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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1036
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Verfasst am: 12.Sep 2005 8:54 Titel: Alles immer schlimmer? Vorsicht vor Katastrophisten |
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Von Michael Miersch
(aus Deutschlandradio Kultur, Sendung vom 9.9.2005)
Die schrecklichen Folgen des Hurrikans "Katrina" haben der These von der stetigen Zunahme der Katastrophen Auftrieb gegeben. Immer mehr Menschen haben das Gefühl, das Wetter spiele verrückt. Früher sei alles besser gewesen: Nur selten Unwetter, wohl geordnete Temperaturen gemäß den Jahreszeiten und natürlich weiße Weihnachten. Die gute alte Zeit ist jedoch ein Resultat unseres schlechten Gedächtnisses.
Wussten Sie, dass im Februar 1953 bei der schlimmsten Sturmflut seit 5oo Jahren zwanzig Prozent der Niederlande überflutet wurden und Tausende von Menschen ertranken? Dass zwischen 1930 und 1960 im jährlichen Durchschnitt neun schwere Hurrikans durch die USA tobten? Oder gehen wir noch weiter zurück in die auto- und industrielose Vergangenheit. Im 14. und im 17. Jahrhundert gaben zwei große Sturmfluten der Nordseeküste ihre heutige Form. Zuvor gehörten Teile der Nordfriesischen Inseln zum Festland. Allein bei der so genannten zweiten "Großen Manntränke" starben zirka 9000 Menschen. Im Jahr 1342 führte - wie vor knapp drei Wochen - ein Genua-Tief zur schlimmsten Flutkatastrophe des Alpenraumes, die als "Magdalenen-Hochwasser" in die Geschichte einging. Allein in der Donauregion starben damals mehr als 6000 Menschen. Schwere Elbehochwasser wie im Jahr 2002 gab es auch 1927 und in allen Jahrhunderten zuvor, was sich anhand von Chroniken bis 1336 zurückverfolgen lässt.
Sie sind überrascht? Kein Wunder: Klimahistoriker dringen nicht in die deutschen Massenmedien vor. Ihr Wissen gilt als volkspädagogisch unerwünscht. Über ihre Erkenntnisse kann man höchstens mal auf den hinteren Seiten der Zeitungen, im Wissenschaftsteil lesen. Dass zum Beispiel Chris Landsea, einer der weltweit führenden Hurrikan-Forscher, feststellte: über die letzten 60 Jahre gibt es keinen eindeutigen Trend in Richtung häufigerer oder intensiverer Hurrikans, war in Amerika ein großes Thema - hierzulande nicht. Auf den Titelseiten, in den Fernsehnachrichten und in den Talkshows herrscht ignorante Einigkeit: Alles wird immer schlimmer.
Ende der neunziger Jahre wollten es die österreichischen Ökonomen Josef Nussbaumer und Helmut Winkler einmal genauer wissen, und trugen alle Informationen über Katastrophen des 20. Jahrhunderts zusammen. Insgesamt kamen sie auf 1422 Desaster, die über hundert Menschenleben gekostet hatten. Was sie dabei herausfanden ist überraschend und ergibt ein wesentlich differenzierteres Bild.
Die Anzahl der kleineren Katastrophen stieg tatsächlich an. Doch die ganz großen mit über 10.000 Toten nahmen ab. Am Ende des Jahrhunderts verloren dadurch weniger Menschen durch Katastrophen ihr Leben als am Anfang. In den reichen Ländern sanken die Opferzahlen drastisch. Doch selbst in den Entwicklungsländern nahm die Zahl leicht ab - trotz heftig ansteigender Bevölkerungsdichte.
Das wirft natürlich Fragen aus: Zeigt der Rückgang der Opferzahlen, dass die Natur milder wird, oder schützen sich die Menschen nur besser? Zumindest ein Schluss scheint plausibel: Arme trifft es härter als Reiche. Wirbelstürme töten in Mittelamerika viel mehr Menschen als in Florida. Sicher ist, dass die Versicherungsschäden kräftig ansteigen. Doch dies kann viele Gründe haben. Weltweit nimmt der Wohlstand zu. Immer mehr Bürger versichern ihr Hab und Gut. Auch siedeln mehr Menschen in gefährdeten Gebieten. Die Bevölkerungsdichte an den Küsten der Vereinigten Staaten verdoppelte sich in nur zwanzig Jahren.
International wird die Kontroverse um die Theorie von der menschengemachten Klimaerwärmung heftig und auf hohem Niveau geführt. In Deutschland fragen drei Viertel der Journalisten immer nur das gleiche halbe Dutzend Klimaforscher, die die gewünschten Alarmszenarien auftischen. Wie beim Waldsterben dringt die wissenschaftliche Debatte nicht in die Öffentlichkeit. Doch anders als uns die Katastrophisten weismachen wollen, sind fast alle Fragen des Klimawandels wissenschaftlich umstritten. Einigkeit herrscht lediglich darüber, dass die globale Durchschnittstemperatur in den vergangenen 100 Jahren um etwa 0,6 Grad gestiegen ist. Konsens ist auch, dass die Menschen mit ihren Nutztieren, Feuerstellen, Autos und Fabriken einen Klimafaktor darstellen.
Nach wie ist jedoch sehr ungewiss, wie relevant der Einfluss des Menschen ist, verglichen mit der Sonne und anderen natürlichen Faktoren. Ob man die weitere Entwicklung vorhersagen kann, ist ebenfalls unklar. Und schließlich: Muss eine Erwärmung unweigerlich katastrophal sein? Erdgeschichtlich waren Warmphasen stets gut für Mensch und Natur - die Eiszeiten waren schrecklich.
Bevor über Klimapolitik sachlich gestritten werden kann, sollte erst einmal das stickige Klima in der Berichterstattung durchgelüftet werden. Weg von ideologischen Gewissheiten, hin zur offenen Diskussion. Den ignoranten Besserwissern, die Schadenfreude empfinden, wenn in Amerika Großstädte unter Wasser stehen, geht es nicht um Klimaschutz. |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 12.Sep 2005 19:09 Titel: |
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von Ulli Kulke
Ein Glück, daß der Mensch vor ein paar tausend Jahren noch keine Ahnung hatte von Treibhausgasen, daß ihn keine Skrupel plagten wegen Klimaeffekt oder Erderwärmung. Andernfalls, so lassen jüngste Forschungen vermuten, wären einige Erfindungen auf dem Scheiterhaufen der Geschichte gelandet. Zuallererst mal das Feuer selbst, der bewässerte Feldbau gleich hinterher sowie die Urwaldrodung zur Gewinnung von Ackerland. Als berufliche Optionen stünden uns heute zur Verfügung: Jäger oder Sammler.
Neue Methoden in der Untersuchung von Eisbohrkernen geben detaillierte Auskunft über das Aufkommen und vor allem die Herkunft von Treibhausgasen in früheren Jahrtausenden. Der Neuseeländer Dominic Ferretti hat jetzt bis zu 2000 Jahre alte antarktische Eisbohrkerne und das darin enthaltene Methan unter die Lupe genommen. Eine Isotopenanalyse sagte dem Forscher des "National Institute of Water and Athmospheric Research", daß das Treibhausgas, dessen Aufkommen besonders im ersten Jahrtausend n. Chr. rasant anstieg, vor allem von der Verbrennung von Holz und Gras herrühre. Bisher meinte man, die Emissionen stammten aus Feuchtgebieten, die in einer damaligen Warmphase besonders viel Methan ausstießen. Doch es war der anthropogene Ausstoß der Gase, sagt Ferretti, der damals ein Rekordniveau erreicht habe, das erst im späten 20. Jahrhundert wieder erreicht wurde. Ausgelöst von umfangreichen Waldrodungen für den Ackerbau und anhaltend bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts - also über die "kleine Eiszeit" hinaus, die um 1550 begann. Wäre sie sonst noch eisiger ausgefallen?
Das jedenfalls vermutet schon länger Bill Ruddiman, renommierter Emeritus der Geowissenschaften aus Virginia. Er fügt seit Jahren die Spuren historischer Treibhausgase im Eis der Antarktis mit menschlichen Aktivitäten zusammen. Einen extremen Anstieg beim Methan vor 5000 Jahren zum Beispiel führt er auf den Beginn der bewässerten Reiskulturen in Südostasien zurück. Nach seinen Berechnungen hoben vorindustrielle Landwirtschaft und Entwaldung die Temperatur auf der Erde etwa zweimal so stark an wie alle menschlichen Aktivitäten seit 1850. Nur so habe sich die Region um New York über die Jahrhunderte eines gemäßigten Klimas erfreuen können. Und Kanada, so meint Ruddiman, wäre sonst unbewohnbar geworden.
Artikel erschienen am Sa, 10. September 2005 Welt.de |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1036
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Verfasst am: 13.Sep 2005 17:47 Titel: |
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Wussten Sie, dass im Dezember 1952 bei einem 14 Tage dauernden Smog in London 4.ooo Menschen starben? Dass im Februar 1953 bei der schlimmsten Sturmflut seit 5oo Jahren 2o% der Niederlande ueberflutet wurden und Tausende von Menschen ertranken? Dass im Februar 1954 Schnee in Algerien fiel und 3oo Menschen erfroren? Dass im Jahre 1954 ernsthaft darueber diskutiert wurde, ob Atomversuche fuer die Wetterkatastrophen verantwortlich sind? Dass Anfang 1962 es zu einer seltsamen Haeufung von Wetterkatastrophen in aller Welt kam?
Dass man sich vor dreißig Jahren Sorgen um eine Erniedrigung der globalen Durchschnittstemperaturen machte? Wussten Sie nicht? Dann schauen sie mal hier nach. Das Wetter war schon immer Sch...e. Auch als Trittin noch in die Windeln statt in Umweltschutz machte.
http://toonorama.com/encyclopedia/L/Liste_von_Wetterereignissen_im_20._Jahrhundert/
Danke an Henryk M. Broder |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1036
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Verfasst am: 11.Okt 2005 14:49 Titel: Mojib auf Stand-by |
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Das schlimme Erdbeben in Pakistan ist der Bildzeitung nicht genug. Deshalb enthält sie heute die volle Katastrophen-Dröhnung:
„Erdbeben in Pakistan! Sintflut in Gatemala! Hurrikan in New Orleans! Tsunami in Südostasien! ...und jetzt auch noch Millionen Tote durch die Vogelgrippe? Wird die Erde unbewohnbar?“
Die Antwort liefert der unvermeidliche Erdbeben-, Vogelgrippe-, Tsunami- und Klimaexperte Mojib Latif vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel: Es werden noch größere Katastrophen kommen! Und warum ist auch klar: „Die Erderwärmung steigt weiter!“ Und wie können wir uns retten? „Wenn wir die Treibhausgase um 80 Prozent reduzieren können wir das Schlimmste noch verhindern!“
Dabei könne beispielsweise der Verzicht auf die Stand-by Schaltung am Fernseher helfen. Und aus ist mit Erdbeben, Hochwasser, Tsunamis und Vogelgrippe....
Dirk Maxeiner 10.10.2005 09:49 |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 15.Dez 2005 11:14 Titel: Thadeusz vom 14.12.2005 |
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Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber ist einer der international führenden Umweltwissenschaftler. Der Direktor des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) untersucht nicht nur Erscheinungen wie den Treibhauseffekt, sondern kann klimatische Veränderungen und deren Ursachen auch noch äußerst anschaulich und allgemeinverständlich erklären. Jörg Thadeusz will wissen, wie es um den Planeten Erde steht und warum Schellnhubers Warnungen oft zwar wahr-, aber selten ernst genommen werden.
Versinken die Nordsee-Inseln bald im Meer? Müssen wir in Europa demnächst auch mit Hurrikans rechnen? Kommt die nächste Eiszeit oder haben wir in Deutschland bald tropisch-heiße Sommer? Und wo sind zukünftig die besten Weinanbaugebiete?
Seit über zehn Jahren gibt Prof. Hans Joachim Schellnhuber sein Wissen auch an Politiker weiter, zum Beispiel auf internationalen Klimakonferenzen und als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung.
http://www.rbb-online.de/_/thadeusz/index_jsp/activeid=1525.html
zum Nachhören: 30 Min
http://download.rbb-online.de/thadeusz/thadeusz20051205.mp3 |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1036
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Verfasst am: 15.Dez 2005 17:30 Titel: |
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Nee - geht auch nicht (ist wieder die falsche Dame)
Macht nix - ich kann mir denken, was er auf die Fragen geantwortet hat (ist ja nicht das erste Mal):
Die Nordseeinseln können im Meer versinken (die Halligen sind nicht zu halten!)
Wir müssen nicht mit Hurrikans rechnen, aber mit anderen bedrohlichen Wetterextremen.
Wir bekommen zwar irgendwann in fernerer Zukunft wieder eine Eiszeit aber vorher in Deutschland wohl kein tropisches, aber immerhin fast Mittelmeerklima und die besten Weinbaugebiete verlagern sich nördlich.
Sicher hat er auch noch gesagt, daß der menschengemachte Anteil an der Globalerwärmung zwar nicht genau beziffert werden kann, aber doch im Grunde unbestitten ist.
Wahrscheinlich hat er auch noch betont, daß dringend noch weitere Forschung notwendig ist (sein Institut möchte ja schließlich bei der Verteilung von Forschungsmitteln berücksichtigt werden)
So weit so gut und unstreitig.
Falls er auf die Bedeutung des Kyoto-Protokolls angesprochen wurde, wird es sich eher um eine genaue Antwort gedrückt haben, er weiß natürlich, daß das Bundesministerium für Bildung und Forschung dessen Auswirkungen für praktisch wirkungslos hält (weniger als ein Zehntel Grad Temperaturerniedrigung bis 2050)
Besonders interessant ist aber, was er wahrscheinlich überhaupt nicht erwähnt hat, daß nämlich unter anderen sein Institut eine Hypothese aufgestellt hat, die nahelegt, daß schwankende Sonnenaktivitäten für Klimawechsel in der Vergangenheit ursächlich waren:
http://www.pik-potsdam.de/press/pressrelease/pm_so_eis_klimakapriolen_d.htm
- eine Hypothese, die sich möglicherweise auch auf den momentanen Klimawandel anwenden läßt:
http://www.klimanotizen.de/html/sonne.html
Wenn die Existenz dieser Hypothese eins beweist, dann ist es die Unsicherheit, mit der alle Klimamodelle behaftet sind, die momentan so in Mode sind.
Die können nämlich morgen wieder total über den Haufen geworfen werden. Und wer heute behauptet, er weiß, wie und warum das Klima sich langfristig verändert, ist entweder ein Angeber oder ein Scharlatan. |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 15.Dez 2005 18:46 Titel: |
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| Ja, so in etwa hat er gesprochen, wobei er mir durchaus sympathisch war. |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1036
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Verfasst am: 15.Dez 2005 18:54 Titel: |
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| Ronald hat folgendes geschrieben:: |
| Ja, so in etwa hat er gesprochen, wobei er mir durchaus sympathisch war. |
Ehrlich, ich find' ihn auch nicht unsympathisch  |
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