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Datenschutz am Fotokopierer

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 7566

BeitragVerfasst am: 19.Jun 2006 11:22    Titel: Datenschutz am Fotokopierer Antworten mit Zitat

Voller Geheimnisse

Was kopiert wird, landet bei modernen Kopierern im Speicher. Und dort bleibt es länger, als manchem lieb ist.



Für die meisten Menschen ist Datenschutz am Fotokopierer ein Zweischritt:

Erstens: Kurz über die Schulter blicken, bevor sie die Gehaltsabrechnung auf das Vorlagenglas legen.

Zweitens: Kontrollieren, ob sie Original und Kopie aus dem Gerät genommen haben, wenn der Leuchtbalken das Blatt abgetastet hat. Fertig. Doch viele Nutzer von Kopiergeräten ahnen nicht, dass sie dennoch Spuren hinterlassen: Wer weiß schon, dass moderne Kopierer, ebenso wie Drucker und Faxgeräte, eine Festplatte besitzen?

"Wer vertrauliche Unterlagen kopiert, sollte sich bewusst sein, dass eine Kopie des Dokuments auf der internen Festplatte gespeichert wird", warnt Martin Rost vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein.

Noch ist das Problem kaum bekannt, auch manche Firmen unterschätzen es offenbar. Andere aber nutzen die Daten bereits. Und die Hersteller von Kopiergeräten wittern schon ein Zusatzgeschäft mit Sicherheitssoftware, deren Nutzen jedoch nicht immer belegt ist.

Kopierer mit eingebauter Festplatte erkennt man daran, dass der Scanner nur einmal über das Papier wandert, auch wenn zwei oder mehr Abzüge von dem Dokument geordert werden. Das spart Zeit, weil weitere Ausdrucke von einer Datei im Speicher des Geräts gemacht werden.

Wer also im Büro Privatkopien macht, muss damit rechnen, dass sein Chef die Dokumente zu sehen bekommt.

Bisher hätten die meisten Firmen das Problem nicht als solches erkannt, sagt der Datenschützer. Deshalb befinden sich geheime Daten, wie Angebote, Konstruktionszeichnungen oder Kontoauszüge oft auch dann noch auf den Festplatten, wenn geleaste Geräte die Firma verlassen.

Mehr: sueddeutsche.de
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