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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6844
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Verfasst am: 27.Sep 2007 10:10 Titel: Verbraucherschutz Produktpiraterie |
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Wie sich Verbraucher, Hersteller und Händler vor Plagiaten schützen können, darüber informiert ein Branchen übergreifendes Informationsportal im Internet, das von der Internationalen Handelskammer, dem Bundesverband der Deutschen Industrie, dem Markenverband und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag geschaffen und gestern ins Netz gestellt wurde.
Neben allgemeinen Informationen über Produktpiraterie finden Verbraucher dort Ratschläge für den Einkauf. Unternehmen wiederum finden Hinweise zu den rechtlichen und technischen Schutzmöglichkeiten. Angereichert ist das Portal mit Links zu Dokumenten und Publikationen, zu Behörden und Forschungseinrichtungen. In einem zweiten Schritt ist geplant, Verbrauchern die Unterscheidung von Originalprodukten und Fälschungen zu ermöglichen.
Produktpiraterie sei das Verbrechen des 21. Jahrhunderts, sagte der Präsident der Internationalen Handelskammer Deutschland, Manfred Gentz. Es gebe Kontakte zur Organisierten Kriminalität einschließlich Geldwäsche im großen Stil. Er bezeichnete die Auswirkungen als enorm. Sie träfen inzwischen alle Bereiche der Gesellschaft. Zu den Geschädigten zählten auch der Staat und das Sozialwesen, denen Einnahmen verloren gingen, sowie die Forschung.
Verbraucher seien inzwischen für mögliche Gefahren durch gefälschte Produkte sensibilisiert, unterstrich der Präsident des Markenverbandes, Frank-Peter Falke. Nach einer gestern vorgestellten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid sind 67 Prozent der Verbraucher der Ansicht, dass gefälschte Kleidungsstücke sehr gefährlich oder eher gefährlich seien. 51 Prozent fragen bei Käufen nach der Herkunft der Ware. Allerdings müsse das Bewusstsein der Verbraucher noch stärker wachsen, forderte Falke. Denn 38 Prozent der Käufer würden sich trotzdem für das preiswertere Produkt entscheiden, ergab die Umfrage.
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) warnte nicht nur vor nachgemachten Medikamenten. Auch manche gefälschte Kleidung sei bedenklich oder gesundheitsgefährdend, da schädliche Zusatzstoffe Allergien und Ausschlag auslösen könnten. Das Portal solle Aufklärung leisten, betonte die Ministerin.
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