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Fliegen für 10 Euro - alles inklusive

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6453

BeitragVerfasst am: 26.Dez 2006 6:51    Titel: Fliegen für 10 Euro - alles inklusive Antworten mit Zitat

Der europäische Flugverkehr hat sich in den vergangenen Jahren gewaltig verändert – mehr und mehr Billigfluggesellschaften werben mit Endpreisen für zehn Euro und weniger. 2007 bauen viele Airlines ihr Netz kräftig aus.

Die meisten Lockangebote verstehen sich allerdings ohne Steuern und Gebühren. Bei einem so genannten Null-Euro-Flug kommen noch Kerosinzuschläge, Flughafengebühren und andere Abgaben obendrauf – der Endpreis liegt dann schnell bei 30 Euro. Das ist bei einem Flug von Köln nach Thessaloniki oder von Hamburg nach Istanbul immer noch preiswert.

Vor allem reine Billigairlines mischen den Markt auf: Neben den europaweit agierenden Airlines wie Ryanair und Easyjet fliegen zunehmend solche Fluggesellschaften deutsche Airports an, die sich auf günstige Verbindungen in ihre Heimatländer spezialisiert haben. So fliegt man mit Iceland Express schon für 99 Euro nach Island, AirBaltic lockt mit Angeboten ab 21 Euro ins Baltikum, und mit Wizzair geht es günstig nach Budapest und Danzig ab 19,19 Euro.

Jedes Unternehmen verfolgt seine eigene Preisstrategie. Manche werben mit Kampfpreisen von 0 Euro, allerdings lassen sich Airlines wie Ryanair sogar die Gepäckstücke extra bezahlen. Andere wiederum verschleudern ihre günstigsten Tickets zum All-Inclusive-Endpreis von teilweise unter zehn Euro in einer wöchentlichen Happy Hour.

Eine Auswahl im Überblick:

Ryanair
Die größte europäische Billigfluggesellschaft mischt seit 1997 mit Niedrigstpreisen den kontinental-europäischen Markt auf. Ryanair-Chef Michael O’Leary steht für nahezu bedingungslose Expansion. So versucht er sich gerade an der Übernahme der irischen Fluglinie Aer Lingus. Ryanair bedient zurzeit 437 Flugrouten in 24 Ländern. In Deutschland eröffnet das Unternehmen im April 2007 nach Frankfurt-Hahn und Lübeck in Bremen seine dritte Homebase. Insgesamt steuert Ryanair dann sieben deutsche Flughäfen an.
Die irische Airline hat ständig Angebote, oft schon Endpreise für die einfache Strecke ab zehn Euro. Günstige Preise sind auch wenige Wochen vor dem geplanten Flugtermin noch zu bekommen, hilfreich dabei ist die Funktion "Niedrigste Flugpreise suchen" auf der Homepage des Unternehmens. Allerdings lässt sich Ryanair pro aufgegebenes Gepäckstück 4,50 Euro extra bezahlen, und auch die Kreditkartengebühr ist mit 2,50 Euro pro Person und Strecke vergleichsweise teuer.

Easyjet
Die zweitgrößte europäische Billig-Airline bedient zurzeit 271 Routen und 74 Flughäfen in 21 europäischen Ländern, Schwerpunkte liegen in West- und Mitteleuropa. In Deutschland ist Easyjet an sechs Flughäfen vertreten, die meisten Ziele werden von Berlin und Dortmund aus angeflogen.
Das Unternehmen wirbt mit Einstiegspreisen ab 18,99 Euro und legt mehrmals im Jahr große Rabattaktionen auf, bei denen sämtliche Flüge bis zu 50 Prozent günstiger angeboten werden.

Air Berlin
Die mittlerweile börsennotierte Air Berlin sieht sich selbst als drittgrößte Billigfluggesellschaft in Europa. Die Airline bietet Oneway-Preise ab 29 Euro inklusive aller Gebühren. Beworben werden nur die Endpreise. Generell gilt hier noch das Frühbuchermotto "Wer zuerst bucht, bekommt die günstigsten Preise". Preisaktionen bilden die absolute Ausnahme.
Air Berlin fliegt ab 17 deutschen Airports, die meisten Ziele liegen in den klassischen Urlaubsregionen wie Spanien, Italien, Griechenland und Nordafrika. Wichtigstes Ziel ist Mallorca – ab Sommer 2007 bietet Air Berlin wöchentlich mehr als 360 Flüge auf die Lieblingsinsel der Deutschen an. Das Unternehmen kooperiert mit der österreichischen Fluggesellschaft Niki und besitzt zudem die deutsche Airline DBA, die vor allem innerdeutsche Verbindungen anbietet.

Germanwings
Germanwings steuert von Köln-Bonn, Stuttgart, Hamburg und Berlin viele Ziele in Europa an und bietet zudem innerdeutsche Strecken von München, Leipzig-Halle, Dresden, Düsseldorf und Zweibrücken. Angeflogen werden mehr als 50 Ziele von Faro bis Helsinki und von Dublin bis Rhodos. Die Fluggesellschaft hat wöchentlich Preisaktionen im Programm, mal 300.000 Tickets ab 0 Euro plus Steuern und Gebühren, mal 500.000. Eine Übersicht über die günstigsten Preise gibt es nicht, die Gesamtzahl günstiger Flugpreise ist schwer nachzuvollziehen.
Als Besonderheit hat Germanwings ein Vielfliegerprogramm aufgelegt, den so genannten Boomerang Club. Wer achtmal mit Germanwings hin- und zurück geflogen ist, hat einen Flug frei. Steuern und Gebühren des Freifluges muss der Kunde allerdings selbst tragen.

Hapag Lloyd Express
Hapag Lloyd Express (HLX), vor kurzem mit der konzerneigenen Hapag Fly zusammengelegt, steht in unmittelbarer Konkurrenz zu Germanwings. HLX und Hapag Fly bieten ab Sommer 2007 zusammen 75 Ziele an – geflogen wird von 16 deutschen Flughäfen. Auf der Homepage gibt es dienstags von 18 Uhr bis Mittwochmitternacht eine Happy Hour mit Tausenden von Flügen zum Endpreis ab 19,99 Euro. Oft werden die Happy Hours aber bis Sonntag ausgedehnt. Auf einer praktischen Übersichtsseite im Internet lassen sich schnell die günstigsten Preise finden.
Wer schnell bucht, reibt sich manchmal die Augen: So verschleuderte die Airline zum dritten Geburtstag Zehntausende Tickets für drei Euro Endpreis, zum Nikolaus gab es 66.000 Flüge für sechs Euro – inklusive aller Steuern und Gebühren. Die günstigsten Preise beschränken sich aber meist auf die Ziele in Mitteleuropa.
Im kommenden Jahr fliegen HLX und Hapag Fly unter dem gemeinsamen Namen TUI Fly. Die Flugzeuge werden nach und nach umlackiert, ab Januar wird der neue Produktname des TUI-Konzerns massiv beworben.

Condor
Condor bietet von München aus Verbindungen in fünf Städte ab 29 Euro Endpreis an, außerdem Oneway-Flugverbindungen für 29 Euro plus Zuschläge von 15 weiteren Flughäfen in Deutschland. Zudem lassen sich Langstreckenziele für 99 Euro plus Zuschläge erreichen. Wer Glück hat, kann zum Beispiel für 330 Euro nach Las Vegas und zurück fliegen.
Condor hat immer wieder große Preisaktionen und interessante Specials im Programm. Ein Beispiel ist der Disco-Shuttle, der an ausgewählten Wochenenden von Frankfurt und München nach Mallorca fliegt und die "Discotizer" nach einer durchtanzten Nacht am Morgen wieder zurückbringt. Zwei Flüge, Flughafentransfer, Discoeintritt und zwei Freigetränke gibt es im Paket für 99 Euro.

Air Baltic
AirBaltic fliegt von Berlin, Hamburg, Düsseldorf und München aus in die baltischen Länder. Die günstigste Oneway-Verbindung von Hamburg nach Riga kostet 21 Euro Endpreis, für die Strecke Hamburg – Vilnius muss man schon mindestens 87 Euro für den einfachen Flug zahlen. Zudem fallen für sämtliche Internetbuchungen noch fünf Euro extra pro Strecke und Passagier an. Die meisten Angebote sind nur im Internet zu finden und ändern sich laufend.
Der lettische Staat hält die Mehrheitsanteile an der Fluggesellschaft, außerdem ist die skandinavische Fluglinie SAS beteiligt. 2005 beförderte die Airline erstmals mehr als eine Million Passagiere. Überwiegend fliegt Air Baltic mit Fokker-Maschinen.

Wizzair
Wizzair nutzt wie Ryanair abgelegene Flughäfen wie Hahn im Hunsrück und Lübeck, außerdem fliegt die Fluggesellschaft von Dortmund und Köln. Die nach eigenen Angaben größte Low-Cost-Airline in Mittel- und Osteuropa steuert sechs Ziele in Osteuropa an, darunter die Hauptstädte Bukarest und Budapest. Die Einstiegsendpreise liegen bei knapp 20 Euro, oft gibt es sogar noch günstigere Schnäppchen. Wizzair macht immer mal wieder Preisaktionen, die günstigsten Preise lassen sich relativ mühelos finden.
Wizzair fliegt erst seit 2004 und hat seitdem bereits mehr als vier Millionen Passagiere transportiert. Mittlerweile bietet das Unternehmen 70 Flugstrecken an. Wizzair wendet sich bewusst an eine wenig zahlungskräftige Zielgruppe, das beweist unter anderem der Link von ihrer Homepage zu einem der größten Online-Anbieter von Jugendherbergen. Die Fluggesellschaft fliegt ausschließlich mit dem Airbus-Typ A 320-200 und hält so die Betriebskosten gering.

Iceland Express
Die Lebenshaltungskosten Islands sind nicht nur in der Hauptstadt Reykjavik astronomisch hoch. Dennoch lohnt sich eine Reise auf die naturreiche Insel. Iceland Express fliegt mehrmals die Woche von Berlin, Hahn und Friedrichshafen nach Reykjavik. Die günstigsten Preise liegen bei 99 Euro. Wer diese findet, muss allerdings viel Glück haben.
Iceland Express fliegt seit 2003 und bietet nach Eigendarstellung Preise an, die bis zu 80 Prozent unter denen der Mitbewerber liegen. Die Flotte beschränkt sich auf drei Flugzeuge vom Typ Boeing MD-90.

Quelle:FTD
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6453

BeitragVerfasst am: 15.Nov 2007 11:06    Titel: Antworten mit Zitat

Die EU-Kommission hat irreführende Lockangebote beim Verkauf von Flugtickets im Internet angeprangert.

Bei der Überprüfung von 447 einschlägigen Internetportalen seien auf 226 Websites unlautere Verkaufspraktiken festgestellt worden, erklärte Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva gestern bei der Vorstellung der Studie in Brüssel.

Werde bis Ende Januar keine Abhilfe geschaffen, so müssten die verantwortlichen Unternehmen mit Sanktionen rechnen.

Während LTU mit dem Kerosinzuschlag schummelte und viele Fluglinien mit Steuern und Gebühren in der Werbung ein Versteckspiel betreiben, haben Billigflieger noch ganz andere Tricks auf Lager.


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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 3322

BeitragVerfasst am: 9.Apr 2008 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Von wegen „10 Euro“: Wie Marktführer Ryanair und andere Discount-Flieger ihre Kunden ausnehmen – Gepäck, Abfertigung und sogar eine „Rollstuhl-Gebühr“.

Von FOCUS-Redakteur Uli Dönch

Wandertag mit Ryanair"Ab in den Sommer – 10 Euro“ springt es dem Kunden auf der Homepage der irischen Billig-Fluglinie Ryanair entgegen. Das macht neugierig. Wer aber schafft es tatsächlich, für die versprochenen zehn Euro zu fliegen? Eigentlich niemand.

Denn vor dem Abflug lauern die Ryanair-Geschäftsbedingungen. Und die entpuppen sich als ein echter Horror-Katalog – ein Mix aus Geldschneiderei, Drückebergertum und Behördenwillkür.

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kober
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Anmeldungsdatum: 30.09.2003
Beiträge: 64

BeitragVerfasst am: 10.Jun 2008 7:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, günstige Flüge versprechen viele. Einige der Angebote sind Schummelnummern. Wer mal den Überblick sucht, wie die Kosten für das Fliegen so sind, wird hier fündig, ne gute Seite.
www.cheaptickets.de
So erhalten Sie auf einen Blick eine umfassende Übersicht, welche Fluggesellschaft Sie am günstigsten und schnellsten zu Ihrem Zielort bringt
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6453

BeitragVerfasst am: 27.Jun 2008 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

Deutschlands zweitgrößte Airline hat hart mit dem hohen Kerosinpreis zu kämpfen. Nun hat auch sie eine Einnahmequelle entdeckt, die andere schon länger nutzen: das „Serviceentgelt“.

Auf den steigenden Ölpreis reagiert die Fluggesellschaft Air Berlin mit einer neuen Gebühr. Bei einer Flugbuchung im Internet wird vom 1. Juli an pro Person ein sogenanntes Serviceentgelt von zehn Euro fällig.

Das bestätigte Air- Berlin-Sprecher Peter Hauptvogel dem "Tagesspiegel" (Samstag). Eine solche Internetgebühr erheben andere Fluggesellschaften wie die Lufthansa schon seit längerem.

Bei der Buchung per Telefon oder an einem Schalter werden künftig 20 Euro statt bisher 16 Euro pro Hin- und Rückflug fällig.
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 3322

BeitragVerfasst am: 10.Jul 2008 6:52    Titel: Antworten mit Zitat

Aus für falsche Lockangebote: Mehr Preistransparenz bei Flugtickets

Das Europäische Parlament hat beschlossen, dass Passagiere künftig über den tatsächlichen Flugpreis sowie über alle anfallenden Kosten wie Steuern, Flughafengebühren oder andere Abgaben informiert werden müssen. Auf diese Weise will das EP für mehr Preistransparenz bei Flugtickets sorgen und missverständlichen Preisauskünften entgegentreten. Bislang werden Flugpreise vielfach ohne Angaben diverser Kostenfaktoren veröffentlicht.

Mit der verabschiedeten Verordnung "über gemeinsame Vorschriften für die Durchführung von Luftverkehrsdiensten" wird das "dritte Liberalisierungspaket" zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Luftverkehrs-Binnenmarktes aus dem Jahr 1992 zusammengefasst, vereinfacht und teilweise überarbeitet. Das Plenum hat heute mit großer Mehrheit den Gemeinsamen Standpunkt des Ministerrates ohne Änderungen gebilligt, da dieser die Änderungen des EP aus seiner Ersten Lesung weitestgehend übernommen hat. Die Verordnung tritt dann unmittelbar nach ihrer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft.

Mehr Preistransparenz bei Flugtickets - Keine missverständlichen Preisauskünfte mehr

Der Praxis falscher Lockangebote und missverständlicher Preisauskünfte wird ein Ende gesetzt. Verhindert werden damit scheinbar billige Angebote, etwa im Internet, die sich im Nachhinein doch als deutlich teurer als angekündigt herausstellen.

"Der zu zahlende Endpreis ist stets auszuweisen und muss den anwendbaren Flugpreis (...) sowie alle anwendbaren Steuern und Gebühren, Zuschläge und Entgelte, die unvermeidbar und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung vorhersehbar sind, einschließen", heißt es im Verordnungstext.

Passagiere erhalten künftig neben dem Endpreis eine vollständige Aufschlüsselung des Flugpreises, der Steuern, der Flughafengebühren und der sonstigen Gebühren, Zuschläge und Entgelte, wie etwa diejenigen, die mit der Sicherheit oder dem Kraftstoff in Zusammenhang stehen. "Fakultative Zusatzkosten", etwa das Mitnehmen eines zusätzlichen Gepäckstücks, werden auf klare, transparente und eindeutige Art und Weise am Beginn jedes Buchungsvorgangs mitgeteilt, die Annahme der fakultativen Zusatzkosten durch den Kunden erfolgt auf „Opt-in“-Basis.


** die vollständige Pressemeldung - hier


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