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GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2414
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Verfasst am: 2.Okt 2005 16:06 Titel: Der lange Atem der Wirbelstürme |
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Handelsblatt; 29.09.2005
Der lange Atem der Wirbelstürme
US-Präsident Bush ruft zum Energiesparen auf Amerikaner müssen mit höheren Benzinpreisen rechnen. Ein Überblick über die Schäden von "Rita" und "Katrina" ist noch immer schwierig. Sicher ist aber: Die Folgen werden Politik und Energie-Konzerne noch lange beschäftigen. Auch die Versicherungswirtschaft muss mit hohen Belastungen rechnen.
Der US-Kongress drängt auf den Bau neuer Ölbohr-Anlagen und Raffinerien. Die republikanische Regierungspartei will in den kommenden Tagen dementsprechende Gesetzentwürfe vorlegen. So machte sich der Vorsitzende des Energie- und Handelsausschusses im Repräsentantenhaus, Joe Barton, dafür stark, Umweltauflagen bei neuen Öl-Projekten zurückzuschrauben. "Unser Land versteht, wie zerbrechlich der Energiesektor ist", erklärte Barton. Der Chef des Rohstoff-Ausschusses, Richard Pombo, schlug vor, die Öl- und Gasförderung in amerikanischen Gewässern auszuweiten sowie das riesige Naturschutzgebiet in Alaska freizugeben.
Derlei Vorhaben waren in der Vergangenheit an Umwelt-Bedenken in beiden Parlamentskammern gescheitert. Seit 1976 wurde in den USA keine neue Raffinerie mehr gebaut. Gut ein Jahr vor den nächsten Kongresswahlen sehen sich die Abgeordneten angesichts der stark gestiegenen Benzinpreise unter dem Druck, Abhilfe zu schaffen.
In einer Abkehr von seiner bisherigen Politik forderte Präsident George W. Bush die Amerikaner zum Energiesparen auf. "Die Menschen müssen verstehen, dass die Wirbelstürme zu Störungen geführt haben", sagte Bush. "Es wäre hilf-reich, wenn man auf eine Autofahrt, die nicht notwendig ist, verzichten könnte." Im Jahr 2001 hatte Vizepräsident Dick Cheney derlei Appelle strikt ausgeschlossen: "Energiesparen mag ein Zeichen persönlicher Tugend sein, aber es taugt nicht als Basis für eine gesunde Energiepolitik."
Am Dienstag besuchte Bush die beschädigten Raffinerien im texanischen Port Arthur. Der Präsident versuchte, durch seine siebte Reise in die zerstörte Region den innenpolitischen Schaden zu begrenzen. Nach dem Hurrikan "Katrina" war er wegen der schleppenden Reaktion der Regierung in ein Kreuzfeuer der Kritik geraten. 476 000 Menschen in Texas sowie 285 000 Menschen in Louisiana sind noch immer ohne Strom.
Angesichts der hohen Energiepreise müssen die Amerikaner 2005 erheblich mehr für Benzin, Heizöl und Gas locker machen. Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma Global Insight werden die US-Bürger in diesem Jahr rund 550 Milliarden Dollar für Energie ausgeben. Für einen durchschnittlichen Haus-halt bedeutet dies Kosten in Höhe von 4 500 Dollar. Das sind 500 Dollar mehr als 2004 und 900 Dollar mehr als 2003.
Vor allem die Gaspreise stehen stark unter Druck. Nach Angaben der Regierung muss ein Haushalt in diesem Winter im Schnitt 1 130 Dollar für die Heizung bezahlen. Das ist ein Anstieg von rund 400 Dollar gegenüber dem Vorjahr. Die Gaspreise haben sich auf den Futures-Märkten seit 2000 mehr als verdoppelt. Im Vergleich zu den 90er Jahren liegen die heutigen Preise damit sechs mal höher.
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GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2414
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Verfasst am: 2.Okt 2005 16:20 Titel: |
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KOMMENTAR Alte Rezepte oder neuer Mix
Man traut seinen Ohren nicht: Präsident George W. Bush fordert die Amerikaner zum Energiesparen auf. Plötzlich ist von Fahrgemeinschaften die Rede, als hätten die Bush-Leute einen Crashkurs in grüner Umweltpolitik absolviert.
Von MICHAEL BACKFISCH Der Präsident hat erkannt, dass die stark gestiegenen Preise für Benzin, Heizöl und Gas der Binnennachfrage einen gefährlichen Dämpfer versetzen könnten. Das im September eingebrochene Verbrauchervertrauen zeigt, dass sich viele US-Bürger Sorgen machen über die Folgen der Wirbelstürme und der globalen Verknappung.
Dennoch wird Bush nicht so bald die Losung "Strickjacke an, Heizung runter" ausgeben. Das passt weder zur Ideologie des früheren Ölmannes aus Texas noch zum amerikanischen Lebensgefühl: Hoher Energieverbrauch wird als quasi verfassungsmäßig garantiertes Recht begriffen. Zudem weiß Bush, dass Pessimismus in den USA politisch kontra-produktiv ist. Das musste Jimmy Carter erfahren, dessen düstere Sparappelle während der Ölkrise Ende der 70er-Jahre zu einem Abwärtsstrudel in den Umfragen führten.
Bushs Aufruf kündet noch nicht von einer energiepolitischen Wende. Die ersten Reaktionen aus der republikanischen Regierungspartei setzen eher auf das alte Rezept: Die Abgeordneten drängen darauf, neue Ölfelder zu erschließen und Raffinerien zu bauen.
Mit ein paar zusätzlichen Fabriken und Pipelines ist der US-Wirtschaft, die 60 Prozent ihres Ölbedarfs aus Importen decken muss, allerdings mittelfristig nicht geholfen. Interessanterweise bringt die amerikanische Autoindustrie frischen Wind in die Diskussion. So haben Ford und General Motors einen Paradigmenwechsel weg vom Öl und hin zum Wasserstoff gefordert. Beide wollen künftig verstärkt Hybridfahrzeuge entwickeln.
Bush sollte die Anregung aufnehmen. Sparen als Teil des Energiemixes und mehr politischer Druck für Benzin sparende Modelle sind überfällig. Das wäre für die Konsumenten zunächst schmerzlich und geht nur auf lange Sicht. Wenn sich jedoch nichts ändert, wird aus der Energie- eine Wirtschaftskrise. |
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Wendehals Insider
Anmeldungsdatum: 14.09.2005 Beiträge: 630
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Verfasst am: 4.Okt 2005 19:05 Titel: Hurricane? |
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Ist es wirklich ein Hurricane?
| Zitat: |
Verbraucher-Gaspreise um rund 20 Prozent gestiegen
Köln/Düsseldorf (AFP) - Die Gaspreise für deutsche Verbraucher sind im vergangenen Jahr um durchschnittlich rund 20 Prozent gestiegen. In einzelnen Fällen erhöhten die Versorger die Preise seit Juni 2004 sogar um fast 40 Prozent, wie aus einer Übersicht des ARD-Wirtschaftsmagazins Plusminus hervorgeht. Mehr als die Hälfte aller deutschen Gasversorger hob zum 1. Oktober erneut die Preise an - einige Unternehmen bereits zum vierten Mal innerhalb eines Jahres.
Laut dem ARD-Magazin zahlt eine vierköpfige Familie in einem kleineren Reihenhaus inzwischen knapp 200 Euro mehr Gaskosten als noch vor gut einem Jahr. Obwohl sich alle Anbieter auf die Ölpreisbindung des Gases berufen, stiegen die Preise den Angaben zufolge sehr unterschiedlich.
Den höchsten Anstieg mit knapp 40 Prozent mussten Kunden im niedersächsischen Walsrode verkraften. Am teuersten ist Gas demnach immer noch in den neuen Ländern: Die Technischen Werke Naumburg in Sachsen-Anhalt verlangen von ihren Kunden für einen Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden gut 1347 Euro und sind damit deutschlandweit Spitze. Am billigsten war Erdgas bei den Stadtwerken Geesthacht in Niedersachsen mit 966 Euro.
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf setzt im Kampf gegen hohe Gaspreise auf eine freiwillige Abmachung mit den Versorgern. Die örtlichen Unternehmen sollen sich demnach verpflichten, Preiserhöhungen von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer unter die Lupe nehmen zu lassen. Eine erste solche Vereinbarung traf die Verbraucherzentrale NRW mit den Stadtwerken Lünen. Demnach könnten sich rund 20 Stadtwerke und kleinere Versorger anschließen. |
Dienstag 4. Oktober 2005
http://de.news.yahoo.com/051004/286/4poqp.html |
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