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Spiritus Rector * Consulter *

Anmeldungsdatum: 12.12.2003 Beiträge: 1236 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 15.Sep 2006 6:34 Titel: Mehrwertsteuererhöhung – schnell kaufen? |
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Die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent ab 1. Januar 2007 ist beschlossene Sache. Lebensmittel bleiben von der Mehrwertsteuererhöhung ausgenommen. Hier gilt nach wie vor der ermäßigte Satz von 7 %. Was bedeutet das für den Verbraucher? Soll man jetzt im alten Jahr noch schnell kaufen? Einen allgemeingültigen Rat auf diese Frage gibt es nicht.
Die Mehrwertsteuererhöhung bedeutet nicht, dass ab 1. Januar 2007 alles teurer wird, schon gar nicht um den Betrag, der einer dreiprozentigen Mehrwertsteuererhöhung entspricht. Die Steuererhöhung kommt beim Verbraucher als „normale“ Preiserhöhung an - oder auch nicht. Ob und wann die stattfindet, in welcher Höhe, für welche Produkte oder für welche Produktgruppen kann niemand vorhersagen. Schließlich ist es Sache jedes einzelnen Händlers, seine Preise festzulegen. Das kann jetzt geschehen, erst in einigen Wochen, zu Beginn nächsten Jahres oder erst im Laufe des kommenden Jahres. Der Verkäufer kann auch gänzlich von einer Preiserhöhung absehen, wenn der Wettbewerb ihn dazu zwingt oder – umgekehrt – seine Preise kräftig erhöhen, wenn er seine Produkte dennoch verkaufen kann.
Auf jeden Fall wird der Handel an den sog. „Schwellenpreisen“ festhalten (€ 1,99 oder € 49 oder € 399). Folge: Nicht alle Preise werden um den Erhöhungsanteil angehoben, sondern einige gar nicht, andere umso stärker, andere wiederum werden womöglich im Preis gesenkt, etwa wenn der alte Schwellenpreis beibehalten wird und der Händler die Steuererhöhung bei diesem Artikel auf seine Kappe nimmt.
· Schauen Sie auf den Endpreis. Prüfen Sie, ob der ins Auge gefasste Artikel Ihnen den geforderten Preis wert ist. Schauen Sie sich bei anderen Anbietern um und machen Sie einen Preisvergleich.
· Die Mehrwertsteuererhöhung ist weder ein Grund, jetzt hektisch - besonders hochwertige - Artikel zu kaufen, noch wird sie dazu führen, dass ab Januar 2007 alles unbezahlbar wird.
· Die Preisbildung hängt häufig von ganz anderen Faktoren als dem Mehrwertsteuersatz ab. Die Absatzkrise der Automobilwirtschaft führt derzeit zu besonders hohen Rabatten. Anderes Beispiel: Die Preise für Fernsehgeräte purzeln nach Großereignissen wie der Fußball-WM erfahrungsgemäß. Machen Sie den Zeitpunkt Ihrer Kaufentscheidung also nicht von der Mehrwertsteuererhöhung abhängig, sondern von Ihrem Bedarf und von dem Preisgefüge in dem jeweiligen Produktbereich.
· Wer jetzt noch einen Vertrag, etwa für den Kauf eines Autos, unter Dach und Fach bringen will, der aber erst im neuen Jahr geliefert wird, muss aufpassen. Wird mit dem Vertrag eine „Preisanpassungsklausel“ unterschrieben, muss der Kunde damit rechnen, dass die Steuererhöhung auf ihn abgewälzt wird. Das geht, wenn zwischen Vertragsschluss und Lieferung mehr als 4 Monate liegen. |
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