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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 11.Jun 2005 12:00 Titel: Eon baut größten Windpark der Welt vor England |
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ftd.de; 08.06.2005
Der Eon-Konzern plant gemeinsam mit Shell sowie der britisch-dänischen Energiefirma Core den größten Windpark der Welt vor der Küste Großbritanniens. Experten sehen jedoch große Risiken für Offshore-Windfarmen.
Die Unternehmen beantragten am Dienstag die Genehmigung für das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 1,5 Mrd. £ (2,26 Mrd. Euro), teilte die Eon-Tochter Eon UK Renewables mit. Die vorgesehenen 270 Windturbinen verfügen voll ausgelastet über eine Leistung von 1000 Megawatt - etwa so viel wie ein modernes Kernkraftwerk und genug, um ein Viertel Londons mit Strom zu versorgen. Bis 2010 will die britische Regierung zehn Prozent des Strom aus Windkraft erzeugen. "Nur mit dem Bau starker Windfarmen wie der unseren werden wir in der Lage sein, die ehrgeizigen Ziele der Regierung bei erneuerbaren Energien zu erreichen", sagte Jason Scagell, Chef von Eon UK Renewables. Experten sehen deutliche Risiken
Die Projektpartner teilen sich die Investitionen zu je einem Drittel. Experten sehen deutliche Risiken für große Offshore-Windfarmen. "Der Sektor steht erheblichen Risiken bei Planungsrahmen, Infrastruktur und Netzkosten gegenüber", so Magdalena Richardson, Analystin der Rating-Agentur S&P. Trotz wachsender Wettbewerbsfähigkeit bleibe die Windkraft von Steuerhilfen, subventionierten Preisen und dem Börsenkurs von Emissionsrechten abhängig. Erzeuger von Windstrom erhielten 2004 in Großbritannien durchschnittlich umgerechnet 10,2 Cent je Kilowattstunde, gegenüber 8,7 Cent in Deutschland.
Der von Eon, Shell und Core geplante Windpark "London Array" soll 2010 vor der Küste von Kent und Essex in einer Entfernung von 20 Kilometern vom Festland in Betrieb gehen. Er wäre sechs Mal so groß wie der bisher weltgrößte Windpark auf hoher See, Nysted Farm in Dänemark mit einer installierten Leistung von 165 Megawatt. In Deutschland gelten die Projekte Butendieck und Borkum West in der Nordsee und Baltic 1 sowie Kriegers Flak vor Rügen als relativ chancenreich. Mit Kapazitäten zwischen 50 und 240 Megawatt sind sie ebenfalls kleiner als London Array.
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Schinderhanne Specialist
Anmeldungsdatum: 05.04.2005 Beiträge: 128
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Verfasst am: 25.Jun 2005 9:53 Titel: |
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Auch international scheint sich überall etwas zu regen, wie dieser Artikel zeigt auch in Italien:
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Stromversorger Enel investiert in erneuerbare Energien
Italienischer Staat veräußert Anteile für mehr als vier Milliarden Euro. Der italienische Enel-Konzern baut nach dem Verkauf seiner Telekomtochter Wind das Kerngeschäft mit Strom aus. In den nächsten vier Jahren will Enel allein in erneuerbare Energien 1,7 Mrd. Euro investieren.
Eine Milliarde davon wolle das Unternehmen in Italien ausgeben, die übrigen 700 Mill. Euro in Europa und Lateinamerika, sagte der neue Vorstandschef Fulvio Conti gestern in Mailand. Außerdem setzt der Stromriese weiter auf Zukäufe im Ausland.
Die Enel-Manager sind derzeit auf Roadshow und werben für die vierte Tranche der Enel-Aktien, die der italienische Staat platzieren will. Noch hält das italienische Finanzministerium knapp ein Drittel der Anteile. Rund zehn Prozent der Aktien sollen aber für mehr als vier Mrd. Euro an Investoren in Europa, den USA und Japan gehen.
"In den osteuropäischen Ländern gibt es die meisten Möglichkeiten", sagte Conti über potenzielle Zukäufe. "Nach dem Verkauf von Wind haben wir finanzielle Resourcen, um Gelegenheiten wahrzunehmen."
Erst im Mai hatte Enel seine Telekommunikations-Tochter Wind an die Investorengruppe Weather Investments verkauft, um sich stärker auf das Kerngeschäft Strom zu konzentrieren. Der Konzern folgt damit dem Beispiel der Konkurrenz, etwa den deutschen Konzernen Eon und RWE, die sich in den vergangenen Jahren ebenfalls von Randbereichen trennten und sich als reinrassige Versorger positionierten.
Wind wird mit 12,1 Mrd. Euro bewertet. Enel fließen davon aber nur drei Mrd. Euro zu, da Weather auch Schulden übernimmt. Ebenfalls im Juni hat Enel angekündigt, sich von den restlichen 30 Prozent des Stromnetzbetreibers Terna zu trennen, was weitere 1,2 Mrd. bis 1,4 Mrd. Euro bringen soll.
Das jüngste Expansionsziel der Italiener ist Frankreich. Im Rahmen einer gegenseitigen Marktöffnung darf Enel 35 Prozent am französischen Versorger Snet kaufen, die bisher Electricité de France gehören. Conti sagte, dass es voraussichtlich noch Ende des Jahres zu einem Abschluss kommen werde. Zudem darf Enel sich mit 12,5 Prozent an einem neuartigen Kernreaktor beteiligen, der in Frankreich gebaut wird.
Bei der Atomenergie will Enel deutlich wachsen. Zwar ist auf dem Heimatmarkt die Produktion von Atomstrom per Gesetz verboten. Aber "in der Slowakei und auch in Frankreich gibt es Potenzial für Kernkraftwerke", sagte Conti.
Mit den Investitionen bei erneuerbaren Energien will Conti das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 280 Mill. Euro verbessern. Außerdem will er damit den Energie-Mix des Unternehmens stärker diversifizieren. Denn bisher ist Enel noch immer stark vom teuren Öl abhängig. Die alternativen Energien sollen in den kommenden vier bis fünf Jahren 30 Prozent der Produktion ausmachen. Im vergangenen Jahr lag ihr Anteil noch bei 27 Prozent. Dabei hat es Conti vor allem auf dem Heimatmarkt nicht leicht, die Windenergie durchzusetzen. Zuletzt hatte der Präsident der Region Sardinien, Renato Soru eine Genehmigung für den Bau von Windkrafträdern verweigert, weil er dem Tourismus schaden könnte.
Den Aktionären versprach Conti auch für die kommenden Jahre eine stabile Dividende von 36 Cents je Aktie. Die Investmentbank DRKW empfahl gestern dennoch, die neue Platzierung zu meiden. Die Aktie sei unattraktiv. An der Mailänder Börse legte sie aber leicht zu.
Energie-Mix der Zukunft.
Öl- und Gas-Kraftwerke: Der Anteil dieser altmodischen Technik ist bei Enel seit 2002 bereits von 45 auf 29 Prozent gesunken. In spätestens fünf Jahren soll weniger als ein Prozent des Stroms auf diese Art erzeugt werden.
Reine Gaskraftwerke: Der Anteil der auf Gas und Dampf basierenden Technik soll leicht von derzeit 19 auf 20 Prozent steigen.
Kohle: Die so genannte saubere Kohle-Energie soll in Zukunft mit 50 Prozent den Löwenanteil des Strom-Mix von Enel ausmachen. Das ist doppelt soviel wie bisher.
Erneuerbare Energien: Windenergie, Wasserkraftwerke und Erdwärme machen heute schon 27 Prozent der Enel-Produktion aus. Ihr Anteil soll auf 30 Prozent steigen.
Quelle: Handelsblatt; 21.06.2005 |
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