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Spiritus Rector * Consulter *

Anmeldungsdatum: 12.12.2003 Beiträge: 1126 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 26.Okt 2007 14:03 Titel: Werden Sie doch Samenspender |
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Bis zu achtmal im Monat können Sie als Samenspender kassieren, in der Regel eine Aufwandsentschädigung von rund 50 Euro pro Spende. Der Idealmann: 1,85 m, schlank, blaue oder grüne Augen, hellbraune oder blonde Haare, sportlich, Universitätsstudent. Angaben auf dem Spenderantrag, wie z.B. die 10 Sekunden in denen der Spender 100m laufen kann, oder die Abiturnote "sehr gut", werden nur selten überprüft. Aktuelle Kontakte finden Sie im Internet unter dem Suchwort "Samenspender". Auch können die meisten Frauenärzte Samenbanken empfehlen, bei denen sich Interessierte bewerben können, z.B. das Institut für Reproduktionsmedizin und Cryokonservierung in Hamburg.
Wenn Sie einen IQ von über 80 und einen Universitätsabschluss haben und pleite in New York sind, besuchen Sie The Sperm Bank of New York City. Wenn Sie qualifiziert sind, erhalten Sie 400 - 600 Dollar für acht Besuche. Kontakt: www.sperm1.com oder 212-531 0115. Auch interessiert ist die Londoner Internet-Samenbank "Man not included" (MNI), die vor allem lesbische Frauen per Kurierdienst mit Sperma versorgen will - komplett mit Anleitung zum Selberempfangen, Spritze und Tiefkühlpack mit einigen Millilitern Sperma. Obwohl das "All inclusive"-Heimwerkerpaket rund 2.500 Euro kostet, erhält der Spender nur 56 Euro für den Spritzer. Mini - Filialen in München und Berlin sind geplant.
Nichts hält Sie davon ab, als Samenspender selber Werbung schalten, am besten gleich international. Gut macht sich das folgende Inserat: Echte teutonische Supergene/Eizellen (Sperma) von Fotomodell / Zehnkämpfer / Doktor der Philosophie, blond, blaue Augen, groß, schlank, attraktiv, gesund an kinderloses Ehepaar zu vergeben Kontakt: [E-Mail anzeigen]
Eine derartige Anzeige zieht vor allem in Südamerika und im Großraum Los Angeles oder Miami, wo fast jeder wie ein blonder Europäer oder kalifornischer Surfer aussehen möchte, und sich schämt, wenn die eigenen Kinder ein wenig dunkler ausfallen und so direkt die eigene Indianerherkunft andeuten. Schlimme Sache. Aber es ist tatsächlich so: Je niedriger die eigene Herkunft, desto mehr Wert wird in der Regel auf schöne Kinder, sprich: weiß, blond und blaue Augen, gelegt. Teutonische Gene sind immer gefragt, auch wenn sie in Deutschland einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Aber Deutschland ist nicht die Welt.
Samenspender können mehr als die üblichen Hunderter kassieren, wenn sie ein wenig Marketing-Talent haben. USD 4.000 berechnet ein Amerikaner pro Spende, aber der soll auch ein direkter Nachkomme europäischer Königshäuser, der Trojanischen Könige, vieler Bibel - Persönlichkeiten, sechs dokumentierter katholischer Heiliger, eines Hollywood Tycoon und Wall Street Moguls sein... meint er. So preiswert werden Sie nie wieder Top-Gene angeboten bekommen... _________________ Wenn der Staat pleite macht, geht natürlich
nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger.
(Carl Fürstenberg, dt. Bankier, 1850-1933)
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