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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6461
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Verfasst am: 13.Apr 2007 6:18 Titel: Ebay-Alternativen - Im Internet wird nun getauscht |
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Der Handel im Netz hat in den vergangenen Jahren einen beispiellosen Boom erlebt. Doch nicht allen gefallen Verkaufsplattformen wie Ebay oder Amazon. Im Schatten der Großen haben sich Tauschbörsen wie Hitflip etabliert.
Das Angebot bei Hitflip.de ist vielfältig. Bei der Medien-Tauschplattform tauchen schon mal ungewöhnliche Bücher wie "Erfolg mit Malawi- und Tanganijka-Buntbarschen" oder eine "EU-Import-Anleitung für Kraftfahrzeuge" auf. Aber ohne „Flips“ läuft erst einmal gar nichts. Ein Flip entspricht 5,99 Euro - die Währung können Nutzer entweder kaufen oder durch Tauschgeschäfte erwerben.
Dabei entscheiden die Hitflip-Verwalter anhand gängiger Marktpreise, wie vielen Flips ein angebotenes Produkt entspricht. Die Differenz muss von dem Nutzer bezahlt werden, dessen Produkt weniger wert ist. Zudem fallen Gebühren an: Je Tausch 99 Cent, bei stark nachgefragten „Premiumartikeln“ 1,99 Euro. Zurück in reales Geld kann man die Flips nicht umwandeln.
Für einzelne Produkte können sich Interessenten vormerken lassen – sie müssen dann warten, bis jemand ihr Wunschobjekt anbietet. Bei mehreren Interessenten entscheidet das Hitflip-Team, wer den Zuschlag erhält. Bevorzugt werden Mitglieder, die entweder lange auf das Produkt warten oder selbst etwas anbieten. Nachteil: Die Nutzer sehen nicht, an welcher Position sie in der Warteliste für ein Produkt stehen.
Hitflip beschränkt sich auf wenige Kategorien: Bücher, Hörbücher, CDs, Spiele und DVDs. Damit hat die Seite Erfolg.
Mehr als ein Jahr nach der Gründung haben dort 155.000 Mitglieder mehr als 375.000 Produkte untereinander getauscht. Mittlerweile hat die Seite einige Zusatzfunktionen wie eine Landkarte mit dem Aufenthaltsort der Nutzer, eine „Tag-Cloud“ mit den meist gesuchten Produkten sowie ein Forum. Zudem verlinkt Hitflip auf Produktrezensionen bei Amazon.de – das ist komfortabel.
Direkter läuft es bei Online-Tauschbörse.de, einer Art schwarzes Brett im Netz. Hier gibt es Waschmaschinen oder Studienplätze – ohne Flips. Den Tauschwert machen die Geschäftemacher unter sich aus. Nachteil der Plattform: Sie hat nur wenige Nutzer.
Etwas aktiver geht es bei Webtauschen.de zu. Dort sind meist einige Dutzend Interessierte gleichzeitig online und tauschen Schneeketten, Lenkradbezüge, Kinderbadehosen und Elternratgeber. Auch hier gibt es eine Tauschwährung: Die Anbieter legen "Tauschpunkte" fest. Ein Punkt entspricht einem Euro. Webtauschen ist aber auch ein Forum: Dort werden Geburtstagswünsche und der Gutenachtkuss online "ausgetauscht".
Auf Bambali.net stößt der Nutzer auf 24 verschiedene Produktkategorien. So kann er sich etwa in ein Zimmer in einer Spandauer Wohnung einmieten oder Haushaltsgegenstände, Zeltvordächer und Fitnessgeräte tauschen. Auch der Kauf und der Verleih sind möglich.
Weitere Tauschbörsen sind Tauschticket, Balu (ebenfalls für Medienartikel), Getsync.de, Ticketbörse.net für Konzertkarten oder tausch-dir-was.de. Eine Alternative sind auch Kleinanzeigen, etwa bei Kijiji.de oder Craigslist.org. Überall gilt: Desto mehr Leute tauschen wollen, desto größer wird das Produktangebot. Und desto mehr Leute machen dann wiederum mit.
Quelle: Welt |
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