Verfasst am: 26.Jan 2006 19:14 Titel: LTd ins Deutsche HRD eintragen, WIE?
Hallo an Alle,
ich habe vor einiger Zeit eine Ltd in England gegründet mit selbständiger Niederlassung in Deutschland. Ich habe die englische " Memorandum and Articles of Association" und habe bei der Gemeinde die Gewerbeanmeldung damit bekommen. Jetzt bekomme ich kein Konto ohne HRB eintragung. Wie macht man das genau und was wird dafür benötigt. Ich habe bereits die Agenturen gefragt, es will mich jedoch niemand helfen, da ich die LTd nicht bei denen gegründet habe.
Ich wäre über eine detaillierte Anweisung und veilleicht übersetzungskopien bzw sonstige Unterlagen sehr dankbar.
email an [E-Mail anzeigen] mit den notwendigen Unterlagen bzw Tipss,
Verfasst am: 26.Jan 2006 19:56 Titel: Re: LTd ins Deutsche HRD eintragen, WIE?
mato aus anderem thread hat folgendes geschrieben::
und ich wurde mir gerne einbisschen geld sparen und soviel wie möglich selbermachen.
Oje, da wird einem ja ganz übel. Wissen Sie was das ist? Das ist VERANTWORTUNGSLOS gegenüber Ihnen selbst und Ihren zukünftigen "Geschäftspartnern". Wie zum Teufel kommen Sie darauf eine Firma zu gründen, ohne nichtmal ein wenig Ahnung zu haben, was Sie da tun, geschweige wie? Möchten Sie finanziellen SUIZID begehen? Was zum Henker treibt Sie? Ernsthaft, was?
Entschuldigen Sie bitte, ich würde meine kritische Meinung zu Ihrem Posting/Vorgehen gerne für mich behalten (, um Flame-THreads vorzubeugen), aber mich interessiert zu sehr die Frage nach dem WARUM? Außerdem vermag Ihnen ein drastisches Posting vll. noch ein Rettungsanker sein (, obwohl Sie wohl gern blind in´s Messer laufen wollen).
Es ist ja nichtmal dramatisch, dass Sie selber keine Ahnung in Sachen "Ltd-Gründung" haben. (Wenn Sie zumindest eine Ahnung von dem haben, mit dem Sie dann wirtschaftlich tätig werden...) Aber dann auch noch so "sparsam" zu sein, partout keinen Fachmann zu bezahlen...*kopfschüttel*
Überdenken Sie die Sache mit Ihrer Limited nochmal (wenn Sie schlau sind). Ansonsten wünsche ich einen guten Flug und denken Sie beim (sicheren) Aufprall an die mahnenden Worte...
Ich bin zwar auch der Meinung, dass man sich bereits im Vorfeld etwas genauer mit der Limited und der Behandlung dieser in Deutschland informieren sollte, aber ich hoffe, dass ich mit meiner Antwort Ihnen damit auch nachträglich behilflich sein kann.
Für den Handelsregistereintrag benötigen Sie Belaubigungen für die Satzung der Limited, Nachweis des Bestehens der Limited (Certificate of Incorporation) und einen Nachweis für die Vertretungsbefugnis (z. B. das Sie Director der Limited sind). Weitere Informationen bzgl. der Beglaubigungen (Apostille) der englischen(!) Dokumente erhalten Sie unter www.fco.gov.uk. (Ich meine die Kosten belaufen sich auf £12 o. £19 pro Dokument.
Desweiteren benötigen Sie beglaubigte Übersetzungen sämtlicher o.g. Unterlagen. Diese werden i. d. R. pro Wort oder Zeile berechnet. Alleine durch den Umfang der Satzung kann hierbei schon einiges zusammen kommen. 1000€ oder mehr können dies schon sein. Hier liegt ein Vorteil bei den "Gründungsagenturen" die diese günstiger anbieten, da bei einem Standardtext einfach nur einige Angaben ausgetauscht werden müssen.
Die Anmeldung selbst erfolgt dann über einen Notar. Kosten für den Notar, Gerichtsgebühren, Veröffentlichung im Bundesanzeiger & Co. belaufen sich bei etwa 300-350€.
Dies ist mein aktueller Kenntnisstand, ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Der Notar, sofern er mit der Eintragung ausländischer Gesellschaften Erfahrung hat, wird aber bzgl. der benötigten Dokumente Ihnen auch weiterhelfen können. Anruf sollte genügen.
Also so eine Antwort habe ich überhaupt nicht erwartet, vor allem nicht in diesem Ton!
Ich erwarte ernsthafte Tipps und Vorgehensweisen und keinen BULLSHIT.
Werter mato,
ich danke Ihnen. Zeigen Sie mir doch wie sinnlos es ist auf derartige Postings näher einzugehen. Ich gelobe Besserung und werde es ganz sicher nicht mehr tun (keine Ironie!) u. entschuldige mich bei Ihnen für die z.T. recht drastische Formulierung...
Zur Erklärung sollte ich wohl (nochmal) sagen, daß nach meinem Verständnis zur Selbstständigkeit eben auch gehört, daß man in der Lage ist die Schritte, zu denen man sich entscheidet, im Vorfeld mit der nötigen VORsicht verantwortungsvoll zu planen bzw. andere fachlich qualifiziertere mit diesen Planungen zu beauftragen.
Im übrigen gehören IMHO zu solchen Banalitäten nicht nur die Frage nach der Eintragung einer Firma in´s Handelsregister, sondern auch Buchführungspflichten, Steuerpflichten, weitere juristisch aus der Firma erwachsende Pflichten o. auch die simple Frage der Unternehmensführung. Für die meisten Menschen sind diese Folgen bei einer Firmengründung trivial. Diese spalten sich sodann in diejenigen, die lieber machen lassen (u. dafür ordentlich bezahlen) und diejenigen, die sich zumindest ein "Grundwissen" selber aneignen...
Andere hingegen scheinen zu meinen, daß mit einem simplen Mausklick auf "Gründen Sie jetzt in 24 Stunden" und einer Überweisung der ganze Käs gegessen wäre. Später merken Sie wohl erst, daß Sie da auch noch das ein oder andere zusätzlich zu erfüllen haben.
Dann wundern diese sich, daß Ihnen KEINER bei den Agenturen helfen will, weil Sie den Cent 10x umdrehen, bevor Sie sich von qualifizierteren Menschen helfen lassen, die für das erworbene Wissen auch noch frecherweise Geld zum Leben verlangen. Mein Fehler ist, daß ich mich dann frag: "Hallo? Merken diese Leute eigentlich, was Sie da veranstalten?". Ich kann das nunmal leider nicht nachvollziehen, tut mir leid, geht einfach nicht in meinen "dummen Schädel", denn:
Finanziellen Selbstmord kann man begehen, muss man aber nicht!!!
Aber gut, Sie haben (zumindest) Ihre eigene Philosophie...
Ich hätte diese Meinung für mich behalten sollen, denn Ihre Reaktion war zu erwarten (BULLSHIT etc.). Insofern war es wohl ein wenig vermessen von mir, zu erwarten, daß Sie vll in sich gehen, um Ihre eigene Einstellung in der Sachen Firmengründung mal kurz zu überprüfen. (Bzw. solch dummen Menschen wie mir mal erklären, was Sie zu dieser Vorgehensweise verleitet...)
In diesem Sinne freue ich mich jedenfalls schon sehr auf Ihre unterhaltsamen Fragen im Forum nach dem Motto "Ich habe mir gestern mal die Mandeln entfernt, um das Arzthonorar zu sparen. Nun habe ich die Naht nicht optimal hingekriegt. Ich erwarte Ihre kostenlosen Ratschläge um alles wieder ordentlich vernäht zu kriegen."
Sicher ein etwas überspitzter Vergleich. Doch trifft er halt doch irgendwo den Kern. (Bestenfalls bleibt nur eine unschöne Narben, im schlimmeren Fall verblutet man halt. Und dies kann man für beide Fragestellungen gleichermaßen anwenden.)
In diesem (Ihrem) Sinne, vermeiden Sie unnötigen Blutverlust!
Ansonsten richtet´s halt der Markt (da bin ich mir sicher...)
Beste Grüße u. regen Sie sich nicht weiter über den Blödsinn auf, den dumme Menschen mit komischen Vorstellungen über einen ordentlichen Firmengründung haben
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