| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5417
|
Verfasst am: 20.März 2005 7:58 Titel: Du sollst die Umwelt nicht verschmutzen! ! |
|
|
ftd.de; 15.03.2005
Du sollst die Umwelt nicht verschmutzen!
Die US-Regierung lehnt das Kioto-Protokoll ab, nach dem der Kohlendioxidausstoß merklich gesenkt werden soll. Ihrer Ansicht nach muss sogar stärker nachgeforscht werden, ob es den Klimawandel überhaupt gibt. Von Umweltgruppen, die fordern, die USA sollten der Industrie Emissionsobergrenzen auferlegen, halten viele Mitarbeiter in der US-Regierung nicht viel. Doch nun mehren sich die Anzeichen, dass diese Umweltgruppen Unterstützung aus einem anderen - für Bush schwerer zu ignorierenden - Lager erhalten: von den konservativen Christen im Land.
Vergangene Woche kam eine Gruppe von Christen in Washington zu einer Podiumsdiskussion über den Klimawandel zusammen. Der demokratische Senator Joe Lieberman, der einen Gesetzentwurf mit Elementen des Kioto-Protokolls vorgelegt hat, sagte bei der Veranstaltung: "Wir haben eine moralische Verpflichtung, unsere Umwelt zu schützen."
Verantwortung für die Schöpfung Gottes
John Houghton, Mitglied des Uno-Ausschusses zu Klimafragen, legte wissenschaftliche Belege für den Klimawandel vor, kombiniert mit einer moralischen Botschaft: Für Christen geht es bei dem Thema um die Verantwortung für die Schöpfung Gottes. Schaden wir der Umwelt durch die verschwenderische Nutzung fossiler Brennstoffe, haben wir versagt, so das Umweltargument der konservativen Christen, die in den Vereinigten Staaten großen Einfluss haben.
Traditionell beschäftigt sich vor allem die Linke mit der Problematik. Doch es scheint, als entdecke nun auch die christliche Rechte das Thema Umweltschutz für sich.
Vergangenes Jahr rief das einflussreiche Magazin "Christianity Today" zum Handeln gegen den Klimawandel auf: "Mit jedem Jahr, das vergeht, verlieren wir an Fähigkeit, die Auswirkungen der Erderwärmung zu verlangsamen und zu verringern. Dies ist die Welt unseres Vaters, in ihr leben unsere Brüder und Schwestern. Wir Christen sollten den Regierungen und Unternehmen zeigen, dass wir bereit sind, unsere Lebensweise anzupassen und Veränderungen zu unterstützen, mit denen die Umwelt geschützt wird", hieß es in dem Leitartikel.
"Was würde Jesus fahren?"
Das christliche Umweltnetzwerk "Evangelical Environmental Network" konnte die Unterstützung von 500 christlichen Führern für seine Erklärung zum Schutz der Schöpfung gewinnen. Außerdem gibt es eine christliche Bewegung, die sich für treibstoffsparende Autos einsetzt. Ihre plakative Frage an Mitchristen lautet: "Was würde Jesus fahren?" Umweltschützer bescheinigen den christlichen Gruppen, die zur Kernwählerschaft der Republikaner zählen, eine enorme Schlagkraft. Ihnen muss der Präsident Gehör schenken. Jonathan Lash vom World Resources Institute: "Christen, die einen besseren Umgang mit der Umwelt fordern, gehören zu den Wenigen, die Bushs Einstellung ändern könnten."
Kioto-Protokoll
Die USA, einer der größten Verursacher von klimaschädlichen Treibhausgasen, haben das Mitte Februar in Kraft getretene Kioto-Protokoll zum Klimaschutz nicht ratifiziert. Darin verpflichten sich die Teilnehmerländer, ihren Kohlendioxid-Ausstoß in den Jahren 2008 bis 2012 auf ein Niveau zu reduzieren, das im Schnitt um 5,2 Prozent unter dem des Jahres 1990 liegt.
provided by GENIOS... |
|
| Nach oben |
|
 |
hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 951
|
Verfasst am: 21.März 2005 9:32 Titel: |
|
|
| Zitat: |
| Die US-Regierung lehnt das Kioto-Protokoll ab, nach dem der Kohlendioxidausstoß merklich gesenkt werden soll. Ihrer Ansicht nach muss sogar stärker nachgeforscht werden, ob es den Klimawandel überhaupt gibt. |
Hier wird ein verbreitetes Mißverständnis dokumentiert:
Die Klimaskeptiker (unter anderen die US-Regierung und ca. 25% der Fachwissenschaftler) bezweifeln keineswegs, daß es den Klimawandel gibt, sie bezeifeln allerdings, daß dieser maßgeblich durch menschliche Aktivitäten verursacht wurde.
Im Übrigen gibt es keinen "Normalzustand" des Klimas, den es zu schützen gilt. Das Klima war und ist stets im Fluß, auch ohne jegliche menschliche Aktivität.
Was das Kyoto-Protokoll anbelangt, mehren sich die Stimmen, die von seiner Umsetzung nur minimalste Auswirkungen (wenn überhaupt) auf das Klima erwarten. Fest steht allerdings, daß die Kosten der Umsetzung immens sein werden.
Wer sich näher informieren möchte:
http://www.wasserplanet.becsoft.de/
Gruß hdschulz |
|
| Nach oben |
|
|
beih14 Specialist
Anmeldungsdatum: 07.04.2004 Beiträge: 145 Wohnort: im deutschsprachigen Raum
|
Verfasst am: 22.März 2005 1:23 Titel: |
|
|
hdschulz,
wenn ich zwischen den Zeilen lese gehen die Nackenhaare hoch.
Ich gehöre abe nicht zu den blinden Wissenschaftshörigen. Wie jeder informierte weis ist die Wissenschaft der Knecht der Wirtschaft und des Kapitals.
Es ist müßig darüber zu schreiben was Ethik ist, das ungebohrene Leben treibt man ab, die Föten kommen in den Mülleimer oder werden für die Kosmetik die der Schönheit der Zeit dient......und so könnte es weitergehen... Fun Fun just for Fun ...aber mann soll es nicht glauben, es gibt die Menschen wieder, die noch Achtung vor der Schöpfung habe egal welcher Weltanschauung.
Eigenartiger Weise sind es solche die Kinder haben und um deren Zukunft besorgt sind und zu fünft oder sechst mit einem Dieselminivan fahren statt alleine mit einer 8 Zylinder 5 Liter Dreckschleuder .....usw.
Oder schert es keinen was mit der demographischen Entwicklung los ist, wenn ich aber will dass für mich im Alter gesorgt ist darf ich keine verbrannte Erde hinterlassen.
Ich muss meinen Adrenalinhaushalt unter Kontrolle ansonsten danke für den Beitrag an KM.
bioerwin |
|
| Nach oben |
|
|
hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 951
|
Verfasst am: 22.März 2005 9:31 Titel: |
|
|
@beih14
Ich teile Ihre Achtung vor der Schöpfung, Ihre Sorge wegen der demographischen Entwicklung und kann Ihren Zynismus bezüglich ethischer Fragen gut verstehen.
Ich stimme mit Ihnen jedoch nicht überein, wenn Sie die Wissenschaft pauschal als "Knecht der Wirtschaft und des Kapitals" bezeichnen. Warum Sie das ausgerechnet den Klimawissenschaftlern vorwerfen wollen, ist mir absolut unverständlich, zumal die sich selbst nicht einig sind.
Ich kann auch nicht erkennen, was Sie "zwischen den Zeilen" gelesen haben wollen und was Ihren Adrenalinspiegel so hoch treibt. Ich habe mit meinem Beitrag auf ein verbreitetes Mißverständnis bezüglich der Beurteilung von Klimaabläufen und auf die Problematik bei der Umsetzung des Kyoto-Protokolls hinweisen wollen. Zu diesem Thema haben Sie sich leider nicht geäußert. Haben Sie sich den von mir zitierten Link angesehen? Haben Sie Einwände bezüglich der dort dokumentierten Fakten?
Wenn ich Ihre Diktion werte, kommt mir allerdings der Verdacht, daß Sie an Fakten weniger interessiert sind und Sie eher zu den Leuten gehören, die Dirk Maxeiner und Michael Miersch so treffend beschrieben haben:
| Zitat: |
Ein Vorschlag zur Güte
Der Ökologismus entwickelt sich in vielen westlichen Ländern zu einer neuen Frömmigkeit. Doch seine Anhänger scheuen das Bekenntnis zum Glauben. Von Dirk Maxeiner und Michael Miersch
Funktionieren Religionen wie Märchen oder wie Sex? Areligiöse Menschen bevorzugen zumeist die erste Hypothese: Wie ein Kind an Märchenfiguren, klammert sich der religiöse Mensch an den lieben Gott. Er kann sein Geworfensein in die Welt, die Einsamkeit im dunklen Kosmos nicht ertragen und schafft sich Erleichterung durch den Glauben. Man muss ihn nur ordentlich aufklären, dann gelangt er zur geistigen Freiheit und schüttelt die Mythenwelt ab. Viele religiöse Menschen beschreiben ihren Glauben jedoch ganz anders: als ein tiefes inneres Bedürfnis, das sich Bahn bricht; als eine Art spirituellen Trieb, den man, wie den sexuellen, zwar einen Weile unterdrücken kann, der aber in verschiedensten Ausprägungen immer wieder hervortritt.
Die geistige Landschaft, die sich im letzten Vierteljahrhundert in Europa herausgebildet hat, bestätigt eher die zweite Hypothese. Die Kirchen werden immer leerer, aber es gibt wenig Anzeichen dafür, dass nun Skeptiker, Freidenker und Agnostiker das Terrain erobern. Stattdessen breiten sich in den gebildeten Schichten neue religiöse Strömungen aus: Buddhismus, Anthroposophie und Esoterik in allerlei Spielarten. Die stärkste und am weitesten verbreitete Strömung lehnt es jedoch strikt ab, Glauben genannt zu werden: der Ökologismus. Dabei hat er es in Deutschland und einigen anderen Ländern beinahe schon zur neuen Staatsreligion gebracht. Der Pfad ins Irrationale wurde schon in einem frühen Stadium der Bewegung beschritten. Es ist ja kein Zufall, dass führende Vertreter der grünen Bewegung in den 70er-Jahren aus Kreisen der Kirchen hervorgingen. Die Kirchen wiederum, verblüfft ob des Erfolges der neuen Strömung, gefallen sich zunehmend in der Rolle grüner NGO's. Statt mit traditioneller Seelsorge wollen sie die Menschen nun über ökologistische Heilsversprechen erreichen.
In Kinderbüchern und Videoclips, in Vorabendserien und Parteiprogrammen durchziehen längst ökologistische Glaubenssätze die öffentliche Sprache. Die überlieferten religiösen Muster erfahren dabei Bedeutungsverschiebungen, bleiben jedoch in ihrer Symbolkraft bestehen. Wie im Christentum rankt sich die Vorstellungswelt des Ökologismus um die Erwartung einer Endzeit, auf die man sich durch Verzicht und Buße vorbereiten soll. Das Schrifttum zur "Klimakatastrophe" steckt voller solcher Motive. Die Natur ist gut, der Mensch ist schlecht. Und wenn der Mensch nicht gehorcht, droht ihm "die Rache der Natur". Die erzürnte Naturgöttin verlangt Beschwichtigungsrituale, was die Inbrunst erklärt, mit der viele ihren Müll sortieren.
Das Natürliche: rein, unverdorben, heilig. Das vom Menschen gemachte: sündhaft, schmutzig, verderbt. In der Popkultur haben die Wale die Rolle der Engel eingenommen: gütige und weise höhere Wesen, die uns Botschaften übermitteln. Wie das kirchliche Abendmahl festigen Lichterkette und Sitzblockade die Gemeinschaft der Gläubigen. Und wie in allen Religionen sorgen Nahrungstabus für elitäre Abgrenzung von den unreinen Heiden. "Bio" ist nichts anderes als "halal" oder "koscher", eine mentale Hilfestellung zur Festigung des Glaubens im Alltag (es gibt – trotz vieler Versuche, ihn zu erbringen – keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass gentechnikfreie Lebensmittel oder solche, die nach den Richtlinien der Ökoverbände erzeugt wurden, gesünder oder nahrhafter sind). Erlösung verspricht einzig der "ökologische Kreislauf", der die individuelle Vergänglichkeit in den ewigen Zirkel der Natur transzendiert.
Obwohl die neue Glaubensgemeinschaft in den vergangenen 30 Jahren so überaus erfolgreich gewachsen ist, hält sie sich immer noch für eine kleine verfolgte Minderheit. Kürzlich fiel uns ein Merkblatt der Polizeigewerkschaft zum Schutz vor Sekten in die Hände. Es listet 13 Kriterien auf, nach der ein Neuling erkennen kann, ob es sich bei einer Gruppe, der er sich anschließen möchte, um eine Sekte handelt. Fast alle treffen auf die ökologistische Glaubensbewegung zu. Nur drei Beispiele:
• Die Welt treibt auf eine Katastrophe zu, nur die Gruppe weiß, wie man die Welt noch retten kann.
• Die Gruppe ist die Elite, die übrige Menschheit ist krank und verloren – wenn sie nicht mitmacht oder sich retten lässt.
• Die Gruppe lehnt die etablierte Wissenschaft ab. Die Lehre der Gruppe wird als einzig echte Wissenschaft verstanden.
Aus der "Gruppe" ist längst eine breite Volksbewegung geworden. Die Sektenbrüder stehen nicht an der Straßenecke und halten Missionsbroschüren in die Höhe. Sie haben Schlüsselpositionen in Staat und Gesellschaft besetzt und treffen dort, gestützt auf ihren Glauben, tagtäglich weit reichende Entscheidungen, die bedauerlicherweise auch für Nichtgläubige verbindlich sind. 200 Jahre nach der französischen Revolution hat eine Religion in vielen Bereichen die Macht im Staate zurückerobert. Es ist allerdings nicht die gute alte, sondern eben eine neue Kirche, von deren Kanzel da mitregiert wird.
"Der Ökologismus ist heute eine der einflussreichsten Religionen der westlichen Welt", behauptete der Schriftsteller Michael Crichton ("Jurassic Park") vor kurzem. "Es scheint die bevorzugte Religion urbaner Atheisten geworden zu sein." Crichton hat gut beobachtet: In dem Maße, wie das traditionelle Christentum erodiert, erobert der Ökologismus das Denken und Fühlen der Menschen in Nordamerika und Europa. Das Bedürfnis nach Religion scheint tatsächlich eine anthropologische Konstante zu sein, es sucht sich nur neue Formen.
Allerdings haben wir es hier jedoch mit einem religiösen Bekenntnis zu tun, das sich selbst für durch und durch rational, ja wissenschaftlich fundiert hält. Ganz wie die Christen und Juden vor der Aufklärung oder viele Moslems noch heute halten Ökologisten ihren Glauben nicht für einen Glauben, sondern für eine Bestandsaufnahme nicht zu leugnender, naturgesetzlicher Tatsachen. Das macht den Umgang mit ihnen so schwierig. Diskussionen um ökologische Streitfragen geraten oft deshalb so unversöhnlich, weil die gegensätzlichen Parteien nur scheinbar über das gleiche verhandeln. Die einen reden über den Schutz der Umwelt oder der Natur und den besten Weg dorthin. Den anderen geht es unausgesprochen darum, den Menschen mit Hilfe eines einfachen und geschlossenen Weltbildes Halt zu geben. Wenn ein ganzes Volk mit leeren Dosen im Kreis herumgeschickt wird (und das in großer Zahl auch gut findet), dann geht es erkennbar um den Erhalt eines Weltbildes, nicht um Ressourcenschonung. Es ist hoffnungslos, mit Statistiken und wissenschaftlichen Gutachten gegen religiöse Überzeugungen anzurennen. Wer bei solchen Auseinandersetzungen nicht den Verstand verlieren will, sollte sein Gegenüber jedoch nicht als inkonsequent und geistig beschränkt ansehen, sondern als einen tief gläubigen Menschen. Das bringt zwar noch keine Lösung, erleichtert aber den Umgang miteinander.
Wer dem Ökologismus anhängt, hat selbstverständlich das gleiche Anrecht auf Toleranz wie ein Christ, ein Jude oder ein Hindu. Es wird sich auf Dauer jedoch nicht vermeiden lassen, wieder einen klaren Trennungsstrich zu ziehen zwischen Glaubensbekenntnissen und ökologischer Vernunft, zwischen Kirche und Staat. Ohne eine solche Trennung werden die Mythen und Legenden früher oder später das Umweltthema überwuchern. Gerade weil der Ökologismus häufig im Gewand der Wissenschaft auftritt, ihre Ausdrucksweise imitiert und sich ihre Autorität anmaßt, ist kritische Distanz geboten.
"Wir sind zum Guten oder Schlechten die Erben der Aufklärung und des technischen Fortschritts", schrieb Max Horkheimer, "sich ihnen zu widersetzen durch Regression auf primitive Stufen, mildert die permanente Krise nicht, die sie hervorgebracht haben. Im Gegenteil, solche Auswege führen von historisch vernünftigen zu äußerst barbarischen Formen gesellschaftlicher Herrschaft. Der einzige Weg, der Natur beizustehen, liegt darin, ihr scheinbares Gegenteil zu entfesseln, das unabhängige Denken." Erkenntnisse, die durch unabhängiges Denken und Forschen gewonnen werden, stehen oftmals im Gegensatz zu den Glaubenssätzen des Ökologismus, der sich von der wissenschaftlichen Ökologie immer weiter entfernt hat. So wird kein Forscher heute mehr ernsthaft behaupten, es gäbe in der Natur ein Gleichgewicht. Stand des Wissens ist, dass die Evolution durch extreme Ungleichgewichte voranschreitet. Dennoch gehört das Motiv des "natürlichen Gleichgewichts" und der "Balance" nach wie vor zu jeder Sonntagsrede, von Oskar Lafontaine bis Peter Gauweiler. Auch die ökologistische Vorliebe für das Ländliche, Bäuerliche im Gegensatz zur verdorbenen Industriekultur ist mit ökologischen Fakten nicht zu ver-einbaren. Nüchtern betrachtet nimmt die Primärwirtschaft auch heute noch wesentlich mächtiger Einfluss auf Landschaften, Pflanzen und Tiere als jedes Atomkraftwerk und jede Autofabrik. Archaische Praktiken wie Brandrodung, Jagd, Fischerei oder die Umwandlung von Wäldern in Ackerland verändern die Natur des Planeten erheblich stärker als die moderne Technologie, die den Ökologisten so suspekt ist.
Wer ökologische Forschung betreibt, orientiert sich ergebnisoffen an messbaren Tatsachen. Dabei geht es um die Gewinnung von Erkenntnissen und nicht um die Verbreitung eines neuen Glaubens. Folglich sind Wissenschaftler, die sich mit Ökologie befassen, oftmals keine Ökologisten. Auch mehr aktive Umweltschützer, als man gemeinhin denkt, wollen vom zeitgeistigen Ökoglauben nichts wissen, sondern verbinden ihr Engagement mit Sachverstand und rationalem Denken. Ihnen geht es um praktischen Fortschritt, um sauberes Wasser, den Erhalt von Tierarten oder die Reduzierung von Giftmüll. Der renommierte Münchner Ökologe und Führungsmitglied des WWF, Josef H. Reichholf, verfasste eine Streitschrift, in der er sein Wissensgebiet gegen Vereinnahmung in Schutz nimmt (Die falschen Propheten). Über den heutigen Ökologismus heißt es darin, er habe sich vor einem Dritteljahrhundert der Ökologie bemächtigt und "zu einem religionsartigen Lebensmodell entwickelt, das uns in immer stärkerem Maße vorschreibt, was zu tun und zu lassen ist".
Leider finden die Wissenschaftler und Umweltschützer, denen es um die Sache geht, relativ wenig Gehör. Sie arbeiten an Universitäten und wissenschaftlichen Instituten, als Umweltbeauftragte in der Industrie oder Naturschutzexperten in Nationalparks. Doch in den Ökoverbänden, der Partei der Grünen und den von ihr dominierten Ministerien sind solche Menschen auf verlorenem Posten. Dort ist das Terrain der ökologistischen Priesterkaste. Deren Welt besteht aus Symbolen – Symbolen des Bösen und des Guten. Und wehe, jemand meldet Zweifel am ewigen Leben per "Nachhaltigkeit" oder an der "Klimakatastrophe" an. Wie schreibt Al Gore in Wege zum Gleichgewicht so schön: "Leugnung ist die Strategie derer, die zu glauben wünschen, dass sie ihr suchtabhängiges Leben ohne schlimme Auswirkungen auf sich selbst und andere fortsetzen können." Praktische Umweltpolitik sollte aber keine Symbole schaffen oder abschaffen, sondern der Natur und der menschlichen Gesundheit gut tun. Es kommt nicht darauf an, dass Windräder so nach "sanfter Technik" aussehen, oder einem Gentechnik irgendwie unnatürlich vorkommt. Entscheidend ist, welche Umweltfolgen durch Windräder, Gentechnik oder Kunststoffrecycling entstehen. Wenn Plastikverpackungen aufwändig gesammelt, sortiert, gereinigt und transportiert werden, obwohl das alles viel mehr Energie verbraucht, als man damit einspart, hat das wenig mit Umweltschutz und viel mit Dogmatik zu tun. Wer den Landschaftsverbrauch lauthals beklagt, doch die Energieformen, die am meisten Landschaft verbrauchen, massiv fördert, hat offenbar ein Problem mit dem Diesseits.
Nun ist man in einer Zeit, in der fundamentalistische Gottesmänner Blutbäder in aller Welt anrichten, direkt dankbar für Religionen, die keine Menschenleben kosten. Doch hat der Ökologismus auch hier seine Unschuld verloren. Er kostet inzwischen Menschenleben, und zwar sehr viele. Weltweit stirbt alle 30 Sekunden ein Mensch an Malaria. Mitverant-wortung dafür tragen westliche Ökoeliten und ihnen hörige Regierungsvertreter, die gegen jede Vernunft und gegen jedes soziale Gewissen eine kurzsichtige Ächtung des Spritzmittels DDT durchgesetzt haben. DDT tötet die Anophelesmücke, welche die Malaria überträgt. Weltweit hat das Insektizid Millionen Menschenleben gerettet. Die Malaria stand einmal kurz vor der Ausrottung. Dann stellte man fest, dass einige Vogelarten unfruchtbar wurden, weil sich das Insektengift in ihren Körpern angesammelt hatte. Eine Gefährdung von Menschen bei sachgerechter Benutzung konnte bis heute (nach einem halben Jahrhundert eingehender Studien) nicht eindeutig nachgewiesen werden. Dennoch war und ist ein Verbot in der landwirtschaftlichen Nutzung sinnvoll, zumal es dort in exorbitanten Mengen in die Umwelt gebracht wurde. Für die Landwirtschaft gibt es zudem preiswerte alternative Mittel – in der Malariabekämpfung leider nicht. Anstatt nun DDT sinnvollerweise nur im Agrarbereich gesetzlich aus dem Verkehr zu ziehen, arbeiteten die Chemiegegner weiterhin auf ein absolutes Verbot hin. Von Entwicklungshilfe abhängige Länder wurden von den Industrienationen genötigt, auch dort auf DDT zu verzichten, wo es gegen Malariamücken eingesetzt wurde. Dies, obwohl die dafür notwendigen Mengen im Vergleich zum landwirtschaftlichen Einsatz verschwindend gering und ökologisch verkraftbar sind. Was in der Landwirtschaft einst auf einer einzigen Baumwollplantage ausgebracht wurde, genügt, um ganze Städte vor der Malariamücke zu schützen. Die Vogelwelt hat sich inzwischen erholt. Doch aus dem "Stummen Frühling" (Rachel Carson) wurden vielerorts stumme Hütten und Dörfer.
Leider ist dies nicht das einzige Beispiel. Die Reihe ökologistischer Kreuzzüge auf Kosten anderer wird immer länger: Sie reichen von der Bekämpfung der grünen Gentechnik (und ihrer Potenziale für Entwicklungsländer) über die Verbissenheit der Impfgegner bis hin zur Torpedierung medizinischer Forschung, weil dafür Tierversuche notwendig sind. Mit religiösem Eifer werden die Möglichkeiten untergraben, gegenwärtige und künftige Menschheitsprobleme zu lösen. Die Ökologisten sehen sich dabei selbst als milde und gütige Menschen, deren Härte von der heiligen Sache erzwungen wird. Der Gedanke, menschenfeindlich zu handeln, weil die Humanität abhanden gekommen ist, erscheint ihnen völlig absurd.
Die Idealisierung des Naiven und vermeintlich Natürlichen sind weit oben in Staat und Gesellschaft angekommen. Ihre Spur zieht sich von Rousseau über die Romantik, die Wandervögel und die Landhippies bis zum Ökologismus unserer Tage. Im deutschsprachigen Kulturraum waren solche Strömungen immer besonders beliebt. Durchs bürgerliche Wohnzimmer zog schon zu Urgroßvaters Zeiten der wehmütige Duft des Sentimentalismus. Der edle Wilde, der unverdorbene Landmann, das Kleinkind, das unschuldige Tier dienten den Kaufmännern und Fabrikanten als Projektionsflächen für Sehnsüchte, die im harten Alltagsgeschäft unbefriedigt blieben. In Caspar David Friedrichs Wald, am Ufer von Karl Mays Silbersee oder hinter Peter Maffays sieben Brücken lagen die Orte der Erhabenheit und der Harmonie, möglichst weit weg von dem verwirrenden Großstadtlärm der Aufklärung und der Moderne. Kennzeichnend für die Romantik, schrieb Isaiah Berlin, sei der Prozess des Mythenschaffens: "Man muss einen Mythos schaffen, der sich niemals gänzlich einlösen lassen wird." Es gehöre "zum Kern der Sache, unauffindbar, unerreichbar und ins Unendliche aufgeschoben zu sein."
Niemand will wirklich auf die Annehmlichkeiten der modernen Technik verzichten, niemand will wirklich wie Winnetou leben. Doch da der Ökologismus sich selbst nicht als Religion verstehen will, muss die Illusion am Leben gehalten werden. Deshalb unser Vorschlag zur Güte: Bekennt euch ganz entspannt zum Glauben und zum Sehnsuchtsgefühl! Dann würde so manche aggressive Verhärtung womöglich abfallen. Eine gefestigte Religion muss nicht ständig penetrant missionieren und unentwegt im Diesseits herumpfuschen. Sie ruht in sich, weil sie weiß, dass das hundertprozentig Wahre, Schöne und Gute nicht auf dieser Welt zu haben ist. Im Diesseits und dort besonders auf Ministersesseln ist es besser, auf die konkreten Ergebnisse zu schauen und nicht darauf, wie nah man der reinen Lehre kommen kann. Die Trennung von Staat und Kirche hat sich doch bewährt, lasst uns zu ihr zurückkehren.
|
|
|
| Nach oben |
|
|
Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
|
Verfasst am: 22.März 2005 9:56 Titel: |
|
|
Hallo hdschulz
| Zitat: |
| Der Ökologismus entwickelt sich in vielen westlichen Ländern zu einer neuen Frömmigkeit. Doch seine Anhänger scheuen das Bekenntnis zum Glauben. Von Dirk Maxeiner und Michael Miersch |
Sehr gut die Situation erkannt und auf geeignete Interpreten dieser Haltung hingewiesen.
Allerdings unterstütze ich 'beih14' in seinen Aussagen dahingehend, daß die erdgeschichtliche Entwicklung im Verlauf der vergangenen hunderte von Millionen Jahren einen gewissen Reifepunkt hinsichtlich einer anzunehmenden Stabilität erhalten hat, wenn man von tektonischen Ereignissen und deren Auswirkungen mal absieht. Jetzt sieht es so aus, daß durch das unverantwortungslose Verhalten von Menschen gegenüber der Natur in diese dergestalt eingegriffen wird, daß der natürliche Verlauf der Dinge empfindlich gestört wird und man mit den daraus resultierenden Negativ-Auswirkungen solange leben muß, bis man dazu zurückkehrt, menschliches Verhalten und Handeln in Einklang mit der Natur zu bringen.
Mit den besten Wünschen, Browser |
|
| Nach oben |
|
|
hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 951
|
Verfasst am: 22.März 2005 10:30 Titel: |
|
|
Hallo Browser,
danke für die Unterstützung, aber ein wenig scheinen Sie mir auch schon von der neuen Religiosität angesteckt zu sein.
| Zitat: |
| daß die erdgeschichtliche Entwicklung im Verlauf der vergangenen hunderte von Millionen Jahren einen gewissen Reifepunkt hinsichtlich einer anzunehmenden Stabilität erhalten hat |
Worauf stützen Sie diese Annahme?
| Zitat: |
| Jetzt sieht es so aus, daß durch das unverantwortungslose Verhalten von Menschen gegenüber der Natur in diese dergestalt eingegriffen wird, daß der natürliche Verlauf der Dinge empfindlich gestört wird |
Als Antwort darauf zitiere ich gerne noch einmal Maxeiner und Miersch:
| Zitat: |
| So wird kein Forscher heute mehr ernsthaft behaupten, es gäbe in der Natur ein Gleichgewicht. Stand des Wissens ist, dass die Evolution durch extreme Ungleichgewichte voranschreitet. Dennoch gehört das Motiv des "natürlichen Gleichgewichts" und der "Balance" nach wie vor zu jeder Sonntagsrede, von Oskar Lafontaine bis Peter Gauweiler. Auch die ökologistische Vorliebe für das Ländliche, Bäuerliche im Gegensatz zur verdorbenen Industriekultur ist mit ökologischen Fakten nicht zu vereinbaren. Nüchtern betrachtet nimmt die Primärwirtschaft auch heute noch wesentlich mächtiger Einfluss auf Landschaften, Pflanzen und Tiere als jedes Atomkraftwerk und jede Autofabrik. Archaische Praktiken wie Brandrodung, Jagd, Fischerei oder die Umwandlung von Wäldern in Ackerland verändern die Natur des Planeten erheblich stärker als die moderne Technologie, die den Ökologisten so suspekt ist. |
|
|
| Nach oben |
|
|
beih14 Specialist
Anmeldungsdatum: 07.04.2004 Beiträge: 145 Wohnort: im deutschsprachigen Raum
|
Verfasst am: 22.März 2005 12:34 Titel: |
|
|
hdschulz,
Gott sei Dank, ist es möglich, verschiedene Meinungen zu verifizieren.
Dem zitierten Text kann ich einiges abgewinnen, weil es nicht nur eine Umwelt- sondern auch eine massive Geistesverschmutzung gibt.
Wenn es wo ein kleines Stück Wahrheit gibt, dann ist noch lange nicht alles Wahrheit.
Was sind denn das für Wissenschaftler oder was ist denn das für eine Wissenschaft bei der einer von dem anderen abschreibt und am Besten von Monsanto und Co .
Wessen Brot du isst dessen Lied du singst.
Ich habe jahrelang in der Branche gearbeitet die nur dem Mammon dient, den Gesetzen des Kapitals, der Wirtschaft, der Wissenschaft.
Der Aufbruch zu neuen Ufern ist beschwerlich, aber vom Licht der Schöpfung begleitet.
Das ist Balsam des Gewissens.
80 000 Km im Jahr zu fahren sind auch eine Herausforderung an die Umwelt, aber auch hier wird es neue Wege geben.
Aber was hat die Brandrodung vor 100 Jahren mit dem Raubbau dieser Zeit zu tun.
Oder ist es schicke Evolution durch entbündelte Strahlung dem Körper oder den Extremitäten neue Gestaltung zu geben.
Welcher besser wissende Humanmediziner getraut sich abzustreiten, dass mehr als 80 % aller Krankheiten im Darm entstehen.
Eine ganz einfache Logik sagt, wo Mist rein kommt, kommen keine Blumen heraus.
Wo ich ihnen beipflichte ist die klare Absage an den Fundamentalismus.
Seien wir tolerant und tugendhaft aber sehr wachsam, denn es gibt zu viele Schlangen.
In diesem Sinne sonnige Grüße von einem Saulus zu einem Paulus gewordenen, daher auch der Eifer.
Warum ist die Wahrheit so tief gesunken, weil sich niemand darum bücken will. |
|
| Nach oben |
|
|
Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
|
Verfasst am: 22.März 2005 13:03 Titel: |
|
|
Hallo hdschulz
| Zitat: |
Zitat:
daß die erdgeschichtliche Entwicklung im Verlauf der vergangenen hunderte von Millionen Jahren einen gewissen Reifepunkt hinsichtlich einer anzunehmenden Stabilität erhalten hat
Worauf stützen Sie diese Annahme? |
Ganz einfach: Wie stellen Sie sich eine erdgeschichtliche Entwicklung vor, von den Uranfängen bis zum derzeitigen Ergebnis? Wie sollte sich die Erde noch weiterentwickeln, bzw. wie müßte man sich dies vorstellen?
Ein Dokumentarfilm vor etwa 3 Monaten auf Phoenix versuchte hierauf eine Antwort zu geben.
Schrecklich. Im Endergebnis entwickelte sich die Erde, was die Pflanzen- und Tierwelt anbelangt, scheinbar wieder um 10 - 100 Mill. Jahren, von heute aus gesehen, zurück. Menschen kamen schon gar nicht mehr vor. Es war zum Glück nur eine Hypothese.
Ich behalte mir für den Moment mal die Annahme vor, daß in gewisser Hinsicht die Erde auf einem entwicklungstechnischen Höhepunkt angelangt ist, wo es sich nunmehr entscheidet, wie die kommende Entwicklung aussehen wird. Das hängt von der Verantwortlichkeit des Menschen ab.
Sehen Sie sich die Entwicklung von Naturschutzgebieten an (die vor den Menschen geschützt sind) und die Entwicklung der Natur in den nicht geschützten Gebieten.
Wie blauäugig muß man sein, um Veränderungen nicht sehen zu wollen.
Und dazu muß man auch nicht neureligiös orientiert sein. In dieser Hinsicht bin ich konservativ.
Ich kann, was die Äußerungen von 'beih14' anbelangt, ihn gut verstehen. Wenn er jetzt noch imstande ist, das Kraut von den Rüben zu trennen, entstehen zwei wirklich gute Beiträge.
Mit den besten Wünschen, Browser |
|
| Nach oben |
|
|
bela-consult Specialist
Anmeldungsdatum: 31.01.2005 Beiträge: 110
|
Verfasst am: 22.März 2005 16:58 Titel: |
|
|
Hallo @ all,
eine wirklich spannende und r(w)ichtige Diskussion, bei der, so wie es browser formuliert hat, wenn beide, dann gibt es was.
Es ist nicht immer alles gleich schwarz und weiß, meistens ist es grau.
Nur als Beispiel: beih14 bringt die Aussage, daß 80 % aller Krankheiten im Darm entstehen. Er sollte aber dann auch weitergehen und sagen, daß es falsch ist, nur den Darm sanieren zu wollen, was ca. 99 % aller Thesenanhänger befürworten. Das ist falsch, denn zwar entstehen über die Nahrungsmittelaufnahme viele Krankheiten, aber der Darm ist nur eine Zwischenstation. Von dort, und nicht nur von dort, gelangen sie in Zellen, und dort ist erst eine effektive Sanierung notwendig.
Anderes Beispiel von beih14: Die umweltbewußte Familie, die den dieselangetriebenen Minivan kutschiert. Hoffentlich hat der auch einen Rußpartikelfilter, sonst entwickeln er mehr Schadstoffe als der ach so schlimme und verdammungswürdige Achtzylinder (eigentlich meint der Neid dann nur den Fahrer).
Man sieht, jede Medaille hat zwei Seiten und die Befürworter einer Seite sollten sich die andere Seite genauestens ansehen. Oft wird ein Rohrkrepierer draus.
Die Beispiele ließen sich immer weiter fortsetzen. So wie diese Diskussion.
Satire, für die, die nicht zwischen den Zeilen lesen wollen: Ohne Klimaerwärmung hätte man den Ötzi nicht gefunden und die Welt wäre um eine Erfahrung ärmer!
Aber da der Ötzi ja erst einmal dorthin gekommen sein muß, muß damals kein Gletscher dort gewesen sein, oder?
Es ist - gottseidank - nicht alles schlecht auf dieser Welt - es wird oft nur schlecht geredet.
Herzliche Grüße
bela-consult |
|
| Nach oben |
|
|
beih14 Specialist
Anmeldungsdatum: 07.04.2004 Beiträge: 145 Wohnort: im deutschsprachigen Raum
|
Verfasst am: 22.März 2005 19:32 Titel: |
|
|
Ich verbohre mich nicht in meinen Aussagen. Der Minivan ist ein Zeichen der Zeit der ich auch schwer entrinnen kann.
ich wollte anregen, dass jeder Verantwortung trägt die Umwelt so gering zu belasten wie möglich.
Eine Polarisierung ist nicht meins.
Krankheiten--- erst langsam beginnt in unserer Hemisphäre wieder das Wissen um die Zusammenhänge.
Die Wissenschaft und deren Geldbörsen bekämpfte gewinnbringend nur die Symtome.
schönes Leben |
|
| Nach oben |
|
|
WC.Hofmann Pathfinder
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 355 Wohnort: in der Mitte Europas
|
Verfasst am: 22.März 2005 19:32 Titel: Re: Du sollst die Umwelt nicht verschmutzen! ! |
|
|
| Klaus Maurischat hat folgendes geschrieben:: |
Du sollst die Umwelt nicht verschmutzen! |
Ich glaube, dass steht bei uns sogar in der Gemeindeordnung!
@K.M.
Sehr gute Idee, ein so anspruchsvolles und über viele Jahre hin „aktuelles“ Thema hier einzustellen.
@hdschulz
Ich pflichte Ihnen bei. Danke für den Link www.wasserplanet.becsoft.de/, den ich nicht kannte. Ich habe ihn bisher auch nicht in dem Newsletter www.sonnenseite.com des gut informierten Dr. Franz Alt gefunden. Vielleicht senden Sie zur Information ein email an [E-Mail anzeigen] . – Ich habe hier auf jeden Fall meine Osterlektüre!
@beiha14
Ich kann Ihren offensichtlichen Frust zur Umweltproblematik bzw. zum Handeln oder Nicht-Handeln der politischen Entscheidungsträger in einigen Passagen schon einordnen. Aber glauben Sie mir folgendes: Ihr Zitat „Wie jeder informierte weiß, ist die Wissenschaft der Knecht der Wirtschaft und des Kapitals“ ist einfach falsch, - nein, sogar unsachlich. - Und nicht nur Besorgte mit Kindern kümmern sich um die Umwelt. – Warum vergleichen Sie einen Diesel-MiniVan (womöglich ohne Partikelfilter) mit einer V8-5-Liter-Nobelkutsche auf höchsten technologischen Stand. [Damit habe ich nicht für die Nobelkutsche Partei ergriffen!]
Ihr Zitat „Oder schert es keinen, was mit der demographischen Entwicklung los ist? Wenn ich aber will, dass für mich im Alter gesorgt ist, darf ich keine verbrannte Erde hinterlassen“ findet losgelöst von den anderen Bemerkungen meine volle Unterstützung.
Sie zitierten weiter: “Was sind denn das für Wissenschaftler oder was ist denn das für eine Wissenschaft, bei der einer von dem anderen abschreibt und am besten von Monsanto und Co .
Wessen Brot du isst, dessen Lied du singst.
Ich habe jahrelang in der Branche gearbeitet, die nur dem Mammon dient, den Gesetzen des Kapitals, der Wirtschaft, der Wissenschaft.
Der Aufbruch zu neuen Ufern ist beschwerlich, aber vom Licht der Schöpfung begleitet.
Das ist Balsam des Gewissens.“
Sie wissen genau, dass nicht jeder Wissenschaftler vom anderen abschreibt. Warum diesen Gefühlsausbruch? – Ich kann dennoch nachvollziehen, dass Sie aufgrund Ihrer persönlichen Lebenserfahrungen „zu anderen Ufern“ möchten, also den so genannten Ausstieg einer ständigen Bevormundung vorziehen. Sie möchten wohl so auch Ihren Beitrag zur Umweltgenesung beisteuern. – Das ist sehr lobenswert. - Von den Errungenschaften der Wissenschaft profitieren Sie auch weiterhin. Das ist doch beruhigend zu wissen.
Ich pflichte bei: Ihr Beitrag regt vom Nachdenken an.
@browser
Bitte bedenken Sie bei Ihren Überlegungen, dass die letzte Eiszeit „erdgeschichtlich“ gerade mal erst vorbei ist, - und die nächste kommt bestimmt!
@bela-consult
Aus Ihrem Zitat „Man sieht, jede Medaille hat zwei Seiten und die Befürworter einer Seite sollten sich die andere Seite genauestens ansehen. Oft wird ein Rohrkrepierer draus“ spricht die alte Bauernweisheit. – Vielleicht sollten sich alle Entscheidungsträger gerade dieses Zitat jeden Morgen neu vor Augen halten. Den politischen Mandatsträgern sollte dieser Spruch vor jedem Sitzungstermin ins Ohr geflüstert werden.
Allen ein frohes Osterfest
WC.H |
|
| Nach oben |
|
|
WC.Hofmann Pathfinder
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 355 Wohnort: in der Mitte Europas
|
Verfasst am: 22.März 2005 19:42 Titel: Umweltbewusstsein |
|
|
| beih14 hat folgendes geschrieben:: |
Ich verbohre mich nicht in meinen Aussagen. ...
ich wollte anregen, dass jeder Verantwortung trägt die Umwelt so gering zu belasten wie möglich. ...
schönes Leben |
@beih14
Unsere beiden Postings haben sich wohl sekundengenau überschnitten; daher diesen Nachtrag:
Seien Sie gewiss, Sie haben mit Ihren Beiträgen einige Leser zum Nachdenken angeregt, und zwar so, dass hier noch einige Kommentare dazukamen und bestimmt noch einige folgen werden. Das Thema ist ernst genug und betrifft uns alle.
Grüsse, WC.Hofmann |
|
| Nach oben |
|
|
Heinrich Dreier ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.09.2003 Beiträge: 2922
|
Verfasst am: 22.März 2005 20:33 Titel: |
|
|
| beih14 hat folgendes geschrieben:: |
Warum ist die Wahrheit so tief gesunken, weil sich niemand darum bücken will. |
@
Genau so ist es wohl, und wenn man die Welt verbessern will, bleibt einem nichts anderes übrig, als bei sich selbst anzufangen, dann klappt es auch.
Wenn alle Menschen täglich nur eine halbe Stunde über die verbesserung der Umwelt sich gedanken machen würden, und das auch noch zur gleichen Zeit, dann wird es auch was werden. Doch was heute noch nicht ist, wird in der Zukunft ganz sicher noch werden.
Grüße
Heinrich |
|
| Nach oben |
|
|
Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
|
Verfasst am: 22.März 2005 23:12 Titel: |
|
|
| Zitat: |
| Bitte bedenken Sie bei Ihren Überlegungen, dass die letzte Eiszeit „erdgeschichtlich“ gerade mal erst vorbei ist, - und die nächste kommt bestimmt! |
....und genau darum geht es mir nicht.
Mir geht es darum, daß die bewußten oder unbewußten Eingriffe des Menschen in die Natur Folgen zeitigen werden, die ganz offensichtlich zu einer Störung im Verlauf der natürlichen Erdentwicklungen führen werden, eigentlich schon geführt haben.
Die Erdentwicklung ohne Eingriffe des Menschen würde ich als natürliche und deshalb saubere Entwicklung bezeichnen.
Mit den besten Wünschen, Browser |
|
| Nach oben |
|
|
hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 951
|
Verfasst am: 23.März 2005 11:58 Titel: |
|
|
Ich möchte mich zunächst bedanken für den fairen Ton der Beiträge in diesem thread – bei vergleichbaren Diskussionen werden "Ketzer" auch schon mal mit einem Bannfluch belegt.
Mit User beih14 weiter zu diskutieren halte ich für eher unproduktiv, denn er hat sich als der Ökologist geoutet, für den ich Ihn schon beim Lesen seines ersten Beitrags gehalten habe.
Also bitte – beih14 – seien Sie mir nicht böse, ich bin in Glaubensfragen nicht kompetent und noch nicht wie Sie "im Licht der Schöpfung zu neuen Ufern aufgebrochen".
Ich möchte Ihren Glauben nicht in Zweifel zu ziehen, werde ihn aber nicht für relevant halten, wenn es um naturwissenschaftliche Fakten geht.
@ Browser
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, sind Sie der Meinung, daß die erdgeschichtliche Entwicklung sich z.Zt. an einem Kumulisationspunkt befindet, von dem aus es keine weitere Evolution im bisherigen Sinn mehr geben wird. Der Mensch hat nur noch die Möglichkeit, durch "verantwortliches Handeln" sich mit der Natur in Einklang zu bringen oder im Zuge einer Regression auf den Zustand von vor 10 bis 100 Millionen Jahren unterzugehen.
Sollte das tatsächlich Ihre Meinung sein, so sind Sie tatsächlich auch schon missioniert – Ihr Verständnis für User beih14 wird so erklärbar.
Im Erst: Nichts, aber auch gar nichts spricht aus naturwissenschaftlicher Sicht für eine solche Annahme, es ist die Vision der Ökologisten; fragen Sie einen beliebigen Evolutionsbiologen.
Die unterschiedliche Entwicklung von Fauna und Flora in Naturschutzgebieten im Vergleich zu Siedlungsgebieten, die ich keineswegs "blauäugig nicht sehen will", eignet sich nicht zum Beweis Ihrer These. Sie gehen offenbar stillschweigend davon aus, daß die Zustände in Naturschutzgebieten einen wie auch immer zu definierenden Idealzustand darstellen, den die Natur – wenn der Mensch sie denn läßt – immer anstrebt. Diese deterministische Einstellung ist aus ökologischer, evolutionsbiologischer und geologischer Sicht schlichtweg falsch. Die Evolution ist nicht zielgerichtet sondern offen. Brüche in der Evolutionsgeschichte sind häufig und normal. Die erdgeschichtliche Entwicklung wird so oder so weitergehen, und der Mensch beeinflußt sie seit Jahrtausenden. Die Unterschiede der Entwicklungen in Natur- und Siedlungsgebieten sind sichtbar. Nur – wer sagt Ihnen, daß der Einfluß des Menschen die Entwicklung stoppt oder in eine Richtung lenkt, die in den Untergang führt? Nur weil Unterschiede zu einem willkürlich definierten "Gleichgewichtszustand" auftreten, der schon morgen auch ohne den Einfluß des Menschen kippen kann und der in erdgeschichtlichen Zeiträumen gedacht erst seit kurzer Zeit existiert?
Für alle, die sich tiefer informieren wollen noch ein paar Links:
http://www.junkscience.com/
http://www.klimanotizen.de/index.html
http://www.maxeiner-miersch.de/index.htm |
|
| Nach oben |
|
|
hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 951
|
Verfasst am: 23.März 2005 13:53 Titel: |
|
|
Ich möchte noch gerne eine Klarstellung anfügen:
ich bin keineswegs der Meinung, daß wir einfach hemmungslos die Umwelt belasten und uns um nichts in diesem Zusammenhang kümmern müßten - ich wende mich allerdings gegen die grünen Ideologen, die uns ihre Sichtweise und ein schlechtes Gewissen per Untergangsszenarien aufdrücken wollen und sich dabei einen Teufel um die Fakten scheren. |
|
| Nach oben |
|
|
Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
|
Verfasst am: 23.März 2005 16:02 Titel: |
|
|
Hallo hdschulz
Sie sind ja ein ganz rigoroser.
| Zitat: |
| Wenn ich Sie richtig verstanden habe, sind Sie der Meinung, daß die erdgeschichtliche Entwicklung sich z.Zt. an einem Kumulisationspunkt befindet, von dem aus es keine weitere Evolution im bisherigen Sinn mehr geben wird. |
Drücke ich mich derart unverständlich aus?
Die Evolution geht solange weiter, bis sich irgendwann einmal, die Erde betreffend spätestens in 95 Mill. Jahren, naturgemäß alles in Richtung Zerstörung und Neuanfang ausrichtet, sollten keine konkurrierenden Ursachen die Erde früher zerstören.
Heute morgen auf XXP gehört und gesehen - ein Dokumentarfilm über die Folgen des auf menschliche Einwirkung zurückgeführten Beginns und kontinuierlichen Verlaufs eines Klimawandels. Durch Schmelzung des Polareises sowie der stark ansteigenden Süsswasserzuführung der weltweit größten Flüsse ins Meer, steigt der Anteil des Süsswassers in den Weltmeeren an.
Schon 1% weniger Salzgehalt im Meerasser und das Wasser wird zu süß.
Folglich würde das Meerwasser innerhalb eines bisher unerklärlich fein austarierten Systems nicht mehr nach Norden abgesogen werden und der Golfstrom käme zum Erliegen. Die Folge: Heiße Sommer und sehr, sehr kalte Winter und das auf die Dauer von wenigstens 100 Jahren.
Regenwälder könnten nicht mehr existieren und würden durch Graslandschaften ersetzt werden.
Die insgesamten Folgen der Erderwärmung könnten nur über Jahrhunderte hinweg rückgängig gemacht werden, sofern es noch Menschen gibt, die dies bewerkstelligen könnten. Eine weitere Folge wäre nämlich in jedem Fall eine extreme und alles bislang in den Schatten stellende Hungersnot.
Wie gesagt: Ich spreche von der bedachten oder unbedachten Einwirkung des Menschen auf die Umwelt, die selbstverständlich ihre Folgen zeitigt.
Nochmals zu den Äußerungen von beih14:
Diese sind zwar etwas verworren, aber ein verständnisvoller Mensch sollte imstande sein, zwischen dessen Texten zu lesen.
Ich kann mir vorstellen, daß auf unserer Welt nicht nur Körper und Verstand ihre Eindrücke hinterlassen. Ich denke auch, daß mit Sicherheit Dinge im geistig-eelischen-spirituellen Bereich in irgendeiner Weise ihre Auswirkungen auf Mitmenschen und auf die Welt haben können.
Bin ich auf einer Party und sehe in einer Ecke 3 oder 4 Personen mit miesepetrigen und unlustigen Gesichtern stehen, werde ich mich nicht dahin begeben, sondern ich werde mir diejenige Gesellschaft suchen, die meinem eher frohen Naturell am ehesten entspricht.
Oder: längst durch vielfache Experimente bewiesen, die Sensibilität von Pflanzen auf Menschen in ihrer Nähe, die den Pflanzen gegenüber positiv gesinnt sind oder auch nicht.
Wenn wir uns da irgendwo treffen könnten, hdschulz, wäre es mir sehr recht. Wenn Sie sich Dingen gegenüber, die mit dem menschlichen Verstand nicht erklärbar bzw. nicht faßbar sind, so ohne weiteres sperren, wird es Ihnen an Lebensqualität fehlen, was allerdings nicht schlimm ist, da Sie es vermutlich nie feststellen werden.
Zu viel Rationalität ist schädlich.
Mit den besten Wünschen, Browser |
|
| Nach oben |
|
|
hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 951
|
Verfasst am: 23.März 2005 19:18 Titel: |
|
|
@Browser
| Zitat: |
| daß in gewisser Hinsicht die Erde auf einem entwicklungstechnischen Höhepunkt angelangt ist |
| Zitat: |
| daß die erdgeschichtliche Entwicklung im Verlauf der vergangenen hunderte von Millionen Jahren einen gewissen Reifepunkt hinsichtlich einer anzunehmenden Stabilität erhalten hat |
Von einem Höhepunkt oder Reifepunkt geht es nicht mehr weiter, zumindest nicht in die gleiche Richtung, so habe ich das verstanden. Wollten Sie etwas anderes sagen?
Ich würde mich übrigens durchaus nicht als rigoros bezeichnen, ich hasse es allerdings, wenn Spekulationen als Wahrheiten verkündet werden.
Ich würde es z.B. auch als Etikettenschwindel bezeichnen, wenn ein Film über mögliche Folgen menschlichen Einwirkens auf das Klima als Dokumentarfilm bezeichnet wird. Dokumentieren kann man nur das, was bereits geschehen ist. Mögliche Folgen kann man allenfalls mit Wahrscheinlichkeitsprozentsätzen versehen. Nur ein Prophet (und damit sind wir wieder beim Thema) kann in die Zukunft blicken.
Mit Ihrer Prophezeihung von Zerstörung und Neuanfang in spätestens 95 Mill. Jahren machen Sie in dieser Richtung schon mal einen guten Anfang.
Was Sie da heute morgen auf XXP gesehen und gehört haben, ist (Verzeihung für die Rigorosität) ein alter Hut und längst wiederlegt, passt aber allen Ökologisten hervorragend in den Kram, kann man doch damit den Leuten so schön Angst einjagen, wenn sie nicht das tun, was man als Verkünder der Heilslehre fordert. Auch Roland Emmerich hat diesen alten Hut gehörig aufpoliert und als neue Mode (wenn auch nur im Film) verkauft. Wenn man sich mit der Frage beschäftigt, ob Veränderungen von Temperatur und Zusammensetzung des Meerwassers im Nordatlantik in Folge einer Klimaerwärmung das Versiegen des Golfstroms bewirken könnte, braucht man es nicht bei theoretischen Überlegungen und Spekulationen über ein "bisher unerklärlich fein austariertes System" zu belassen. Man kann diese Theorie recht simpel aber schlagend widerlegen: Auch wenn die Ökologisten es nicht gerne hören, das Klima war in der Vergangenheit bereits mehrfach wärmer als heute und auch genau so warm wie sie es uns gerne als Kathastophenszenario vorhersagen. Wenn uns nun die Geologen versichern, daß auch in den Warmzeiten der Erdgeschichte der Golfstrom existierte, bricht die ganze Theorie zusammen. Das fein gesponnene Prophetengarn ist mit einem Mal zerrissen. Die Horrorvisionen von "heißen Sommern und sehr, sehr kalten Wintern auf die Dauer von wenigstens 100 Jahren" (warum gerade 100 Jahre?) und eine "alles bislang in den Schatten stellende Hungersnot" sind nur noch heiße Luft. Die Fakten sprechen eine andere Sprache, doch offensichtlich will das keiner hören und das macht mich schon machmal ein bißchen wütend, wenn ich sehe, wie alle, von grünen Politikern bis Filmregisseuren auf dem Feuer der Zukunftsangst ihr Süppchen kochen.
Lieber Browser, ich bin ein wenig bestürzt, daß Sie bei mir mangelnde Sensibilität im geistig-seelisch-spirituellen Bereich vermuten und mir unterstellen, daß ich mich Dingen gegenüber sperre, die mit dem menschlichen Verstand nicht erklärbar sind - das Gegenteil ist der Fall.
Ich halte allerdings wenig davon, die Bereiche durcheinander zu bringen oder gar erklärbare Phänomene des Daseins mit spirituellen Tricks für andere Zwecke nutzbar machen zu wollen.
Ich denke, auf der imaginären Party wüden wir eher in derselben Ecke landen - Miesepetrigkeit ist auch meine Sache nicht.
Übrigens- vielleicht sehen wir uns tatsächlich am 9.4. in der Heide. Ich weiß noch nicht, ob es bei mir klappt.
Mit besten Grüßen
hdschulz |
|
| Nach oben |
|
|
Roderich Hopp * Ehrenmitglied *

Anmeldungsdatum: 17.05.2004 Beiträge: 947 Wohnort: Dorum-Mulsum
|
Verfasst am: 23.März 2005 20:44 Titel: |
|
|
Hallo zusammen
Diese überaus interessante Diskussion könnte auch in der Rubrik Vorsicht
unter „Der Mensch als aggressivstes Geschöpf der Schöpfung „ stehen.
Den letztendlich geht es doch nur umdie Kraft der Gedanken die das menschliche Sein mit all seinem Tun und Handeln bestimmen,und damit auch immer Bestandteil der Schöpfung sein werden solange es uns Menschen gibt.
Unterschiedliche Gedanken erzeugen unterschiedliche Meinungen und Handlungen und sie bewirken damit auch die Weiterentwicklung. Denn wir sind die Schöpfung, aus dem Ursprung entstanden, und wir erschaffen aus unseren Gedanken. Über die Wertigkeit und den Sinn unseres Tuns entscheiden nicht wir aus dem Moment heraus, und das ist auch nicht dieTriebfeder unseres Handelns. Wir tun doch immer das was wir im Moment unseres Tuns für für richtig halten, ob im Guten oder im Bösen. Das ist ganz allein unsere Entscheidung .Denn selbst ein äußerer Zwang könnte uns nicht davon abhalten, so zu entscheiden wie wir es aus unseren persönlichen Gründen immer tun werden.
Es ist richtig, dass das Klima immer im Fluss war, ob mit oder ohne unser Zutun. Nur, Fakt ist auch dass wir durch unsere Handlungsweisen einfach bestimmte Dinge in eine bestimmte Richtung beschleunigen,ob gewollt oder nicht. Wir tun es einfach weil wir über die Tragweite unseres Tuns gar nicht nachdenken,bzw. dies oft auch gar nicht wollen oder als einzelner auch nicht können.
Ich möchte nur mal nachstehendes Beispiel anführen, woraus ersichtlich ist, dass durch diese unsere Entscheidung Abläufe in Bewegung gesetzt werden, deren Tragweite und Folgen wir so gar nicht erkennen können oder auch nicht, wenndann docch irgendwann bewiesen, rückgängig machen wollen, bzw .dies als Einzelner auch gar nicht mehr können. Jede Handlung führt in der Konsequenz zu Ursachen und diese müssen auch nicht immer ordnend sein.
Ein Beispiel
Rinder und der Klimawandel
Das Rind leistet dem Menschen seit Jahrhunderten gute Dienste, weidet die Wiesen ab, gibt Milch und liefert Fleisch und Dünger. In seinem Pansen, dem Wiederkäuermagen, entsteht bei der Verdauung der Nahrung aber auch eine große Menge Methan, das in die Atmosphäre entweicht: 100.000 Liter pro Rind und Jahr. Methan gehört wie Kohlendioxid und die Fluorchlorkohlenwasserstoffe zu den Treibhausgasen. Es ist 35 mal klimaschädlicher als C02 und in Verruf geraten.
Methan gast auch aus Feuchtgebieten und Sümpfen aus, entweicht aus Mülldeponien und aus Reisfeldern. Doch in Deutschland und in Ländern mit vergleichbarem Rinderbestand kommen drei Viertel des landwirtschaftlichen Methanausstoßes aus der Rinderhaltung. Haben wir zu viele Rinder in unseren Ställen und auf den Weiden?
1,4 Milliarden Zuchtrinder auf der Erde
Allein in Deutschland werden 14 Millionen Rinder gehalten. 1,4 Milliarden Rinder sind es auf der ganzen Erde. Ihr Lebendgewicht übertrifft das der gesamten Menschheit um das Dreifache. In Deutschland haben wir mehr als doppelt so viel Lebendgewicht an Rindern als Menschen auf die Waage bringen würden und auch das ist schon erheblich zu viel.
Noch vor 50 Jahren war Fleisch etwas Besonders. Doch das hat sich grundlegend geändert. Im Durchschnitt gönnt sich heute jeder Erdenbürger fast doppelt so viel Fleisch wie 1970. Die Nummer eins im Fleischverzehr sind die Amerikaner.
Ein Viertel der Landmasse ist Weideland
Ein Viertel der gesamten Landmasse der Erde dient heute als Weideland. In den letzten Jahrzehnten fielen etwa zwei Drittel der Steppengebiete der Überweidung zum Opfer. Seit 1960 wurden mehr als 25 % der Wälder Südamerikas abgeholzt, nur um Rinderherden Platz zu machen. Hier kommen auf zehn Menschen neun Rinder.
Rinderzucht ist nicht flächengebunden
Doch das Mastrind im deutschen Stall ist nicht etwa ökologischer produziert als das auf der argentinischen Weide. Auf der Weide ernährt sich das Vieh von dem, was dort wächst, und was es wieder von sich gibt, geht direkt in den Kreislauf zurück. Wenn wir Rinder bei uns im Maststall halten, wird das Kraftfutter importiert und das belastet Luft und Böden zweifach, durch den Anbau und Transport des Futtermittels und die nicht bodengebundenen Ausscheidungen der Tiere.
Zu viele Rinder produzieren zu viel Methan
Ganz abgesehen von der Ernährungssituation in der Welt und der Belastung der Böden - zu viel Fleisch zu essen ist schädlich für's Klima. Die Ökobilanz eines einzelnen Mastrindes in seinem zweijährigen Leben sieht schlecht aus. 70 Prozent des vom Rind freigesetzten Methans stammt vom Erhaltungsumsatz des Tieres. Mit Hochleistungszüchtungen ließe sich die Methanbildung pro Liter Milch oder pro Kilo Fleisch zwar senken. Doch das Tier erbringt die höhere Leistung nur mit Kraftfutter und dessen Produktion kurbelt wiederum die klimaschädlichen Gase an. Was kann der Landwirt tun, um die Klimaschraube zurück zu drehen?
Die Rinderzucht muss eingeschränkt werden
Sinnvoll wäre es, sich auf die Produktionskapazitäten in unserem Land zu beschränken und unabhängig von Fremdfuttermitteln aus Übersee zu werden. Das reduziert den Energieverbrauch und verhindert, dass Methan in den Tropen und Subtropen freigesetzt wird. Die Landwirtschaft wiederum könnte angemessene Preise für gute Produkte bekommen.
Biogas Methan
Außerdem müsste das Methan aus dem Dung gar nicht in die Atmosphäre entweichen. Mit dem energiereichen Rohstoff lassen sich Biogasanlagen betreiben und dezentral und rentabel Strom erzeugen. Auch eine Möglichkeit, die noch viel zu wenig genutzt wird.
Weitere Informationen
Rinderzahl 2001
Deutschland: 14 Mio
Europa: 150 Mio
Afrika: 225 Mio
Nord-u. Mittelamerika: 160 Mio
Südamerika: 295 Mio
Asien: 470 Mio
Australien: 25 Mio
Gesamt: 1,4 Mrd
Flächenverbrauch
25% der Landmasse ist Weideland
25% der Wälder Südamerikas wurden seit 1960 für die Weidehaltung abgeholzt
66% (ca.) der Steppengebiete sind überweidet
Ökobilanz
Für 300 kg Fleisch (Mastrind bei durchschnittlichem Lebensalter von 2 Jahren) werden verbraucht:
14.600 Liter Wasser
3,5 Tonnen Soja und Getreide
Aus 2.500 Liter Treibstoff für den Futtermittelanbau entstehen:
3 Mio Liter Kohlendioxid aus der Treibstoffverbrennung
200.000 Liter Methan aus dem Verdauungstrakt
14,6 Tonnen Dung
Dies ist eines von vielen Beispielen menschlicher Beeinflussung in den Schöpfungskreislauf. Daher ist es müßig darüber zu spekulieren, was wäre.. wenn es anders wäre. Der Mensch mit seinen verschiedenen, ihm eigenen Gedanken ist Teil der Schöpfung, ist die Fortsetzung der Schöpfung ,und im großen kosmischen Plan spielt unser Planet und wir als Homo sapiens dieselbe Rolle wie ein Wassertropfen im weiten Ozean.
Der Mensch braucht zu seiner Daseinsberechtigung und als Schöpfer die Herausforderung und die entwickelt sich aus seinen Handlungsweisen, verursacht durch seine unterschiedlichen Denkmuster. Dieser Herausforderung werden nun mal von der Natur Grenzen aufgezeigt die für den Menschen fast immer die Beendigung seines körperlichen Seins bedeuten. Dies haben uns vermeintliche „Katastrophen „ (für mich sind es naturliche Regularien ) wie der TSUNAMI doch deutlich gezeigt.
Wir haben dievermeintliche Wahl der friedlichen Koexistenz- im vermeintlichen Einklang mit der Natur,dass so ohnehin nur ökologisches Wunschdenken ist weil es keinen Einklang mit der Natur geben kann solange es den hono sapiens gibt, oder der Beschleunigung der Schöpfung, in dem wir uns durch unser Verhalten selbst eliminieren, in dem wir uns alle Lebensgrundlagen entziehen. Das Tempo bestimmen wir letztendlich selbst. Ob dies heute, morgen oder in 95 Millionen Jahren geschieht ist für das Universum als solches völlig unbedeutend.
Dafür nehmen wir uns in unserer derzeitigen Daseinsform doch wohl viel zu wichtig.
Mit freundlichen Grüßen
Roderich Hopp |
|
| Nach oben |
| | | |