| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2317
|
Verfasst am: 2.Dez 2006 10:01 Titel: Traue keiner E-Mail |
|
|
Das Internet ist sicherer geworden. Gab es in den letzten Jahren mindestens eine Virenwarnung pro Monat, spricht heute kaum noch jemand von dem digitalen Ungeziefer, das sich in Windeseile per E-Mail über das weltweite Datennetz verbreitet und Rechner sowie Firmennetze lahmgelegt hat. Inzwischen sind selbst die PCs zu Hause oder zumindest die E-Mail-Konten in den Netzen so gut gegen Würmer und Trojaner geschützt, dass diese Angriffe ins Leere laufen.
Die einzigen Attacken, die heute noch den Sicherheitsexperten zu schaffen machen, kommen von so genannten Phishern, die mit allen möglichen Tricks versuchen, an die Kontodaten oder Zugangskennungen zu Internetdiensten zu kommen. Aber auch diese Angriffe scheinen Sicherheitsexperten zunehmend mit so genannter Antispam-Software in den Griff zu bekommen. Diese erkennt Phishing-Mails bereits am Absender und schiebt diese in den Papierkorb, so dass der Surfer erst gar nicht mit ihr konfrontiert wird.
Alles bestens könnte man meinen. Doch weit gefehlt. Mit den neuen Web 2.0-Anwendungen entsteht eine neue Bedrohung, die es den Surfern immer schwerer macht, gefälschte E-Mails zu erkennen. Vor allem junge Surfer sind zunehmend gefährdet, weil sie keine Hemmungen haben, auf so genannten Social-Portals wie Myspace.com ihr Privatleben im Internet offen auszubreiten. Angreifer können mit diesen Informationen im Netz persönliche Nähe vortäuschen.
Bislang galt als Faustregel, öffne nur Dateianhänge von Leuten, die dir bekannt sind. Dieser Tipp ist schon bald nichts mehr wert, denn mit den vielen persönlichen Daten, die im Netz herumschwirren, können Kriminelle eine Vertrautheit vortäuschen, die nur schwer zu entlarven ist. Und das geht sogar in großem Stil, warnen Sicherheitsexperten. Softwaremaschinen filtern die persönlichen Informationen aus dem großen Datenpool und generieren daraus automatisch E-Mails, die so aussehen, als hätte sie ein Bekannter beispielsweise von einem Blogg geschrieben.
Der Fantasie der Online-Kriminellen wird durch die neuen Formen der Web 2.0-Aktivitäten kaum noch Grenzen gesetzt. Dabei werden auch alte Tricks angewandt. So schleusten vor kurzem Internet-Betrüger gefälschte YouTube-Videos in Myspace ein. Diese stammen von einer gefälschten Internetseite. Surfer, die sich die Videos ansehen wollen, laden sich beim Anklicken der Links schädliche Programme auf den Rechner.
Um sich zu schützen, müssten die Internetnutzer künftig noch vorsichtiger sein und im Grunde jeder Mail und jedem Angebot im Web zunächst misstrauen.
Sicherheitsexperten sehen aber noch eine andere Gefahr. Durch die neuen Portale im Internet, auf denen Jugendliche ihre Fotos und Videos präsentieren, haben auch Kinderschänder leichteres Spiel. Sie können sich gezielter als bisher an ihre potenziellen Opfer heranmachen. Eltern müssen sich daher noch mehr als bislang darum kümmern, wo sich ihre Kinder im Netz tummeln. Das neue Misstrauen wird Anhängern der Social-Networks im Web nicht passen. Doch bislang gibt es keine andere Möglichkeit, sich gegen diese Bedrohungen zu wehren. |
|
| Nach oben |
|

|
|
|
|
|
|
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
Powered by phpBB © phpBB Group
|
|
|
|