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Roderich Hopp * Ehrenmitglied *

Anmeldungsdatum: 17.05.2004 Beiträge: 947 Wohnort: Dorum-Mulsum
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Verfasst am: 12.Apr 2005 18:37 Titel: |
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Werter User hdschulz !
Ich möchte mich zuerst einmal für Ihre sehr ausführlichen und wertvollen Beiträge hier bedanken von denen ich auch dazu gelernt habe. Dasselbe gilt auch für die Ausführungen des User W.C. Hoffmann
Vor allem darüber ,dass Sie hier so wertvolle Hinweise über das Verhalten der Ureinwohner Amerikas gegeben haben. Diese waren mir zumindest teilweise bekannt.. Aber Sie haben schon recht mit Ihren Ausführungen. Die Indianer Nordamerikas waren sicherlich keine Winnetous und haben schon immer zu Ihrem Vorteil gehandelt. Und sie haben auch alle diese Dinge die Sie so detailliert aufgeführt haben zu ihrem Vorteil unternommen. Brandrodungen haben die Stämme der Waldindianer zuhauf vorgenommen auch im kanadischen Teil Nordamerikas. Nur der weiße Mann hat es i.d. FAll dank der besseren Werkzeuge noch viel schneller geschafft. Dies ist auch literarisch nachgewiesen.
Und Dank der guten Motorsägen von Stihl und Dolmar, geht auch das Abholzen der Regenwälder und der illegale Raubbau an Tropenhölzern viel schneller von statten wie mit der Axt und einer Zugsäge.
Es bestätigt aber auch das der Mensch durch sein Tun und Handeln schöpferisch tätig ist und das Gesicht unseres Planeten verändert. Und zwar schneller als es natürliche Abläufe in bestimmten Zyklen tun. Die von Ihnen geschilderten Verhaltensweisen der Indianer Nordamerikas habe ich auch teilweise bei den Stämmen in Südamerika feststellen können die mit der Zivilisation in Berührung kamen Es war erstaunlich festzustellen ,in welch kurzer Zeit die Kultur dieser Indios einen derart krassen Wandel erfuhr und sie sich ihrer Fähigkeiten und ihres Wissens selbst beraubten. Ich sage es mal in einem ganz simplen Beispiel.
Da niemand mehr Lust hat eine Schamanenausbildung zu machen. wird das über Jahrhunderte überlieferte Wissen vom Zusammenwirken und den Heilkräften der Pflanzen in den Regenwäldern, die uns noch nicht mal alle bekannt sind, verloren gehen. Unwiderruflich dann wenn die derzeitigen Schamanen aus Altersgründen weg sterben.
Ich wollte sie bezüglich der Zitate Antarktis sicher nicht verarschen, aber ich habe es ganz einfach überlesen, das ich in meinem Posting vom 04.04. ein Wort vergessen habe . Es sollte heißen die direkten Folgen der Erderwärmung ,,,,konnte das leider nicht ediitieren und bei Gomopa ist raus, raus.
Will damit sagen, dass Sie ,was die Abkühlung des Südpols anbelangt recht haben. Dies steht aber nicht im Widerspruch zur Erderwärmung die sich aufgrund der Umweltverschmutzung in gewissen Regionen der Erde nachweislich beschleunigt. Dies ist z.B. auch am Nordpol zu beobachten und wird von den Einwohnern Grönlands ,was die Erwärmung dort anbelangt auch so zur Kenntnis genommen. Gerade durch diese Extreme in den Wetterabläufen entstehen in intakten Systemen wie den Packeiszonen ungewöhnliche statische Spannungen die dann die Eigenschaften der Schelfeisplatten und auch Meeresströmungen derart verändern, und zwar so schnell dass uns dies durch das Eintreten von ungewöhnlichen Extrem-Ereignissen bewusst wird.
Die Einflüsse auf die Natur durch die Verhaltensweisen des Menschen insbesondere in den letzten 150 Jahren bestätigen Kernbohrungen in der Arktis und der Antarktis, wo der natürliche Verschmutzungsgrad durch z.B. Vulkanausbrüche und Ascheregen aus früheren Zeiten ebenso nachgewiesen werden konnte wie Verschmutzung durch Industrie- und Autoabgase aus der neueren Zeit
Dass, wenn sich an der grundlegenden Misere in der Ostsee nicht bald etwas ändert, der sog. Ostseedorsch aussterben wird, sind Forschungsergebnisse der Institute für Meeres- und Fischereibiologie aller Ostsee-Anrainerstaaten und Ergebnisse der jüngsten Forschungsreisen. Stand auch letzte Woche in Kurzform in den bekannten Tageszeitungen. Dies gilt bedingt durch die Erwärmung der Nordsee und des Atlantiks teilweise auch für den Kabeljau, dessen Populationen nicht nur durch stetige Überfischung hervorgerufen wird, sondern auch durch Veränderungen der Meeresströmungen und der Wassertemperaturen. Da der Mensch ja niemals schuld ist haben z.B. die Kanadier den erstarkten Robbenpopulatioen die Schuld an ihrer Kabel jaumiser gegeben um eine Erhöhung der Abschlachtzahlen für junge Robben unter 10 und bis 30 Tagen durchzusetzen. Der Erlös aus dem Mehrverkauf an Pelzen wird den kanadischen Fischern an der Ostküste als Ausgleichszahlung gewährt. Das die kanadischen Fischer durch ständige Überfischung zur Dezimierung der Kabeljaubestände und Fastvernichtung der Heilbuttbestände vor Neufundland mit dazu beigetragen haben wurde in diesem Zusammenhang nicht erwähnt.
Nachzulesen und mit Fotos dokumentiert u.a. in der SZ letzte Woche.
Zu Ihren Ausführungen bezüglich des Laichverhaltens möchte ich anmerken dass die Population des sog. Ostseedorsches aufgrund des niedrigeren Salzgehalts in der Ostsee nach dem Eindringen in die Ostsee als neuen Lebensraum nach der letzten Eiszeit ein anderes Laichverhalten entwickeln musste, und das in einem auf das Erdalter bezogen relativ kurzen Evolutionszeitraum. Durch klimatische Veränderungen und dadurch derzeit stärkere Einleitung von Süsswasser in die Ostsee, zunehmender Verschmutzung durch die Anrainerstaaten in den letzten Jahrzehnte und damit Absterben ganzer Regionen durch Faulschlammbildung hat sich diese Entwicklung noch beschleunigt. Hinzu kam noch der Druck durch die starke Befischung der letzten Jahrzehnte. Dies ist vereinfacht dargestellt das Forschungsergebnis der Meeresbiologen, bei uns z.B. der aus Hamburg und Kiel. Zitat aus ihrem Link in Ihrem letzten Beitrag vom 12.04.05Die Menschheit kann auf unterschiedlichste Arten in das bestehende Gleichgewicht eingreifen und Schaden anrichten, z.B. durch zusätzliche Nährstoffeinträge, großangelegte Fischerei, Gewässerverbauung, Einschleppen fremder Fischarten, Verunreinigungen mit Schwermetallen oder anderen chemischen Abfällen, künstliche Temperaturveränderung, usw.
Zwei Aspekte betreffen die Dorschbestände dabei am stärksten:
Zum Einen verschlimmern die an die Ostsee angrenzenden Nationen die ohnehin lebensfeindlichen Zustände innerhalb der sauerstoffarmen Tiefwasserschichten zusätzlich durch eine erhöhte Zufuhr von Pflanzennährstoffen wie z.B. Stickstoff- oder Phosphorverbindungen (siehe Stichwort "Eutrophierung" in "Die Ostsee - Ein kleines Meer mit großen Problemen" von Günther Nausch, IOW). Dies hat eine extreme Vermehrung von winzigen Algen zur Folge, die absterben, zum Meeresboden sinken und dort abgebaut werden müssen, wobei Sauerstoff verbraucht wird. Die Lebensbedingungen entwickeln sich in diesen Regionen für die beheimateten Lebewesen wie etwa für den Dorschlaich oftmals katastrophal. (Siehe "Der baltische Patient" von Olaf Kanter bei mare.) Zitat Ende.
Vor dreißig Jahren fing ich z.B vor Fehmarn mit der Angel noch Dorsche von über 15 Kg, heute -. gar nichts .Und das ist nicht nur allein auf die Überfischung der Bestände zurückzuführen.
Zu Ihrer Anmerkung bezüglich des Ablaichens des Dorsches in der Ostsee verweise ich u.a. auf die wissenschaftlichen Arbeiten der Universität Kiel und der Universität Hamburg, oder auch der Universität in Stettin, Danzig und Tallin.
Des weiteren werter User hdSchulz haben wir selbst in Salzwasserkreislaufanlagen das unterschiedliche Verhalten der befruchteten Eier von Kabeljau aus dem Atlantik ( Neufundland, Lofoten ) und von Eiern aus Dorschen die vor Estland gefangen wurden in der Praxis beobachten können.
Wir sollten hier auch nicht darüber streiten wer recht hat, sondern sondieren was zu tun ist damit es nicht noch schlimmer wird.
Zu den Mangrovenwäldern z. B. in Thailand schicke ich gerne mal Fotos von 1975, von 1980, 1990 und von 2004 und dann sehen sie was der Mensch mit der ursprünglichen Landschaft dort gemacht und damit auch bewirkt hat.
Mein Ältester hat es erfahren dürfen, dass ihm und meiner Schwiegertochter ein 30 Meter tiefer ,noch vorhandener Restgürtel des ursprünglichen Mangrovenwaldes, dahinter war ein Hotelkomplex, das Leben gerettet und am Hotelkomplex kaum Schaden angerichtet hat, während daneben ,wo der ursprüngliche Strand durch Menschenhand verändert wurde ,und die Flutwelle auf einer Breite von mehreren Km ungehindert ins Landesinnere eindringen konnte ,Tausende durch die Wucht der Flut umgekommen sind. Es ging in meinen Postings nur um das was der Mensch dort noch vom natürlichen Zustand der Küste übriggelassen hat. Und dies hat nichts mit einer geringeren oder stärkeren Besiedelungsdichte und damit einer geringeren Anzahl von Toten bei Nichtbesiedelung zu tun.
Wäre der Zustand von 1975 oder 1980 noch vorhanden gewesen, hätte dieses Ereignis weniger als die Hälfte an Menschenleben gekostet. Auch dies zeigt, das der Mensch durch bewusstes Eingreifen die Natur derart verändert, dass solche Ereignisse erstmal passieren können.
Wir brauchen doch nur an 2002 zurückdenken, an die sogenannte Jahrhundertflut in Ostdeutschland.
Die Höhe der Schäden hat och der Mensch mit zu verantworten, da er derart über Jahrzehnte regulierend in die Landschaft so eingegriffen hat, dass diese Ereignisse mit ihren Folgen erst möglich wurden..
Sie bestätigen dies doch auch mit Ihrem neuem Beitrag in Bezug auf den Mammut und Elefanten ,die für die damaligen Menschen ein relativ leichte Beute, darstellten und damit mit ihrem Verhalten auf Dauer die Bestände bedrohten.
Nichts anderes gescheiht doch heute auch mit dem Verschwinden von Tierrassen die der Mensch ausgerottet hat.
Dabei begab sich der Mensch damals sicher auch in Gefahr ,da andere Raubtiere von der leichten Beute des Menschen auch etwas abhaben wollten. Auch dies ist durch prähistorische Funde bewiesen worden.
Eine Münze wird immer nur eine Münze bleiben,und obwohl sie zwei verschiedene Seiten hat bleibt sie eins.
Ich stelle mit Erstaunen fest, das Sie mir immer wieder Ansichten unterstellen wie z.B diesen Hollywoodregisseur dessen Text ich dahingehend wirklich nicht kenne, geschweige den von dem auch nur einen Fim angeschaut habe.. Ich habe nur den Satz des werten Users W.C. Hofmann den dieser so eingestellt hatte und den Sie jetzt kritisieren, zitiert. Da sollten Sie sich dann bezüglich des Wahrheitsgehalts dieser Botschaft schon mit ihm auseinandersetzen und nicht mit mir.
Mir ist der Originaltext soweit er mitgeschrieben wurde bekannt, und diesbezüglich gibt es auch noch andere, viel bemerkenswertere Aussagen von Indianern wie z.B. Sitting Bull, oder Geronimo, die in der Bibliothek der Maryland University in Baltimore MD einzusehen sind.
Ich sitze auch bestimmt nicht in einer Ecke und lerne irgend etwas auswendig, werter hdSchulz. Was sich in den letzten 30 Jahren verändert hat das habe ich vor Ort gesehen und Veränderungen auch dokumentiert. Da Sie mich ,ohne mich zu kennen in eine bestimmte Gesinnungsecke einordnen, wäre ich froh, ich könnte recht viele Menschen davon überzeugen das es an der Zeit ist etwas zu tun. Dazu muß ich nicht ünbedingt einer grünen Front angehören oder einer Religion .Wissen Sie, ich habe vor gar nicht allzu langer Zeit ein gute Freundin in Brasilien verloren die für ihre Gesinnung und für ihre Einstellung, dem umweltverändernden Treiben der Menschen aus Profitgier Einhalt zu gebieten, ermordert wurde.
Ich lade Sie gerne ein, mich einmal für einige Zeit in den Regenwald oder in das Pantanal zu begleiten damit Sie sich selber davon überzeugen können, was Veränderungen und Verschmutzung der Umwelt in ganz kurzer Zeit hervorrufen können.
Kontroverse Bemerkungen bringen uns nicht weiter. Das sehen Sie doch auch aus der Reaktion in diesem Thread, der doch im Moment mehr oder weniger nur von unserer Auseinandersetzung lebt und von den Kommentaren des von mir ebenfalls geschätzten Users W.C: Hoffmann. Wir könnten ja gelegentlich unsere Meinungen ggf. auch per Mail oder Telefonat fortsetzen, ein PN genügt.
Und ich bin auch öfter mal in Hamburg, da lange im Speckgürtel und auch in HH selbst gewohnt.
Mit freundlichen Grüßen
Roderich Hopp |
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WC.Hofmann Pathfinder
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 355 Wohnort: in der Mitte Europas
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Verfasst am: 12.Apr 2005 22:54 Titel: Du sollst die Umwelt nicht verschmutzen! |
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[quote] tempolino34]
hm, wirklich interessant zu lesen (meine Anmerkung: ich stimme zu), dennoch bin ich der Meinung, dass sich die Natur nur an dem rächt, was zum Großteil die Menschheit kaputt gemacht hat. …Mutter Natur … /quote]
@topolino34
Die „Mutter Natur“ rächt sich für gar nix, - denn ihr ist schlicht und einfach alles schnuppe!
Wenn der Mensch die vermeintlichen Reaktionen der „Mutter Natur“ als persönlichen Angriff oder Eingriff in seine Lebensgrundlagen empfinden würde, dann wäre es doch höchste Zeit, über eine Koalition mit der „Mutter Natur“ nachzudenken. – Aber wird das denn nicht schon seit Urzeiten getan? Es gibt schöne Beispiele für „Umwelt- und Ressourcenschutz“ aus dem späten Mittelalter, wo sich aufgeweckte Fürsten und Grossgrundbesitzer diesen Aufgaben schon annahmen.
Wenn der Mensch die Biosphäre durch die inzwischen hinreichend bekannten anthropogenen „Vergewaltigungen“ weiterhin so belastet, dass ihm im wahrsten Sinne des Wortes in der ferneren Zukunft die Luft ausgeht, dann interessiert das die „Mutter Natur“ nicht, denn die passt sich an die für die Menschen verkorkste Situation an und entwickelt sich entsprechend den klimatischen Randbedingungen weiter. Da wird die derzeitige Artenvielfalt kräftig aufgemischt. – Und wen interessiert das dann noch? – Noch nicht mal mehr die „politische“ Wahrsagerin vor der grossen Glaskugel.
Ich bin dennoch sehr zuversichtlich, dass die Menschheit noch einen beachtlichen Weg zurücklegen darf, bis die Lichter endgültig ausgehen. Bisher hat noch jede Generation die Sünden der Vorgänger gepackt. Natürlich nehmen die Vorsorgeverpflichtungen aufgrund des Wissenschaftssprungs gerade in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts und heute unvergleichlich zu. Genau darin liegt aber auch die grosse Chance, für die unmittelbar nachfolgende und spätere Generationen fundierte Konzepte und Lösungen „pro Mutter Natur“ als Handlungsmaxime zu beherzigen.
User @topolino34, - Kopf hoch und niemals resignieren!
@hdschulz
Sie haben in Ihren beiden letzten Postings ja wieder richtig zugeschlagen. Ja, ich bin sehr positiv beeindruckt, zumal Sie ganz allgemein der „umweltrelevanter Gefühlsdusselei“ eine kräftige Absage erteilen, ohne das wesentliche dabei aus dem Auge zu lassen, - die „Mutter Natur“. Ich betone dies, weil ich auch zwischen Ihren Zeilen lese und inzwischen absolut überzeugt bin, dass Ihnen die gesamte „Umweltproblematik“ mit ihren vielen Facetten ebenso am Herzen liegt, wie z.B. dem User Roderich Hopp. Ich gehe sogar davon aus, dass Sie letztlich die Anliegen von R. Hopp im Kern unterstützen, - allerdings wünschen Sie ein Engagement zur Lösung der Zukunftsprobleme vornehmlich auf der Grundlage wissenschaftlich und technologisch fundierter Ansätze, denn Sie lehnen so wie auch ich „dogmatische Heilslehren mit Grünspan ab. Dieses Ansinnen unterstütze ich (fast) vorbehaltlos, zumal auch ich ohne die wissenschaftliche Nachweisführung, sei es nun in der modellhaften Simulation oder im grossen Feldversuch, wohl kaum Argumente für den jeweils notwendigen Handlungsrahmen erkennen könnte.
Sie schrieben am 11. April:
| Zitat: |
| So wird immer noch eine "ökologische Sau" nach der anderen mit viel Brimborium durch's Dorf getrieben, die Journaille hat ihr Thema, die Politiker möchten sich als Problemlöser oder zumindest als "betroffen" darstellen – Fakten und Nachweise stören dabei, wenn sie nicht passen. |
Für diese Feststellung gibt es, wenn ich Sie hier richtig verstanden habe, natürlich unzählige Beispiele. - So wurde im März d.J. im Braunkohlekraftwerk Weisweiler vom Betreiber RWE Power ein Versuch durchgeführt, der den Nachweis für die thermische Nutzung von vorsortierten Haus- und Gewerbemüll, also einem sog. Ersatzbrennstoff oder auch einem Brennstoffsubstitut, in einem kalorischen Kraftwerk zum Ziel hatte. Dabei ist festzuhalten, dass die Filtertechnik des KW Weisweiler nicht gemäss der 17. BImSchV ausgelegt ist. Die Standards der TA-Luft werden hingegen sehr streng beachtet. – Es gab in der Bevölkerung der Region grosse Irritationen und gar öffentliche Anfeindungen gegen den Betreiber, die es vielleicht im Vorfeld des Genehmigungsantrages beim zuständigen RP in Köln versäumt hatten, insbesondere die Lokalpolitiker von der Unbedenklichkeit dieser Nachweisführung zu überzeugen. Natürlich ist eine speziell aussortierte Hausmüllfraktion zur thermischen Verwertung nicht vergleichbar mit einer unsortierten Fraktion aus der Mülltonne. Es handelt sich hier um eine Fraktion, aus der die sog. „Störstoffe“ aussortiert wurden; der TS-Gehalt ist ca. 85% und der untere Heizwert liegt in der Regel bei 16.500-19.000 kJ/kg, - also ein hervorragender Ersatzbrennstoff, der ja als „Recycling“-Produkt i.d.R. gar nicht bei der thermischen Nutzung der 17. BImSchV unterliegen muss. Aber wie man der Presse entnehmen konnte, wurde hier wieder eine „ökologische Sau“ durch die Strassen der Anrainergemeinden getrieben, und zwar jetzt mit dem Argument, „ihr habt doch eine sehr teure und nicht ausgelastete Müllverbrennungsanlage hinter dem Kraftwerk Weisweiler stehen“ und zudem wird die Staubbelastung in der Abgasfahne „zu hoch“ und unverhältnismässig mit „Schadgasen“ angereichert. Ein Ltd. Baudirektor aus irgendeiner Amtsstube behauptete sogar in einem Leserbrief in der AVZ, dass möglicherweise die Abgase der Versuchsverbrennung „durch die Kühltürme“ abgeleitet würden. - [Das technische Urteilvermögen dieses diplomierten Bauingenieurs garantiert ihm jedenfalls seinen sicheren Amtssessel.] - Viele Leute, die früher aus ideologischen Gründen gegen die MVA in Weisweiler wetterten, suchen nun neue „ökologische Zielobjekte“ für die öffentlichen Ohrwatschen. Denn eins ist doch klar: die thermische Verwertung von Abfällen in einer modernen MVA ist auch bei den rational denkenden „Grünen“ und anderen früheren Gegnern dieses „Entsorgungsanschlusszwangs“ inzwischen auch politisch akzeptierter Stand der Technik.
Alleine über dieses kleine Problem liesse sich spielend ein abendfüllender Vortrag halten. Und je nachdem, wie gut die Argumente „pro Brennstoffsubstitut“ vom Vortragenden gewählt und auch vom eher „skeptischen Auditorium“ aufgenommen werden, wird das „ökologische Schweinevieh“ auch schnell geschlachtet, - Thema erledigt – nun die nächste Wildsau auf die Schlachtbank.
Sie antworteten auf mein Posting:
| Zitat: |
| Ihren Anmerkungen zur Mülltrennung als "von den Hohepriestern der neuen Heilslehre verhängte Buße" möchte ich teilweise widersprechen: Recycling von Rohstoffen ist das wichtigste natürliche ökologische Prinzip, keine Frage, doch wer sagt, daß der Müll im Haushalt (vom Sünder) getrennt werden muß? |
Ich schrieb vorher aber folgendes auf eine Ihrer früheren Anmerkungen:
| Zitat: |
| Ich teile Ihre Meinung allerdings nicht ganz, wenn Sie meinen, die "Propheten und die Hohen Priester der neuen Heilslehre" würden uns Bußen auferlegen, z.B. die Mülltrennung und das Dosenpfand, um bei Ihren Beispielen zu bleiben. – Die gesetzlich vorgeschriebene Mülltrennung hat sehr wesentlich dazu beigetragen, dass heute die verschiedenen Abfallkontingente als eine wichtige Voraussetzung für eine notwendige Sekundärrohstoffwirtschaft anerkannt sind. Das Dosenpfand ist m.E. normalerweise entbehrlich, da die stoffliche Verwertung des Abfalls eh gesetzlich vorgeschrieben ist. Aber es erzieht doch den einen oder anderen Lümmel dazu, die leere Dose eher nicht einfach in die Botanik zu werfen. |
Ich bitte diese sachliche Richtigstellung zu beachten. – Ich habe dennoch sehr wohl im Gesamtzusammenhang gemerkt, dass Ihnen die händische Mülltrennung im Haushalt missfällt. Ohne auf die frühere Entsorgungspraxis eingehen zu wollen - (die werden Sie kennen; ich kann aus der langjährigen Mitarbeit in zwei Umweltausschüssen schöpfen) - , stimme ich zu, dass wir aufgrund des hohen Standes der mechanischen Sortiertechnik vielleicht heute besser den ganzen Abfall wieder in eine Tonne schmeissen. Die mechanisierte Sortierung garantiert inzwischen eine sehr gute Trennschärfe, die händisch wohl kaum zu erzielen ist. Dennoch bleibe ich dabei: Die aufgrund gesetzlicher Erlasse in den Gemeindeordnungen festgelegte Trennung nach Wertstoff- und Abfalltonne sowie ggf. Grüne Tonne anstatt Eigenkompostierung hat in der Vergangenheit ein nachhaltiges Bewusstsein im Verhältnis zum Abfall als Restmüll geweckt, zumal der Bürger spätestens im jährlichen Gebührenbescheid die Kosten für die Entsorgung des Restmüll schwarz auf weiss bekommt. – Dennoch, wir dürfen auch hier nicht stehen bleiben, sondern sollten neue Modelle in der Abfallverwertung aufgreifen.
@hdschulz, zu Ihren weiteren Ausführungen ist aus meiner Sicht zu sagen: Ich habe wieder einige Fakten aus der Historie dazugelernt. Ihre Hinweise auf die Verhaltensweise der indigenen Völker Nordamerikas fand ich absolut richtig. Diese und vergleichbare Völker auf unserem Globus hatten trotz nachgewiesener Verehrung für die „Mutter Natur“, die sich ja vielleicht für die eine oder andere Attacke rächen könnte, aufgrund der „Rohstoffsicherung“ (wie z.B. die Talg- und Ölgewinnung) ein Verhältnis zur Kreatur, die wir vielleicht heute ablehnen. Wenn ich nun in unserer Zeit an das regelmässige Abschlachten von Seehunden oder an Walfangschiffe denke, wird mir eher noch übler. – Soviel zu Ihren aufklärenden Bemerkungen.
Zum Abschluss ein Wort zu Ihrer Cree-Weissagung in abgewandelter Form:
Als liberaler Sozialdemokrat kann ich es verkraften, auch mal auf „Liberales & Libertäres aus Oberfranken“ hinzuweisen, auch wenn wir in NRW am 22. Mai vor einer wichtigen Landtagswahl stehen.
http://www.antibuerokratieteam.de/index.php?p=88
Der Bericht über das Schicksal der Elefanten war mal wieder „mitten aus dem Leben“.
Danach hat mir der Bericht über den Dorsch und seine Verbreitung, den Sie auf der Website der Uni Kiel gefunden hatten, gut getan. – Ich bekam mächtig Hunger.
Aus Ihrem Nachtrag http://cafehayek.typepad.com/hayek/2005/04/living_in_harmo.html
„a short cutaway“:
“To live harmoniously with nature is to understand and accept natural forces.” – Passt doch gut zum Thema!
@Roderich Hopp, ich habe gerade erst Ihren letzten Beitrag lesen können, bevor ich den vorbereiteten Text einstellen wollte. Ich kann jetzt aus Zeitgründen nicht mehr darauf eingehen. Ich bin aber überzeugt davon, dass @hdschulz Ihre persönlichen Erfahrungen, die Sie von Ihren Erlebnisreisen schildern, nicht in Zweifel ziehen wird. Mich regen Ihre Gedanken zum Nachdenken an, dabei muss ich nicht alle von Ihnen gemachten Vorbehalte als Regelfall hinnehmen. - [Vielleicht habe ich mich jetzt in der Eile falsch ausgedrückt].
@all – Wir sollten das Dogmatische aus der Diskussion herauslassen. Davon verstehe ich als akademischer Schlosser nix!
Allen meinen Respekt und freundliche Grüsse
WC.Hofmann
P.S.: Roderich Hopp, in meinem Familiennamen bitte immer nur ein „f“ schreiben. Ich könnte meinen Wunsch noch ein wenig unterstreichen und würde damit auch noch Spass erzeugen. – Richtig ist, dass meinem Ur-Ur-Ur-Grossvater im Jahr 1823 bei einer Trauung in Grossenhain/Sachsen ein „f“ aus dem Familiennamen geklaut wurde! |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 953
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Verfasst am: 15.Apr 2005 16:28 Titel: |
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@ Roderich Hopp
Herzlichen Dank für Ihren ausführlichen, konstruktiven Beitrag – Ihr Bedauern über Umweltveränderungen insbesondere in Ländern der sog. "Dritten Welt" teile ich weitestgehend. Daß der Mensch seine Umwelt intensiv beeinflußt, habe ich nie bestritten. Im Gegenteil, ich habe sogar dargelegt, daß dies bereits seit sehr langer Zeit der Fall ist. Insofern stimme ich zu. Die Schilderungen von Ihren Reiseerlebnissen sind plausibel.
Worüber wir uns womöglich nicht mehr einig werden, ist die Beurteilung von ursächlichen Zusammenhängen und daraus abgeleiteten Zukunftsprognosen, denen ich in jedem Fall sehr skeptisch gegenüberstehe, weil in den meisten Fällen die Verhältnisse anders und viel komplizierter sind, als es uns die ökologischen Besserwisser erzählen wollen.
Jeder halbgebildete Phrasendrescher erklärt uns heute die Welt und die ökologischen Verhältnisse nach seinem Universalstrickmuster, das in leicht abgewandelter Form überall paßt und ungefähr so aussieht:
Der moderne Mensch steht – anders als seine Vorfahren – nicht mehr in Einklang mit der Natur.
Je weiter die Technik fortschreitet, um so weiter entfernt sich der Mensch von der Natur, die er durch Nutzung technischer Verfahren zerstört. Die kapitalistische Wirtschaftsordnung fördert die Nutzung der Technik, deshalb ist sie umweltschädlich. Wenn wir schon nicht die kapitalistische Wirtschaftsform abschaffen können, weil sie sich leider als die effektivste herausgestellt hat, so müssen wir ihr doch stets mit Mißtrauen begegnen und sie bremsen, wo immer es geht. Wo sich Verfahren und Zustände des vorindustriellen Zeitalters – als der Mensch sich noch im Einklang mit der Natur befand – reaktivieren lassen, müssen sie nach Kräften gefördert werden. Die Menschen wissen im Allgemeinen nicht, was für sie gut ist und streben nur nach kurzfristigem Gewinn, deshalb müssen die wenigen erleuchteten politisch korrekten Gutmenschen, die die Zusammenhänge erkannt haben, die Menschen belehren, wo immer es geht und danach streben, die politische Macht zu erobern, damit sie ihre Vorstellungen zum Wohle der Allgemeinheit auch durchsetzen können. Da die meisten Menschen zu dumm sind, die Verhältnisse richtig zu erkennen, müssen wir unsere Darstellungen übertreiben. Wenn sich herausstellen sollte, daß wir Unrecht hatten, haben wir sie wenigstens zu ökologisch korrektem Verhalten erzogen.
Dieses Credo finden Sie natürlich nirgendwo schriftlich fixiert, jedoch haben es die Ökologisten so oder ähnlich verinnerlicht.
Gelegentlich lassen sie auch schon mal die Katze aus dem Sack, wie vor einiger Zeit eine grüne NRW-Landtagsabgeordnete, die den letzten Satz meiner Beschreibung dieses Credos sinngemäß in einer Talkshow so von sich gab.
Das Credo ist inzwischen in weiten Kreisen unserer Lehrerschaft, Gewerkschaft, Beamtenschaft und bis weit in das sog. Bildungsbürgertum hinein mehrheitsfähig und seine politische Umsetzung ist m.E. eine der Ursachen dafür, daß sich Deutschland in Bezug auf die Wirtschaftsentwicklung ans Ende des europäischen Geleitzugs hat durchreichen lassen.
Daß seine zentrale Feststellung nicht stimmt, habe ich in einem amerikanischen liberalen Blog an einem Beispiel sehr schön erklärt gefunden. (den Link habe ich schon eingestellt)
Weil ich es so treffend fand, habe ich versucht, es zu übersetzen:
| Zitat: |
Leben in Harmonie mit der Natur
Von Don Boudreaux
Während unserer Zeit in Orlando besuchten meine Familie und ich "Sea World".
In der Abteilung der Manatees (Süßwasser-Seekühe) wurde uns ein kurzer Aufklärungsfilm vorgeführt, dessen Eröffnungsszene einen Indianer zeigte, der sein Kanu durch kristallklares Wasser paddelte, während der Ansager das Publikum informierte, daß die Indianer " in Harmonie mit der Natur lebten."
Wie selbstverständlich unterstellte der Film, daß wir modernen Menschen nicht in Harmonie mit der Natur leben, und eine Konsequenz unserer unharmonischen Existenz sei die Beinaheausrottung der Manatees.
Ich möchte hier nicht über die Manatees schreiben. Ich möchte nur meinen Teil dazu beitragen, daß die Legende zerstört wird, der moderne, zivilisierte Mensche lebe weniger harmonisch mit der Natur als die sogenannten präkolumbianischen Indianer. Wir modernen Menschen leben harmonischer – viel harmonischer – mit der Natur als unsere primitiveren Vorfahren.
Mit der Natur im Einklang zu leben, heißt die Natur und ihre Kräfte zu verstehen und zu akzeptieren. Je größer dieses Verständnis und die Akzeptanz, desto größer die Harmonie. Weil wir heute soviel mehr über Physik, Chemie, Biologie, Physiologie, Ökologie, Metallurgie, Klimatologie und die vielen anderen "Logien" wissen als früher, leben wir sehr viel harmonischer mit der Natur.
Präkolumbianische Völker lebten einfach, das ist klar, aber laßt uns aufhören, Unwissenheit und Armut mit Harmonie zu verwechseln. Es ist ein ausgemachter Mythos – man könnte sagen einen städtischer Mythos – daß primitive Völker mit der Natur im Einklang lebten. Die Natur bedrohte und zerstörte ihr Dasein. Die Natur brachte sie ins frühe Grab. Ihre Unkenntnis der naturwissenschaftlichen Zusammenhänge verhinderte, daß sie materielle Erfolge erzielten. Vor den imaginären Regengöttern zu tanzen oder für ein an einer bakteriellen Infektion sterbendes Kind zu singen und zu beten heißt nicht, mit der Natur in Einklang zu leben; es bedeutet das genaue Gegenteil! Die Natur nimmt ihren Lauf – regnet nicht auf das Getreidefeld, läßt Bakterien in der Lunge eines Kindes wachsen – während Menschen, die von der Natur so wenig wissen wie die Natur von den Menschen, singen, beten, barmen, tanzen, Totempfähle errichten, opfern, Blätter und Zweige rituell verbrennen, alles in dem sinnlosen, uneffektiven Bemühen, die Probleme zu lösen.
Wir Heutigen sind es, mit unserem Wissen, wie man mit Hilfe von Wissenschaft und Technik Felder bewässert und wie man Antibiotika herstellt und anwendet, die harmonisch mit der Natur leben. Wir hoffen nicht auf Wunder. Wir erwarten nicht von der Natur, daß sie ihre Gesetzmäßigkeiten ändert, nur weil wir in unserer Überheblichkeit es so wünschen. Wir akzeptieren die Naturgesetze und arbeiten mit ihnen.
Die Kräfte der Natur sind wie sie sind. Das Beten um Wunder ist zwecklos; diese Kräfte bewirken, was sie bewirken müssen. Nur von Menschen, die diese Kräfte verstehen und wissen, wie man ihnen mit anderen natürlichen Kräften entgegenwirkt oder sie verstärkt oder unterstützt oder ändert, kann man wirklich behaupten, daß sie mit der Natur im Einklang leben. Es ist die Wissenschaft – rationales Denken, Skepsis, kritische Untersuchung – die größere Übereinstimmung mit der Natur hervorruft. |
Soweit meine, sicherlich etwas holprige Übersetzung, ich denke, man versteht den Sinn.
Ich muß gestehen, daß ich Sie nach Ihren ersten Statements für einen Anhänger des obigen Ökologisten-Credos gehalten habe, dessen Zentralaussage in der "Weissagung der Cree" – angeblich enthalten in der Rede des Häuptlings Seattle im Jahr 1854 – ja ihre mythologische Überhöhung findet und die Sie ja auch wohl für historisch wahr, authentisch und von der Wirklichkeit bestätigt gehalten haben:
| Zitat: |
Mir ist die ganze Rede geläufig denn diese war und ist kein ökologisches Geschwafel eines Wilden, für mich auch keine Vorhersage, sondern es sind nur die Gedanken eines Mannes der die Tragweite des Handelns und die Folgen für die Natur schon damals glasklar erkannt hat....
.........Mir ist der Originaltext soweit er mitgeschrieben wurde bekannt......
.........Ich stelle mit Erstaunen fest, das Sie mir immer wieder Ansichten unterstellen wie z.B diesen Hollywoodregisseur dessen Text ich dahingehend wirklich nicht kenne..... |
Habe ich mich so unklar ausgedrückt? Noch einmal: Sie kennen nicht die Gedanken eines Mannes, der die Folgen für die Natur schon vor 150 Jahren glasklar erkannt hat, sondern nur den Text einer Hollywood-Figur, den ein gewisser Ted Perry im Jahr 1972 für ein Filmdrehbuch geschrieben hat. Es gibt keine Niederschrift des Originaltextes. Soweit er 33 Jahre später von einem Zeugen niedergeschrieben wurde, fehlen die Hinweise auf Ökologie und Naturzerstörung völlig.
Zitat aus "Wikipedia":
| Zitat: |
Bekannt wurde Häuptling Seattle durch die Rede, die er im Januar 1854 bei einer Anhörung vor Isaac I. Stevens, dem Gouverneur der Washington Territories, und nicht wie oft behauptet, vor dem amerikanischen Präsidenten Franklin Pierce, gehalten hatte. Die Tatsache der Rede und ihre Dauer von etwa einer halben Stunde sind historisch dokumentiert. Allerdings gibt es keine authentische Niederschrift des Inhalts. Die erste bekannte Version wurde erst 33 Jahre später, 1887, von Dr. Henry A. Smith in der Zeitung Seattle Sunday Star veröffentlicht. Bereits bei dieser Version gibt es starke Zweifel an der Genauigkeit von Smith’s Überlieferung. Zwar ist sicher, dass Smith bei Seattles Rede anwesend war, allerdings hat er Seattle kaum verstanden, da dieser die Rede nicht auf Englisch, sondern in seiner eigenen Sprache hielt. Eine Übersetzung hat es wenn überhaupt nur auszugsweise in Englisch oder wahrscheinlicher in Chinook gegeben. Die blumigen und heroischen Formulierungen gelten daher als Werk Smith’s. Hinweise auf Ökologie und Naturzerstörung fehlen in dieser Version noch völlig. Ein zentraler Punkt der Rede ist vielmehr die Bedeutung des Landes für den Ahnen und Totenkult der Indianer, ein zentraler und wahrscheinlich authentischer Satz lautet auch: "Jeder Teil dieses Landes ist meinem Volk heilig."
Eine zweite Version der Rede entstand in den 1960er Jahren, als William Arrosmith die erste Version in ein moderneres Englisch übertrug ohne sie im Inhalt zu verändern. Populär wurde die Rede aber erst mit der dritten Version, die in den 1970er und 1980er Jahren in Umlauf kam. Sie hat nur noch sehr geringe Ähnlichkeit mit der ersten Version und wurde 1972 von Ted Perry für einen Film über Ökologie verfaßt. Diese Version, und eine darauf basierende etwas gekürzte vierte Variante, stellen Häuptling Seattle fantasievoll als einen frühen ökologischen Visionär dar, der über die Einsichten seines Volkes in das Wesen der Natur und des Menschen spricht. |
Ich gebe zu, daß gerade in Deutschland die Vorstellung von der Authentizität des Textes von den Ökologisten gerne aufrecht erhalten wird – in Amerika weiß jedes Kind, daß es sich dabei um Text aus der "Hollywood-Traumwelt" handelt.
Ich will Ihnen diesen Irrtum auch gar nicht zum Vorwurf machen, ist er doch nur ein Beispiel dafür, wie leicht es die Ökologisten haben, ihre Ideologie zu verbreiten.
Sie sind denen noch mehrfach auf den Leim gegangen, z.B. glauben Sie offensichtlich die Behauptung von der Schuld des Menschen an der "Jahrhundertflut" der Elbe im Jahr 2002 wegen angeblicher "Versiegelung der Landschaft". Diese Behauptung ist zwar populär und absolut konsensfähig, jedoch nachweislich so nicht richtig.
Ich war vor zwei Wochen in Wertheim am Main, einem hübschen kleinen Städtchen mit einem gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern, das im Zweiten Weltkrieg unzerstört blieb, in seiner exponierten Lage an der Mündung der Tauber aber immer wieder von Hochwasser heimgesucht wird.
Dort sind an etlichen Häusern Hochwassermarken zu sehen, an einem besonders alten Haus gar aus fünf Jahrhunderten. Zu meiner Überraschung stammte die höchste Marke dort aus dem Jahr 1684, die nächsthöchsten 2 Marken hatten die 17 als Jahrhundertzahl.
Wie das? Haben bereits unsere Vorfahren die Landschaft versiegelt? Sind die Marken nicht echt? Hat sich der Untergrund in neuerer Zeit gehoben? Ein bißchen Nachdenken und Nachrechnen hilft auch hier:
Von den 356.697 km² der Bundesrepublik entfallen 12,2% auf Siedlungs- und Verkehrsfläche. Davon sind nur 1% durch Häuser, Garagen und Zufahrten "versiegelt" und 5% dienen als Verkehrsfläche. Der Flächenanteil der besonders umstrittenen Bundesstraßen und Autobahnen macht gerade nur mal 0,19% aus. Weiterhin sind 2,5% der Fläche Felsen u.ä., die neben den 1,8% Wasserfläche ohnehin kaum Wasser versickern lassen. Der Erftwasserverband hat durch einen ingenieurwissenschaftlichen Modellversuch die Bodenversiegelungstheorie experimentell überprüfen lassen und ist zu dem Ergebnis gekommen, daß die Versiegelung ein Mehr an Wasser von nicht einmal 1% erbringt.
(Aus "Heinz Hug, Der tägliche Ökohorror", Nachdruck der 2. Auflage 2004, Seite 29, Originalquellenangaben dort)
Übrigens macht man dieselbe Erfahrung mit Höchstwassermarken aus längst vergangener Zeit auch bei uns am Rhein und an der Elbe.
Da wir gerade beim Wasser sind möchte ich noch auf einen weiteren Umweltmythos eingehen:
Wahrscheinlich sind auch Sie überzeugter Wassersparer und gehen mit der "Ressource Frischwasser" sparsam um, wie es uns von den Ökologisten bei Strafe der Brandmarkung als Umweltfrevler vorgeschrieben wird. Dabei werden uns von denen die hanebüchensten Begründungen geliefert, so als sei Wasser eine in der Menge abnehmende Ressource wie etwa Öl und Wassersparen bei uns käme z.B. der Sahelzone oder anderen Trockengebieten zu Gute – das Gegenteil ist der Fall!
Was aber, wenn Trinkwassersparen bei uns in Wahrheit der Umwelt sogar mehr schadet als nützt???
Diese alle Ökologisten massiv provozierende These haben zwei Wissenschaftler der Uni Hannover aufgestellt und überzeugend belegt. Unter dem Titel: "Wassersparen in Deutschland ist Unsinn" nachzulesen unter
http://www.fh-mainz.de/institute/forster/wasser-wassersparen.htm.
Ich möchte hier nicht weiter auf Einzelheiten eingehen, nur soviel: Die Wissenschaftler schlagen eine umweltverträgliche Lösung der Probleme vor, deren Umsetzung sie wegen der ideologischen Verbohrtheit und falschen Denkansätze der Ökologisten für kaum durchsetzbar erachten.
Soweit sind wir also inzwischen! Genau dieser Zustand unseres Gemeinwesens ist die Ursache für meine empfindlichen Reaktionen, wenn ich mit ökologistischem Gedankengut konfrontiert werde, was ich bei Ihnen vermutet habe.
Was den Ostseedorsch anbelangt finde ich es interessant, daß Sie selbst an Untersuchungen über das Laichverhalten beteiligt waren. Kann man Näheres erfahren?
Sie wissen dann auch, daß dem Dorschlaich eine Wasserdichte zum Schweben ausreicht, die einer Salzkonzentration von 11 Promille entspricht, die in den tieferen Schichten unter seinen Laichgebieten mit ca. 20 Promille locker erreicht wird. Ein anderes Problem ist natürlich die Abnahme der Sauerstoffkonzentration dort unten, was durch Verunreinigung und den Düngereintrag aus den Flüssen verschärft wird.
Aber hier ist von einer Verbesserung der Situation auszugehen: die Bauern kriegen das Problem in Zusammenarbeit mit der Düngemittelindustrie zunehmend in den Griff und die Flüsse werden auch in den östlichen Ostseeanrainerstaaten zunehmend sauberer, wie schon bei uns.
Hier bei uns am Rhein hat ein guter Bekannter übrigens vorige Woche einen kapitalen Lachs an Land gezogen; wenn sich die Prophezeiungen der Ökologisten, wie sie sie bis vor wenigen Jahren noch von sich gegeben haben, erfüllt hätten, wäre das gar nicht möglich gewesen.
Sicher werden Sie es auch verstehen, wenn ich ihnen wünsche, daß es diesen Herbst im Kattegatt ein paar ordentliche Nordwest-Sturmfluten gibt. Ein paar Jahre danach würde ich mit Ihnen gerne vor Fehmarn auf Dorsch angeln – ich bin mir ziemlich sicher, daß es den dort wieder geben wird, vorausgesetzt, es werden vernünftige Fangquoten und –methoden eingehalten.
Immerhin hat sich die Situation bei anderen Fischarten ja bereits entspannt, ich erinnere an den Hering, den die Ökologisten auch schon auf dem Weg zur Ausrottung wähnten.
Noch einmal kurz zurück zum Problem Erderwärmung und Kyoto-Protokoll.
Daß sich die Erde im Durchschnitt der gemessenen Temperaturen seit einigen Jahren erwärmt, ist keine Frage, wie groß der Anteil des Menschen daran ist, aber sehr wohl. Es spricht vieles dafür, daß dieser Anteil eher zu vernachlässigen ist.
Es steht fest, daß das Erdklima in noch nicht genau verstandenen Zyklen ständig im Fluß ist, (alle aktuellen Klimamodelle aus dem Computer sind unvollständig, möglicherweise hat man grundlegende Abhängigkeiten noch nicht richtig verstanden, dann hilft auch keine Erhöhung der Rechenkapazität!) d.h. die Menschheit wird sich, sofern es sie dann noch gibt, sowohl auf eine neue Eiszeit als auch auf eine extremere Warmzeit einzurichten haben. Vor ca. dreißig Jahren hat die Mehrzahl der Katastrophenpropheten übrigens mal vor einer bevorstehenden neuen Eiszeit gewarnt! Ein bißchen mehr Gelassenheit und Skepsis gegenüber den Weissagungen der Katastrophengurus ist angebracht.
Wenn ich im Fernsehen bei der Berichterstattung über Klimafragen einen gewissen, indisch aussehenden, deutschen Klimatologen sehe, wird mir regelmäßig übel. Was ich absolut nicht leiden kann, ist "Die Anmaßung von Wissen" (Hayek) sowohl im politischen, wie im wissenschaftlichen Bereich.
Dazu ganz neu:
| Zitat: |
Dirk Maxeiner 14.04.2005 11:09
Explosive Erkenntnis
Zwei Klimaforscher der Universität von Rochester haben einen besonders pfiffigen Einfall gehabt, wie man die Zuverlässigkeit von Computer-Prognosen des künftigen Klimas überprüfen kann. Ein besonders verdienstvolles Unterfangen, weil die gesamte Klima-Diskussion auf den Aussagen solcher Rechenmodelle fußt. Die Idee der beiden war ganz einfach. Zunächst erfassten sie alle Klimaveränderungen, die in den Jahren nach dem Ausbruch des Vulkans Pinatubo (der größte des 20. Jahrhunderts) real messbar waren. Die Staubwolke des Vulkans (1991) verteilte sich global, ließ weniger Sonnenlicht durch und führte zu einer Abkühlung der Erdatmosphäre von 0,5 Grad. Das erstaunlich aber: Das Weltklima kehrte sehr viel schneller als erwartet wieder in den Zustand vor der Explosion zurück. Die Forscher vermuten einen bislang unbekannten Selbst-Regulierungs-Mechanismus. Kein Wunder also: Mit den Messungen gefütterte Computermodelle konnten die rasche Erholung – also die Wirklichkeit - nicht simulieren. Dies zeigt einmal mehr, auf welch wackeligen Beinen die gängigen Klimaszenarien stehen.
Mehr darüber hier: http://www.physorg.com/news3694.html |
So – nun reicht's aber. Ich möchte noch einmal ausdrücklich betonen, daß ich Ihre Bedenken bezüglich der Eingriffe des Menschen in seine Umwelt teile. Ich bin jedoch dezidiert der Meinung, daß wir nicht auf dem Weg in die Katastrophe sind und vernünftige Lösungen finden können – dazu müssen wir uns aber zunächst aus der Bevormundung durch die Gralshüter der reinen Umweltlehre befreien.
Am besten, in dem wir sie einfach nicht mehr wählen.
@ W.C.Hofmann
Sie haben mich ja schon ziemlich gut durchschaut und ich denke, Einiges von dem, was ich oben geschrieben habe, wird auch Sie interessieren.
Speziell für Sie habe ich noch einen interessanten Link zur Problematik der Mülltrennung in deutschen Haushalten.
Ich kann mir nicht helfen, ich empfinde das nach wie vor als Buße, auferlegt von den Hohepriestern der neuen Heilslehre.
http://www.mueller-ullrich.com/documents/Mull.htm
Weiter oben haben Sie irgendwo mal sinngemäß geschrieben, daß man ja mit dem Dosenpfand doch wenigstens den einen oder anderen Rowdy davon abhalten könne, seine Dosen in die Botanik zu werfen.
O.k., dieser "Kollateralnutzen" mag ja ganz nett sein, andererseits bin ich strikt dagegen, daß die Politiker versuchen, mit Gesetzesregelungen das Volk zu erziehen.
Die Menschen sind wie sie sind, sie lernen durch Vorbild, Beispiel und Erfahrung.
In diesem Fall bin ich sehr dafür, dem Rowdy einen saftigen Schadensersatz (Aufräum- und Säuberungskosten) aufzubrummen, wenn er die Umwelt verschmutzt. (das gilt natürlich auch für andere Übeltäter), doch sollten sich die Politiker (besonders einer bestimmten Farbe) abgewöhnen, die Menschheit erziehen zu wollen.
Wenn Sie liberaler Sozialdemokrat sind, wird Sie möglicherweise das "Gründungspamphlet" einer Gruppe ehemals Linker interessieren, die sich dem Liberalismus (nicht der FDP) zugewandt haben.
Ich habe mich in weiten Passagen wiedererkannt und hoffe, daß sich ihnen möglichst viele Linke anschließen.
http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/einladung-zu-einem-ersten-treffen-der.html
Auch wenn wir hier nur noch zu Dritt diskutieren, möchte ich mich nicht nur per PN austauschen, wie es Roderich Hopp angedeutet hat.
Ich weiß, daß Einige hier mitlesen, und wenn ich den Einen oder Anderen zum Nachdenken über grüne Heilslehren bringen kann, bin ich schon froh.
In diesem Sinne Allen ein frohes Wochenende.
hdschulz |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 15.Apr 2005 19:18 Titel: |
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| Zitat: |
| ...daß Einige hier mitlesen, und wenn ich den Einen oder Anderen zum Nachdenken über grüne Heilslehren bringen kann, bin ich schon froh. |
Und ich bin froh mitzulesen und einige Erkenntnisse gewonnen zu haben,
die ich in dieser Form sicher nicht recherchiert hätte.
Schönes Wochenende
Ronald |
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Rainer Dressler Specialist
Anmeldungsdatum: 31.03.2005 Beiträge: 50 Wohnort: Schwarzwald
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Verfasst am: 16.Apr 2005 17:41 Titel: |
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Lieber hdschulz,
ich möchte mich den Worten von Ronald anschliessen.
Ich habe einige Ihrer Beiträge gelesen und sie waren allesamt fundiert und auch sehr ausgeglichen in Worte gefasst.
Dafür herzlichen Dank.
Des weiteren bin ich bin sehr froh, dass es noch Leute wie Sie gibt, das lässt - zumindest für mich - Hoffnung aufkommen. Leute, die noch zwischen Sein und Schein unterscheiden können und nicht dem Mainstream das Wort reden.
Mit den besten Grüssen aus dem Schwarzwald.
Rainer Dressler |
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WC.Hofmann Pathfinder
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 355 Wohnort: in der Mitte Europas
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Verfasst am: 17.Apr 2005 17:03 Titel: Umweltverschmutzung - hier: Erderwärmung |
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@hdschulz, zu Ihrem Beitrag vom 15.04.2005 folgendes:
| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
...
Noch einmal kurz zurück zum Problem Erderwärmung und Kyoto-Protokoll.
Daß sich die Erde im Durchschnitt der gemessenen Temperaturen seit einigen Jahren erwärmt, ist keine Frage, wie groß der Anteil des Menschen daran ist, aber sehr wohl. Es spricht vieles dafür, daß dieser Anteil eher zu vernachlässigen ist.
Es steht fest, daß das Erdklima in noch nicht genau verstandenen Zyklen ständig im Fluß ist, (alle aktuellen Klimamodelle aus dem Computer sind unvollständig, möglicherweise hat man grundlegende Abhängigkeiten noch nicht richtig verstanden, dann hilft auch keine Erhöhung der Rechenkapazität!) d.h. die Menschheit wird sich, sofern es sie dann noch gibt, sowohl auf eine neue Eiszeit als auch auf eine extremere Warmzeit einzurichten haben. Vor ca. dreißig Jahren hat die Mehrzahl der Katastrophenpropheten übrigens mal vor einer bevorstehenden neuen Eiszeit gewarnt! Ein bißchen mehr Gelassenheit und Skepsis gegenüber den Weissagungen der Katastrophengurus ist angebracht. ... |
1. Der blau-markierten Schlussfolgerung pflichte ich aus meiner Lebenserfahrung ausdrücklich bei!
2. Ich komme gelegentlich noch einmal auf das Thema "Mülltrennung" zurück, wenn's recht ist. Ich denke, wir redeten etwas aneinander vorbei, obwohl wir vergleichbare Ziele verfolgen. Wichtig erscheint mir, dass Sie die Rahmenbedingungen der Hausmüllerfassung und -verbringung von vor 20 Jahren nicht ausser Acht lassen sollten. Die Historie und die technologischen Möglichkeiten von heute sollten schon beachtet werden.
3. Zum Thema "Erderwärmung" gebe ich einen Hinweis auf eine aktuelle Studie, siehe Newsletter "Sonnenseite.com" vom 17.04.2005
:: 05 :: Studie: Klimawandel ist zumindest teilweise hausgemacht
Bonner Wissenschaftler haben mit rund 30 verschiedenen Klimamodellen nachgewiesen, dass der Mensch fuer die globale Erwaermung mitverantwortlich ist.
http://www.sonnenseite.com/fp/archiv/Akt-News/6215.php
Ich werde mir die Studie besorgen, - vielleicht auch nur die wichtige Zusammenfassung, ohne die ich keinen Kommentar abgeben kann.
Ich betone aus aktuellem Anlass ausdrücklich, dass ich meinen Hinweis auf diesen Experten-Beitrag lediglich zur Kenntnisnahme gebe. Sonst werde ich womöglich von jemandem "aufgeklärt", so wie es mir heute im Thread "Feinstaub" erging. |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 953
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Verfasst am: 19.Apr 2005 19:31 Titel: |
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@W.C.Hofmann
Ich habe es mir bisher verkniffen, auf die von Ihnen schon mehrfach zitierten Veröffentlichungen von Franz Alt (sonnenseite.com) einzugehen – einfach deshalb, weil ich keinen "Nebenkriegsschauplatz" eröffnen wollte.
Nun komme ich nicht mehr drum herum:
Franz Alt ist für die Ökologisten im publizistischen Sektor etwa das Gleiche, was Joschka Fischer auf der politischen Ebene darstellt: Der unbestrittene Oberguru (Fischer = Gottvater) und wichtigste Sympathieträger in der veröffentlichten Meinung.
Alt versucht sich dabei mit der Aura eines der Wahrheit verpflichteten kritischen Journalisten zu umgeben, dabei ist er in Wirklichkeit nur der Propagandist einer Ideologie.
In einem Anfall von Offenheit hat er das sogar einmal zu Beginn seiner Laufbahn als Propagandist unumwunden zugegeben:
| Zitat: |
| "Aber natürlich gibt es hier keinen objektiven Journalismus, aber natürlich müssen wir manipulieren – im Fernsehen noch mehr als beim Rundfunk und bei der Zeitung und im Magazin noch mehr als bei der Tagesschau. Ein Journalist, der sein Tun reflektiert, wird die Subjektivität seiner Arbeit nicht bestreiten können." (Bild der Wissenschaft 4/1976, Seite 94) |
Inzwischen hat er wohl das Manipulieren so verinnerlicht, daß es ihm entweder nicht mehr auffällt oder egal ist.
Auf dem von Ihnen per Link angegebenen Newsletter fängt das bereits mit dem Datum an: 15.05.2005.
Kann der Mann in die Zukunft sehen? (für Prophezeiungen ja gar nicht übel)
Ist die Angabe eines falschen Datums vielleicht noch eine läßliche Sünde, wird's bei der nächsten falschen Zahl schon kritischer:
Wenn der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre mal eben um eine Zehnerpotenz zu hoch angegeben wird, ist es wohl erlaubt zu fragen, was das soll.
Vielleicht ein Flüchtigkeitsfehler, wie schon das falsche Datum – mag sein. Doch daran knüpfen sich weitere Fragen:
Wie viele andere Flüchtigkeitsfehler, die nicht so offensichtlich sind, stecken noch in dem Bericht?
Wie ist überhaupt hier die Glaubwürdigkeit zu beurteilen, soll es sich doch um naturwissenschaftliche Forschungsergebnisse handeln, bei denen gerade der korrekte Umgang mit Zahlen von fundamentaler Bedeutung ist?
Eine weitere wichtige Schlußfolgerung läßt sich aus der falschen Angabe ziehen: Der Autor ist mit der Materie nicht vertraut, sonst wäre ihm der Fehler sofort aufgefallen! (wie mir sogar als Laie in unserem Diskussionsforum mit gottweiß anderen Schwerpunkten)
Das ist etwa so, als berichte ein Medizinjournalist über die Sinnhaftigkeit der 0,5-Promillegrenze für den Blutalkohol beim Autofahren und schreibt versehentlich 0,05 Promille. Wenn ihm das beim Korrekturlesen nicht auffällt, weiß er nicht, wovon er redet.
Die wenigen Fakten und Schlußfolgerungen aus dem Bericht über die Untersuchungsergebnisse lassen sich entweder als übertrieben oder als unzulässig bezeichnen.
In der Überschrift wird eine unzulässige Behauptung aufgestellt, die später relativiert wird:
| Zitat: |
Bonner Wissenschaftler haben mit rund 30 verschiedenen Klimamodellen nachgewiesen, dass der Mensch für die globale Erwärmung mitverantwortlich ist......
....... Mit großer Wahrscheinlichkeit sind sowohl natürliche Faktoren als auch die Treibhausgase für die Erwärmung verantwortlich. |
Große Wahrscheinlichkeit ist eben kein Nachweis, besonders nicht vor Gericht, wie suggeriert werden soll!
Schaut man sich die Zahlen genauer an, wird das sowieso nichts Rechtes mit dem Nachweis:
Angeblich hat sich die globale Durchschnittstemperatur in den letzten 140 Jahren um 0,7° erhöht, der Anteil des Menschen (nicht direkt angegeben, da wohl nicht eindrucksvoll genug, aber durch Substraktion zu errechnen) läge dann in dieser Zeit bei 0,3%.
Zieht man andere Quellen zu Rate, liegt die Globalerhöhung bei 0,6° mit einer Toleranz von + - 0,2°.
(http://www.schulphysik.de/klima/alvens/klima.html)
Im Extremfall geben die Zahlen dann einen menschengemachten Anteil von 0% her:
(0,6° - 0,2° Toleranz = 0,4° Globalerwärmung, das entspricht gerade mal dem angeblich per Computermodell errechneten Einfluß der natürlichen Faktoren!)
Darüber hinaus ist zu beachten, daß es sich bei den genannten Zahlen um die bodennahe Temperaturveränderung - mit sehr vielen Meßstellen in Ballungsgebieten - handelt, während die Zahlen aus Satellitenmessungen in höheren Luftschichten eine weitaus geringere, teilweise überhaupt keine Erwärmung anzeigen. (im Bericht natürlich nicht erwähnt)
Nachdem man also in dem Bericht aus einer Wahrscheinlichkeit der Zuverlässigkeit der Modellberechnungen für die Vergangenheit flugs einen Beweis konstruiert hat, wird man in der Prognose schon mutiger:
| Zitat: |
| Danach wird die globale Temperatur bis 2050 selbst unter optimistischen Annahmen weiter ansteigen. |
Kein Zweifel mehr möglich, es wird so sein!
Und das alles auf der Basis von Computermodellen, deren Exaktheit mehr als zweifelhaft ist.
Man kommt dann auch nicht umhin, diese Zweifel wenigstens verschämt zu erwähnen:
| Zitat: |
| Manche Wissenschaftler bezweifeln per se die Aussagekraft von Klimamodellen. |
Es sind aber nicht nur "manche":
Über 100 Klima-Experten aus aller Welt, die mit dem UN-IPCC-Bericht (Intergovernmental Panel on Climate Change) nicht einverstanden waren, haben die Leipziger Deklaration, die aus einer Konferenz der Europäischen Akademie für Umweltfragen hervorgegangen ist, unterzeichnet:
| Zitat: |
| "However, based on all the evidence available to us, we cannot subscribe to the politically inspired world view that envisages climate catastrophes and calls for hasty actions. For this reason, we consider the drastic emission control policies likely to be endorsed by the Kyoto conference -- lacking credible support from the underlying science -- to be ill-advised and premature." |
Die Skeptiker sind wahrscheinlich sogar in der Überzahl, da die Anzahl der Atmosphären-Forscher, die an der Erstellung des UN-IPCC-Berichtes beteiligt waren, weniger als 100 beträgt.
(Prof. Dr. S. Fred Singer, President Science & Environmental Policy Project, Washington, D.C., USA
Quelle: http://wilfriedheck.tripod.com)
Konsens aller Experten ist, daß die im Kyoto-Protokoll vorgesehenen CO2-Emissionsreduktionen faktisch wirkungslos sind. (Bundesministerium für Bildung und Forschung 2003).
In Befolgung des Kyoto-Protokolls werden somit unter hohem wirtschaftlichem und technologischem
Aufwand CO2-Reduktionsmaßnahmen ohne faktischen Nutzen in Gang gesetzt.
[Klimawandel und menschgemachtes CO2
Über den Einfluß von anthropogenem CO2 auf unser Klima
von Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke (Dipl.-Physiker), HTW Saarbrücken
http://www.htw-saarland.de/fb/wi/Fachbereich/Personen/CO2_Bericht.pdf]
Damit sind wir wieder ganz am Anfang dieses threads:
Die Amerikaner unterzeichnen das Kyoto-Protokoll nicht, weil sie dessen klimatologischen Nulleffekt nicht mit viel Geld sponsern wollen.
Aber G.W. Bush eignet sich in Deutschland bestens zum Buhmann, dem kann man alles Schlechte unreflektiert zutrauen.
Wenn man als Diskussionsteilnehmer vorsichtig auf den bestehenden Klärungsbedarf hinweist, gehen Anderen die Nackenhaare sowie der Adrenalinspiegel hoch und es wird in Folge die Palette der Umweltmythen zum Teil wiederholt präsentiert.
Die grüne Gehirnwäsche funktioniert ausgezeichnet.
Ich komme mir bald vor wie Sisyphus.
Danke Allen, die sich zum Nachdenken haben anregen lassen.
Die zitierten Links geben noch Einiges mehr her! Anschauen!
Gruß hdschulz |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 953
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Verfasst am: 20.Apr 2005 10:52 Titel: |
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Ich möchte noch eine mir wichtige Ergänzung anfügen:
Mit meinem Beitrag wollte ich keineswegs die Arbeit von Professor Hense kommentieren oder gar in Frage stellen. (die ich nicht kenne - auf den Internetseiten des Meteorologischen Instituts der Uni Bonn habe ich sie noch nicht gefunden)
Es ging mir nur darum, zu zeigen, wie die grünen Propagandisten mit der Wirklichkeit umgehen. Es ist leicht nachzuvollziehen, daß sich deren Bericht über die Studie an der Uni Bonn nicht an ein Fachpublikum wenden soll:
Dann müßte man nämlich damit rechnen, daß der Bericht spätestens nach der zweiten, eindeutig falschen Zahl dahin gestampft würde, wo er hingehört: in die Tonne.
Der eigenen Anhängerschar glaubt man wohl den schlampigen Umgang mit Zahlen zumuten zu können: in der Kommunikation mit denen kommt es offensichtlich mehr auf die richtige Gesinnung, weniger auf richtige Zahlen an, ein Zeichen für die Hybris der Gurus und damit eine weitere interessante Parallele zu "Gottvater" und "GRÖAAZ" Fischer, dessen arrogante Selbstherrlichkeit in der Vergangenheit nun auf ihn zurückschlägt.
Vielleicht kommt auch hier "Hochmut vor dem Fall", wie ein altes Sprichwort sagt.
Ich wünsche es ihm von Herzen.
Gruß hdschulz |
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WC.Hofmann Pathfinder
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 355 Wohnort: in der Mitte Europas
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Verfasst am: 20.Apr 2005 12:52 Titel: Umweltverschmutzung |
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| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
@W.C.Hofmann
Ich habe es mir bisher verkniffen, auf die von Ihnen schon mehrfach zitierten Veröffentlichungen von Franz Alt (sonnenseite.com) einzugehen – einfach deshalb, weil ich keinen "Nebenkriegsschauplatz" eröffnen wollte.
Nun komme ich nicht mehr drum herum:
Franz Alt ist für die Ökologisten im publizistischen Sektor etwa das Gleiche, was Joschka Fischer auf der politischen Ebene darstellt: Der unbestrittene Oberguru (Fischer = Gottvater) und wichtigste Sympathieträger in der veröffentlichten Meinung.
Alt versucht sich dabei mit der Aura eines der Wahrheit verpflichteten kritischen Journalisten zu umgeben, dabei ist er in Wirklichkeit nur der Propagandist einer Ideologie. ... |
@hdschulz
Sie haben offensichtlich die Fussnote meines letzten Postings nicht richtig zur Kenntnis genommen. Ich wollte lediglich auf eine Studie hinweisen, die hoffentlich etwas mehr Aufklärung zur Thematik bringt.
Ich habe im Thread "Feinstaub" auf drei Quellen aus dem Newsletter Sonnenseite.com hingewiesen, ohne meine Meinung abzugeben. Ich wollte lediglich etwas zum Quellenstudium beitragen. - Ignorieren Sie doch einfach die Quelle "Franz Alt".
Feststellung: Für mich gibt es keine Gottväter auf Erden! Und sog. Propagandisten von Ideologien kann ich sehr wohl von den Verfassern wissenschaftlich fundierter Arbeit unterscheiden, wenn ich mich mit beiden auseinandergesetzt habe. - Sie scheinen mir das nicht zuzutrauen. Ich denke, dass ich Ihre Einschätzung mit meinen 60 Lebensjahren und meiner wissenschaftlich nachgewiesenen Befähigung gelassen zur Kenntnis nehmen kann.
Ihre Beiträge hatte ich bisher immer gerne gelesen; dennoch habe ich den Eindruck gewonnen, dass Sie Ihre sicherlich lesenswerte Meinung den Leser auch sehr absolut vermitteln wollen. - Ich mag mich täuschen.
Ich erlaube mir, an zwei kleine Hinweise in meinem Beitrag vom 12. April weiter oben zu erinnern:
1. - Ich riet dort einem User: "Kopf hoch und niemals resignieren!"
2. - @all – Wir sollten das Dogmatische aus der Diskussion herauslassen.
Ich empfehle mich mit einem Gruss
WC.H |
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WC.Hofmann Pathfinder
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 355 Wohnort: in der Mitte Europas
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Verfasst am: 20.Apr 2005 13:09 Titel: Re: Umweltverschmutzung |
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| Zitat: |
| ... Ich wollte lediglich auf eine Studie hinweisen, die hoffentlich etwas mehr Aufklärung zur Thematik bringt. ... |
Hier nun die "richtige" Quelle für diejenigen, die die weiter oben angegebene Quelle eher nicht lesen oder ablehnen:
Informationsdienst Wissenschaft
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Bonner Studie: Klimawandel ist zumindest zum Teil hausgemacht
Veröffentlicht am: 13.04.2005
Veröffentlicht von: Frank Luerweg
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
http://idw-online.de/pages/de/news?print=1&id=107833
Kontakt:
Professor Dr. Andreas Hense
Meteorologisches Institut der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-5184
E-Mail: [E-Mail anzeigen] |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 953
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Verfasst am: 20.Apr 2005 14:22 Titel: |
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@ W.C.Hofmann
Es tut mir sehr leid, daß Sie mich mißverstanden haben - ich hätte wohl deutlich machen müssen, daß ich Sie persönlich keinesfalls zu den Propagandisten der ökologischen Ideologie zähle.
Mit der Studie, auf die Sie hinweisen wollten, konnte ich mich jedoch nicht beschäftigen, sie ist offensichtlich noch nicht ins Netz gestellt.
Ich glaube auch deutlich gemacht zu haben (zumindest im Nachtrag), daß ich zur Studie selbst nichts kommentieren wollte.
Ihrer Empfehlung: "Ignorieren Sie doch einfach die Quelle Franz Alt"
kann ich jedoch keinesfalls nachkommen - es ist ja ausdrücklich meine Absicht, dieser Quelle ihre Unseriosität nachzuweisen. Ich bin mir sicher, daß mir das noch besser gelungen wäre, wenn mir die Originalstudie zur Verfügung gestanden hätte.
Da das nicht der Fall war, habe ich mich halt nur mit der Quelle "sonnenseite.com" auseinandergesetzt, von der Sie zugeben müssen, daß Sie diese auch in unserem thread bereits mehrfach zitiert haben. Ich glaube nicht, daß es abwegig ist, wenn ich daraus den Eindruck gewonnen habe, Sie hielten die Verautbarungen des Franz Alt für relevant bei der Beurteilung des Wahrheitsgehalts von ökologischen Thesen.
Ich wollte auch keinesfalls Ihre Urteilsfähigkeit anzweifeln. Wenn Sie durch meine zugegebenermaßen sehr pointierte Darstellung diesen Eindruck gewonnen haben, bitte ich das zu entschuldigen.
Mit meinem ganzen Beitrag hatten Sie persönlich nur soviel zu tun, daß Sie die Quelle zitiert haben - ihre persönliche Identifikation mit deren Inhalt habe ich nie unterstellt.
Ich möchte auch Niemandem absolute Weisheiten vermitteln, sondern lediglich zum Nachdenken und Zweifeln anregen. Dabei muß ich gegen den Mainstream und den allgemein anerkannten Konsens darüber, was gesicherte Erkenntnis und "politisch korrekt" sei, argumentieren.
Ich habe bei vielen Gelegenheiten die Erfahrung gemacht, daß man nicht zur Kenntnis genommen wird, wenn man dabei zurückhaltend formuliert.
Daß mir "Dogmatismus" unterstellt werden könnte, habe ich versucht zu vermeiden, offensichtlich ist mir das nicht gelungen.
Ich finde es auch sehr schade, daß wir soweit gekommen sind, uns in diesem thread nicht mehr über Sachfragen, sodern über Stilfragen auszutauschen
Ich kann Ihnen und allen Anderen nur versichern, daß mir nichts ferner liegt, als irgendwelche vorgefaßten Meinungen zu verbreiten, im Gegenteil, ich möchte dazu beitragen, daß angebliche Autoritäten hinterfragt werden - es ist gelegentlich erstaunlich, was dabei heraus kommt.
Lieber W.C.Hofmann, ich hoffe sehr, daß Sie meine Klarstellung akzeptieren, Ihre Meinung ist mir wichtig und ich hoffe weiterhin, daß ich auch bei Ihnen den einen oder anderen Zweifel nähren konnte.
"Kopf hoch und niemals resignieren" ist ein gutes Motto dafür.
Mit bestem Gruß
hdschulz |
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WC.Hofmann Pathfinder
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 355 Wohnort: in der Mitte Europas
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Verfasst am: 20.Apr 2005 16:47 Titel: Umwelt |
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| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
@ W.C.Hofmann
...
Ihrer Empfehlung: "Ignorieren Sie doch einfach die Quelle Franz Alt"
kann ich jedoch keinesfalls nachkommen - es ist ja ausdrücklich meine Absicht, dieser Quelle ihre Unseriosität nachzuweisen. Ich bin mir sicher, daß mir das noch besser gelungen wäre, wenn mir die Originalstudie zur Verfügung gestanden hätte. ... |
Die Quelle gibt zumindest viele Einzelhinweise auf sog. Problemfälle. Ohne Nacharbeit in der wissenschaftlichen Literatur/Dokumentation sind die Aussagen oft eher schwach, dennoch nicht völlig umsonst.
| Zitat: |
...
Lieber W.C.Hofmann, ich hoffe sehr, daß Sie meine Klarstellung akzeptieren, ...
"Kopf hoch und niemals resignieren" ist ein gutes Motto dafür. ... |
Lieber H.D. Schulz, natürlich akzeptiere ich Ihre Stellungnahme, ich bin doch nicht von vorgestern, - aber ich habe Sie etwas gekitzelt; nun lächeln Sie bitte darüber.
Als Ihr eMail eben bei Herrn Frank Luerweg, Wissenschaftsredakteur in der Abteilung Presse der Uni Bonn, eintraf, da telefonierte ich mit ihm über das hier diskutierte Problem. Sie haben den gleichen Kurz-Text zum Forschungsvorhaben von Prof. Hense erhalten wie ich; zudem meine eMail-Adresse. Ich werde den Text erst mal kritisch studieren, komme aber erst am Wochenende dazu. Laut Herrn Luerweg wäre Prof. Hense wohl bereit, uns je ein Exemplar der Arbeit zu überlassen. Herr Luerweg hat mir einige Ergebnisse knapp erläutert. - In der Tendenz, so wie wir es beide ahnten, - oder Sie schon wussten.
Sie können sehr beruhigt sein, was Ihre fundierten Argumente im thematischen Vortrag betrifft. Das Problem ist, Ihnen kann nicht jeder folgen, oft wahrscheinlich aufgrund von Wissenslücken, - und Ihnen will nicht jeder folgen, wahrscheinlich aus idiologischen Gründen.
Ich schrieb in einem vorherigen Posting:
| Zitat: |
| Ihre Beiträge hatte ich bisher immer gerne gelesen; dennoch habe ich den Eindruck gewonnen, dass Sie Ihre sicherlich lesenswerte Meinung den Leser auch sehr absolut vermitteln wollen. - Ich mag mich täuschen. |
Verstehen Sie mich bitte richtig: Ihr "absoluter Vermittlungswunsch" mag daran liegen, dass Sie über viele Entscheidungen im politischen Umfeld eher sehr unzufrieden, wenn nicht gar unglücklich, sind. - Da geht es Ihnen genauso wie mir. - Nur, zugegebenermassen, habe ich mich bisher nicht mit einigen "Problemfeldern" zum Kyoto-Protokoll intensiv auseinandersetzen können; - das werde ich nachholen. Weiterhin ist die Klimaforschung schon alleine aufgrund der Statistik und Simulation eine sehr komplexe Materie, die ich nur in der Beurteilung wissenschaftlicher Dokumentationen nachvollziehen und dann begreifen kann.
Andererseit ärgert mich das lockere und lässige Diskutieren einige politischer Entscheidungsträger über sog. Zukunftsprobleme genau so wie Sie. Das war mir von Beginn unserer Unterhaltung in diesem Thread sehr deutlich.
Ich möchte aber auch noch einmal hervorheben, dass mir die Beiträge der anderen User nie langweilig geworden sind; insbesondere der User Roderich Hopp verfügt doch über einen sehr grossen Schatz an persönlichen Erfahrungen und Kenntnissen, die als Beitrag wertvoll gewesen sind.
Also weiter am Ball bleiben und zur Aufklärung bzw. zur Kenntniserweiterung beitragen!
Gruss, WC.H |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 20.Apr 2005 20:22 Titel: |
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Die Diskussion dieses Themas ufert mittlerweile in einen
fachspezifischen Schlagabtausch zwischen zwei Usern aus.
So interessant dieses Thema auch ist, auch für mich, bitte ich darum
der Leserschaft dies zu ersparen und zu einer für Laien und Informationshungrigen Usern entsprechenden Themenbearbeitung zurückzukehren.
Ich bitte um Verständnis für mein Eingreifen, sollte das Thema in der Art der letzten Beiträge weitergeführt werden erfolgt meinerseits die Sperrung. |
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