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Rainer Dressler Specialist
Anmeldungsdatum: 31.03.2005 Beiträge: 50 Wohnort: Schwarzwald
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Verfasst am: 23.Apr 2005 22:05 Titel: Re: Umwelt: aktuelle Beiträge zur int. Klimaforschung |
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| WC.Hofmann hat folgendes geschrieben:: |
| tifinaa hat folgendes geschrieben:: |
| Zitat: |
| ..von der Uni Bonn den Vorabbericht der von mir erwähnten Studie per eMail erhalten haben, den wir beide brauchen, um näher auf das Spezialthema "Klimaänderung" einzugehen. |
Ich bin neugierig, dürfen wir Mitleser an der Info teilhaben? |
@tifinaa
Natürlich können Sie den Vorbericht von mir haben. Ich kann nur noch keinen Kommentar abgeben, da ich bis Sonntag dazu keine Zeit habe. Auch @dschulz wird frühesten zu Beginn der nächsten Woche kommentieren können.
Schicken Sie mir Ihre eMail-Adresse und ich schicke Ihnen den 4-seitigen Vorbericht mit Quellennachweis.
Oder Sie fragen bei Herrn Fluerweg in der Uni-Bonn an: 0228/73-4728; [E-Mail anzeigen]
Gruss, WC.H |
Lieber Herr Hofmann,
auch ich hätte grosses Interesse an diesem Bericht.
Wenn Sie mir den Vorbericht samt Quellennachweis an mich weiterleiten könnten wäre ich Ihnen sehr dankbar.
MailTo: [E-Mail anzeigen]
Herzlichen Dank im Voraus und mit den besten Grüssen aus dem Schwarzwald.
Rainer Dressler |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 25.Apr 2005 16:52 Titel: |
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Unsere Diskussion scheint sich inzwischen auf das sehr spezifische Thema der Bedeutung einer neuen Klimastudie zu fokussieren, da hat Moderator Ronald schon recht, ich kann jedoch seine Drohung mit der Schließung nicht nachvollziehen, zumal er sich kurz vorher noch als interessierter Mitleser gezeigt hat, und teile seine Beurteilung überhaupt nicht, daß sie für Laien uninteressant würde.
Die Frage, ob wir uns auf dem Weg in eine menschengemachte "Klimakatastrophe" befinden, oder ob sich der feststellbare Klimawandel innerhalb der natürlichen Schwankungsbreite abspielt, ist für Wirtschaft und Gesellschaft von essentieller Bedeutung, nicht zuletzt, weil mit dem "Gegensteuern" über die Umsetzung des Kyoto-Protokolls eine immense Geldverschwendung verbunden sein wird.
Immerhin haben uns die grünen Kassandras seit über 30 Jahren immer wieder neue Schreckensbilder von kippenden "Gleichgewichten", sich erschöpfenden Ressourcen und unumkehrbaren Fehlentwicklungen präsentiert, die sich im Laufe der Zeit nun eine nach der anderen als falsch herausstellen.
Der These von der kommenden Klimakatastrophe droht das gleiche Schicksal.
Dennoch haben es deren Vertreter geschafft, in Deutschland die Schalthebel der Macht zu erobern, von wo aus sie mit der Überzeugung von ihrer moralischen Überlegenheit ihre rückwärtsgewandte Politik betreiben, die von Technik- und Kapitalismusfeindlichkeit sowie von falschen, romantisierenden Vorstellungen von Geschichte und Natur gekennzeichnet ist.
Auf internationaler Ebene haben sie es geschafft, in den Vereinten Nationen über das UN-IPCC (Intergovernmental panel of climate change) eine Plattform für die Verbreitung ihres Kernmythos zu etablieren, nämlich der Weissagung, daß der Mensch mit der Nutzung moderner Technologien und dem steigenden Verbrauch fossiler Energieträger das Gesamtökosystem Erde zum Zusammenbruch führt, wenn er nicht umkehrt und sich entsprechend ihrer Vorstellungen verhält.
Eine wichtige Stütze dieser Ideologie sind die Voraussagen über zukünftige Klimaentwicklungen, insbesondere Temperaturerhöhungen, die sich aus Computerberechnungen auf der Grundlage von diversen Modellvorstellungen über Klimaabläufe und die dafür relevanten Einflußgrößen ergeben.
Die Ergebnisse der neuen Klimamodellberechnungen der Uni Bonn scheinen die Annahme von den bevorstehenden Temperaturerhöhungen weiter zu stützen.
Will man sich über die Umstände des Zustandekommens der Ergebnisse solcher Modellberechnungen einigermaßen fundiert ein Bild machen, kommt man um einen Blick auf die grundlegenden Zusammenhänge nicht herum:
Die Erde schwebt im – 270 ° C kalten Raum und bezieht ihre Wärmeenergie aus einem winzigen Bruchteil der gesamten Strahlungsenergie der Sonne, die zum Teil in der temperaturausgleichenden Atmosphäre gespeichert wird. (ohne Atmosphäre hätten wir auf der Erde etwa die gleichen Temperaturen wie auf dem Mond, dort sind es tags ca. 120 °, nachts ca. – 170°!)
Die energieverteilenden und temperaturausgleichenden physikalischen Vorgänge in der Atmosphäre nennen wir Wetter. Klima ist Wetter in langen Zeiträumen.
Man muß sich das mal kurz klarmachen: allein die Sonne ist die Quelle unserer Wärme – sie strahlt jedoch keineswegs konstant. Langfristig nimmt die Sonneneinstrahlung zu, irgendwann in ferner Zukunft wird gar die Sonne die Erde verschlucken. Die Schwankung der Energieeinstrahlung auf die Erde beträgt etwa 0,6 Promille, (das ist etwa das Zehnfache oder noch mehr des gesamten Energieumsatzes durch menschliche Aktivitäten!) und ist mit der Sonnenfleckenaktivität korreliert.
Es gibt eine sehr enge Übereinstimmung zwischen dem interplanetaren Magnetfeld der Sonne, dessen Intensität seit längerer Zeit ansteigt, und der gemessenen Temperaturentwicklung auf der Erde, wohl über eine Beeinflussung der Wolkenbildung.
http://www.schulphysik.de/klima/klima2003/sonne.html
In Klimamodellen kann die Bedeutung der Sonnenfleckenaktivität und deren zukünftige Schwankung gar nicht genau berücksichtigt werden, weil man sie nicht hinreichend exakt definieren und vorausberechnen kann.
Das sehen übrigens die Astrophysiker der Uni Bonn wohl auch so, die sich in sofern in einem gewissen Widerspruch zu ihren Kollegen von der Meteorologie befinden:
| Zitat: |
.....Erneut stellt sich daher die Frage, inwieweit die Sonne den heutigen Temperaturanstieg auf die Erde treibt.... Auf alle Fälle ist die Sonnenfleckenzahl (sprich die Aktivität der Sonne) positiv mit der mittleren Temperatur des Erdklima korreliert.
..... Die mit allen Daten verträgliche aber erstaunliche Schlußfolgerung wäre: Die Sonne treibt die Variationen der Temperatur und der Gehalt an CO2 der Erdatmosphäre folgt diesem Verhalten. http://www.astro.uni-bonn.de/~deboer/pdm/pdminstklima.html |
Weitere langfristig wirksame Faktoren, die in Klimamodellen nicht hinreichend genau berücksichtigt werden können:
Änderung der Solarkonstanten und des Magnetfeldes der Sonne,
Änderungen in der Erdumlaufbahn in Bezug auf das Zentralgestirn (Milankovich-Zyklen),
Änderungen in Stärke und Zusammensetzung der kosmischen Strahlung, z.B. verursacht durch das Passieren des Sonnensystems von aktiveren oder weniger aktiven Zonen unserer Galaxis,
langfristige terrestrische Phänomene, wie länger andauernder, vermehrter Vulkanismus.
In den Modellvorstellungen über Klimafaktoren spielt der sogenannte Treibhauseffekt eine zentrale Rolle. (er sollte eigentlich besser "Atmosphäreneffekt" heißen, denn die Erdatmosphäre ist nicht oben geschlossen wie ein Treibhaus)
In der Atmosphäre befindet sich eine Vielzahl an unterschiedlichen Gasen, von denen einige als "Treibhausgase" wirken: Sie lassen die von der Sonne einfallende Strahlung ungehindert passieren, vermindern jedoch die Wärmeabstrahlung der Erde ins Weltall. Dadurch kommt es zur Aufheizung der Erdoberfläche bis ein neuer Gleichgewichtszustand erreicht ist.
Momentan hat sich dieser Gleichgewichtszustand bei ca. 15° C als globale Mitteltemperatur der Erde eingespielt. Hätte die Erde keine Lufthülle, so läge die globale Mitteltemperatur um 33° C niedriger, also bei ca. - 18°C.
Leben, wie wir es kennen, wäre unter diesen Bedingungen nicht möglich. Zu dieser lebenserhaltenden Erwärmung trägt Wasserdampf den weitaus größten Teil bei, etwa zwei Drittel, es folgen Kohlendioxid (CO2) mit einem Anteil von ca. 15%, Ozon mit etwa 10% und schließlich Distickstoffoxid (N2O) und Methan (CH4) mit je etwa 3%. Diese Gase sind alle auch ohne menschliches Zutun in der Atmosphäre enthalten und sind somit für den natürlichen Treibhauseffekt verantwortlich.
Aber Wasserdampf (in gelöster, unsichtbarer Form und in Tröpfchenform, also Wolken) ist nicht nur für zwei Drittel des Treibhauseffektes verantwortlich, er schirmt auch als Wolken die Erde vor der Sonneneinstrahlung ab, eine Erfahrung, die jeder von uns kennt.
Die Bedeutung dieses weitaus wichtigsten Faktors für die Energiebilanz der Erde ist aber rechnerisch für Klimamodelle gar nicht genau genug zu erfassen. Es existiert einfach keine schlüssige Modellvorstellung, mit deren Hilfe man den schwankenden Wassergehalt der Atmosphäre und die Wolkenbildung (die auch von der unterschiedlich intensiven kosmischen Strahlung beeinflußt wird) über einen längeren Zeitraum rechnerisch stimmig berücksichtigen könnte.
Man muß sich hier wie bei anderen Faktoren mit einer groben Schätzung helfen, die nie das genaue Abbild der Wirklichkeit sein kann.
Das im Modell abzubildende System, bestehend aus Sonne, Erdboden, Luft, Wasser, und jeder dieser Parameter wieder unterteilt in verschiedene Farben, Formen, chemische Zusammensetzungen und Schichten, und dies alles noch von Ort zu Ort verschieden und zeitlich variabel auf verschiedenen Skalen von Sekunden bis Jahrzehnten - das alles ist um Größenordnungen zu komplex, als daß man es in mathematischen Modellen einfangen könnte. Daher muß man alles radikal vergröbern und vereinfachen. Was dann übrig bleibt, hat mit der Wirklichkeit soviel Ähnlichkeit wie ein auf Papier gezeichnetes Strichmännchen mit einem menschlichen Körper.
Die Ergebnisse sind auch danach ... Garbage in, garbage out.
(modifiziert nach von Alvensleben)
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich betonen, daß ich keineswegs die Qualität der Arbeit von Prof. Hense bezweifeln möchte – ich bin kein Physiker, erst recht kein Klimatologe und maße mir kein Urteil über die Relevanz der seiner Studie zu Grunde liegenden mathematischen Formeln an. Was ich aus grundsätzlichen Erwägungen jedoch bezweifeln möchte, (die ich oben versucht habe darzustellen) ist die generelle Aussagekraft von aktuellen Klimamodellen für die Zukunft.
Um bei dem Beispiel mit dem Strichmännchen zu bleiben: Irgendwann wird man durch Erhöhung der Rechenkapazität und Verfeinerung der Parameter vielleicht ein exakt maßstabgerechtes Verhältnis des menschlichen Körpers in Bezug auf Höhe und Breite der Figur abbilden können – es bleibt jedoch ein Strichmännchen.
Es gibt eine steigende Zahl von Fachwissenschaftlern, die einerseits die Aussagekraft von Klimamodellen generell bezweifeln, wie ich es oben angedeutet habe, andererseits aber auch die Rolle des Kohlendioxids im Klimageschehen aus der Kenntnis seiner chemisch-physikalischen Eigenschaften anders sehen, als es die "etablierten" Klimaforscher tun.
Mehr als Hundert Fachwissenschaftler haben die sog. "Leipziger Erklärung" unterzeichnet, in der Zweifel an der Darstellung des UN-IPCC deklariert werden.
Etwa 18.000 Unterschriften hat das "Petition-Projekt", in dem die amerikanische Regierung aufgefordert wird, dem Kyoto-Protokoll aus Mangel an wissenschaftlichen Grundlagen nicht zuzustimmen, davon 2/3 mit akademischen Graden.
(also keineswegs eine einsame Entscheidung von "Bösewicht Bush", wie es zumindest unterschwellig von interessierter Seite suggeriert wird)
Generell wird ein Anteil des anthropogenen CO2 an der Klima-Erwärmung der letzten 120 Jahre auch von engagierten und physikalisch rechnenden Erwärmungskritikern wie Peter Dietze in der Regel nicht völlig in Abrede gestellt. Der Streit geht um die Größe dieses Anteils, weniger in der Vergangenheit, (in der Studie der Uni Bonn wird er mit 0,3° angegeben – das mag richtig sein, wenn auch niemand die Hand dafür ins Feuer legen kann) jedoch sehr wohl für die Zukunft.
Einige Kritiker, der bekannteste von ihnen der ehemalige ZDF-Meteorologe Dr. Thüne, behaupten sogar, es gäbe überhaupt keinen Treibhauseffekt durch CO2, weil die winzige Menge von 0,037% CO2 nichts bewirken könne; nur jedes 2700. Luftmolekül ist ein CO2-Molekül.
Andere, dazu gehören die renommierten Physiker Dietze, von Alvensleben und weitere, erklären, der CO2-Effekt sei bereits so hoch, daß zusätzliches CO2 erwärmungsmäßig fast nichts mehr bringen kann, also nahe einer Sättigung. Eine CO2-Verdoppelung läßt nach Dietzes Berechnungen die Temperatur nur noch um 0,7°C steigen. Physikalisch ist das auch durch Satellitenmessungen des Spektrums der von der Erde emittierten Infrarotstrahlen gut gesichert:
CO2 absorbiert Infrarotstrahlung nicht über dessen gesamtes Spektrum, sondern nur bestimmte Wellenlängen. Die zentrale CO2-Absorptionsbande bei 15 Mikron Wellenlänge ist bereits gesättigt, aber ihre Flügel können noch geringfügig breiter werden, wenn mehr CO2 in die Atmosphäre gelangt.
Es gibt noch weitere Einwände der Physiker, auf sie einzugehen, führt hier zu weit.
Für alle, die sich genauer informieren möchten (ohne Physiker sein zu müssen):
http://www.schulphysik.de/klima/alvens/klima.html
http://www.htw-saarland.de/fb/wi/Fachbereich/Personen/CO2_Bericht.pdf
http://www.iavg.org/iavg081.htm
http://www.wasserplanet.becsoft.de/
Der nur sehr schwache Erwärmungseffekt durch vermehrtes CO2 bedeutet auf der anderen Seite, daß eine Verminderung des CO2, wie sie durch das Kyoto-Protokoll auf längere Sicht angestrebt wird, auch nur eine minimale Temperaturabnahme bewirken kann. Die volle Durchführung des Kyoto-Programms würde bis 2050 kaum eine Abkühlung bringen. Das ist Konsens bei praktisch allen Experten.
| Zitat: |
Was bringt Kyoto?
Die Auswirkungen des Kyoto-Protokolls sind nur vereinzelt hochgerechnet worden. Danach scheint die im Kyoto-Protokoll vorgesehene Reduktion der Treibhausgas-Emissionen der Industrieländer nur einen geringen Effekt auf die Temperaturentwicklung zu haben. Auf der Zeitskala bis etwa 2050 ist sogar durch das Kyoto-Protokoll keinerlei Veränderung gegenüber dem "business-as-usual"-Szenarium zu erkennen.
(Bundesministerium für Bildung und Forschung 2003)
http://www.bmbf.de/pub/klimawandel.pdf |
In jedem Fall wäre die Temperaturminderung deutlich unter einem Zehntel Grad Celsius - aber für einen gigantischen Kostenaufwand, der im Jahr 2050 bei kompletter Umsetzung weltweit ca. 500 Milliarden Dollar jährlich verschlingen würde.
Im Vergleich zu heute hat es in der Vergangenheit sowohl wärmere als auch kältere Perioden gegeben. Die "Klimaskeptiker" argumentieren, daß in der Klimahistorie in langen Zeiträumen eine Temperaturerhöhung zwar immer mit einer Erhöhung des CO2-Anteils in der Luft einherging, allerdings mit einem zeitlichen Abstand von mindestens 400 Jahren, d.h. zuerst kam die Temperaturerhöhung, dann das CO2. (Siehe oben: Erklärung der Astrophysiker der Uni Bonn)
Man kann das gut erklären mit der geringeren Löslichkeit von CO2 in den Ozeanen bei höheren Temperaturen – es ist einfach ausgegast, wie aus einer Selterswasserflasche, die man erwärmt.
Wenn man die bodennahe Temperaturentwicklung in den vergangenen 140 Jahren betrachtet, resultiert unter dem Strich die bekannte Erhöhung der Globaltemperatur um ca. 0,7° (wie von der Uni Bonn postuliert) oder wie andere Quellen behaupten von 0,6 (+ - 0,2)° C. Diese Temperaturerhöhung erfolgte aber keineswegs kontinuierlich und es gibt erhebliche Zweifel daran, daß die CO2-Emissionen ursächlich sein sollen.
Einvernehmen herrscht darüber, daß sich das Weltklima von 1910-1940 (trotz Kohlendioxid-Emissionen, die nur 1/6 des heutigen Werts betrugen) etwa ebenso rasch erwärmte wie in den letzten drei Jahrzehnten und sich dann bis ca. 1975 sogar leicht abgekühlt hat (obwohl die Emissionen um den Faktor 4 anstiegen).
Die Daten für die Erdoberflächentemperatur enthalten auch Werte aus Ballungsgebieten, in denen lokale Erwärmungen eine Rolle spielen, (heat islands) die das Gesamtergebnis nach oben verfälschen. Im Gegensatz zur Oberflächentemperatur weisen die präzisen (und im Gegensatz zu Bodenmessungen als global anzusehenden) Satellitenmessungen der unteren Troposphäre jedoch keinen signifikanten Erwärmungstrend auf – und diese können nicht über längere Zeit entkoppelt von der Bodentemperatur verlaufen.
Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Meßdaten des Temperaturverlaufs der bayerischen Wetterstation Hohenpeißenberg ab 1780, der deutschlandweit ältesten kontinuierlichen Aufzeichnung.
http://www.schulphysik.de/klima/klima2003/daten.html
Nimmt man den gesamten Verlauf bis heute, so ergibt sich ein Erwärmungstrend von 0,1°/100 Jahre.
Wenn man allerdings das Jahr 1860 als willkürlichen, mit dem Beginn der Industrialisierung zusammenfallenden Ausgangspunkt nimmt, so ergibt sich ein Trend von + 0,8°/100 Jahre; für die Zeit von1780 bis 1860 allerdings ein Abkühlungstrend von – 0,7°/100 Jahre.
Ähnliche Verläufe wurden in Ungarn und Österreich festgestellt. Will man einen Trend konstruieren, kommt es also entscheidend darauf an, welchen zeitlichen Ausgangspunkt man wählt!
Im Vergleich zu längerfristigen Zeiträumen gibt es keinen Zweifel daran, daß die Temperaturveränderungen seit Beginn der Industrialisierung sich innerhalb der natürlichen Schwankungsbreite befinden, zum Ausgangspunkt 1860 herrschte nämlich eine Kälteperiode.
Bei den vielen berechtigten Zweifeln an der These von der anthropogenen Erderwärmung ergibt sich die Frage, warum sie dennoch so populär und verbreitet ist.
Dazu zunächst ein Zitat aus einem Artikel in der angesehenen amerikanischen Wochenzeitung "Newsweek":
| Zitat: |
"Es gibt bedrohliche Anzeichen, daß die Wetterverhältnisse der Erde begonnen haben, sich
dramatisch zu verändern, und daß diese Änderungen hindeuten auf eine drastische Abnahme der
Nahrungsmittelerzeugung – mit ernsten politischen Auswirkungen für praktisch jede Nation auf der
Erde....
Die Anhaltspunkte für diese Voraussagen haben sich nun so massiv angehäuft, daß Meteorologen
Schwierigkeiten haben, damit Schritt zu halten....
Letztes Jahr im April, beim verheerendsten Ausbruch von Tornados, der je zu verzeichnen war, haben
148 Wirbelstürme mehr als 300 Menschen getötet und Schaden in Höhe von 500 Millionen Dollar in 13
US-Staaten angerichtet.
Wissenschaftler sehen in diesen .... Ereignissen die Vorboten eines dramatischen Wandels im
Wettergeschehen der Welt. Meteorologen sind sich nicht einig über Ursache und Ausmaß des
Trends wie auch über seine spezifischen Auswirkungen auf lokale Wetterbedingungen....
"Ein größerer Klimawechsel würde wirtschaftliche und soziale Anpassungen in weltweitem Maßstab
erzwingen", warnt ein kürzlich erschienener Bericht der National Academy of Sciences (NAS) ....
"Unsere Kenntnis der Mechanismen des Klimawechsels sind ebenso bruchstückhaft wie unsere
Daten" räumt der Bericht der NAS ein. "Nicht nur sind die grundlegenden wissenschaftlichen Fragen
großenteils unbeantwortet, sondern in vielen Fällen wissen wir nicht einmal genug, um die
entscheidenden Fragen zu stellen"....
Und weiter:
"Klimatologen sind pessimistisch daß die politischen Führer irgendwelche positiven Maßnahmen
ergreifen werden, um die Folgen des Klimawandels auszugleichen oder seine Auswirkungen zu
verringern.... Je länger die Planer zögern, desto schwieriger werden sie es finden, mit den Folgen des
klimatischen Wandels fertig zu werden, wenn die Ergebnisse erst bittere Wirklichkeit geworden sind." |
Soweit das Zitat aus "Newsweek".
Das klingt alles ziemlich dramatisch und hochaktuell. - Wirklich?
Der Bericht erschien vor 27 Jahren, am 28. April 1975. Und er warnte - vor den Folgen der in den
letzten 3 Jahrzehnten beobachteten globalen Abkühlung!
Inzwischen hat ein Richtungswechsel um volle 180 Grad stattgefunden. Mit ähnlich dramatischen
Worten wird jetzt teilweise von denselben Wissenschaftlern vor den Gefahren einer globalen Klima-Erwärmung gewarnt. Auch die Hinweise auf die vermehrt drohenden Unwetterkatastrophen sind ziemlich wörtlich die gleichen wie vor 30 Jahren - nur die Ursache soll jetzt die globale Klimaerwärmung, nicht die Abkühlung sein.
(modifiziert nach von Alvensleben)
Dazu auch Nigel Calder (Autor von "Die launische Sonne"):
| Zitat: |
Vor 25 Jahren befand sich das Klima in einer Abkühlungsphase, und jeder sprach von der kommenden Eiszeit. Es gab damals radikale Vorschläge zur Beeinflussung des Klimas. Man könnte die Welt warm halten, hieß es, indem man Ruß auf das arktische Eis streut, gewaltige Spiegel ins Orbit bringt, um mehr Sonnenlicht zu bündeln, oder indem man mehr Kohlendioxid in die Luft bläst.
Mutter Natur setzte sich über alle diese Gedanken hinweg, indem sie die Temperaturen in den achtziger Jahren ansteigen ließ. Aber die Klimatologen hatten gelernt, daß Schauergeschichten gut für das Geschäft sind. Also polierten sie schnell die Treibhaushypothese auf, die die meisten bis dahin für ein Hirngespinst gehalten hatten. Auch die Diplomaten suchten nach Ende des Kalten Krieges Arbeit, und sie versprachen sich viele Flugmeilen von den Verhandlungen über die Kontrolle der Treibhausgase. Als das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) 1990 seine erste grobe Prognose von einer überhitzten Welt im 21. Jahrhundert herausgab, flogen solide Erkenntnisse, die man in jahrzehntelanger Klimaforschung erworben hatte, zugunsten einer verschrobenen Hypothese aus dem Fenster heraus.
Die Annahme, die Menschen seien mächtig genug, um den natürlichen Prozessen, die seit 4,5 Milliarden Jahren das Klima der Erde steuern, Konkurrenz zu machen, nährt die Selbstachtung - und Schuldgefühle. Und "etwas dagegen zu tun", befriedigt den Trieb, sich zum Boß über andere aufzuspielen - wenn nicht als Kolonialherr, dann eben als globaler Treibhauspolizist. Nur solche tiefsitzenden menschlichen Motive können erklären, warum die Welt dermaßen durchgedreht ist, warum so viele Wissenschaftler, Politiker und Journalisten die übertriebene Treibhaustheorie des Klimawandels übernommen haben, obwohl objektive Beobachtungen zu ihrer Bestätigung fehlen. |
Eine weitere Erklärung von Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke (Dipl.-Physiker), HTW Saarbrücken:
| Zitat: |
Eine angesichts der politischen Faktenlage berechtigte Kritik am IPCC ist aus den Reihen
der etablierten Forschung hierzulande nur ungewöhnlich leise zu vernehmen. Zur Erklärung
sind keine Verschwörungstheorien erforderlich, die Gründe erscheinen einfacher: Das IPCC
ist zu einer mächtigen, politisch einflußreichen Organisation angewachsen, mit der man sich
als Klimaforscher, der Karriere machen will, nicht anlegt. Das Funktionieren solcher
Strukturen ist allgemein bekannt und darf wie folgt vermutet werden: Als Kritiker wird man
vielleicht nicht mehr zu dem einen oder anderen Vortrag als Redner eingeladen, interessante
IPCC-Konferenzen finden meist in attraktiven, exotischen Ländern statt, Peers von
Fachzeitschriften werden bei zu großer Abweichung von der offiziellen IPCC-Meinung
ungewöhnlich kritisch, Forschungsgelder fließen evtl. spärlicher, zumindest in rot-grün
regierten, deutschen Bundesländern wäre ein solcher Verdacht nicht ganz abwegig, und
auch Berufungsverhandlungen auf Klimalehrstühle könnten von der angesprochenen IPCC-Frage
vielleicht berührt werden (all dies sind natürlich Spekulationen, der "Szene" kundige
Leser mögen sich selber ihren Teil denken). Das IPCC ist das internationale Forum zur
Profilierung in der Klimaforschung und kann daher indirekt als Arbeitsbeschaffungs-
Institution angesehen werden, und wer sägt schon am Ast, auf dem er sitzt? |
Ich möchte abschließend noch kurz auf die tatsächlichen und angeblichen Folgen des CO2-Anstiegs und der globalen Erwärmung eingehen, die öfters als "Beweis" für den schädlichen Einfluß des Menschen auf das Klima herhalten müssen:
1.) Schmelzendes Polareis:
Ist tatsächlich anzutreffen, aber möglicherweise Teil eines jahrhundertealten natürlichen Kreislaufs, wie schottische Wissenschaftler aus der Auswertung von alten Schiffslogbüchern und anderen Aufzeichnungen gefunden haben.
http://thescotsman.scotsman.com/index.cfm?id=258012005
2.) Abdriften von Antarktischen Schelfeisplatten:
Die Durchschnittstemperaturen in der Antarktis sind in den letzten Jahrzehnten nicht gestiegen, das Abdriften von relativ großen Bruchstücken hat möglicherweise damit zu tun, daß sich das Antarktiseis in den vergangenen 20 Jahren um etwa 10% ausgedehnt hat.
http://www.welt.de/data/2005/03/07/606129.html
3.) Vermehrte Unwetterereignisse: (Tornados, Unwetter, Überschwemmungen etc.)
Es gibt keine statistisch relevante Zunahme von Anzahl oder Intensität der Ereignisse selbst, nur eine Zunahme der teilweise reißerisch aufgemachten Berichte darüber.
4.) Schmelzende Gletscher:
Die Alpengletscher, die in der Vergangenheit schon mehrfach fast verschwunden waren, gehen tatsächlich z.Zt. zurück, in anderen Teilen Europas und der Welt dehnen sich die Gletscher allerdings aus (z.B. in Norwegen) oder sind konstant (z.B. im Kaukasus)
5.) Ansteigen des Meerwasserspiegels:
Ist bis dato nicht eingetreten, obwohl schon seit längerer Zeit von entsprechender Seite vorhergesagt.
6.) Globaler Durchschnittstemperaturanstieg:
Die Oberflächentemperatur auf der Erde steigt seit einiger Zeit an, daß es sich dabei um einen Anstieg im absolut normalen Rahmen handelt, habe ich bereits vorstehend ausführlich begründet. Satellitenmessungen aus höheren Luftschichten ergeben keinen Erwärmungstrend.
7.) Anstieg des CO2- Gehalts der Luft:
Ist positiv zu werten, CO2 ist kein Schadstoff und erst recht kein Giftgas, sondern der wichtigste Grundstoff für jedes Pflanzenwachstum. Der Einfluß höherer atmosphärischer CO2-Gehalte wirkt sich positiv auf das Pflanzenwachstum, etwa von Getreide, aus. Die biologische Artenvielfalt nimmt bei höheren Temperaturen zu. In "Natur u. Wissenschaft" berichtete die FAZ am 15.12.04 stellvertretend von Erkenntnissen Australischer Forscher, die beispielsweise eine Zunahme des Korallenbestandes
infolge höherem CO2-Gehalt im Meerwasser herleiten.
Gerade gefunden, paßt gut. Eine kurze Bestandsaufnahme von 30 Jahren Umweltmythen:
The Sky Isn't Falling
Despite decades of dire predictions by "environmentalists," Earth’s future is greener than ever, reports the Competitive Enterprise Institute
http://www.cei.org/gencon/003,04491.cfm
Zum Abschluß meiner Betrachtungen noch die Sichtweise eines auch für Ökologisten unverdächtigen Zeugen, Hoimar von Ditfurth, der die Zusammenhänge um das Kohlendioxid aus einem fast philosophischen Blickwinkel betrachtet, ein Hinweis darauf, wie wenig wir eigentlich von den grundlegenden Zusammenhängen wissen, die wir mit Computermodellen vorhersagen wollen:
| Zitat: |
Zusammenhänge
Bei ihren Versuchen, Pflanzen in Atmosphären künstlicher, "nichtirdischer" Zusammensetzung aufzuziehen, machten amerikanische Raumfahrtbiologen jüngst eine bemerkenswerte Entdeckung. Ihre Schützlinge gediehen am besten nicht etwa in der gewöhnlichen Luft, die wir auf der Erde atmen, sondern in einem experimentell erzeugten Gasgemisch. Am üppigsten wucherten Tomaten, Blumen und andere Alltagsgewächse dann, wenn man das Sauerstoffangebot auf etwas weniger als die Hälfte reduzierte und gleichzeitig den CO2-Anteil - normalerweise nur 0.03% - kräftig erhöhte.
Dieses Resultat erscheint zunächst einmal deshalb bemerkenswert, weil es eine geläufige und ohne großes Nachdenken für selbstverständlich gehaltene Ansicht als Vorurteil entlarvt, die Ansicht nämlich, die auf der Erde herrschenden Bedingungen seien für alle hier existierenden Lebensformen optimal. Aber die Bedeutung des Fundes der amerikanischen Biologen reicht darüber noch weit hinaus. Ihr Experiment erweist sich bei näherer Betrachtung als ein Exempel für die von vielen Zeitgenossen noch immer nicht erkannte Tatsache, daß die Menschen heute erst die Erde wirklich kennenlernen, da sie sich anschicken, sie zu verlassen. Erst die Beschäftigung mit dem, was jenseits der Erde liegt, gibt uns die Möglichkeit, zu begreifen, was uns als alltäglich gewohnte Umwelt umgibt.
Pflanzen setzen bei der Photosynthese Sauerstoff frei. Ohne Pflanzenwelt wäre der Sauerstoffvorrat der Erdatmosphäre innerhalb von etwa drei Jahrhunderten verbraucht, wäre die Erde nach dieser Zeit für Mensch und Tier unbewohnbar. Die Versuche der Exobiologen erinnern uns nun daran, daß auch das Umgekehrte gilt. Bevor die Pflanzen auf der Erdoberfläche erschienen, war die Erdatmosphäre praktisch frei von Sauerstoff. Als die Pflanzen ihn zu erzeugen begannen, gab es noch niemanden, dem er hätte nützen können. Er war Abfall. Dieser Abfall reicherte sich in der Atmosphäre unseres Planeten mehr und mehr an bis zu einem Grad, der die Gefahr heraufbeschwor, daß die Pflanzen in dem von ihnen selbst erzeugten Sauerstoff würden ersticken müssen. Der Versuch der Exobiologen zeigt, wie nahe die Entwicklung dieser Gefahrengrenze tatsächlich schon gekommen war.
In dieser kritischen Situation holte die Natur zu einer gewaltigen Anstrengung aus. Sie ließ eine Gattung ganz neuer Lebewesen entstehen, deren Stoffwechsel just so beschaffen war, daß sie Sauerstoff verbrauchten. Während wir gewohnt sind, die Pflanzen einseitig als die Lieferanten des von Tieren und Menschen benötigten Sauerstoffs anzusehen, verschafft uns die Weltraumforschung hier eine Perspektive, die uns das gewohnte Bild aus einem ganz anderen Blickwinkel zeigt: Wir stehen unsererseits im Dienste pflanzlichen Lebens, das in kurzer Zeit erlöschen würde, besorgten wir und die Tiere nicht laufend das Geschäft der Beseitigung des als Abfall der Photosynthese entstehenden Sauerstoffs.
Wenn man auf diesen Aspekt der Dinge erst einmal aufmerksam geworden ist, glaubt man noch einen anderen, seltsamen Zusammenhang zu entdecken. Die Stabilität der wechselseitigen Partnerschaft zwischen dem Reiche pflanzlichen Lebens und dem von Tier und Mensch ist ganz sicher nicht so groß, wie es die Tatsache vermuten lassen könnte, daß sie heute schon seit mindestens einer Milliarde Jahren besteht. Es gibt viele Faktoren, die ihr Gleichgewicht bedrohen. Einer von ihnen ist der Umstand, daß ein beträchtlicher Teil des Kohlenstoffs, der für den Kreislauf ebenso notwendig ist wie Sauerstoff - keine Photosynthese ohne CO2 -, von Anfang an dadurch verlorengegangen ist, daß gewaltige Mengen pflanzlicher Substanz nicht von Tieren gefressen, sondern in der Erdkruste abgelagert und von Sedimenten zugedeckt wurden. Dieser Teil wurde dem Kreislauf folglich laufend entzogen, und zwar, so sollte man meinen, endgültig und unwiederbringlich. Das Ende schien nur noch eine Frage der Zeit.
Wieder aber geschieht etwas sehr Erstaunliches: In eben dem Augenblick - in den Proportionen geologischer Epochen - in dem der systematische Fehler sich auszuwirken beginnt, erscheint wiederum eine neue Lebensform und entfaltet eine Aktivität, deren Auswirkungen die Dinge wie beiläufig wieder ins Lot bringen. Homo faber tritt auf und bohrt tiefe Schächte in die Erdrinde, um den dort begrabenen Kohlenstoff wieder an die Oberfläche zu befördern und durch Verbrennung dem Kreislauf von neuem zuzuführen.
Manchmal wüßte man wirklich gern, wer das Ganze eigentlich programmiert.
Hoimar v. Ditfurth, ca. 1968 |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 25.Apr 2005 19:12 Titel: |
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| Unsere Diskussion scheint sich inzwischen auf das sehr spezifische Thema der Bedeutung einer neuen Klimastudie zu fokussieren, da hat Moderator Ronald schon recht... |
Aha - richtig erkannt, und Ihr vorstehender Beitrag ist ja auch nicht ohne.
| Zitat: |
| , ich kann jedoch seine Drohung mit der Schließung nicht nachvollziehen, zumal er sich kurz vorher noch als interessierter Mitleser gezeigt hat, und teile seine Beurteilung überhaupt nicht, daß sie für Laien uninteressant würde. |
Es wird nur darauf Wert gelegt sich hochwissenschaftlich zu unterhalten
und
| Zitat: |
| Mit Laien zu diskutieren, ist fruchtlos |
dies hat mich zu meiner Reaktion geführt.
Es sollte mal überlegt werden, welch elitärer Status hier eingefordert wird.
Laien dürfen gnädigerweise lesen, aber ansonsten bleiben die
" Überirdischen " unter sich.
Verzeihen sie mir meine sehr herausfordernden Worte, ich habe sie nach langem Überlegen ganz bewußt so gewählt.
Lassen sie die Laien oder andere User, die Nachfragen wollen zu und ich bin ganz, ganz still.
Eine ganz OFFENE Diskriminierung anderer User hat nicht mein Verständnis ! |
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Heinrich Dreier ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.09.2003 Beiträge: 2922
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Verfasst am: 25.Apr 2005 19:23 Titel: |
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| Ronald hat folgendes geschrieben:: |
Lassen sie die Laien oder andere User, die Nachfragen wollen zu und ich bin ganz, ganz still.
Eine ganz OFFENE Diskriminierung anderer User hat nicht mein Verständnis ! |
@
Ronald
Auch wenn nicht alle User über die Thematik im Bilde sind, so dürfen doch alle noch dazulernen, und auch wenn ich manche Zeilen 2x lesen muß, um etwas zu verstehen, so ist das doch nicht so tragisch, denn wir können doch alle nur miteinander und voneinander lernen.
Grüße
Heinrich |
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Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
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Verfasst am: 25.Apr 2005 20:46 Titel: |
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| Auch wenn nicht alle User über die Thematik im Bilde sind, so dürfen doch alle noch dazulernen, und auch wenn ich manche Zeilen 2x lesen muß, um etwas zu verstehen, so ist das doch nicht so tragisch, denn wir können doch alle nur miteinander und voneinander lernen. |
Diese Aussage von dem lieben Herrn Dreier kann ich nur unterschreiben.
Vielleicht trägt Gomopa ein Stück weit dazu bei, die Pisa-Studie zukünftig etwas positiver zu beeinflussen, wenn qualifizierte User zu einem Thema Stellung beziehen, die interessierte, aber bislang weniger mit solchen Themen befassten User dazu bringen, sich näher damit zu beschäftigen.
Die hohe Zugriffszahl scheint diese Feststellung auch zu stützen.
Auch weniger Gebildete - rein hypthetisch, natürlich - sind grundsätzlich daran interessiert, mehr an Wissen zu erfahren.
Mit den besten Wünschen, Browser |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 25.Apr 2005 21:32 Titel: |
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@Ronald
haben Sie da irgendetwas falsch verstanden?
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| Es wird nur darauf Wert gelegt sich hochwissenschaftlich zu unterhalten |
Entschuldigung, aber das ist doch Unsinn.
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| Lassen sie die Laien oder andere User, die Nachfragen wollen zu |
Wer hat denn vor, keine Nachfragen zuzulassen?
Wenn Sie meine Postigs von Anfang an gelesen haben, könnten Sie wissen, daß ich sogar ausdrücklich um Nachfragen gebeten habe!!!
| Zitat: |
| Schade, es scheint niemand mehr die gängigen Öko- und Klima-Untergangs-Mythen vertreten zu wollen - ich hätte noch ein paar Antworten parat. |
Was kann ich dafür, wenn auf meine Bitte um Beteiligung nicht mehr Resonanz erfolgt?
Ausserdem habe ich mich selbst mehrfach selbst als Laie geoutet!
Das Zitat von der Fruchtlosigkeit von Diskussionen mit Laien stammt nicht von mir und ist zugegebenermaßen etwas mißverständlich formuliert, aber mit welcher Berechtigung holen Sie hier zu einem Rundumschlag aus?
Wo bitte wollen Sie bei mir irgendwelche auch noch OFFENE Diskriminierung erkennen?
Ich habe ausdrücklich festgestellt, daß das Thema von hoher wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung ist und uns alle angeht!
Ich habe ein ausgeprägtes Interesse daran, möglichst viele zum Nachdenken zu bringen, das habe ich auch bereits mehrfach formuliert. Wenn sie auch noch nachfragen, bin ich um so dankbarer!!!.
Ich habe immer versucht, mich verständlich auszudrücken, aber das Thema läßt sich nun mal nicht auf dem Niveau einer Kreuzberger Hauptschule abhanden.
Also bitte: nicht still sein, aber auch keine unqualifizierten Maßregelungsversuche! |
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solalex Specialist
Anmeldungsdatum: 01.04.2005 Beiträge: 67
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Verfasst am: 25.Apr 2005 22:20 Titel: |
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Hallo @all,
Physik für kleine Leute
Das Thema:
Technische und natürliche Entropie
Der erste thermodynamische Hauptsatz ist der von der Erhaltung der Energie. Energie kann weder produziert noch vernichtet, sondern nur von einer Form in eine andere umgewandelt werden. Sie ist in unterschiedlichster Weise vorhanden: als „ruhende Energie“, „gebundene Energie“ oder „nicht verfügbare Energie“ in Form von Öl-, Kohle-, Gas oder Uranvorkommen, die in geschlossenen Systemen lagern und kein Problem darstellen, solange sie nicht durch eine andere Energie in Bewegung gesetzt werden; als „ freie Energie“ bzw. „verfügbare Energie“, wenn sie in Bewegung gesetzt worden ist und verbrannt wird; oder, nach ihrer erfolgten Umwandlung, als „zerstreute“ und nicht mehr nutzbare Energie.
Doch stets bleibt die Gesamtenergie in einem geschlossenen System konstant.
Der zweite thermodynamische Hauptsatz lehrt uns, dass bei jeder Umwandlung von einer Energieform in die andere unweigerlich Umwandlungsverluste entstehen. Aufgrund dieser Verluste – bei der Umwandlung von ruhender in verfügbarer und dann in zerstreute und nicht mehr verfügbare Energie – werden Wärme und andere Emissionen freigesetzt, die die Ordnung der Ökosphäre in Unordnung bringen und schließlich deren Wärmetod hervorrufen.
Der Begriff dafür ist der der Entropie – eine Zusammensetzung der griechischen Worte energeia = Kraft und tropos = Umwandlung. Entropie bezeichnet den Übergang von geordneten Systemen ( Syntropien) zu solchen der Unordnung. Es gibt allerdings auch die Negentropie, den Übergang von Unordnungen in neue Ordnungen, also in neue Syntropien – etwa durch neu aufgeforstete Wälder.
Unser Globus ist durch seine Atmosphärenhülle und seine Ozonschicht ein relativ geschlossenes System. Die Nutzung der gebundenen Energievorkommen ist gleichbedeutend mit der systematischen Herbeiführung von Entropie.
Als die Gesetzmäßigkeiten erkannt wurden, konnte man nicht prognostizieren, wann die Entropie-Zunahme eine Umschlagszone in eine für alle gefährlich werdende Unordnung erreichen könnte – zumal man in der Tat zu Beginn des 20. Jahrhunderts das atemberaubende Wachstum des Energieverbrauchs nicht voraussehen konnte. Doch formulierte Wilhelm Ostwald bereits 1912 den „energetischen Imperativ“ mit den Worten „Vergeude keine Energie, verwerte sie“ – auf der Grundlage „der allgemeinen Anwendung des zweiten Hauptsatzes der Energetik aus sämtliches Geschehen und insbesondere auch auf die Gesamtheit der menschlichen Handlungen“. Viele Jahrzehnte, bevor Georgescu-Roegen in seinem wirtschaftswissenschaftlichen Hauptwerk „The Economic Process and the Entropy Law“ herausarbeitete, dass das Entropiegesetz auch für Volkswirtschaften insgesamt gilt, hat Ostwald die generelle soziologische Bedeutung dieses Vorgangs hervorgehoben. Er bezeichnete es als eine Aufgabe der gesamten Kultur, die „Transformationseffizienten der umzuwandelnden Energie so günstig wie möglich zu gestalten“ – also alles zu tun, um durch optimale Umwandlung die Verluste so weit wie irgend möglich zu reduzieren. Diesem Imperativ gab er einen philosophisch grundsätzlicheren Stellenwert als dem kategorischen Imperativ Immanuel Kants, dass die Maxime des eigenen Handelns jederzeit als Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung dienen sollte. Kants Imperativ ziele auf ein Sittengesetz, unter dessen Nichtbefolgung das menschlicher Zusammenleben leidet.
Der energetische Imperativ sei dagegen ein Naturgesetz, „das befolgt wird, sowie man es begriffen hat, weil es keine Möglichkeit außerhalb des Gesetzes gibt“ – falls man es nicht befolge, werde eines Tages kein menschliches Leben mehr geben.
Auf der Basis der heute bekannten technischen Möglichkeiten muss der energetische Imperativ selbstverständlich nicht nur auf die bessere Verwertung von Energie bezogen werden, sondern generell darauf, die Nutzung von ruhender Energie auf dem Globus zu vermeiden. Auch wenn man die Verwertung verbessert, so dass sie zu geringeren Umwandlungsverlusten führt, kann das den Emissionstod für Lungenatmer zwar aufschieben, aber nicht verhindern.
Das zweite thermodynamische Gesetz ist für jeden Umwandlungsprozess von Energie gültig – es hat jedoch je nach Energieform sehr unterschiedliche Auswirkungen.
Die Zerstörungswirkung ist keinesfalls auf die Mobilisierung gebundener fossiler Energien in Form von CO2 oder FCKW beschränkt, wie wir es an der Zerstörung der Erdatmosphäre und der Ozonschicht mittlerweile buchstäblich hautnah feststellen können. Es bezieht sich auch auf die Atomenergie. Deren Entwicklung geht auf die Erkenntnis der Hochenergiephysik zurück, dass auch Materie eine Form von Energie ist, die in Bewegungsenergie umgewandelt werden kann, wobei unvorstellbare Energiepotentiale mobilisiert werden. Die Spaltung oder die Fusion von Masseteilchen hat die Möglichkeit zur Herbeiführung von Entropie in der Natur dramatisch gesteigert – am dramatischsten durch Atomwaffen. Barry Commoner bezeichnet die zivil genutzte Atomenergie als „thermodynamischen Overkill“, weil sie die Erzeugung von Temperaturen erfordert, die um ein Vielfaches über der tatsächlich benötigten Temperatur liegen. Die Strahlungsenergie aus atomare Prozessen trifft auf eine Natur, die daran nicht angepasst ist; freigesetzte Radioaktivität zerstreut sich in einer Weise, dass sie nicht mehr gebunden werden kann. Die Befürworter der Atomenergie heben hervor, dass diese Prozesse im Gegensatz zur Verbrennung fossiler Energien Keinen negativen Klimaeffekt haben. „Das Uran lässt die Erde kalt“ heißt es beispielsweise in einer Atomenergie-Werbekampagne der deutschen Stromversorgungsunternehmen. Aber auch das ist falsch – schon die biologisch nicht folgenlose Aufwärmung der für die Reaktorkühlung genutzten Flüsse beweist das Gegenteil.
Das aus dem zweiten thermodynamischen Hauptsatz ablesbare Weltgesetz hat seine Gültigkeit in geschlossenen Systemen. „Nur unter diesen Vorraussetzungen“, schreibt Peter Kafka in „Das Grundgesetz vom Aufstieg“, sage der Entropiesatz den „Niedergang“ voraus: „Für die Gültigkeit des zweiten Hauptsatzes ist nicht nur räumliche und materielle Abgeschlossenheit vorauszusetzen, sondern auch eine energetische. Die Gestalt Gaias, die Erdoberfläche und ihre Biosphäre mit der Sonne und dem dunklen Nachthimmel als Quelle und Senke, ist diesem Gesetz sicherlich nicht unterworfen.“
Im Verhältnis zur Sonne ist die Biosphäre ein offenes System, durch das die Sonnenenergie strömt. Die Entropiezunahme findet auf der Sonne statt. Die von dieser ausgestrahlte Energie liefert uns bereits „freie Energie“, d.h. wir brauchen keine andere Energie, um Sonnenenergie zu fördern, sie ist in Bewegung, bevor wir sie überhaupt zu nutzen versuchen. Sie ist, wie Barery Commoner sagt, „reine Energie“.
Die natürliche Sonneneinstrahlung erwärmt die Land- und Meeresflächen, wo sie absorbiert wird, und strahlt in Form von Wärme zurück. Allerdings ist die Rückstrahlung nicht vollständig. Die Sonne wandelt ihre Energien in Pflanzen durch Photosynthese um:
Nahrung und Biomasse als indirekte Sonnenenergie.
Außerdem strahlt die Sonne nicht gleichmäßig auf die Erde: Wolken, Eis- und Schneedecken reflektieren und absorbieren nur wenig Sonne, die Tag- und Nachtzeiten sind je nach Jahreszeiten und Breitengraden unterschiedlich, eine unebene Erdoberfläche verändert die Einstrahlungswinkel. Diese Unterschiede zwischen wärmeren und kälteren Einstrahlungszonen verursachen die Luftbewegungen:
Windkraft als indirekte Sonnenenergie.
Wo die Sonne auf Gewässer strahlt, bewirkt sie Verdunstung von Wasser, das in der Atmosphäre kondensiert, als Regen wieder auf die Erde fällt und von höheren geographischen Regionen in niedere fließt:
Fließwasser als indirekte Sonnenenergie.
Selbstverständlich wirken auch bei solaren Energien die thermodynamischen Gesetze, aber sie führen im Ergebnis nicht zu einer zusätzlichen Entropiezunahme über die natürlich gegebene durch Zerstreuung und Abstrahlung in den Weltraum hinaus. Dieser steht andererseits eine Negentropie - Zunahme durch photosynthetische Sonnenenergiespeicherung, also Pflanzewachstum, gegenüber. Der von der Sonnenstrahlung ausgelöste Energiefluss reduziert die Entropie also wieder durch den Aufbau einer neuen Ordnung. Die Sonnenenergie ist integrales Element des ungefähren Gleichgewichtszustandes der Natur der Erde. Auch dieser ist nicht statisch, sondern ständigen natürlichen Veränderungsprozessen ausgesetzt. Durch die Nutzung dieser Sonnenenergien schalten wir uns in die gegebenen Umwandlungsabläufe als zusätzlicher Nutzer ein und gefährden dadurch die von der Sonnenenergie belebte Ökosphäre nicht. Dabei anfallende Umwandlungsverluste setzen im globalen Maßstab keine zusätzliche Wärme frei.
Bei Nutzung der Sonnenenergie ist der zentrale Unterschied zwischen schlechter und guter Umwandlung ein ökonomischer: Habe wir Techniken niedrigen Wirkungsgrades, wird sie teuer und verbraucht mehr Material; haben wir Techniken hohen Wirkungsgrades, reduziert sich der Kapital- und Materialbedarf pro genutzter Energieeinheit. In jedem Fall kann allein eine vollständige globale Sonnenenergiewirtschaft die Ökosphäre erhalten. Der – durch unsere heutigen technischen Kenntnisse und Möglichkeiten der Nutzung von Sonnenergie – aktualisierte energetische Imperativ muss daher lauten: „ Nutze nur die Energiequellen, die keine zusätzliche Wärme, Emissionen und sonstige Rückstände erzeugen.“ Kurz: “Nutze nur solare Energiequellen!“
Mit sonnigen Grüssen
solalex |
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WC.Hofmann Pathfinder
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 355 Wohnort: in der Mitte Europas
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Verfasst am: 25.Apr 2005 23:56 Titel: von der Umweltverschmutzung bis zur Klimaforschung |
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| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
@Ronald
haben Sie da irgendetwas falsch verstanden?
...
Das Zitat von der Fruchtlosigkeit von Diskussionen mit Laien stammt nicht von mir und ist zugegebenermaßen etwas mißverständlich formuliert, ... |
@Ronald + @hdschulz + @all
@Ronald, Sie schrieben am 20.04.2005 8:22pm:
| Zitat: |
| … So interessant dieses Thema auch ist, auch für mich, bitte ich darum, der Leserschaft dies zu ersparen und zu einer für Laien und Informationshungrigen Usern entsprechenden Themenbearbeitung zurückzukehren. … |
Ich antwortete taggleich um 10:08pm ganz allgemein, aber vielleicht etwas unglücklich:
| Zitat: |
| Mit Laien zu diskutieren, ist fruchtlos. - Informationshunrige sollten die Fachliteratur lesen, so wie @hdschulz, @Roderich Hopp, ich und auch andere; ich gehe davon aus, dass Sie die Fachliteratur auch nicht verschmähen, wenn Sie die Zeit dazu finden! |
Bitte verstehen Sie mich recht! Ich bleibe bei meinem obigen Statement. – Ich diskutiere mit Laien kein wissenschaftliches Thema, weil das zu nichts führt. Damit schliesse ich doch nicht aus, dass ich einem Laien zu einer bestimmten Thematik allgemeine oder auch gezielte Fragen nach bestem Wissen beantworten werde, sofern ich dazu in der Lage bin, - aber ich diskutiere doch nicht die eventuelle Fachproblematik mit ihm. [Diskussion = a.) Erörterung, Aussprache, Meinungsaustausch; b.) Auseinandersetzung]
Bei 99,5% - nur um eine Grössenordung anzugeben - der wissenschaftlichen Themen kann auch ich überhaupt nicht mitdiskutieren, sondern vielleicht bei 0,5% dieser 99,5% eine halbwegs intelligente Frage stellen. Die Antwort des Spezialisten nehme ich dann gerne ohne Diskussion zur Kenntnis und schaffe vielleicht noch eine Zusatzfrage. Ich habe damit auch nicht behauptet, dass ich die restlichen 0,5% in einer Diskussion vertreten kann. Weit gefehlt! – Ich glaube, viele Leser können nicht einschätzen, welche Flut an wissenschaftlichen Publikationen pro tempora veröffentlich werden.
Zurück zu unserem Thema: Nun sind wir über das Kyoto-Protokoll zu den neueren Ergebnissen der Klimaforschung gekommen. Hierzu hat @hdschulz sehr unfassend seine Sichtweise dargelegt und versucht, die Leser aufklärend zu sensibilisieren. Da auch ich nur ein interessierter Laie in der Klimaforschung bin, kann ich hier schon mal gar keine Diskussion beginnen, sondern ich muss erst mal den dankenswerterweise erarbeiteten Beitrag von @hdschulz lesen, dann versuchen ihn zu begreifen, ggf. Literaturstellen nachlesen und dann die Erkenntnisse analysieren. Ich werde dem Anliegen von @hdschulz doch nur gerecht, wenn ich seine Mühe, die er in die Ausarbeitung gesteckt hat, dadurch würdige, dass ich seiner Sichtweise entweder beipflichte oder ihm mit Begründung klar sage, dass ich die eine oder andere seiner Einschätzungen nicht teile. Was ich aber kann bzw. auch tun werde, - und das wird eine Vielzahl von Lesern hier ebenfalls können – ist, die auf Forschungsergebnissen basierenden politischen Entscheidungen kritischer zu betrachten. – Ich behaupte einmal, genau das möchte @hdschulz mit seinen Beiträgen erreichen.
Diskutieren können wir hier bestimmt auch. Zum o.a. Thema „Mülltrennung“ werden viele User leichter ihre Meinung ins Forum stellen können. Ich bin da dem @hdschulz gelegentlich noch eine Antwort schuldig. Weitere umweltrelevante Beispiele sind vom Verständnis her für eine grosse Teilnehmerzahl viel besser geeignet als die Klimaforschung. Dies betrifft auch einige aktuelle Themen wie Energieerzeugung und -verbrauch, Individual- und Massenverkehr, Einsatz ökologischer Baustoffe unter neueren bauphysikalischen Erkenntnissen, etc. pp. – Das Thema „Feinstaub“ gehört auch dazu; ich bin gespannt, was es da noch in diesem Forum zu lesen gibt.
Ich erlaube mir eine Feststellung aus meiner Sichtweise: In einem Forum dieser Art, das allgemein zugänglich ist und viele Leser ansprechen soll, geht es nicht darum, mit der eigenen Meinung ständig andere überzeugen zu wollen, sondern eher darum, dass überhaupt einige Leser ihre persönliche Einschätzung und Erfahrungen Kund tun. Wenn dann noch zum einen oder anderen Thema ein Experte allgemeinverständlich aufklärend wirkt, dann ist die Zeit im Forum z.B. für mich ein Gewinn.
Können sich einige Leser dieser Meinung anschliessen?
Gruss, WC.Hofmann
P.S.: mach Studium des o.a. Beitrages von @hdschulz komme ich in diesen Thread zurück. |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 26.Apr 2005 5:37 Titel: |
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| Zitat: |
| ....haben Sie da irgendetwas falsch verstanden? |
Ich schließe es selbstkritisch nicht aus ! Jeder Mensch reflektiert anders und auch ich gehöre dieser Gattung an.
Also - es mal ganz salopp gesagt - weiter im Text meine Damen und Herren , ich brauch informatives zu diesem Thema.
Einen schönen Tag uns allen,
Ronald |
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Heinrich Dreier ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.09.2003 Beiträge: 2922
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Verfasst am: 26.Apr 2005 7:55 Titel: Re: von der Umweltverschmutzung bis zur Klimaforschung |
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| WC.Hofmann hat folgendes geschrieben:: |
Können sich einige Leser dieser Meinung anschliessen?
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WC.Hoffmann
Gern schließe ich mich Ihrer Meinung an, und seid vielen Jahren ist mir schon bekannt,das man Laien etwas so erklären muß, das Lieschen Müller es auch versteht, sonst bringt es nichts.Doch bin ich mir sicher, das durch die verschiedenen Meinungen hier im Forum die User, die es möchten, auch was davon mitnehmen werden. Der eine eher, der andere eben später, wie im realen Leben auch.
Grüße
Heinrich |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 26.Apr 2005 13:58 Titel: |
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@ solalex
Vielen Dank für Ihren interessanten Beitrag – ich hätte einen Vorschlag für eine geänderte Überschrift:
Statt "Physik für kleine Leute" doch wohl eher "Philosophie für kleine Leute auf der Grundlage der Thermodynamik". Damit wird ihr Anliegen klarer und auch die Gefahr, in die Sie sich begeben:
Alles, was in Ihrem Beitrag mit Physik zu tun hat (genauer mit dem ersten und zweiten Hauptsatz der Thermodynamik) ist unbestritten richtig. Was Sie jedoch daraus als philosophische Schlußfolgerungen ableiten wollen, ist nichts als Ideologie.
Diese Ideologie muß schon ziemliche Klimmzüge unternehmen...
Ein grundlegendes Problem ist folgendes: die Thermodynamik bezieht sich auf geschlossene Systeme, das wird auch in Ihrer "physikalischen Abteilung" richtig so beschrieben, d.h. der beschworene "Entropietod" tritt nur dann ein, wenn es sich bei dem Untersuchungsobjekt (der Erde) um ein geschlossenes System handelt – tut es aber nicht, ganz besonders nicht in energetischer Hinsicht!
Die Ideologie versucht die Brücke zur Physik (und damit die Begründung für die Anwendung physikalischer Gesetze) über eher nebulöse Formulierungen zu finden:
| Zitat: |
| Unser Globus ist durch seine Atmosphärenhülle und seine Ozonschicht ein relativ geschlossenes System. |
Diesen Satz haut Ihnen jeder Physiker um die Ohren: In der Thermodynamik gibt es kein "relativ geschlossenes System" – es ist entweder geschlossen oder eben nicht. Ist es nicht geschlossen, ist der zweite Hauptsatz der Thermodynamik auf das System nicht anwendbar. So einfach kann Physik sein!
Und genau so schnell sind alle von Ihnen aus der falschen Grundannahme abgeleiteten Schlußfolgerungen Makulatur.
In energetischer Hinsicht ist obiges Zitat sowieso absoluter Quatsch: Unser Globus ist für Energieaustausch so offen wie ein Scheunentor.
Das wird von Ihnen weiter unten genauso gesehen, insofern ergibt sich ein eklatanter Widerspruch, den Sie nicht wieder auflösen:
| Zitat: |
| "Für die Gültigkeit des zweiten Hauptsatzes ist nicht nur räumliche und materielle Abgeschlossenheit vorauszusetzen, sondern auch eine energetische. Die Gestalt Gaias, die Erdoberfläche und ihre Biosphäre mit der Sonne und dem dunklen Nachthimmel als Quelle und Senke, ist diesem Gesetz sicherlich nicht unterworfen." |
Ja was denn nun? Warum dann die Drohung mit dem Wärmetod als Folge der Entropie, wenn das Gesetz gar nicht anwendbar ist, das ihn begründen soll?
Kann es sein, daß der Begriff "Wärmetod" im Zusammenhang mit der Thermodynamik hier falsch verstanden wurde?
Er bedeutet nämlich keineswegs "Tod durch Wärme" sondern "Tod durch Energieerschöpfung" und die droht dem offenen System Erde ja nun wirklich nicht, im Gegenteil, der "Rote Riese" Sonne wird sie eines Tages in ferner Zukunft verbrennen.
Es sind noch einige weitere gewagte Aussagen zu verzeichnen, z.B. daß man "den Emissionstod für Lungenatmer zwar aufschieben, aber nicht verhindern" kann, wenn man die Nutzung der ruhenden Energie nicht unterläßt.
Können Sie das begründen?
Überhaupt ist der Trick bei der ganzen Abhandlung die Verbindung der exakten Physik und deren Gesetzen mit Aussagen, die als Konsequenz der physikalischen Gesetze hingestellt werden, in Wahrheit aber ideologisch geprägt sind – die Physiker werden sich bedanken.
Was mir allerdings sehr gut gefällt, ist Ihre Beschreibung der Zusammenhänge bei der Aufnahme und Umsetzung der Sonnenenergie als unerschöpflicher Quell.
| Zitat: |
Die natürliche Sonneneinstrahlung erwärmt die Land- und Meeresflächen, wo sie absorbiert wird, und strahlt in Form von Wärme zurück. Allerdings ist die Rückstrahlung nicht vollständig. Die Sonne wan-delt ihre Energien in Pflanzen durch Photosynthese um:
Nahrung und Biomasse als indirekte Sonnenenergie.
Außerdem strahlt die Sonne nicht gleichmäßig auf die Erde: Wolken, Eis- und Schneedecken reflektieren und absorbieren nur wenig Sonne, die Tag- und Nachtzeiten sind je nach Jahreszeiten und Breitengraden unterschiedlich, eine unebene Erdoberfläche verändert die Einstrahlungswinkel. Diese Unterschiede zwischen wärmeren und kälteren Einstrahlungszonen verursachen die Luftbewegungen:
Windkraft als indirekte Sonnenenergie.
Wo die Sonne auf Gewässer strahlt, bewirkt sie Verdunstung von Wasser, das in der Atmosphäre kondensiert, als Regen wieder auf die Erde fällt und von höheren geographischen Regionen in niedere fließt: Fließwasser als indirekte Sonnenenergie. |
Wer das liest und sich kurz verinnerlicht, wird mir zustimmen, wenn ich behaupte, daß diese Zusammenhänge nicht exakt genug auf Rechenformeln für Computer reduziert werden können, die mit hinreichender Genauigkeit die Zukunft unseres Klimas berechnen können.
Was mir allerdings nicht gefällt, ist Ihre willkürliche Ausgrenzung der fossilen Sonnenenergie in Form von Torf, Braunkohle, Steinkohle, Öl, Ölschiefer, Ölsand, Erdgas und was man sonst noch finden mag, wie z.B. Methanhydrat auf dem Grund der Ozeane. Die sind genauso wie die von Ihnen akzeptierte Biomasse über die Photosynthese entstanden, halt nur bereits vor mehr oder weniger langer Zeit.
Es spricht übrigens nichts dagegen, daß auch heute noch später als fossil zu bezeichnende Energieträger entstehen, sogar Erdöl!
Diese langfristigen Kreisläufe blenden Sie aus ideologische Begründungen einfach aus.
Lesen Sie doch bitte in diesem Zusammenhang noch einmal die wunderschönen und scharfsinnigen Betrachtungen von Hoimar v. Ditfurth, die ich am Ende meines vorletzten Postings eingestellt habe, er beschreibt die Dinge genau wie Sie aus einer eher naturphilosophischen Sicht, kommt aber zu ganz anderen Ergebnissen.
Ihre Aufforderung: "Nutze nur solare Energiequellen" bekommt so eine viel umfassendere Bedeutung. |
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solalex Specialist
Anmeldungsdatum: 01.04.2005 Beiträge: 67
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Verfasst am: 26.Apr 2005 15:11 Titel: Energieaustausch |
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Hallo hdschulz,
hab eben mein Scheunentor aufgemacht und siehe da, in der Scheune ist es jetzt so kalt wie vor der Scheune.
Also das kauf ich Ihnen nicht ab, denn sonst müßte es ein paar Grad kälter sein auf der Erde.
Die Erde strahlt mit Sicherheit Energie bzw. Wärme in den Weltraum, aber offensichtlich nicht zu 100%.
Insofern ist der Ausdruck "relativ geschlossenes System" nicht falsch, auch wenn mir ein paar Physiker das um die Ohren hauen.
sonnige Grüße
solalex |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 26.Apr 2005 16:54 Titel: |
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Hallo solalex,
o.k. – wie das halt so ist mit den Vergleichen, irgendwo hinken sie immer.
Um bei unserer Scheune zu bleiben: Sie haben das Scheunentor geöffnet und in der Scheune ist's dann schnell genau so kalt wie draußen, Sie merken es allerdings nicht, wenn Sie unterm Heu liegen!
Zum Glück haben wir's ja hier mit einer physikalischen Fragestellung zu tun, da können wir nicht besseres tun, als konkret zu werden:
Von der gesamten Strahlungsenergie der Sonne steht der Erde nur ein kleiner Teil zur Verfügung: Immerhin 179 x 10 hoch 15 Watt (das "hoch 15" habe ich mit Formatierung nicht hingekriegt) oder 179 000 TW.
1 TW = 1000 Milliarden W = 1 Million Millionen
Sie reflektiert etwa 30% der Solarenergie, ein kleiner Teil wird per Photosynthese zum Aufbau von Biomasse unter Verbrauch von CO2 genutzt, der Rest wird von der Atmosphäre zwischengelagert und verteilt, wie Sie es so schön beschrieben haben aber doch letztlich komplett wieder abgestrahlt.
Das muß auch so sein, stellen Sie sich mal vor, es bliebe ständig auch nur ein winziger Restbetrag übrig, das würde sich doch im Laufe der Zeit addieren, wir wären schon längst gekocht.
Also: das Scheunentor ist weit auf.
Übrigens: Der Mensch verbrennt heute Energien, die vor langer Zeit per Photosynthese gespeichert wurden und kommt so auf "seine" 10 TW Gesamtleistung.
Dies sind nur 0,05 Promille der einfallenden Solarleistung.
Jeder Autofahrer weiß, daß man damit keine Probleme bekommt
Bei uns kommt gerade wieder die Sonne raus – ich geh mal an die frische Luft (als Lungenatmer) |
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solalex Specialist
Anmeldungsdatum: 01.04.2005 Beiträge: 67
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Verfasst am: 26.Apr 2005 18:24 Titel: |
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Hallo Herr hdschulz,
sonnige Grüsse
solalex
PS: Ist das Leben nicht schön? |
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 27.Apr 2005 7:11 Titel: |
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Herr Hofmann war so nett uns eine Studie der Uni in Bonn zur Verfügung zu stellen, die wir auf seinem Wunsche hin an dieser Stelle gern ins Netz stellen und artig für die Mühewaltung danken!
http://www.gomopa.net/downloadarea/klima.pdf |
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solalex Specialist
Anmeldungsdatum: 01.04.2005 Beiträge: 67
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Verfasst am: 27.Apr 2005 8:36 Titel: |
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Hallo hdschulz,
Hallo @all,
Chor: Daß sich enthülle, Verhülltes,
Eh´es zum Löschen zu spät ist,
Feuergefährliches.
Chorführer: Feuergefährlich ist viel,
Aber nicht alles, was feuert, ist Schicksal,
Unabwendbares.
Chor: Anderes nämlich, Schicksal genannt,
Städtevernichtendes auch, Ungeheures,
Daß Du nicht fragtest, wie´s kommt,
Ist Unfug.
Chorführer: Tilgend das sterbliche Bürgergeschlecht.
Chor: Nimmer verdient,
Schicksal zu heißen, bloß weil er geschehen:
Der Blödsinn,
Der nimmerzulöschende einst!
Chorführer: Unsere Wache hat begonnen. |
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