Verfasst am: 27.Mai 2004 14:05 Titel: musste vielleicht auch mal gesagt werden
Auch auf die Gefahr hin, das ich wegen fortgesetzter Unanständigkeit vom Forum ausgeschlossen werde, erlaube ich mir doch noch einige Anmerkungen.
@ ffbkdavid (Verfasst am: So Mai 23)
Zitat:
"..... auch vernünftige Partner an die Seite holt, in Form von Steurberatern, RAs usw ....."
das ist genau DIE aussage, die erfolg bringt!
Ihre Aussage ist eine Binse und bringt allein sicher noch keinen Erfolg. Leider lassen Sie an dieser Stelle (mal wieder ) die eigentliche Antwort offen. Bitte verstehen Sie meine letzte Bemerkung nicht falsch! Ich erwarte keineswegs komplette Antworten zum Nulltarif in diesem Forum. Es ist mir durchaus klar, dass einige Teilnehmer dieses Medium als Akquisewerkzeug benutzen, was m.E. nach auch vollkommen in Ordnung ist!
Die entscheidende Antwort bzw. Frage ist doch: WIE finde ich einen vernünftigen Partner? Die Auswahl zwischen "Billig"- und "Teuer"-Gründeren und „ebensolchen Beratern“ ist doch recht üppig. Was mich zu dem Begriff "Beurteilungswissen" bringt. Nämlich jenes Maß an Wissen, dass mich in die Lage versetzt, beurteilen zu können, ob dieser oder jener Partner für mich ein Vernünftiger ist. Ein Wissen, dass nebenbei bemerkt in allen Lebensbereichen von Vorteil ist. Wie wählt man den richtigen Automechaniker, den richtigen Arzt aus? Ein Thema, zu dem ich ebenfalls gerne von Anderen dazulernen würde. Gibt es dazu eventuell auch ein Forum?
Wenn man dann unter Zuhilfenahme des ausgewählten Partners immer noch SELBST weiter- und mitdenkt, fragt und Antworten des einmal für „gut“ befundenen Partners kritisch vergleicht mit Meinungen Dritter, stehen m.E. nach die Chancen für einen Erfolg wirklich gut.
Ein Forum wie dieses ist zum Erwerb eines solchen Beurteilungswissens UND der weiteren aufmerksamen Auseinandersetzung mit den Vorschlägen des Partners für mich ein wichtiges Medium. Daher mein Dank an den "Veranstalter" und diejenigen, die zum Inhalt beitragen - sprich Fragen-Beantworter UND Fragen-Steller (ohne die sich Erstere sicher auch ein wenig schwer tun würden )
Die Gefahr auf dem Wege zu einem brauchbaren Maß an Beurteilungswissen durch weitere Fragen in die unanständige Ecke „gestellt“ zu werden, ist für mich eher „Berufsrisiko“, kein wirkliches Thema. Will sagen, dass ich mit Ihrer unangebrachten Äußerung wahrscheinlich besser weiterleben kann, als Sie lieber ffbkdavid. All Ihre Professionalität im Handling dieses Forums und auch der anschließenden Akquise-Telefonate machen Sie (und auch Andere) durch solche Bemerkungen zunichte.
Und wenn ich schon dabei bin - mein Ruf ist ja ehe schon ruiniert : als Verkäufer empfinde ich es recht unerträglich, wie hier vermeintliche Mitbewerber verunglimpft werden. Manch „teurer“ Profigründer bezichtigt hier im Forum so manchen „Billiggründer“ kurzerhand der Stümperei. Muss das sein? Schreit Käfers Feinkost etwa heraus, dass Käufer von günstigen Aldi-Würstchen nach dem Verzehr u.U. tot umfallen? Nein! Käfer weißt auf seine Vorzüge hin, liefert Argumente für seine Waren und überlässt die Entscheidung dem Kunden.
Aus meiner Sicht (bin selbst dabei eine eigene LTD zu gründen, wie man aus meinen Fragen ja auch unschwer erkennen kann ) ist es doch so: auf der einen Seite sind die „einfachen“ Gründerfirmen für die einfachen Fälle für vergleichsweise kleines Geld. Auf der anderen Seite sind die "professionellen" Gründerfirmen, die mit entsprechend teurem Aufwand Menschen die dieses tun müssen oder wollen potemkinsche Dörfer im Ausland errichten, um Vorteile im Inland zu erhalten. Keiner sollte dem Anderen etwas vorwerfen. Es sind halt zwei Paar Stiefel. Wer mit einem „Einfachgründer“ ein potemkinsches Dorf zum Schnäppchenpreis erheischen möchte, riskiert sicher viel mehr, als wenn er zum entsprechend kostspieligen Fachmann für solche Spezialfälle geht. Letztere sollten jedoch m. E. nach auch nicht so tun, als wenn ihre Lösungen den Mandanten von allen Problemen befreien. Diese Profis, minimieren (je nach Können) nach meinem derzeitigen Kenntnisstand lediglich die Wahrscheinlichkeit, dass der Mandant in Schwierigkeiten mit inländischen Institutionen gerät. Denn ungesetzlich bleibt das Tun des Gründers immer. Eine Absolution kann keine Gründungsfirma erteilen (das kann nur Vater Staat - Stichwort Amnestie ) Dies sollte jedem Gründer in dem derzeitigen LTD-Hype klar sein.
Zur Sicherheit nochmals, damit ich hier nicht falsch verstanden werde: ich halte dieses Forum für wichtig und auch alle, die daran beteiligt sind. Ich kann mir durchaus vorstellen, das es Fälle gibt (siehe JensME), in denen ein potemkinsches Dorf legitim ist. Aber halt nur das – nicht legal
Mit freundlichen Grüßen,
Dank an diejenigen, von denen ich hier etwas lernen durfte
und der Hoffnung, dass ich noch dabeibleiben darf
Erwin
Der, wenn gar nichts mehr wuppt, mit seiner Tochter zum Papst geht und diesen um ein Darlehen über 500 000 bittet für die Eröffnung einer Herrenboutique auf Island.
Die Frage nach dem "richtigen" Berater ist stets schwierig zu beantworten. Bei Fahrzeugen mag es noch simpel sein weil ich das Resultat an Ort und Stelle optisch prüfen kann. Anders verhält es sich mit Dienstleistungen wie im vorliegenden Fall bei denen man keine oder nur wenig eigene Erfahrung hat.
Als ehemaliger Berater im Bereich Off/Onshore versuch ich es mal so:
Wenn Sie sich über alle Folgen absolut im klaren sind und alle anfallenden administrativen Arbeiten (tax return etc.) selbst erledigen können genügt der "Billig"-Anbieter vollauf (darauf achten dass Sie Englisch gut beherrschen).
Sollten Sie mehr Beratung benötigen ist es von Vorteil einen etwas besseren und meist auch teureren Anbieter zu wählen. Er ist in der Lage Sie umfassend zu beraten und verfügt meist auch über erfahrene Steuerberater und Juristen im eigenen Büro und auch vor Ort um alle Fragen umfassend und korrekt beantworten zu können. Der Berater selbst, häufig Generalisten die ihr Handwerk über Jahre gelernt haben, sollte in der Lage sein einen Grossteil der anfallenden Fragen zu beantworten. Für spezielle Fälle kann er dann immer noch auf den Spezialisten zurückgreifen. Auch sollte er überdurchschnittliche Englischkenntnisse haben.
Viele Anbieter bieten Ihnen heute einen bestimmten Grundservice zu Fixpreisen an. Weitere Dienstleistungen wie tax returns, Kontoeröffnungen und auch Verwaltung sollte er mit anbieten können wenn Sie als Kunde dies wünschen; dafür bezahlen Sie dann natürlich extra, aber nur wenn Sie es brauchen.
Am Ende des Tages aber ist es immer eine Frage des Vertrauens. Vertrauen Sie der Firma/dem Berater? Ja oder Nein? Wenn Ja erübrigt sich die leidige Billig-Teuer Frage von selbst.
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