| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Subventionslotse Specialist

Anmeldungsdatum: 02.04.2007 Beiträge: 129 Wohnort: Reiskirchen
|
Verfasst am: 20.Mai 2007 19:43 Titel: Wer hat schon Versuchsanlagen in Betrieb genommen |
|
|
Hallo an die vielen Schreiber hier,
wir bekommen immer wieder Anfragen von sehr seriösen Firmen auf den Tisch, die irgendwie auf die Verfahren von Dr. Koch und der Alphakat zurück gehen sollen. Wir sind bisher nicht dahinter gekommen, warum in einer solchen Breite Angebote im Markt sind.
Ein seriöses Verfahren wird mit seriösen Partnern umgesetzt und in Betrieb genommen. Die KDV Anlagen (ob nun als 500 l/h oder 5.000 l/h) sollten exklusiv vertrieben werden.
Nun ist das im Fall der KDV Anlagen nach Dr. Koch offensichtlich nicht so im Markt angekommen.
In meinen Recherchen komme ich immer wieder auf den Ursprung der Reaktoren, die an der FH Gießen-Friedberg von meinen Professoren Kollegen (Prof. Dr. Bayer und Prof. Dr. Stadlbauer) entwickelt und mit der DBU (Deutschen Bundesstiftung Umwelt) in Betrieb genommen wurden (mehrere Standorte). Ich kann bei den Patenten von Dr. Koch nicht erkennen, was dort geschützt ist, was nicht von anderen Patenten auch erfasst wurde.
Vielleicht kann mir einer hier einen Tipp geben, gerne auf dem direkten Email. Ich möchte weiteren seriösen Mandanten von uns eine fundierte Antwort zu dem Verfahren und dem Gebahren der Gruppe um Dr. Koch geben. Dazu habe ich derzeit sehr diffuse Informationen.
Ich will niemand Unrecht tun und freue mich auf Rückmeldungen in der Sache. Wir können die Anlagen dieser Art (auch ähnlicher Art) mit bis zu 50 % Zuschuss fördern lassen. Wie lange das für die katalytische drucklose Verölung noch funktioniert, ist nicht abzuschätzen. Tatsächlich liegen schon Bewilligungen von Förderinstituten für solche Anlagen vor, ohne dass deren Realisierung klar voraussehbar ist.
Mit förderlichen Grüßen
Ihr Subventionslotse _________________ WABECO Subventionslotse®: Fördermittel. Einfach. Nutzen.
Fördermittel seit 1982 - hunderte Beratungen im Jahr bis zum Zahlungseingang.
- Kostenlose Fördermittelprüfung unter www.wabeco.de (link klicken)
- Fördermittel-Informationszentrum unter www.FoemIZ.de
Ansprechpartner:
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Michael D. G. Wandt
eMail mw@wabeco.de
fon 0800-0-WABECO (0800-0-922326) (kostenlos)
(WABECO Subventionslotse® ist eine Marke der VALEA Unternehmensberatung BDU, Reiskirchen.) |
|
| Nach oben |
|
 |
eagleflight Specialist
Anmeldungsdatum: 12.10.2004 Beiträge: 93 Wohnort: Frankfurt - Germany
|
Verfasst am: 21.Mai 2007 21:01 Titel: |
|
|
Willkommen Subventionslotse in der Gruppe der Wahrheitssuchenden.
| Zitat: |
| ch kann bei den Patenten von Dr. Koch nicht erkennen, was dort geschützt ist, was nicht von anderen Patenten auch erfasst wurde. |
Wir haben an die 200 Patente in der ganzen Welt recherchiert und sind so ziemlich zu demselben Ergebnis gekommen.
Sei es der hydraulischer Energieeintrag, die Materialabscheidung über Rotation in Zyclonen, die Wirkung von Zeolithen als Molekularsieb oder die Kratzbürsten zum Abkratzen von Kohle. Alles war schon einmal dar und ist keine wirkliche Erfindung.
Was die Prüfingenieure dazu bewogen hat die Patente zu erteilen ist mir völlig unklar und wird sich wohl erste herausstellen falls es einmal zu einem Patentstreit kommen sollte.
Wahrscheinlich wird es dazu aber nie kommen, denn wenn immer ein Einspruch erfolgt dann wird das betr. Patent ganz schnell zurückgezogen. So z.B. beim Versuch Zeolith, also den Katalysator als Kristall patentieren zu lassen. Klar man kann ja nichts patentieren woraus halb Lanzarote besteht.
Gruß
Eagle |
|
| Nach oben |
|
|
eagleflight Specialist
Anmeldungsdatum: 12.10.2004 Beiträge: 93 Wohnort: Frankfurt - Germany
|
Verfasst am: 18.Jul 2007 0:59 Titel: |
|
|
Na was ist denn hier im Forum los ???? Sommerpause ?????
Außer uns ist wohl niemand mehr an dieser Technologie dran.
Wir erhalten seit geraumer Zeit immer neue Anfragen von ehemaligen Mitstreitern der diversen anderen Firmen.
Zwischenzeitlich haben wir, neben der eigentlich Produktionsmaschine, einen zusätzlichen Batchreaktor für etwa 2kg Reaktionsmasse bei einer Mikrowellenheizleistung von 6 KW entwickelt. Dieser Laborreaktor kann optimal in Universitäten und Forschungsstätten eingesetzt werden um die verschiedenen Materialien auf die Einsetzbarkeit zu testen. Durch die verschiedensten Meßfühler kann man den Reaktionsverlauf optimal nachverfolgen und analysieren. Qualitative und Quantitative Analysen sind somit erstmals möglich.
Wir haben dieses Teil entwickelt, weil immer mehr Kunden in die Analysephase gehen wollen und dabei die Kosten im Griff behalten wollen, bevor Millionenbeträge in Produktionseinheiten investiert werden.
Unseren Kunden bieten wir an mit einem solchen überschaubaren Investment zu beginnen und mit unseren Spezialisten zusammen die optimale Planung für die späteren Produktionsanlagen zu erarbeiten.
Alen Interessenten wünsche ich einen schönen Sommer.
Gruß
Eagle (wie man mich erreicht kann man im Forum nachlesen, dort ist irgendwo auf Seite 5 meine email Adresse angegeben) |
|
| Nach oben |
|
|
Subventionslotse Specialist

Anmeldungsdatum: 02.04.2007 Beiträge: 129 Wohnort: Reiskirchen
|
Verfasst am: 1.Aug 2007 16:52 Titel: Kontakt machen |
|
|
Hallo eagleflight,
ich würde ja gerne Kontakt zu Ihnen aufnehmen, wenn Sie das bei GoMoPa ermöglichen würden. So mein Posting.
Das Thema waste to fuel, aus welchen Stoffen auch immer, ist immer ein Thema, da die Verwertung von Reststoffen immer ein Thema ist. Die Verwertung von den Substraten der Biogasanlagen gehört auch dazu. Bald wird es auch hier Auflagen für die Betreiber geben.
Schicken Sie mir die Parameter und Einsatzmöglichkeiten Ihrer Entwicklung zu. Wir schauen dann, bei welchen Kunden wir das einsetzen können und machen dort einen entsprechenden Vortrag.
Derzeit sind wir mit der Platzierung von rund 400 Mio. Euro in dem Thema befasst. Das Thema ist von den "Marktschreiern" leider ziemlich "lädiert" worden.
Vielleicht haben Sie was, dass wir mit einbeziehen können.
Mit förderlichen Grüßen
Ihr Subventionslotse _________________ WABECO Subventionslotse®: Fördermittel. Einfach. Nutzen.
Fördermittel seit 1982 - hunderte Beratungen im Jahr bis zum Zahlungseingang.
- Kostenlose Fördermittelprüfung unter www.wabeco.de (link klicken)
- Fördermittel-Informationszentrum unter www.FoemIZ.de
Ansprechpartner:
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Michael D. G. Wandt
eMail mw@wabeco.de
fon 0800-0-WABECO (0800-0-922326) (kostenlos)
(WABECO Subventionslotse® ist eine Marke der VALEA Unternehmensberatung BDU, Reiskirchen.) |
|
| Nach oben |
|
|
Subventionslotse Specialist

Anmeldungsdatum: 02.04.2007 Beiträge: 129 Wohnort: Reiskirchen
|
Verfasst am: 17.Sep 2007 21:31 Titel: Technik funktioniert leider nicht wie beschrieben |
|
|
Hallo zusammen,
ziemlich frustriert komme ich nun aus der Analyse der "Biodiesel Kraftstoffe" der KDV-Anlagen. Leider kommt hinten kein Biodiesel raus, sondern so ziemlich alles zusammen, was im Rohöl auch drin ist. Daraus ein handelsübliches Diesel zu machen ist wirtschaftlich nicht möglich.
Ich bin der festen Auffassung, dass die Technik tot ist, wenn sich nicht jemand findet, der mit 25 Mio. Euro mal übt, ob man das waste to fuel direkt verbrennen kann und das verstromt und die Restwärme zum Trocken vom Bioabfall benutzt.
Ich denke die Stille hier ist berechtigt.
Mit förderlichen Grüßen
Ihr Subventionslotse _________________ WABECO Subventionslotse®: Fördermittel. Einfach. Nutzen.
Fördermittel seit 1982 - hunderte Beratungen im Jahr bis zum Zahlungseingang.
- Kostenlose Fördermittelprüfung unter www.wabeco.de (link klicken)
- Fördermittel-Informationszentrum unter www.FoemIZ.de
Ansprechpartner:
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Michael D. G. Wandt
eMail mw@wabeco.de
fon 0800-0-WABECO (0800-0-922326) (kostenlos)
(WABECO Subventionslotse® ist eine Marke der VALEA Unternehmensberatung BDU, Reiskirchen.) |
|
| Nach oben |
|
|
eagleflight Specialist
Anmeldungsdatum: 12.10.2004 Beiträge: 93 Wohnort: Frankfurt - Germany
|
Verfasst am: 23.Sep 2007 21:43 Titel: |
|
|
Hallo Subventionslotse
Ihre Aussagen sind ziemlich diffus.
"Biodiesel" ist per definition ein xxx-methlysäureester, also eine chemische Verbindung die beim KDV Prozess niemals entstehen kann.
Die durch das katalytische cracken entstehenden Leichtöle, die sich in einer Kettenlänge von C6H6 bis C16H16 bewegen entsprechen im wesentlichen dem Gemisch der Kettenlängen des mineralischen Dieselöls. Diese Kettenlänge sind natürlich auch Bestandteil des Röhöls.
Klar ist, dass über eine Zweitdestillation und event. Entschwefelung es notwendig ist um die Eu Norm zu erreichen die sich ja auf Mineralische Dieselprodukte bezieht.
Ich habe schon öfters gepostet dass es unbedingt auf das Eingangsmaterial und dessen Vor- bzw. Nachbearbeitung ankommt.
Inwieweit die Dieselproduktion aus Abfall wirtschaftlich ist, dürfte wohl unmittelbar von der Zuzahlung für den Abfall ankommen. Bei den zur Zeit üblichen Abfallpreisen für EBS von ~90€ ist es IMHO nicht unwirtschaftlich Diesel zu produzieren und den Kraftstoff zur Verstromung zu benutzen. Zu Bedenken ist hierbei natürlich die deutsche Steuersituation da der volle Steuersatz zu zahlen ist und es auch keine Subvention der Stromeinspeisegebühr gibt.
Vielleicht präzisieren Sie Ihre Angaben etwas mehr. |
|
| Nach oben |
|
|
Subventionslotse Specialist

Anmeldungsdatum: 02.04.2007 Beiträge: 129 Wohnort: Reiskirchen
|
Verfasst am: 24.Sep 2007 15:08 Titel: Präzisierung der Inhalte |
|
|
Hallo eagleflight,
danke für die Hinweise. Sie haben Recht, wenn Sie auf meine unzulängliche Formulierung hinweisen. Der Frust war einfach zu groß und der Ingenieur in mir hat sich bereits abgewendet.
Sicher ist hier kein FAME gemeint und die Ergebnisse des "Recyclings" können nicht besser als die Einsatzstoffe sein. Doch das wird immer wieder vorgegaukelt. Die angebotenen Techniken können bis zum marktüblichen Kraftstoff nach meiner Auffassung und Berechnung nicht wirtschaftlich betrieben werden.
Das ist so schade wie nur was, aber pure Technik mit messbaren Ergebnissen. Auch wenn die Ergebnisse nicht so sind, wie man sie gerne hätte.
Nochmal vielen Dank für die Hinweise.
Mit förderlichen Grüßen
Michael D. G. Wandt _________________ WABECO Subventionslotse®: Fördermittel. Einfach. Nutzen.
Fördermittel seit 1982 - hunderte Beratungen im Jahr bis zum Zahlungseingang.
- Kostenlose Fördermittelprüfung unter www.wabeco.de (link klicken)
- Fördermittel-Informationszentrum unter www.FoemIZ.de
Ansprechpartner:
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Michael D. G. Wandt
eMail mw@wabeco.de
fon 0800-0-WABECO (0800-0-922326) (kostenlos)
(WABECO Subventionslotse® ist eine Marke der VALEA Unternehmensberatung BDU, Reiskirchen.) |
|
| Nach oben |
|
|
Borealis Newbie
Anmeldungsdatum: 07.01.2006 Beiträge: 26
|
Verfasst am: 27.Sep 2007 14:17 Titel: Patenterteilung an Clyvia wurde widerrufen |
|
|
Das Deutsche Patentamt hat heute veröffentlicht, daß die Erteilung des Patentes DE 102005010151 an die Firma Clyvia widerrufen wurde.
Clyvia hat zwar noch die Möglichkeit, gegen diesen Bescheid Widerspruch einzulegen. Es dürfte denen aber schwerfallen zu erklären, was an der Verwendung des "Topfkratzers" oder des Extruders zur Rohmaterialeinspritzung patentfähig sein soll. Dergleichen ist schon seit langem Stand der Technik. |
|
| Nach oben |
|
|
maleh Specialist
Anmeldungsdatum: 03.09.2003 Beiträge: 228
|
Verfasst am: 28.Sep 2007 13:48 Titel: |
|
|
| ...und außerdem ist das von Clyvia angewandte Verfahren nicht das effizienteste Verfahren... |
|
| Nach oben |
|
|
preusse Specialist
Anmeldungsdatum: 17.10.2005 Beiträge: 166
|
Verfasst am: 29.Sep 2007 21:56 Titel: |
|
|
Hallo Subventionslotse,
wenn der Ingenieur sich ihnen wieder zuwendet, machen sie es doch mal konkret, was ihr Taschenrechner ihnen verraten hat.
preusse |
|
| Nach oben |
|
|
GM&P Info .

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 2938
|
Verfasst am: 2.Okt 2007 17:02 Titel: |
|
|
| Zitat: |
Fondsmanager-Tagebuch: Stoppt Biodiesel! Sofort!
02.10.2007
Tagebuch von Ulrich Baumann , Fondsmanager des Volksbank-Pacific-Invest.
2. Oktober: Alternative Energien sind weiter en vogue. Selbst in den „Seitenblicken“, einer Sendung über Adabeis und Events im ORF, wurden schon freudige Eröffnungen von Biodieselanlagen gezeigt. Meine Meinung dazu: Dieser Trend darf in Europa keine Zukunft haben.
Zwar gibt es bereits klare Zielvorgaben: Laut Plänen der EU soll der Anteil von Biodiesel im Bereich Energie bis 2010 bereits bei sieben Prozent liegen und bis 2020 auf zehn Prozent ausgebaut werden. Doch so bestimmt das in der Theorie klingt, so schwer dürfte sich das Ganze in der Praxis umsetzen lassen. Denn angesichts dessen, dass schon jetzt die aktuelle Nachfrage nach fünf Millionen Tonnen kaum bedient werden kann, stellt sich die Frage, wie man bis 2020 dann 56 Millionen Tonnen schaffen soll? Dazu bedarf es schließlich mehr, als nur einer reinen Anbaufläche von der Größe Frankreichs. Mit Raps allein ist das nicht zu schaffen und auch die gesamte Palmölproduktion beträgt nicht mehr als 36 Millionen Tonnen.
Zudem ist Biodiesel aus Raps ökologisch keineswegs so „grün“ wie es oft verkauft wird und die steigenden Preise bei landwirtschaftlichen Gütern werden derartige Projekte auch finanziell völlig ad absurdum führen. Denn die finanzielle Unterstützung aus der EU Kasse ist schon jetzt sehr hoch und bei weiter steigenden Preisen weder finanziell noch ökologisch zu rechtfertigen.
Aber das größte Problem ist noch ein anderes, denn landwirtschaftliche Anbauflächen sind extrem rar. So können beispielsweise in China nur rund sieben Prozent des Landes agrarwirtschaftlich genutzt werden. Und auch in Teilen Südamerikas und in Indonesien gibt es landwirtschaftliche Fläche nur mit bescheidenen Zuwächsen. Parallel dazu stellen derzeit aber Millionen Menschen ihre Ernährungsgewohnheiten um und benötigen im Zuge dessen viel mehr Getreide für sich oder zur Nutzviehfütterung – ein Trend, der sich aktuell vor allem in den Emerging Markets, allen voran in China und Indien, abzeichnet.
Zudem werden Nahrungsmittel auch durch andere Faktoren wie Verwüstungen, Wassermangel und Klimawechsel immer knapper und wertvoller. Schon jetzt sterben jedes Jahr sechs Millionen Kinder an Unterernährung. Doch so lange Menschen auf dieser Welt verhungern, darf kein Nahrungsmittel aus „ökologischen Gründen“ zur Treibstoffherstellung verwendet werden. Hier müssen sich andere Alternativen finden lassen, die moralisch vertretbarer sind.
Es wird noch ein wenig dauern bis die schlappen Bürokraten in der EU vor diesem gescheiterten Projekt stehen werden, dessen Konsequenzen sich bereits abzeichnen: finanziell wird es eine Katastrophe werden und moralisch ist es schon jetzt ein Armageddon.
| Zitat: |
| Die Kommentare im Fondsmanager- Tagebuch geben ausschließlich die Meinungen der Autoren wieder. Sie stellen weder eine Aufforderung zum Kauf noch zum Verkauf von Wertpapieren dar, sondern dienen nur der allgemeinen Information von Anlegern und Investmentberatern. Alle Daten und Angaben wurden sorgfältig geprüft bzw. werden nach bestem Wissen und Gewissen wiedergegeben, dennoch wird jegliche Haftung ausgeschlossen |
Quelle: FONDS professionell |
|
|
| Nach oben |
|
|
beih14 Specialist
Anmeldungsdatum: 07.04.2004 Beiträge: 145 Wohnort: im deutschsprachigen Raum
|
Verfasst am: 3.Okt 2007 17:30 Titel: |
|
|
Darf ich hier noch einmal die Frage stellen:
Wie realistisch ist es aus Abfällen ( Müll ) wirtschaftlich einsetzbaren Treibstoff zu gewinnen.
A, allgemein
B, mit vorheriger Trennung besser geeigneter Stoffe.
Oder gibt es mehr Sinn den Müll einer Vergasung bzw. Pyrolyse zuzuführen und das Synthesegas in einer Gasturbine oder Kolbenmotor abzuarbeiten.
Gibt es zu dieser Variante eine nachhaltige Technik.
mfg |
|
| Nach oben |
|
|
GM&P Info .

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 2938
|
Verfasst am: 4.Okt 2007 5:08 Titel: |
|
|
| Zitat: |
Bonbons für Biosprit-Branche
Der Bund will der notleidenden Biosprit-Branche unter die Arme greifen und plant Steuererleichterungen für Öko-Treibstoff und erweiterte Ausnahmeregeln.
| Zitat: |
| Außerdem wollen Union und SPD der Zeitung zufolge die Mineralölwirtschaft zwingen, noch mehr Biokraftstoffe abzunehmen. Die Regierung hatte dazu bereits Quoten erstellt |
|
Quelle: Focus-online |
|
| Nach oben |
|
|
hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 951
|
Verfasst am: 4.Okt 2007 12:35 Titel: |
|
|
| GM&P Info hat folgendes geschrieben:: |
| ...Der Bund will der notleidenden Biosprit-Branche unter die Arme greifen und plant Steuererleichterungen für Öko-Treibstoff und erweiterte Ausnahmeregeln.... |
Dazu passt folgende Meldung aus "heise-online" wie die Faust auf's Auge: „Flüssige Biokraftstoffe sind nicht klimafreundlich“ |
|
| Nach oben |
|
|
beih14 Specialist
Anmeldungsdatum: 07.04.2004 Beiträge: 145 Wohnort: im deutschsprachigen Raum
|
Verfasst am: 4.Okt 2007 19:30 Titel: |
|
|
Ich liege schon bald Gefahr hdschulz tendenziell in mehreren Bereichen zu bestätigen.
Es ist eben ein Faktum dass alle inteligente Energie wollen.
Da werden dann bekannlich die Nutzflächen zu wenig.
Grund und Boden lässt sich nicht vermehren.
Es kommt aber der Aspekt hinzu, dass sich die Menschen in den neuen Industrieländern nicht mehr mit Körnerfrüchten wie Reis begnügen sondern auch Fleischprodukte genießen wollen.
Für 1 kg Fleisch wird aber ~ 3 kg Körnerfrüchte benötigt.
So könnte es passieren, dass Teile der Weltbevölkerung einer künstlichen Hungersnot entgegen sehen.
Die einzige Energie die wir unbegrenzt in vielen Variationen zur Verfügung haben kommt von der Sonne.
Seien es Pflanzen, Wald, Wind, Wasserkreisläufe, Wärmedifferenzen oder direkte Sonneneinstrahlung.
Hier ist die Intelligenz der Menschen gefordert nachhaltige Ansätze zu schaffen.
mfg |
|
| Nach oben |
|
|
maleh Specialist
Anmeldungsdatum: 03.09.2003 Beiträge: 228
|
Verfasst am: 5.Okt 2007 15:16 Titel: |
|
|
Hallo beih14 - zu Ihrer Frage weiter oben:
zu A) sehr realistisch
zu B) sinnvoll - da eine höhere Ausbeute erzielt werden könnte
Das wurde aber bereits in einem anderen Threed ausführlich diskutiert-suche nach katalythische Depolymerisation oder Dieselanlage.
Allerdings ist der so gewonnene Diesel kein Biodiesel sondern mineralischer bzw. synthetischer Diesel also wie an der Tankstelle.
Pyrolyse bzw. Vergasung wird nie so rentabel sein, da ja Energie in Form von Wärme u./o. Druck zugeführt werden muss. Außerdem hat man da auch noch ein erhöhtes Umweltrisiko, da z.B. bei Vergasung giftige Dämpfe entstehen.
Die Freiberger Anlage ist so ein Beispiel, die werden nur mit Fördermittel des Bundes und des Landes über Wasser gehalten-ist ja auch eine "kleine arme" Firma, die dahinter steht..... |
|
| Nach oben |
|
|
maleh Specialist
Anmeldungsdatum: 03.09.2003 Beiträge: 228
|
Verfasst am: 5.Okt 2007 15:23 Titel: |
|
|
Im Übrigen gebe ich Ihnen voll Recht "Die einzige Energie die wir unbegrenzt in vielen Variationen zur Verfügung haben kommt von der Sonne. "
Da gibt es mittlerweile sensationelle Erfindungen, wo es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis jeder seine Energie von der Sonne bezieht.
Wobei die eben angesprochene Herstellung von Diesel aus Müll vorrangig eine Problemlösung für unsere Müllsorgen sein könnte und dazu noch mit einem angenehmen (Neben-?) Effekt. |
|
| Nach oben |
|
|
beih14 Specialist
Anmeldungsdatum: 07.04.2004 Beiträge: 145 Wohnort: im deutschsprachigen Raum
|
Verfasst am: 5.Okt 2007 19:15 Titel: |
|
|
maleh danke für die Antwort.
als Wissen offener Mensch packt mich schon die Neugier,über die angesprochenen "sensationellen Erfindungen" .
Ich würde bitten mir in dieser Richtung ein wenig weiter zu helfen.
mfg. |
|
| Nach oben |
|
|
eagleflight Specialist
Anmeldungsdatum: 12.10.2004 Beiträge: 93 Wohnort: Frankfurt - Germany
|
Verfasst am: 5.Okt 2007 23:54 Titel: |
|
|
@beih14
In bereits vorstehenden Postings wurde dieses Thema ausführlich diskutiert.
Da inzwischen aber neue Erkenntnisse vorliegen hier nochmals eine kurze Zusammenfassung:
Die beschriebene Technik crackt Kohlenwasserstoffketten eines Eingangsmaterials durch eine Katalysator und verdampft bei ca. 270°C die entstandenen Leichtöle ( wenn sie CH-Kettenlängen zwischen 10-22 C-Atomen haben, nennt man diese auch Diesel )
Im normalen Hausmüll sind eine Vielzahl von Stoffen enthalten (man denke nur an Glas, Metal usw.) die zunächst entfernt werden müssen um diese Wertstoffe dem Kreislauf wieder zuzuführen.
Nach diesem ersten Recyclingprozess verbleiben Gemische aus Plastik, Holz, Fasern, Textilien, Folien usw. die meistens brennbar sind und Kohlenwasserstoffe enthalten. Im Fachjargon wird dieses Material "EBS" = Ersatzbrennstoff genannt.
Wird dieses Stoffgemisch jetzt bei hohen Temperaturen (ca. 400°C) und Sauerstoffausschluss erhitzt und mit dem Katalysatir in Verbindung gebracht, so zerfallen die Kohlenwasserstoffketten in Kürzere die einen niedrigeren Siedepunkt haben und diese verdampfen und werden in einer Destillationskolonne wieder kondensiert und ergeben das Endprodukt.
Soweit die Theorie.......
In der Praxis stellt das Erhitzen ein grosses Problem dar, da diese Stoffe die Wärme nicht gut leiten und es bei schlechtem Wärmeeintrag passieren kann, dass sie auf mehr als 450°C erhitzen und dann alle CH-Ketten zu Kohlenstoff und Wasserstoff zerfallen und eben kein Öl entsteht.
Der besondere Gag ist, das Eingangsmaterial schnell und homogen bis zur Reaktion mit dem Katalysator zu erwärmen und dabei zu verhindern, dass zuviel Kohle ausfällt, die blöderweise auch noch den Katalysator verstopft.
Nebenbei ist dieser Katalsator ziemlich teuer so dass man ihn in einer Form in der Reaktion haben sollte, die es erlaubt ihn später wieder zu separieren und erneut zu verwenden.
Damit ist das Verfahren ziemlich einfach zu beschreiben:
Müll nehmen
Wertstoffe entfernen
auf ca. 3mm kleinschreddern
in den Reaktor füllen
Sauerstoff durch Schutzgas oder Thermo-Öl ersetzen
Katalysator dazugeben
auf ca. 350°C erhitzen
warten bis sich Öldämpfe bilden
diese abdestillieren
Verunreinigungen wie Schefel, Blei, Cadmium usw. entfernen
als Rest bleibt all das, was vorher im Müll war und keine Kohlenwasserstoffe beinhaltete.
........ fertig ist der Diesel..................
Ok, die Vorbereitung des Eingangsmaterials sind noch etwas aufwendiger und es eigenet sich nur eine Form des Energieeintrages um die o.a. Parameter zu erzielen aber im Grunde ist es so einfach.
Die Fachleute unter uns mögen mir diese triviale Verfahrensbeschreibung verzeihen.
Also ist Ihre Anfrage mit einem deutlichen JA zu beantworten.
Die jetzt kommende Frage nach der Wirtschaftlichkeit ist etwas komplizierter und ganz klar von den steigenden Rohölpreisen abhängig.
Allgemein ist der Break-Even der (NTK) Niederdruckthermokatalyse bei einem Rohölbarrelpreis von ~70 $ erreicht. Zur Zeit liegt der Preis wohl bei ~80$ Barrel. Die Steuersituation ist hier aber auch zu beachten. Diesel aus Müll ist voll steuerpflichtig und wird dadurch fast genauso teuer wie Mineralischer Diesel.
Bedenkt man, dass sogar die Preise für gepresstes Pflanzenöl und Palmöl bei über 700€ die Tonne liegen ist die Wirtschaftlichkeit des NTK Verfahrens sicher gegeben.
Am Rande:
Bei einem Besuch einer ausländischen Delegation die unseren Versuchsreaktor besichtigt hat wurde so nebenbei gesagt:
" Das Sie Dieselöl produzieren ist ein angenehmes Beiwerk, aber für uns ist viel wichtiger dass die Müllberge verschwinden "........ |
|
| Nach oben |
|
|
Reinhard, MBA Newbie
Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 5
|
Verfasst am: 17.Okt 2007 14:02 Titel: |
|
|
Sehr geehrter eagleflight!
Bitte entschuldigen Sie und die anderen Leser eventuelle Fehler bei Formatierung, etc., dies ist mein allererster Beitrag zu einem Forum, obwohl ich Gomopa schon lange verfolge, meist, wie ich zugeben muss, eher zur Entspannung und Belustigung.
Ihr sehr einfache und logisch nachvollziehbare Beschreibung der Technologie, aber auch Ihre Sichtweise zur Wirtschaftlichkeit hat mich bewogen, zum aktiven Teilnehmer zu werden.
Da Sie auch einen Versuchsreaktor erwähnen, folge ich daraus, dass Sie mit diesem Thema mehr als nur oberflächlich beschäftigt sind (ich habe nur die letzte Seite dieses Forums gelesen). Vielleicht können wir, wenn Sie es für sinnvoll erachten, einmal direkt in Kontakt treten? Ich bin einer der Gründer einer kleinen Private Equity-Gesellschaft, wir sind auf Early Stage-Finanzierungen von Brückentechnologien spezialisiert die (bitte nicht zu sehr lachen, es ist durchaus ernst gemeint) immer den Anspruch haben müssen, ein wenig dazu beitragen zu können, die Welt zu verbessern und demnach sind die Themen "Müll" und "Energie" natürlich immer in unserem Fokus. Ich habe einen oberflächlichen Wissensstand über die Thematik dieses Forums, die Projektinitiatoren, die ich bisher allerdings kennenlernen durfte, waren immer entweder ein wenig schrullig und weltfremd oder nicht wirklich kompetent oder aber sehr geldorientiert, wobei es ihnen meist mehr um ihren eigenen, kurzfristigen monetären Erfolg ging. Wenn bei Ihrem Projekt also noch Kapitalbedarf bestehen sollte und Sie auch nichts gegen eine professionelle Vorgehensweise im Rahmen der Due Diligence, etc. haben, so würde ich mich freuen, von Ihnen zu hören.
Wie oben angeführt, hatte ich nie vor, Gomopa aktiv zu nutzen, ich habe deshalb keine Ahnung, wie eine direkte Kontaktaufnahme funktioniert, deshalb schlage ich vor, Sie antworten kurz, ob Ihrereseits Interesse besteht und danach kümmere ich mich um die weitere Vorgehensweise.
mfg
reinhard, mba |
|
| Nach oben |
|

|
|
|
|
|
|
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
Powered by phpBB © phpBB Group
|
|
|
|