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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 952
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Verfasst am: 23.Dez 2007 19:32 Titel: Die bittere Wahrheit der "Klimaretter" |
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aus oekologismus.de
Die Verlierer von Bali heucheln Entsetzen. “Klimaschutz” kostet Billionen und keiner will es gewußt haben - Wie immer sind die anderen schuld!
Die Verlierer von Bali
Kaum aus Bali zurückgekehrt, wurden die Möchtegern-Klimaretter, Gabriel, Müller, Schellnhuber und mit ihnen in Geist und Tat vereint -Frau Bundeskanzlerin Merkel- von der rauhen Wirklichkeit eingeholt.
Gab sich Frau Merkel mit Bali noch zufrieden und - “….wertete die Ergebnisse positiv. Nun sei der Weg für die eigentlichen Verhandlungen über die Senkung der Treibhausgas-Emissionen frei, erklärte Frau Merkel in Berlin. und Umweltminister Gabriel zeigte sich ebenfalls zufrieden….” ist nun -nur eine Woche später- der große Katzenjammer eingekehrt.
Es läßt sich nun wirklich nicht länger vor dem Wahlvolk verheimlichen, daß der “Klimaschutz” Milliarden und Abermilliarden kostet, im Verbund mit dem Verlust von zigtausenden von Arbeitsplätzen, vom gewollt programmierten Absinken des deutsche Lebensstandards ganz zu schweigen. Und flugs wird mit dem Zeigefinger auf andere gezeigt, diesmal auf den unglücklichen Senhor Barroso. Noch-Kommissionspräsident in Brüssel. Aber der Reihe nach.
Landauf, landab und in jeder noch so abgetakelten Talkshow, tönte bis vor kurzem noch der größte Bundesumweltminister aller Zeiten Sigmar Gabriel, der Klimaschutz würde nun wirklich nicht viel kosten, mit nur einem Euro sei man mal so eben dabei und das sei doch wirklich nicht zu viel, um die Welt zu retten. Sein Staatssekretär Müller assistierte beflissentlich und faselte von den 4000 Wissenschaftlern (was davon wirklich stimmt sehen Sie hier), die sich alle darin einig seien, daß die Welt, dank des menschengemachten Klimawandels am Rande des Abgrundes stünde, und daß nur in einer enormen Kraftanstrengung, insbesondere der Deutschen, die aber in Wirklichkeit nicht viel kosten würde, die Welt noch zu retten sein. Diese Anstrengung, aber würde auf längere Sicht zu formidablen Geschäften mit nachhaltig erzeugter, erneuerbarer Energie führen. Wir alle könnten in 50 bis 100 Jahren stolz auf das gerettete Klima und grüne Landschaften blicken. Zur Zeit subventieren wir zwar noch jeden Arbeitsplatz in der Solarbranche mit 135.000 €, aber irgendwann beginnt für alle das große Geschäft.
Um diese Vision zu verwirklichen und nachdem auf dem G8 Gipfel auch Intimfeind Bush in die Klimaretterfront hineingezwungen sein sollte (“Diesem Abkommen entkommt keiner!”, so Frau Merkel nach dem G8 Gipfel, vor Stolz fast platzend), wurde im schönen Gästeschloß Meeseberg der Masterplan gefaßt, das Klima zu retten, und wenn es denn sein müßte, das eigene Volk zu opfern. Was soll man machen? Alles wurde mit wunderbarem Schönsprech verbrämt, auf daß ein jeder stolz auf die kommenden Entbehrungen sein dürfte.
Leider haben auch hier einige Miesmacher nachgerechnet und kommen auf gut 500 Mrd € direkte Kosten bis 2020 (, Dr. Lutz Niemann “Die gigantischen Kosten der Meseberger Beschlüsse”), allein für die Umsetzung der energierelevanten Beschlüsse. Darin sind aber noch nicht die unvermeidlichen Zusatzkosten für Netzanbindung, Neubau von Schattenkraftwerken, Verteuerung von Lebensmitteln wegen unvermeidbarer Verknappung von Anbauflächen, die dann für Biosprit genutzt werden müßten usw. enthalten. Das dürften noch einmal um die 200 Mrd € sein.
Dieses wurde alles beschlossen, ungeachtet, der auch den Regierenden bekannten Tatsache, daß das, was wir in dieser Zeit einsparen, allein von China und Indien in wenigen Monaten zusätzlich in die Luft geblasen wird. Dann setzte das selbsternannte Klimaretttungskabinett am 5. Dezember noch einen drauf und beschloß ein Gesetzespaket zur Hausumrüstung, das - wie der Verband Haus & Grund ausrechnete- mal so eben Belastungen von 110 Mrd. für Häuslebesitzer bringen wird, konservativ berechnet wie man dort nicht müde wird, zu betonen.
So gerüstet - die Welt war sichtlich gerührt- blickte man auf den Massenauftrieb der amtlichen Klimaretter in Bali. Wir sind die Guten, das war sicher.
Unter den dort versammelten 10.000 bis 15.000 - so genau sagt es einem keiner - würde man sicher einen starken Auftritt haben und auffallen und könnte des guten Vorbildes wegen, die Welt in die gleiche Richtung zwingen. Sich stark fühlend wie nie zuvor, stellte der der größte Bundesumweltminister aller Zeiten Gabriel in Bali.… vor drei Tagen den USA ein Ultimatum: Entweder die US amerikanische Delegation sei bereit, konkrete Emissionsziele zu akzeptieren, oder die EU werde den anstehenden Klimagipfel auf Hawaii boykottieren.
Oh, das war stark, der traut sich aber was! Und die gleichgeschalteten Medien -von wenigen Ausnahmen abgesehen- in Deutschland applaudierten. Dann 24 h später ,“… am 14 Dezember, verkündete Gabriel gegenüber der internationalen Presse, die EU habe es erreicht, konkrete Emissionsziele für die Industrienationen durchzusetzen…” das führte dann dazu, daß der Rest Welt -insbesondere die USA- richtig Angst vor soviel Softpower bekamen und nach langem Geplänkel eine kleine Fußnote akzeptierten. Und, weil der mißtrauische “Spiegel” dieser wunderbaren Entwicklung - von vielen linken Gutmenschen im Lande herbeigesehnt - nicht so recht glauben wollte und deshalb nachfragte “…erklärte Gabriel, in der Fußnote werde immerhin auf ein Dokument des Weltklimarates hingewiesen, in dem (angeblich behauptet werde), eine Reduzierung der globalen CO2 Emissionen um 25 bis 40 Prozent bis 2020 sei notwendig, um eine gefährliche Erderwärmung noch abzuwenden.”
| Zitat: |
| In Wirklichkeit kann davon keine Rede sein. Denn die von Gabriel behauptete Fußnote (sie findet sich in der Bali Erklärung auf Seite 1) verweist auf den 4. IPCC Bericht der verschiedene Emissionsszenarien bis 2020 und 2050 vorsieht. Die vom Weltklimarat vorgelegten Szenarien reichen denn auch von sage-und-schreibe 0 Prozent - bis 40 Prozent. Eine wie auch immer geartete Verpflichtung der Industrienationen ergibt sich demnach keineswegs, wie ein Blick auf das entsprechende Dokument des Weltklimarates belegt.” |
So der bekannte Experte Dr. Benny Peiser -Herausgeber des weltweit gelesenen Informationsdienstes CCnet- auf der Seite ACHGUT
Na ja, das merkten dann hierzulande auch die nicht ganz so hellen Köpfe. Manch einer - nur nicht Merkel und Gabriel- gaben sich hinterher auch recht wütend. Ein “gigantisches Versagen der Weltgemeinschaft” - so nennt der deutsche Umweltstaatssekretär Michael Müller das Ergebnis der Weltklimakonferenz auf Bali.(Tagesspiegel vom 17.12.07) hatte er doch unlängst erst “die vermeidbare Katastrophe” so schön beschrieben, wenn alle das täten, was Müllerchen so vorschlägt. Etwas beschönigend sagte er dann aber auch: “Vor dem Hintergrund, um welche Herausforderungen es sich für die Menschheit handelt, ist Bali sicher kein Erfolg”. und Müller betonte, für Deutschland bedeute der Bali-Beschluss, «dass wir international in eine noch größere Vorreiterrolle hineingerutscht sind». Denn «das Wichtigste von Bali ist - außer dem äußerst fragwürdigen Verhalten dieser absolut provinziellen Supermacht USA -, dass enorm viele Länder sich für den Klimaschutz eingesetzt haben». (So berichtet u.a. -Von Manfred Rey– in (Morgenzusammenfassung -Geteiltes-Echo-auf-Bali-). Wir sind zwar schon mal eben -vor knapp hundert Jahren- in den 1. Weltkrieg hineingerutscht, aber daß wir ähnliches mit dem Hineinrutschen so bald wieder erleben müssen, zeigt das wahre PISA Problem.
Und der vierte Verlierer von Bali, der Klima-Berater der Bundesregierung, Hans Joachim Schellnhuber, sagte beschönigend der “Süddeutschen Zeitung”: “Das war aus deutscher und europäischer Sicht das Maximum, was die Konferenz rausholen konnte.” Der in Hannover erscheinenden “Neuen Presse” sagte Schellnhuber: “Mit Bali sind die Chancen deutlich gestiegen, dass bis 2009 ein Ergebnis erzielt werden kann.”
Daß selbst das nicht stimmt, sondern nur übliches Schönreden nach einer gescheiterten Konferenz ist, pfeifen inzwischen die Spatzen von den Dächern. Kaum eine Nation der Welt ist willens Wohlstand und Entwicklung aufs Spiel zu setzen, um irgendwelche Verpflichtungen einzugehen, die nur auf den Vermutungen hochbezahlter Computerspieler beruhen und vor allem den Ärmsten der Armen, jede Chance auf Wohlstand und Erhöhung ihres Lebensstandards nimmt. Das ist die wirkliche Botschaft von Bali. Nichts anderes. Und -um mit dem Berliner Bürgermeister Wowereit zu reden- das ist auch gut so.
Und nun sind alle wieder zurück. Die Digitalphotos von Bali mit seinen schönen Stränden, Frauen und Restaurants sind säuberlich auf der Festplatte verstaut, Weihnachten kann kommen. Aber nun holte sie alle die Wirklichkeit ein. Da wagt es doch der Unglücksrabe Barroso die Dinge beim Namen zu nennen und der Forderung nach maximaler Reduktion des CO2 einen EU-Gesetzesvorschlag folgen zu lassen. Es sollte doch -jedenfalls nicht so schnell merkbar- nichts kosten! Trotzdem titelte SPON am 19.12.07 : “Autokäufer sollen drastisch mehr für den Klimaschutz zahlen. Die EU-Kommission plant Auflagen, die die Kosten für einen Neuwagen um durchschnittlich 1300 Euro steigern - nur wer Kleinwagen kauft, kommt günstiger davon. Besonders betroffen von den Plänen: deutsche Autobauer. Und weiter “Die EU hat sich einerseits mit ehrgeizigen Zielen an die Spitze der weltweiten Bewegung zum Klimaschutz gestellt, um die katastrophale Erderwärmung aufzuhalten. Andererseits stehen die wirtschaftlichen Interessen der Autoindustrie und damit Hunderttausende Arbeitsplätze auf dem Spiel (hier ). .” Und kurze Zeit später legte die EU-Kommission nach. Auf dringenden Wunsch, insbesondere der deutschen Regierung, wird nun auch der Luftverkehr in den Emissionshandel eingeschlossen. Das kostet die Airlines eben mal schlappe 40 Mrd €, die sich in kräftig steigenden Ticketpreisen niederschlagen werden. Die Billiggtarife sind den Gutmenschen ja ohnehin ein Dorn im Auge. Schließlich könnte damit jeder in die Toskana oder nach Mauritius jetten, wo kämen wir denn dahin?
Ja, so war das aber nicht gemeint. Mit versteckten Abgaben durch die Hintertür, wie dem Energieinspeisegesetz EEG (Originalton Müller: Der beste Exportartikel der deutschen Regierung - schon 46 Staaten haben es ganz oder in Teilen übernommen), dem viel weitergehenden neuen EEG Wärme Gesetz, oder dem bereits beschlossenem Emissionshandel- in dem immer andere ihre Hände in die Taschen der Verbraucher stecken müssen, um das zwanghaft Entnommene, der in Wirklichkeit abkassierenden Staatsgewalt zu übereignen- jetzt wurde erstmalig sichtbar, wer der wirkliche Verursacher ist. Die deutsche Regierung und ihre Hilfstruppe in Brüssel. Sie wollen - für ein nicht vorhandenes Problem - die Bürger in einem nie dagewesenen Umfang zur Kasse bitten. Die klare Ansage ist: wir sollen von 11t CO2/Kopf Emission auf 2 t/Kopf heruntergestoßen werden. Auf das Niveau eines Entwicklungslandes. Carbon-Justice heißt das dann im Politsprech. Daß allein knapp 2 t/Kopf für die Nahrungserzeugung draufgehen, ficht da keinen weiter an.
Und das ist erst der Anfang: Wir werden Euch den Wohlstandsschauvinismus schon austreiben; drohte einst der Vorgänger des jetzigen Umweltbundesministers Jürgen Trittin. Wohlan, der Anfang ist bereits gemacht.
Ein kleiner Exkurs in die jüngere Geschichte erscheint mir da angebracht. “Sollen die Leute doch Kuchen essen, wenn sie kein Brot haben”, sagte einst die unglückliche Marie-Antoinette, damals französische Königin, worauf ihr die verhinderten Kuchenesser - die das nicht so lustig fanden- den Kopf nahmen. Den Kopf wird es unsere Regierung nicht gleich kosten, die Macht bei der nächsten Wahl vielleicht? |
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