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DaMal Insider
Anmeldungsdatum: 21.05.2004 Beiträge: 608
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Verfasst am: 7.Sep 2005 14:52 Titel: Elefantengras soll Europas Energiebedarf decken |
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http://de.news.yahoo.com/050907/295/4of6j.html
Mittwoch 7. September 2005, 12:32 Uhr
Elefantengras soll Europas Energiebedarf decken
4-Meter hohes Gras soll bald Stromquelle werden
London/Dublin/Wien (pte) - Begeistert äußern sich Experten aus Großbritannien und den USA über eine Verwertung von Elefantengras zur Herstellung von Strom. Beim derzeit in Dublin stattfindenden Festival of Sciences http://www.the-ba.net wurde das Miscanthus-Gras jedenfalls als Option zur Eindämmung der CO2-Emissionen genannt. Ein wesentlicher Vorteil liegt nach Ansicht der Forscher auch darin, dass das Gras extrem schnell wächst.
Bis zu vier Meter hoch wird das Miscanthus-Gras, das eigentlich ein Zufallsprodukt aus der Kreuzung von zwei der insgesamt 180 Miscanthus-Arten ist, erklärt Peter Liebhard vom Institut für Planzenbau an der Universität für Bodenkultur http://www.boku.ac.at im Interview mit pressetext. Der Vorteil liegt, berichtet der irische Pflanzenexperte Mike Jones, darin, dass dieses Gras sehr wenig Dünger braucht und hohe Erträge aufweist. Der amerikanische Wissenschaftler Steve Long von der University of Illinois gibt an, dass pro Hektar Erträge von bis zu 60 Tonnen getrocknete Pflanzen zu erzielen sind. In Europa schätzen die Experten den Output auf rund 12 Tonnen pro Hektar.
"Wenn wir Miscanthus auf nur zehn Prozent der Anbauflächen in den 15 EU-Staaten ansetzen, könnte sie neun Prozent zur Stromherstellung beitragen", so Jones. Biomasse liegt bei den Forschern bei der Energiegewinnung ganz oben, denn das CO2, das die Pflanzen beim wachsen verbrauchen, wird durch ihre Verbrennung wieder ausgeschieden. Dadurch ist die Emission gleich Null. Nach Angaben von Long haben auch 12 Tonnen des Grases einen Energiegehalt von umgerechnet 36 Barrels Rohöl. Wenn der Rohöl-Preis bei rund 60 Dollar liegt, würde der potenzielle Wert eines Hektars Miscanthus mehr als 2.100 Dollar ausmachen.
"Die Bewertung einer Pflanze als Biomasselieferant muss jedoch sehr genau überprüft werden", gibt der Experte Herbert Braun vom Institut für Verfahrens- und Energietechnik an der Universität für Bodenkultur-Wien zu bedenken. Die Zusammensetzung einer Pflanze sei letztlich entscheidend dafür, wie gut sie sich eignet. Es gehe mehr als um Energieinhalte, meint Braun gegenüber pressetext. Tatsächlich laufen bereits Untersuchungen mit Miscanthus in der EU. "Allerdings ist Miscanthus nicht unbedingt das optimale Produkt zur thermisch-energetischen Verwertung", sagt Liebhard. Es gebe einige Nachteile: "Zum einen bereitet die Ascheausbringung Probleme, zum anderen führt der hohe Kalium- und Silziumgehalt zu einer höheren Versottung im Heizraum. Dort kommt es zur Ablagerung einer glasartigen Schicht", erklärt der Wissenschaftler. Der relativ hohe Wassergehalt, der zwischen 25 und 40 Prozent liegt, mache eine Nachtrocknung erforderlich.
Hinsichtlich der Erträge sei Miscanthus allerdings tatsächlich positiv zu beurteilen. Dass die in Europa nicht heimische Pflanze zu einer Umweltkatastrophe führen kann, schließt Liebhard aus, denn beim Miscanthus-Gras gibt es keine Samenbildung. Der hohe Kaliumgehalt sorgt außerdem dafür, dass die Pflanze kaum unter Schädlingsbefall leidet. Liebhard sieht in der stofflichen Verwertung von Miscanthus jedenfalls große Chancen. "Die Pflanze eignet sich zum Beispiel hervorragend zur Herstellung von Zellulose". Liebhard schließt eine thermische Verwertung nicht grundsätzlich aus, meint jedoch, dass der wirtschaftliche Nutzen derzeit nicht gegeben sei. |
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DaMal Insider
Anmeldungsdatum: 21.05.2004 Beiträge: 608
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Verfasst am: 7.Sep 2005 15:06 Titel: Elefantengras |
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Hier gibt es mehr Informationen zum Elefantengras:
http://www.miscanthus.de/kurzinfo.htm
1. Allgemein
Miscanthus x giganteus ist ein ausdauerndes Gras und wird bis zu 4 m hoch. Der Spross stirbt über Winter ab. Es stammt ursprünglich aus Asien (siehe Züchtung). Gefahr der Auswinterung im 1. Jahr nach der Pflanzung.
2. Ansprüche an Standort und Boden
Anbau in den Maisanbauzonen 1 bis 3; bis max. 700 m ü.NN. Lange Vegetationsperioden. Böden mit guter Wasserversorgung, keine Staunässe, keine verdichteten Böden.
3. Fruchtfolge
Nicht nach Grünlandumbruch pflanzen. Dauerkultur, die bis zu 20 Jahre genutzt werden kann.
4. Bodenvorbereitung
Ca. 20 cm tief pflügen, mit der Egge (2x) aufgelaufene Unkräuter bekämpfen. Auch Pflanzung in Frässtreifen möglich.
5. Pflanzung
Pflanzung vorgezogener Pflanzen Mitte Mai, 1 Pflanze/m²
Auslegen von Rhizomen im Herbst oder Frühjahr, 1-4 Rhizome/m²
Reihenabstand an die mechanische Unkrautbekämpfung (Hackgerät) anpassen,
Pflanztiefe: 5 cm auf leichten Böden, 1-2 cm auf schweren Böden,
Bewässerung bei trockener Witterung bis Setzlinge angewachsen sind
6. Düngungsform in kg/ha
Im ersten Jahr (= Pflanzjahr) keine Düngung (Gefahr der Auswinterung), zweites und folgende Jahre: N=30-50, P2O5=30-50, K2O=50-100, Gülle fördert den Wiederaustrieb, aber Vorsicht mit Gülle über Blätterteppich am Boden.
7. Unkrautbekämpfung
Miscanthus ist im 1. Jahr konkurrenzschwach und bedarf der Unkrautbekämpfung. Unkraut im Keimblattstadium bekämpfen. Striegeln ist in jungen Beständen möglich; vorsichtiges Hacken mit Maishackgeräten. Die chemische Bekämpfung erfolgt nach der Pflanzung. Im Frühjahr des 2. Standjahres - falls nötig - letzte Unkrautbekämpfung durchführen.
8. Krankheiten, Schädlinge
Bisher keine Bedeutung; in den abgereiften Beständen überwintern Nützlinge wie z.B. Marienkäfer und Florfliegen.
9. Ernte
Im 1. Jahr findet keine Ernte statt. Ab dem 2. Jahr wird möglichst spät, jedoch vor dem Wiederaustrieb (März / April) bei Feuchtegehalten unter 20 % geerntet. Das Ernteverfahren muß mit den Abnehmern abgesprochen werden, Häcksel- oder Ballenlinie. Maishäcksler und Quaderballenpressen funktionieren problemlos. Die Erträge liegen je nach Standort bei 15 bis 25 t TM/ha, auf sandigen Standorten bei 8-11 t TM/ha.
10. Verwendung
- Bauindustrie: Leichtbeton, Putz, Estrich, Dach- und Schüttdämmung, Fenster- und Türrahmen, Dachdeckung
- Automobilindustrie: Lenkräder, LKW-Leichtbau, Ölbinder
- Zellstoffindustrie: Papier, Pappe, Verpackungsmaterial
- Gartenbau: Torfersatz, Einstreu, Blumentöpfe
- Energie: Verbrennung, Vergasung, Verflüssigung
11. Rodung
Nach der Ernte pflügen und Einsaat einer Kunstwiese;
Häufiger Schnitt:
zweimaliges grubbern im Sommer |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 7.Sep 2005 18:49 Titel: |
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| Wenn ich dabei an die vielen zwangsstillgelegten Flächen denke und an den üppigen Bonus der dafür auch noch gezahlt wird, so könnte doch hier der Ansatz einer sinnvollen Nutzung sein. |
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