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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5913
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Verfasst am: 14.Feb 2007 15:44 Titel: Bundesregierung: klimaschädliche Dienstwagenflotte |
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Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) verlangt den Komplettaustausch der Dienstwagenflotte der Mitglieder der Bundesregierung gegen emissionsarme Fahrzeuge. Spätestens seit der Entscheidung der EU-Kommission für einen durchschnittlichen Emissions-Zielwert von effektiv 130 Gramm Kohlendioxid pro gefahrenem Kilometer (g CO2/km) sei das Festhalten an schweren Spritschlucker-Limousinen unverantwortlich.
Als Standardfahrzeuge nutzen die Regierungsmitglieder Audi A8 quattro, VW Phaeton, Mercedes S- und E-Klasse und 7er BMW-Limousinen.
„Unsere Politiker sind leider keine Vorbilder beim Autokauf. Der Bürger sollte sich eher an EU-Umweltkommissar Stavros Dimas orientieren, der seinen Spritfresser erklärtermaßen gegen eine Limousine mit sparsamem Hybridantrieb eintauschen will. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, ihr von der Automobilindustrie gesponsertes Schaufahren gegen den Klimaschutz geschlossen zu beenden“, so Resch.
„Die Automobilhersteller nutzen unsere Spitzenpolitiker jeden Abend in der Tagesschau als kostenlose Werbeträger für ihre schweren Limousinen. Sie können sicher sein, dass die Investition sich rechnet. Denn dem schlechten Beispiel folgen jährlich hunderttausende Dienstwagen-Berechtigte, die offenbar in Punkto Wichtigkeit und CO2-Belastung nicht hinter der Staatsspitze zurückstehen wollen. Während die deutschen Autohersteller die Ministerien mit Preisnachlässen von bis zu 60 Prozent locken, kämpft ausgerechnet der Bundesfinanzminister für die Beibehaltung überkommener Subventionen von bis zu 49 Prozent beim Kauf Klima belastender Dienstwagen, die den Steuerzahler jedes Jahr dreistellige Millionenbeträge kosten“,
Bei diesem Geschäft gerät nach Überzeugung der DUH sogar regelmäßig die Dienstkraftfahrzeugrichtlinie der Bundesverwaltung (DKfzR) unter die Räder. Diese schreibt ausdrücklich vor, dass „bei der Auswahl der Fahrzeuge auf einen kostengünstigen Unterhalt und geringen Spritverbrauch“ zu achten sei. Dabei muss ein deutscher Minister nicht einmal ein japanisches Auto kaufen, wenn er sowohl die Dienstvorschriften einhalten als auch einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten will: Für 40.103 € ist zum Beispiel der Mercedes-Benz E-220D mit 170 PS, 227 km/h Spitzengeschwindigkeit und einem moderaten Emissionswert von 167 g CO2/km zu haben. Mit diesem Auto würden die Minister den Spritverbrauch und CO2-Ausstoß drastisch reduzieren und sich zudem an die eigenen Dienstvorschriften halten, in denen es heißt: „Für die Bundesverwaltung sind schadstoffarme Kraftfahrzeuge mit möglichst geringem Kraftstoffverbrauch zu beschaffen.“
Tabelle_-_Dienstwagen_der_Bundesminister.pdf |
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