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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7566
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Verfasst am: 13.Mai 2006 16:55 Titel: In Großbritannien ist das Geld einfach mehr wert |
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Bisher sahen viele Briten ihre Penny-Münzen eher als Belastung: Kaufen konnte man dafür nichts mehr, sie belasteten meist nur den Geldbeutel. Jetzt mögen sie die Kupfermünzen jedoch bald in einem anderen Licht sehen: Das Kupfer in bestimmten Serien ist ein mehrfaches von dem wert, was ihr Aufdruck vermuten lässt.
Zwar gibt es auch in anderen Ländern so genannte Scheidemünzen, deren Materialwert den Nennwert übersteigt,. Diese bestehen jedoch oft aus Legierungen oder mehreren Schichten, so dass sich das Einschmelzen nicht lohnt.
Die junge Königin ist mehr wert
Das sieht jedoch beim britischen Kleingeld ganz anders aus: Bis Ende September 1992 bestanden die Ein- und Zwei-Penny-Münzen aus fast reinem Kupfer. Zu erkennen sind sie am jugendlichen Aussehen von Königin Elisabeth II..
Deren Konterfei wurde nämlich im Laufe der Jahrzehnte auch auf den Münzen immer wieder der Realität angepasst und wirkt auf den aktuellsten - im Materialwert nicht mehr so wertvollen - Ausgaben etwas grantig.
Elisabeth die Gesichtszüge entgleiten lassen - niemals!
Jetzt, wo sich der Kupferpreis der 9000-Dollar-Marke pro Tonne nähert, fürchtet die Royal Mint, dass clevere Geschäftemacher gezielt die Kupfermünzen aus dem Verkehr ziehen werden, um diese als Rohmaterial zu verkaufen.
Für königstreue Briten muss es jedoch eine schreckliche Vorstellung sein, dass das jugendliche Porträt von Elisabeth II. eingeschmolzen wird, um dem wachsenden Kupferbedarf in der ehemaligen Kolonie Indien sowie in China zu befriedigen.
Royal Mint: Kleingeld ist mein Geld
Vorsichtshalber weisen die britischen Münzpräger deshalb darauf hin, dass das Einschmelzen von königlichen Münzen ein Vergehen darstellt. Noch tröstet man sich mit dem Gedanken, dass der Arbeitsaufwand für das Heraussuchen und Einwechseln von derartig viel Kleingeld potenzielle Münzschänder eher von ihrem Treiben abhalten werden: Für eine Tonne Kupfer würde man 145.000 Zwei-Penny-Münzen oder 290.000 Ein-Penny-Münzen benötigen.
Sollten die Kupferpreise jedoch weiterhin derartig ansteigen, könnten die Briten bald in Verlegenheit geraten, könnte es bald auf der Insel heißen: "Bitte passend zahlen."
Quelle: tagesschau.de |
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