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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6860
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Verfasst am: 4.Jun 2008 18:57 Titel: Europaweiter Alarm wegen Atom-Zwischenfalls ausgelöst |
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EU löst wegen Atom-Zwischenfalls in Slowenien europaweiten Alarm aus
Zwischenfall im Kühlsystem des slowenischen Atomkraftwerks Krsko: Die EU-Kommission in Brüssel hat nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP europaweiten Alarm ausgelöst.
Ticker: 19:51 Uhr |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6860
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Verfasst am: 4.Jun 2008 19:02 Titel: |
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Brüssel (AFP) - Nach einem Zwischenfall im Kühlsystem des slowenischen Atomkraftwerks Krsko hat die EU-Kommission europaweiten Alarm ausgelöst.
Im Hauptkühlsystem des Atomkraftwerks im Südwesten des Landes sei Kühlflüssigkeit ausgetreten, erklärte die EU-Kommission. Das Atomkraftwerk werde in einen sicheren abgeschalteten Zustand gebracht, hieß es in der Erklärung weiter.
19:55 Uhr
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Das Kraftwerk arbeite derzeit noch auf 22 Prozent seiner Kapazität. Auswirkungen auf die Umwelt seien derzeit nicht bekannt. Greenpeace stufte eine europaweite Warnung auf Anfrage als "sehr ungewöhnlich" ein.
20:10 Uhr
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Das Kernkraftwerk aus dem 7000-Einwohner-Ort Krsko (Gurkfeld) stammt aus dem Jahr 1981. Es liegt in der Nähe der kroatischen Grenze und wird von beiden Staaten gemeinsam betrieben. Die slowenische Betreibergesellschaft Nuklearne Elektrarna Krsko (NEK) hat in der Vergangenheit auch mit dem europäischen Konsortium Siemens-Framatome zusammen gearbeitet.
Bei dem Meiler handelt es sich laut Wikipedia um einen Druckwasserreaktor der amerikanischen Firma Westinghouse mit einer elektrischen Bruttoleistung von 730 MW.
Krsko ist bisher das einzige Kernkraftwerk Sloweniens. Es deckt rund 40 Prozent des slowenischen Strombedarfs. Allerdings plant das Land einen weiteren Reaktor am selben Standort. Mit dem Bau soll nach Presseberichten im Jahr 2013 begonnen werden.
Ursprünglich hatte sich Slowenien für den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie entschieden, änderte seine Energiepolitik dann aber doch. Umweltschützer aus Österreich haben das Kraftwerk immer wieder kritisiert.
Foto: AFP Bisher gibt es keinerlei Hinweise darüber, ob Menschen zu Schaden gekommen oder gefährdet sind.
Im ersten Programm des slowenischen Fernsehens wurde der Zwischenfall erst gegen Ende der 19-Uhr-Sendung erwähnt. Für Menschen und Umwelt bestehe keine Gefahr, hieß es. Beim Herunterfahren der Motoren im Zuge einer Routine-Wartungsarbeit, wie sie mehrfach im Jahr durchgeführt werde, sei Kühlwasser ausgetreten.
Quellen: AFP/dpa/Spiegel/Reuters
Der Reaktor werde in den kommenden Stunden heruntergefahren, um die Ursache für das Problem untersuchen zu können, sagte eine Sprecherin des slowenischen Umweltministeriums. "Es gibt keine Auswirkungen auf die Umwelt und wir erwarten auch keine", teilte der Leiter der Atomaufsichtbehörde des Landes, Andrej Stritar, mit.
Es bestehe keine Gefahr für Menschen oder die Umwelt, betonte auch die Sprecherin der slowenischen EU-Ratspräsidentschaft, Maja Kocijancic. Es sei Wasser entwichen, jedoch "kein radioaktives Material".
Die Bundesregierung bat ihre Leitstellen, den Vorfall zu prüfen, wie der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller (SPD), der Nachrichtenagentur AFP am Abend sagte.
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Im Fall einer radioaktiven Störung informieren sich die 27 Mitgliedstaaten der EU über ein Frühwarnsystem: Ecurie. Durch die Meldekette sollen die Länder einen schnellen Überblick der Lage bekommen - um bei einem Notfall rechtzeitig Schutzmaßnahmen ergreifen zu können.
Ecurie ist ein rund um die Uhr in Bereitschaft stehendes System, das die zuständigen Behörden in den EU-Ländern, Kroatien und der Schweiz davon in Kenntnis setzt, dass es etwa einen Atom-Unfall oder einen größeren Zwischenfall mit Nuklear-Anlagen gegeben hat.
Die Länder sollen dadurch schnell in die Lage versetzt werden, Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung ergreifen zu können. Im Gegenzug müssen die Länder Strahlungsmessungen vornehmen und die Werte an die EU weitergeben.
In einer Beschreibung der Europäischen Atomgemeinschaft Euratom heißt es, dass das System bei folgenden Unfällenmit möglicher radioaktiver Gefahr greift:* bei einem Zwischenfall in einem Kernreaktor oder
* sonstigen Anlagen des Brennstoffkreislaufs
* in Anlagen zur Entsorgung radioaktiver Abfälle
* bei der Beförderung und Lagerung von Kernbrennstoffen oder radioaktiven Abfällen
* nach anderen Unfällen, die zu einer signifikanten Freisetzung von radioaktiven Stoffen geführt haben oder führen können. Ecurie steht für "European Community Urgent Radiological Information Exchange" ("Austausch von Informationen in einer radiologischen Notstandssituation") und wurde nach dem schweren Reaktorunfall im sowjetischen Tschernobyl 1987 entwickelt.
amz/AP |
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