Verfasst am: 4.März 2003 17:34 Titel: UK - Limited Company als Deutsche GmbH
Hallo, wer kann mir Auskunft über Ltd. Gründung in England geben?
Wer hat das schon gemacht? Gibt es seriöse Vermittler (was ist mit Finanz Direkt 24 - seriös?)? Wäre für jede Antwort dankbar. Stehe vor einer Firmenübernahme und möchte aber keine Rechtsnachfolge eingehen.
Danke im Voraus.
Miguel
Tja, tut mir Leid, ich möchte keine Partei ergreifen. Es sind ja einige auf dem Forum, die sich gerade mit dieser Materie befassen.
Ich rate dir aber von Billiggründern die Finger zu lassen, wenn du nicht selbst etwas davon verstehst, was nicht der Fall sein dürfte.
Wenn du dir nicht sicher bist, ob der ausgewählte Firmengründer auch der richtige ist, dann bestehe auf einen Seriositätsnachweis. Das hat mit einer Bonitätsauskunft (Credo) wenig gemein, denn auch 'gute' Anlagebetrüger und Schurken haben eine gute Bonität.
Schau auch mal hier nach, unter Berater (ist mir fast schon peinlich):
zunächst kommte es darauf an, wofür du die Ltd. genau verwenden möchtest. Einen Bäcker oder Metzger ist die Ltd. nur bedingt hilfreich. Du solltest bei der Wahl des Gründers vorsichtig sein. Billiggründer gründen zwar, wie der Name schon sagt - billig -, aber da ist auf der falschen Seite gespart, da diese meist mit Gründungsdirektoren arbeiten, die nach der Gründung wieder zurücktreten. Das ist wirtschaftliches Selbstmord und kann schnell strafrechtlich relevant werden.
Bei der Ltd. ist das wichtigste, dass sie handels- und steuerrechtlich wasserdicht ist und alle Tatsächlichkeitsmerkmale erfüllt.
- tatsächlicher Treuhänder
- tatsächliches Dominizil
- Bankkonto
- eigener Telefonanschluß
- Eintragung in des Telefonbuch (seit 01.01.03) usw.
Des weiteren ist es mit der Gründung nicht getan. Sehr wichtig ist ein guter Steuerberater, der regelmäßig die Steuererklärungen für einen macht in UK macht. Hinzu kommt, das man beim entwerfen des Briefpapiers einige Punkte beachten sollte und in der Vertragsgestaltung.
Wenn Du Lust hast gehe mal auf unsere Homepage (www.malcolam.com), wir haben mit unseren Partner bisher mehr als 200 Firmengründungen durchgeführt, und bisher ist wirklich noch niemand damit baden gegangen. Toi,Toi!
Wie genau die Angelegenheit individuell ausgestattet werden sollte, könnte man in einem persönlichen Gespräch erörtern.
Verfasst am: 5.März 2003 17:26 Titel: UK-Ltd. Gründung
Vielen Dank für die schnellen Antworten. Wenn diese Möglichkeit mit so vielen "Eventualitäten" verbunden sind werde ich mich wohl doch besser noch einmal mit dem Firmenverkäufer in Verbindung setzen und dann doch nur einen Erwerb des Namens und nicht der Firma überlegen.
Verfasst am: 7.März 2003 1:02 Titel: Es geht auch günstiger ...
Hi,
um es vorwegzunehmen: Ich will hier keinesfalls über Preise herumstänkern oder einen Wettbewerb um das günstigste Angebot starten; aber an die 2.600 Euro allein für die Gründung, die die Damen und Herren von Malcolam verlangen, und dies ohne dedizierte Zusatzleistungen, finde ich doch recht "gediegen". Ich habe im letzten Jahr mehrere Ltd.-Gründungen arrangiert, die bei vergleichbarer Leistung nicht einmal halb so teuer waren ...
Verfasst am: 7.März 2003 8:16 Titel: Sehe ich anders
Nichts für Ungut und ich sehe Ihren Beitrag nicht als 'Stänkerrei an, aber das ist ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Sie können Mercedes fahren – oder einen flotten 12 Jahre alten Fiesta – beides sind Autos, beide haben vier Räder und beide laufen, nur, wie lange?
Wen Sie einen RA suchen, dann können Sie zum ‚Wald und Wiesen’ Advokaten gehen – oder zur Kanzlei des Herrn Bossi. Mit welchen werden Sie ‚auf hoher See’ (vor Gericht) wahrscheinlich (Zufallstreffer zählen nicht...) mehr erreichen können?
Ltd’s, dass ist nicht ganz meine Welt, aber mit amerikanischen Firmen kenne ich mich etwas aus. Nehmen wir GMP. Hätten wir gründen können für 99,00 USA. Hat gekostet 18.000,00 USD (keine AG!). Warum haben wir das wohl gemacht? Um absolut sicher zu gehen, dass diese Offshore Unternehmung auch Angriffen von außen standhält. Und wenn Sie das mit Ami Rechtsanwälten besprechen, da kostet das Stündchen schon einmal 500,00 USD... Dagegen sind die 2.600,00 USD schon eher als ‚harmlos’ und (für mich persönlich) durchaus normal zu bezeichnen...
dann sehen Sie eine Möglichkeit, eine Ltd auch für 20,00 GBP zu gründen. Aber was ist, wenn’s drauf ankommt? Haben Sie sodann auch an alles gedacht? Ist Ihr Geschäftsführer ein Geschäftsführer, der auch noch bei 500 anderen Firmen den Vorsitz hat? Schon verloren... Umkehr der Beweispflicht.
Profis kennen diese Lücken und klären diesbezüglich auf. Für Wissen (und Wissen ist Macht) müssen Sie halt bezahlen.
So eine Offshore Unternehmung dient doch meistens als Fundament meiner zukünftigen, geschäftlichen Aktivität. Ich würde daran nicht sparen. Ich würde das Fundament meiner Unternehmung auf solide Verträge bauen – damit das Haus stehen bleibt, wenn der Wind des deutschen Fiskus eines Tages über diesem ‚hinwegfegen’ sollte. Ansonsten könnte es sodann sein,, dass Sie vor einem ‚Trümmerhaufen’ Ihres Geschäftslebens stehen, weil an der falschen Stelle gespart wurde...
Eines noch und nur am Rande: Mir ist die Unternehmung Malcolam nicht weiter bekannt, habe weder gutes noch schlechtes darüber gehört. Das allerdings, was hier geschrieben wurde, dass hat (meine subjektive Meinung!) ‚Hand und Fuß’ – und nur das wäre mir persönlich wichtig!
es steht jedem zu seine Meinung zu äußern, aber offensichtlich wurde hier nicht richtig nachgelesen. Das wir nicht zu den günstigsten Anbietern gehören ist uns klar, und wer gerne alleine in England "herumdoktern" will, der soll dies ruhig tun.
Unsere Leistung hört allerdings nicht mit der Gründung auf, den wie ja bekannt ist, beginnt die Arbeit erst mit der Gründung. Auch sind wir nicht alleine im Feld der Firmengründungen tätig, sondern verbinden diese meist in Begleitung einer Insolvenzberatung, Kapitalisierung von Unternehmen, Betriebsnachfolgeregelungen etc. Zudem gründen wir eine Ltd. immer mit einer Stammeinlage von mind. 400 Pfund.
Unsere Mitarbeiter in London und in Deutschland sind keine "gestrandeten Existenzen", sondern allesamt vom Fach und können auf Jahre von Erfahrungen zurückblicken. Und diese Gebühren sind einmalig, weitere Kosten für unsere Tätig fallen nicht mehr an.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass wer sich uns nicht leisten kann oder will, es lassen soll. Diese Arroganz gönnen wir uns.
Verfasst am: 7.März 2003 8:51 Titel: Habe da noch etwas gefunden
Wenn jemand sich informieren möchte, wer denn nun der geeignete Berater für die individuelle (oder von der Stange) Firmengründung ist, für den haben wir hier noch ein paar Links. Achten Sie auf die GM&P Serisositätsprüfung!
Suchen Sie sich einen aus. Sie meinen: Problematisch? Woher sollen Sie wissenwer seriös arbeitet? Eben. Achten Sie auf die GM&P Seriositätsauskunft - ansonsten könnte Ihre Firmengründung zum 'Vabance Spiel' werden...
Zitat von Malcolam: "Abschließend bleibt festzuhalten, dass wer sich uns nicht leisten kann oder will, es lassen soll. Diese Arroganz gönnen wir uns".
Sicher wird Malcolam seine Arbeit professionell durchführen, natürlich soll und muß das seinen Preis haben. Und selbstverständlich ist mir bewußt, daß Auslandsgründungen hinsichtlich einer rechtssicheren Konstruktion besondere Vorkehrungen verlangen. Nur: Die Argumentation klingt arg nach "Gut kann nur sein, was soundsoviel kostet", wodurch im Umkehrschluß der Eindruck entsteht, daß günstigere Anbieter pauschal Gegenteiliges leisten, ob dies nun impliziert war oder nicht. Am Preis allein kann man aber die Qualität einer Leistung selten fixieren, das lehrt schon die allgemeine Lebenserfahrung. Sicher: Im Firmengründungsmarkt tummeln sich viele fachlich "dünnbrettrige" Anbieter. Wieso aber die pauschale Abbügelung günstigerer Anbieter, deren Leistungen man nicht kennt? Das ist unschön und nicht zuletzt auch kommunikationspolitisch ungeschickt. Wer gute Leistungen erbringt, soll dafür auch eine entsprechende Honorierung verlangen. Ein gesundes Selbstbewußtsein ist kaufmännisch völlig in Ordnung. Arroganz aber war schon immer ein schlechter Ratgeber, der leicht den - sicher ungewollten - Eindruck von Ignoranz hervorruft. Mit etwas mehr kommunikativem Feingefühl vermeidet man dies ...
....jetzt seit mal etwas toleranter!
Natürlich haben wir unseren Preis und keiner behauptet, dass die Gründung einer Ltd. teuer sein muss, aber wer keinerlei Ahnung davon hat, sollte besser auf einen Gründer zurückreifen, der das Ganze ordentlich macht und das kostet eben.
Das mit der Arroganz kann man auslegen wie man will, jedoch so wie hier dargestellt ist es nicht gemeint, also kriegt euch wieder ein und kehrt vor eurer eigenen Tür. Service kostet eben Geld, und pasta!
Ob wir uns nun "outen" oder nicht ist uns völlig egal, die Qualität unserer Arbeit spricht für uns, ebenso die Umsätze. Umsonst werden wir nicht gerade von der TÜV-Akademie zertifiziert.
Dennoch allen einen schönen und erfolgreichen Tag.
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