhalt verdienen kann (hat sich ein ehemaliger Bekannter von mir sein Studium und seinen Porsche mit verdient, auch wenn der "nur" gebraucht war ).
Aber in dieser Größenordnung????
Wo sollen denn diese ganzen superwertvollen Marken mit einem Wertzuwachs von 9-12% pro Jahr herkommen?????
Aber was soll man machen! Die Idioten sind immer die Kleinanleger!
Bei ihrer Hausbank bekommen sie nur Zinsen, die meist noch nicht mal die Inflationsrate decken und darüber dürfen sie dann auch noch Steuern bezahlen! Ebenfalls ein Minusgeschäft!
Wenn es in Spanien gerade eine Immobilienblase gibt, dann sagt das, dass Immobilien zur Zeit extrem teuer sind. Auch keine so tolle Absicherung fürs Alter, vor allem wenn die Wirtschaft davon ausgeht, dass diese Blase irgendwann zerplatzt!
Mit Aktien und Wertpapieren kennen sich nur wenige ausreichend aus, um wirklich Geld damit zu verdienen.
Was bleibt sind Anlagen wie Fonds! Oder sein Geld unter der Matratze verstecken! Da weiß wenigstens das Finanzamt nix von!
Grüße, Holymoly! |
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rasa46 Newbie
Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 35
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Verfasst am: 12.Mai 2006 16:09 Titel: forum, afinsa und kein Ende |
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Tja, erst Marbella und jetzt Forum und Afinsa, in Spanien jeder auf seine Weise emblematisch, Korruption und Betrug ohne Ende?
Zuersteinmal: die Zahlen die in Spanien genannt werden liegen um 3,5 Mrd.€ und nicht bei 5 bis 6 Mrd. Aber mehr verkauft sich besser......
In jedem Rechtssystem gilt: bis zum Nachweis der Schuld ist der Angeklagte zwar verdächtig, aber noch nicht wirklich schuldig.
Fakt ist: Sowohl Forum als auch Afinsa haben bis auf den heutigen Tag alle Anleger pünklichst ausbezahlt und das 27 Jahre lang. Forum ist eines der 70 umsatzstärksten Unternehmen in Spanien und nach den offiziellen Zahlen auch eines der Rentabelsten.
Bis zum heutigen Tag hat Forum und soweit mir bekann auch Afinsa ein 5A1 rating von D&B. Die Bücher werden von externen Wirtschaftsprüfern geprüft. (Auch wenn man das denken könnte: ich kenne Forum, habe aber selbst weder investiert, noch bin ich Berater oder dergleichen)
Was ich bis jetzt gesehen und gelesen habe, ist alles andere als kongruent. Sein kann ohne weiteres, dass die Vorwürfe zumindest zum Teil berechtigt sind, aber auch die spanischen Autoritäten beckleckern sich in dieser Angelegenheit nicht gerade mit Ruhm. Warum wurde erst jetzt -nachdem offiziell verkündet wurde, dass die ersten Unregelmässigkeiten seit 1998 bekannt seien- eingegiffen, 8 Jahre später????Einige Infos, wie die, dass in der Villa eines Vorstandsmitgliedes von Afinsa 10 Mio € gefunden wurden, haben sich zwar bestätigt, allerdings wahr daran ist nur, dass diese Person 10 Mio gebunkert hatte, aber niemals Mitarbeiter der Firma war. Ein Schneeballsystem, dass 27 Jahre lang ohne den geringsten Zwischenfall funktioniert....oder zumindest knapp 20 Jahre, wenn man das Jahr 98 als Stichjahr nimmt? Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nicht den geringsten Zweifel, dass beide Unternehmen ihren Verpflichtungen nachkommen und bisher in jeder Beziehung nachgekommen sind.
Das alles erinnert mich stark an den Fall Rumasa. Allerdings ist das Ausmass dieser neuen Geschichte ein spanienweites Desaster und selbst wenn sich der Verdacht erhärten sollte, hätten die spanischen Behörden gut daran getan, diese Geschichte vorerst etwas diskreter abzuwickeln.
Sollten- und diese Möglichkeit ist nicht vollständig auszuschliessen- die Vorwürfe unberechtigt sein, wer begleicht den Schaden für die Mitarbeiter, die betroffenen Unternehmen und die auch dann betroffenen Investoren?
Das diese Angelegenheit auf den Briefmarken- und Kunstmarkt direkte Auswirkungen hat, kann nicht bezweifelt werden.
Warten wir ab, was die Beschuldigten heute zu sagen haben, in einigen Tagen wissen wir mehr.
Grüsse aus Spanien |
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rasa46 Newbie
Anmeldungsdatum: 24.09.2005 Beiträge: 35
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Verfasst am: 12.Mai 2006 17:29 Titel: Nachtrag |
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Gerade hat Briones Nieto (Vorstandsvorsitzender Forum) zugegeben, dass die Briefmarken zum Teil erheblich überbewertet waren, aber das sei übliche Praxis.....
Naja, auch die Immobilien hier sind überbewertet, auch übliche Praxis.
Was ist eigentlich ein realer / reeler Wert?
Das Desaster hat auf jeden Fall Auswirkungen auf die spanische Wirtschaft.... |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5905
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Verfasst am: 6.Jul 2006 20:58 Titel: |
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(...) Bei dem Fall handelt es sich nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen um den größten Anlagebetrug der spanischen Geschichte. 400 000 Menschen werden wahrscheinlich – wie die 46-jährige Barbara Long und ihr Mann William – keinen Cent mehr von ihren Briefmarken-Investments sehen. Denn viele Briefmarken sind gefälscht oder viel weniger wert, als die Unternehmen angegeben haben.
Bisher sind nach Angaben des Bundeskriminalamts und der Deutschen Botschaft unter den Geschädigten keine Deutschen. Aber auch rund 20 000 Portugiesen hatten ihr Geld bei dem spanischen Unternehmen angelegt.
(...) Die Schadenssumme steht zwar noch nicht genau fest, das Finanzloch beider Unternehmen beträgt nach den Erkenntnissen der Staatsanwälte jedoch um die fünf Milliarden Euro.
(...) Die Verbraucherorganisationen können die Flut der Beschwerden kaum noch bewältigen, verlangen von der Regierung finanzielle Hilfe für Sammelklagen. Zwei Millionen Euro sagte immerhin das zuständige Ministerium zu. Die Verbraucherschutzverbände Adicae und Ausbanc, die seit Jahren vor beiden Unternehmen gewarnt haben, wollen jedoch direkt gegen den Staat vor Gericht ziehen: „Er hätte früher eingreifen müssen, dieses Anlagesystem stank doch zum Himmel“, argumentieren die Verbraucherschützer.
(...)...erging es auch den Longs, die ihrem spanischen Anlageberater und einem Freund aus London vertrauten, der den Briefmarken-Markt als „stabil und sicher“ bezeichnete. In Madrider Vierteln köderten clevere Afinsa-Makler auf diese Weise ganze Häuserblocks. Sie verkauften Briefmarken zwischen Tür und Angel als seriöse Altersvorsorge.
Wohlstand: In den vergangenen Jahren haben die Spanier wegen des enormen Wohlstandzuwachses und des starken Anstiegs der Immobilienpreise mehr Geld als je zuvor zur Verfügung gehabt. Das hat dazu geführt, dass immer neue Kapitalanlagefirmen auf den Markt kamen. Die meisten Spanier haben bisher in Immobilien investiert, sehr viele auch in die Börse und immer mehr in bewegliche Güter wie Briefmarken, Kunst, Wein oder Holz.
Anlagen: Der Markt der beweglichen Güter unterliegt derzeit in Spanien keiner Kontrolle. Der Wert vieler Gegenstände ist wenig transparent. Auch das bereits relativ große Unternehmen Bosques Naturales, das die Anlage in Edelholzbäume ermöglicht, steht derzeit im Verdacht, keine Rücklagen für den Rückkauf der Anlagen gebildet zu haben.
Kontrolle: Seit dem Skandal um Afinsa und Fórum Filatélico überlegt die spanische Regierung, den Markt der beweglichen Güter ebenfalls unter die Kontrolle einer Finanzaufsichtsbehörde zu stellen oder ein eigenes Organ dafür zu schaffen.
Mehr: Handelsblatt |
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tradejoker Newbie
Anmeldungsdatum: 04.10.2003 Beiträge: 14 Wohnort: Wiesbaden
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Verfasst am: 14.Aug 2006 9:15 Titel: Spanien |
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| wer kennt einen Klaus Jester aus Spanien der fast 200 %p.a. für angelegtes Geld anbietet? |
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werner callies .
Anmeldungsdatum: 26.09.2003 Beiträge: 3253 Wohnort: NRW & Spanien
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Verfasst am: 14.Aug 2006 9:33 Titel: |
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Sagt mir irgendwas, weiß momentan nicht mehr woher, aber nichts positives... |
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tradejoker Newbie
Anmeldungsdatum: 04.10.2003 Beiträge: 14 Wohnort: Wiesbaden
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Verfasst am: 14.Aug 2006 10:42 Titel: Jester |
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Er lebt in Spanien und bietet Anlagen mit Horror Zinsen an.
MfG |
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werner callies .
Anmeldungsdatum: 26.09.2003 Beiträge: 3253 Wohnort: NRW & Spanien
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Verfasst am: 14.Aug 2006 10:48 Titel: |
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| Andalusien? Marbella? |
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tradejoker Newbie
Anmeldungsdatum: 04.10.2003 Beiträge: 14 Wohnort: Wiesbaden
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Verfasst am: 14.Aug 2006 13:18 Titel: Jesken |
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| 29649 La Cala de Mijas/Malaga |
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werner callies .
Anmeldungsdatum: 26.09.2003 Beiträge: 3253 Wohnort: NRW & Spanien
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Verfasst am: 14.Aug 2006 13:32 Titel: |
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| Dann bestimmt daher. Mijas ist ja nebenan... |
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werner callies .
Anmeldungsdatum: 26.09.2003 Beiträge: 3253 Wohnort: NRW & Spanien
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Verfasst am: 14.Aug 2006 13:34 Titel: |
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Nee, von hier: Die Agentur, Klaus Jester.
Da gabs doch schon ellenlange Beiträge, mal die Suchfunktion nutzen. |
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GoMo&Pa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2182
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Verfasst am: 13.Sep 2006 6:32 Titel: |
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Mehrere Millionen Franken von Genfer Justiz blockiert
Ein grosser Briefmarkenskandal in Spanien hat Auswirkungen in die Schweiz. Die Genfer Justiz hat ein Strafverfahren wegen Geldwäscherei eingeleitet und mehrere Millionen Franken eingefroren.
«Ich habe das Einfrieren von mehreren Millionen Franken auf Bankkonten angeordnet», erklärte der Untersuchungsrichter Vincent Fournier am Dienstag gegenüber der SDA und bestätigte damit eine Information der spanischen Zeitung «El Pais».
Der Genfer möchte Francisco Briones befragen: Der Präsident des Briefmarkenversandhauses Forum Filatelico gilt als einer der Hauptprotagonisten des Falls, er ist derzeit in Spanien in Haft. Es ist somit möglich, dass Fournier sich für eine Befragung nach Spanien begeben wird.
Eine Bank schlug Alarm
Die Genfer Justiz war von den Geldwäschereibehörden in Bern gewarnt worden: Eine Bank hatte auf ihren Konten mögliche Verbindungen zum Philateliebetrug festgestellt und Alarm geschlagen.
Die spanischen Justizbehörden verfolgten seine Arbeit aufmerksam- und er die ihre auch, erklärte Fournier. Es gehe darum festzustellen, ob Geldwäscherei stattgefunden habe.
Gemäss «El Pais» handelt es sich um den grössten Anlagebetrug der spanischen Geschichte. Das Loch in der Kasse des Unternehmens beträgt 3,4 Mrd. Euro, auch ein weiteres Unternehmen, Afinsa, soll in die Sache verwickelt sein. Betroffen vom Betrug sind etwa 350 000 Kleinsparer in Spanien und mindestens 20 000 in Portugal.
Afinsa et Forum Filatelico verkauften als Investitionen Briefmarken und versprachen eine jährliche Rendite von 6 bis 10 Prozent. Der Betrug funktionierte nach dem Schneeballprinzip.
Quellen: www.elpais.es und www.baz.ch |
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