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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6451
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Verfasst am: 13.Apr 2006 7:57 Titel: Weltweit begehrte Studienplätze |
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Das Hamburger International Center for Graduate Studies (ICGS) bildet Juristen für die internationale Karriere fort. Jetzt starten neue LL.M.- und Masterprogramme. Der Andrang auf die wenigen Studienplätze ist groß.
Studierende des ICGS absolvieren ihre Ausbildung in Hamburg und Toronto
Konzernübernahme in Peking, Unternehmensinsolvenz in New York, Kartellverfahren in Moskau: Auch Juristen arbeiten heute in aller Welt. Das International Center for Graduate Studies (ICGS) der Universität Hamburg bereitet auf Jobs mit internationaler Ausrichtung vor.
Voraussetzung ist ein erster Hochschulabschluss, im Falle deutscher Juristen das Erste Staatsexamen, für Bewerber aus anderen Ländern dem Bachelor entsprechender Abschluss.
In diesem Jahr führt das ICGS zwei Studiengänge ein: den "LL.M. European and Transnational Media and Telecommunications Law" und das "Masterprogramm Europäisches Wirtschaftsrecht und Management, Fokus Mittel- und Osteuropa".
LL.M. steht dabei für Magister Legum, einen Studienabschluss, der dem Absolventen vertiefte Kenntnisse in einem Rechtsgebiet bescheinigt.
Erfahrungen im Ausland sind Pflicht
Nach Ansicht vieler Juristen sollte man einen LL.M. im Ausland erwerben, denn in Deutschland mangele es an internationalem Bezug.
Doch Nina Smidt, Leiterin des Programmbereichs und stellvertretende Geschäftsführerin des ICGS, sagt: "Bei uns wird ausschließlich auf Englisch unterrichtet, da sowohl Lehrende als auch Studierende aus der ganzen Welt zu uns kommen."
Um dieser Internationalität auch in der Praxis gerecht zu werden, wird der "LL.M. European and Transnational Media and Telecommunications Law" in Zusammenarbeit mit der Osgoode Hall Law School der York University im kanadischen Toronto angeboten.
Die Teilnehmer studieren zwei Trimester in Hamburg und absolvieren das letzte Studiendrittel in Toronto. Dabei lernen sie das deutsche Rechtssystem ebenso wie das kanadische auch in der Praxis kennen.
Strategie kommt bei Juristen an
Dass diese Strategie bei Juristen ankommt, bestätigt Smidt: "Uns liegen bereits Bewerbungen aus über 20 Ländern vor, darunter Indien, dem Libanon, USA, Chile, Russland, der Türkei und natürlich auch aus Deutschland."
Bedenke man, dass nur 20 bis 30 Studienplätze vergeben werden, "ist das ein sehr guter Start, zumal die Anmeldefrist erst Ende Mai beziehungsweise Juli endet".
Gleiches gilt für das Masterprogramm "Europäisches Wirtschaftsrecht und Management", das sich an Juristen und Wirtschaftswissenschaftler richtet. "Osteuropa ist ein wirtschaftlicher Wachstumsmotor", sagt Smidt.
"Gerade im Zuge der EU-Osterweiterung werden daher Experten immer gefragter, die sich wirtschafts- wie auch rechtswissenschaftlich in beiden Wirtschaftsräumen auskennen."
Wie beim LL.M.-Programm verbringen auch hier die Studierenden eines von drei Trimestern im Ausland - wahlweise an der Staatlichen Universität in St. Petersburg in Russland oder an der ungarischen Andrássy-Universität in Budapest.
Das Spektrum des Studiengangs reicht dabei von Binnenmarktverfassungs- und -verwaltungsrecht über betriebliches Steuermanagement bis hin zu Unternehmensführung. Nach erfolgreicher Beendigung des Programms können Juristen in St. Petersburg zusätzlich noch einen LL.M.-Abschluss draufsatteln.
Zusammenarbeit mit China
Auch mit China arbeitet das ICGS zusammen. So bietet das Zentrum seit dem vergangenen Jahr das LL.M.-Programm "Asian-European Business Transactions" an.
In Kooperation mit der Chinese University of Hong Kong lernen Studierende alle rechtlichen Facetten der deutsch-chinesischen Handelsbeziehungen kennen. Ein Chinesisch-Grundkurs gehört dabei zum Curriculum. Ab 2007 sollen auch hier Studierende ein Trimester in Hongkong verbringen.
Rechtsanwalt Hartmut Scharmer, Geschäftsführer der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer, die das LL.M.-Programm mit initiiert hat, sieht die Kosten von bis zu 10.500 Euro je Programm eher als Anreiz denn als Bewerberschreck: "Teilnehmer, die die Kosten für den Studiengang aufbringen, sind äußerst motiviert und haben ein herausragendes Interesse an dem Thema."
von Torben-Gerd Schultz / Financial Times Deutschland |
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