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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5872
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Neugier Specialist
Anmeldungsdatum: 10.10.2004 Beiträge: 157
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Verfasst am: 14.Jun 2007 18:19 Titel: |
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Hallo Moderator,
na das nenne ich eine schnelle und prima Reaktion.
DANKE!
Gruß
Neugier |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 952
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Verfasst am: 14.Jun 2007 18:22 Titel: |
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| Neugier hat folgendes geschrieben:: |
Hallo Herr Schulz,
danke für den Videostream.
Wenn sich jetzt noch jemand findet, der mir verrät, wie ich diese Videos auf meine Festplatte bekomme - das wäre super.
Neugier |
Einfach rechts unten auf "google video" klicken, dort ist ein button: "herunterladen" |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 952
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5872
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Verfasst am: 17.Okt 2007 1:17 Titel: Regierung plant Eliteinstitut für Ökostudien |
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Die Bundesregierung will den Kampf gegen den Klimawandel forcieren. Dazu soll ein Forschungsinstitut zum Klimaschutz gegründet werden, das einen internationalen Spitzenrang anstrebt.
Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) machte am Dienstag in Berlin deutlich, dass sie den Aufbau eines Eliteinstituts für Nachhaltigkeitsforschung unterstützt. "Die Frage liegt nahe, ob ein Institut entstehen sollte, das Spitzenwissenschaftler für zentrale Projekte im Klimabereich zeitweilig nach Deutschland holt", sagte Schavan der FTD. Die Entscheidung soll in einigen Monaten fallen.
"Wir wollen ein Leuchtturminstitut, wo sich die besten Forscher der Welt treffen", erläuterte der Klimaberater der Regierung, Hans-Joachim Schellnhuber. "Es soll um klimafreundliche Spitzentechnologie und moderne Energiesysteme gehen, aber auch um die Frage, wie solche Erkenntnisse schnell in die Praxis umgesetzt werden können."
Die große Koalition will die deutschen Emissionen bis zum Jahr 2020 um bis zu 40 Prozent senken und hat sich damit sehr ehrgeizige Ziele gesetzt. Viele Techniken müssen neu entwickelt werden, um die Vorgaben zu erreichen. Die Pläne für das neue Institut zeigen, wie sehr die Koalition auf diese Strategie setzt.
Schellnhuber betonte, dass der gegenwärtige Umgang von Industrien und Städten mit Energie überprüft werden müsse. In einer Welt mit neun Milliarden Menschen sei fraglich, ob der Verbrauch flächendeckend aufrechterhalten werden könne. Unabhängig vom Klimaproblem zeichneten sich schon heute schwerwiegende Rohstoffknappheiten ab. Struktur, Versorgung und Planung von Städten müssten völlig neu entwickelt werden.
Bisher haben noch nicht einmal die Universitäten begonnen, sich intensiv und in der Breite mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Spitzenforschung finde auf anderen Gebieten statt, kritisierte Schellnhuber. "Das wollen wir ändern. Weltweit beginnt gerade der Wettbewerb um die besten Leute." Im Moment gebe es hier für Deutschland noch die Chance, eine führende Rolle zu spielen.
Das Institut soll zunächst 30 bis 40 Forscher beschäftigen. Führende Forscher wie Nobelpreisträger sollten regelmäßig zu Gast sein. Schavan sagte, die Wissenschaftler würden in den nächsten Monaten eine Konzeption erstellen, auf deren Basis dann entschieden würde. Als Ort kommt laut Ministerium Potsdam infrage.
Quelle: Timm Krägenow |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5872
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Verfasst am: 21.Okt 2007 20:14 Titel: |
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Schmelzendes Polareis, steigende Meeresspiegel: Immer neue Schreckensmeldungen über die dramatische Entwicklung des Weltklimas durchziehen die Medien. Doch im Fernsehen, in Magazinen, Tageszeitungen und Foren häufen sich auch die Wortmeldungen von Skeptikern des Klimawandels. Wissenschaftler vermissen bei ihnen jede Sachkenntnis.
Vermutlich ist der Zeitungsleser oder Fernsehzuschauer von den immer neuen Schreckensmeldungen über schmelzendes Polareis und steigende Meeresspiegel einfach ermüdet. Vielleicht liest und sieht er deshalb gerne Berichte selbst ernannter „Skeptiker“, die behaupten, dass sich das Klima heute tatsächlich gar nicht stärker verändert als im Verlauf der letzten Jahrmillionen.
Zu den Skeptikern gehören Christian Bartsch, Günter Ederer, Matthias Horx, Wolf Lotter, Dirk Maxeiner, Josef Reichholf und Wolfram Weimer. In einem Beitrag für die „FAZ“ werfen sie namhaften Wissenschaftlern wie etwa Stefan Rahmstorf vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung vor, „Untergangsterror“ zu verbreiten und ihre wissenschaftliche Autorität zu missbrauchen. Die Autoren – vier davon sind Journalisten, kein einziger ist Klimatologe – werfen Rahmstorf die „fanatische Verfolgung Andersdenkender“ vor.
„Eine Diskussion bringt nur dann Erkenntnisgewinn, wenn sie intellektuell redlich und auf Basis korrekter Fakten geführt wird“, hält der Gescholtene seinen Kritikern entgegen. „Die ehrlichen Argumente sind den Klimaskeptikern aber längst ausgegangen.“ Rahmstorf spricht sogar von einer „künstlich am Leben gehaltenen Scheindebatte“. Diese verleite die Öffentlichkeit zu der irrigen Annahme, der Klimawandel oder dessen menschliche Ursachen seien unter Experten umstritten. Und das wiederum behindere und verzögere eine effektive Klimaschutzpolitik.
In Fachzeitschriften melden sich die Skeptiker praktisch nicht mehr zu Wort: „Auf unspektakuläre Weise haben sich mit den länger werdenden Messreihen, unserem zunehmenden Verständnis des Klimasystems und der Verfeinerung der Computermodelle die Indizien für die globale Erwärmung Stück für Stück vermehrt“, schreiben William Collins von der Universität Berkeley und vier weitere Klimatologen in einem Aufsatz in der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“.
„Zugleich sind im Laufe der vergangenen 20 Jahre die Belege für die Schuld des Menschen an der Entwicklung unerbittlich gewachsen. In der wissenschaftlichen Gemeinschaft hat sich die Überzeugung, dass tatsächlich ein Klimawandel stattfindet und er noch viel größere Ausmaße annehmen kann, inzwischen bis fast zur Gewissheit verdichtet.“ Die Autoren des Aufsatzes haben wie Rahmstorf und mehrere Hundert andere Forscher am aktuellen Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), des Weltklimarates der Uno, mitgearbeitet.
Dass der Kohlendioxidgehalt der Luft mit der Industrialisierung in den vergangenen 200 Jahren um rund 35 Prozent gestiegen ist und dass die Treibhausgase – nicht nur CO2, sondern auch Methan, Distickstoffmonoxid und Fluorchlorkohlenwasserstoffe – in der Atmosphäre ein positiver „Strahlungsantrieb“ sind, wird ernsthaft heute nicht mehr bezweifelt. Dass der Anstieg des Gasgehalts menschengemacht ist, zeigen zwei Beobachtungen: die hohen Konzentrationen über den industrialisierten Regionen der Nordhalbkugel und die Isotopenanalyse des Kohlendioxids, die zeigt, dass der Hauptteil der Zunahme von der Verfeuerung fossiler Brennstoffe herrührt.
Dass sich das Klima in der Erdgeschichte schon sehr stark verändert hat, wie von Skeptikern oft angeführt wird, ist daher kein Grund, den aktuellen Wandel als naturgegeben zu betrachten – wie das etwa der Zukunftsforscher Matthias Horx tut. Besonders beruhigend ist das Argument ohnehin nicht, da beispielsweise vor drei Millionen Jahren, als es zuletzt global deutlich wärmer war als jetzt, der Meeresspiegel mindestens 15 Meter über dem heutigen lag.
Der Biologe Josef Reichholf erregte mit seinem viel beachteten Buch „Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends“ viel Aufsehen, weil er die heutige Erwärmung mit Verweis auf das „mindestens so warme“ Mittelalter relativiert und vor „Horrorszenarien“ warnt. Denn – so sagte er in einem Interview – „es waren die Kaltzeiten, in denen wir von großen Katastrophen heimgesucht wurden, nicht die Warmzeiten“.
Rahmstorf kritisiert Reichholf für „sein Unverständnis elementarer Zusammenhänge im Klimasystem“ und konnte ihm sogar nachweisen, dass seine Klimakurve des letzten Jahrtausends falsch ist: Alle seriösen Temperaturrekonstruktionen zeigten, dass es heute auf der Nordhalbkugel sehr wohl deutlich wärmer sei als im Mittelalter.
Quelle: Ferdinand Knauß
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 952
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Verfasst am: 26.Okt 2007 14:40 Titel: |
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| Moderator GM&P hat folgendes geschrieben:: |
| ...Rahmstorf spricht sogar von einer „künstlich am Leben gehaltenen Scheindebatte“. Diese verleite die Öffentlichkeit zu der irrigen Annahme, der Klimawandel oder dessen menschliche Ursachen seien unter Experten umstritten..... |
"Ende der Debatte" und "science is settled". So verkünden es der Papst der neuen Ersatzreligion "Klimatismus" Al Gore und sein Oberpriester Rahmstorf.
Eine repräsentative Umfrage unter Klimaforschern (nicht etwa Journalisten!) ergibt ein ganz anderes Bild: nur etwa die Hälfte von ihnen zählt sich zu den Gläubigen:
"....kann man einen Index berechnen, der in der Klimaforschung zwei unterschiedliche Lager ausweist - überzeugte Warner und skeptische Beobachter. Im Unterschied zu ihrer Präsenz in der Öffentlichkeit und zu ihrer Resonanz in der Politik sind beide Lager in der Klimaforschung gleich groß (37 beziehungsweise 36 Prozent der Klimaforscher). Zwischen ihnen steht eine etwas kleinere Gruppe (27 Prozent), die weniger klar umrissene Ansichten vertritt und hier außer Acht bleiben kann."
(Mehr zu der Befragung hier)
Für den Autor des vom Mod. zitierten Beitrags sind offenbar alle Wissenschaftler ein und derselben Meinung, wenn er behauptet, "Wissenschaftler vermissen bei Ihnen (den Skeptikern) jede Sachkenntnis" Unter den "Skeptikern" gibt es also für ihn keine Wissenschaftler. Er beweist damit nur, dass er nicht weiß, wovon er redet und dass er sich mit der Materie nicht selbst beschäftigt hat, sondern als Anhänger der Ersatzreligion "Klimatismus" deren Glaubensbekenntnis verbreitet. Mit "Wissenschaft" hat das dann nur noch peripher zu tun.
Ansonsten ist alles hier und hier und hier gesagt. Viel Spass beim lesen.
Noch eine bezeichnende Kleinigkeit dazu, wie im Zusammenhang mit der Debatte über die vermutlichen Folgen der aktuellen Klimaerwärmung von den Katastrophisten mit den Fakten umgegangen wird:
Es wird von ihnen immer wieder behauptet, dass "die Polkappen abschmelzen". Für den Nordpol stimmt das z.Zt., jedoch nimmt das Südpolareis aktuell an Masse zu. Das wird sogar so bleiben, auch wenn sich die Globaltemperatur entsprechend der Katastrophistenmeinung weiter erhöht. Warum das so ist, erklärt Professor Dr. Heinz Miller, Stellvertretender Direktor des Alfred-Wegener-Instituts. Er beschäftigt sich als Geophysiker mit Klimarekonstruktion und Eisdynamik. Hier der Text seines Interviews |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5872
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Verfasst am: 18.Nov 2007 8:21 Titel: |
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Der jüngste Weltklimabericht ist in Deutschland einhellig als Warnsignal an Politik und Gesellschaft bewertet worden.
SPD und Grüne sprachen sich dafür aus, den Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland bis 2050 um 80 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.
Der Weltklimarat IPCC hatte gestern im spanischen Valencia seinen zusammenfassenden Bericht vorgelegt. Der Klimawandel habe bereits begonnen, wobei dessen Folgen nur noch abgemildert werden könnten. Der Bericht soll Grundlage der Klimakonferenz von Bali im Dezember sein, wo über ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll verhandelt wird.
Der Parlamentarische Umwelt-Staatssekretär Michael Müller (SPD) betonte: "Die Ergebnisse der Wissenschaft sind unmissverständlich. Wir müssen schnell und entschlossen handeln, um den Klimawandel in einem beherrschbaren Rahmen zu halten." Dafür müsse die Bali-Konferenz ein klares Mandat bekommen.
Müller wies darauf hin, dass der Weltklimarat erstmals klar die Risiken des bereits begonnenen Klimawandels benenne. Bei einem Temperaturanstieg um ein bis zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten drohten ernsthafte Risiken für viele einzigartige und bedrohte Ökosysteme. Außerdem drohten dann die polaren Eiskappen abzuschmelzen, sagte Müller weiter. Das könnte zu einem schnelleren Anstieg des Meeresspiegels über die nächsten Jahrhunderte führen.
Dass der Weltklimarat nicht mehr eine Obergrenze für den Meeresspiegelanstieg abzuschätzen wage, ist nach Ansicht der Umweltorganisation Germanwatch ein wichtiges Zeichen. In einem ersten Bericht war noch von maximal 59 Zentimetern die Rede gewesen. Auch die höchsten Schätzungen des Weltklimarats zur CO2-Emissionsentwicklung könnten noch übertroffen werden, wenn sich der Trend der letzten Jahre fortsetze "und kein schnelles Umsteuern erfolgt", sagte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.
Grünen-Fraktionschefin Renate Künast mahnte, bei der Klimakonferenz auf Bali müsse "Schluss sein mit gegenseitigen Schuldzuweisungen, Hinhalten und Blockaden". Gebraucht werde ein verbindliches Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll, das weit über die Ziele der ersten Kyoto-Phase hinausgehe.
"40 Prozent weniger CO2 bis 2020 und 80 Prozent weniger bis 2050 können angesichts der neuen Erkenntnisse des IPCC nur die Untergrenze der deutschen Klimaziele sein", fügte Künast hinzu. Auch für den klimaschutzpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Frank Schwabe, muss dieses Ziel Maßstab der Politik werden.
Rückendeckung kam vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). "Wenn die Regierung für Deutschland beansprucht, ein internationaler Klimaschutz-Vorreiter zu sein, muss sie handeln und ein Klimaschutzgesetz verabschieden, das Emissionsreduktionen von 40 Prozent bis 2020 sichert", sagte BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt. Global müssen die Treibhausgasemissionen bis zur Jahrhundertmitte mehr als halbiert werden.
Quelle: André Spangenberg, ddp |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 952
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Verfasst am: 26.Nov 2007 16:14 Titel: |
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| Moderator GM&P hat folgendes geschrieben:: |
..... Der Parlamentarische Umwelt-Staatssekretär Michael Müller (SPD) betonte: "Die Ergebnisse der Wissenschaft sind unmissverständlich. Wir müssen schnell und entschlossen handeln, um den Klimawandel in einem beherrschbaren Rahmen zu halten." Dafür müsse die Bali-Konferenz ein klares Mandat bekommen.
Müller wies darauf hin, dass der Weltklimarat erstmals klar die Risiken des bereits begonnenen Klimawandels benenne. Bei einem Temperaturanstieg um ein bis zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten drohten ernsthafte Risiken für viele einzigartige und bedrohte Ökosysteme. Außerdem drohten dann die polaren Eiskappen abzuschmelzen, sagte Müller weiter...... |
So, so - die polaren Eiskappen (Plural!) drohen bei einem Temperaturanstieg von ein bis zwei Grad Celsius abzuschmelzen. meint der Umwelt-Staatssekretär. Eigentlich sollte er wissen, wovon er redet und ein bißchen Ahnung von der Materie haben. Wenn man sich auch nur ein wenig damit beschäftigt, kann man sich jedoch über diesen ausgemachten Unsinn nur wundern!
1.) Im Bericht des Weltklimarats ist der Unsinn gar nicht enthalten.
2.) Sollte die Durchschnittstemperatur tatsächlich auch am Südpol steigen, so wird die Eismasse nicht etwa schmelzen, sondern wegen vermehrtem Schneefall sogar zunehmen!
Das ist auch ganz logisch: Die Durchschnittstemperatur auf dem antarktischen Kontinent liegt bei ca. - 40°C. Sollte sie auf - 39° bis - 38° steigen, so schmilzt da immer noch kein Eis.
Nur an den nördlichen Küsten der antarktischen Halbinsel steigt die Temperatur im Sommer bei Sonnenwetter gelegentlich auf höchstens ca. + 5°C. Viel zu wenig, um Eis in größerem Maße schmelzen zu lassen.
Professor Dr. Heinz Miller, Stellvertretender Direktor des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung sagt dazu in einem Interview:
"Nun ist es aber so, dass bei einer künftigen Erwärmung - jedenfalls in einem von uns modellierbaren Zeitraum der nächsten 100 Jahre - Grönland zwar sehr wahrscheinlich an Masse verlieren wird. Aber dieser Massenverlust durch verstärktes Abschmelzen in Grönland wird kompensiert durch eine Eiszunahme in der Antarktis. Das klingt zunächst zwar paradox. Aber die Antarktis ist sehr kalt, und selbst bei einer Erwärmung in der Antarktis wird sie immer noch sehr kalt bleiben, so dass das Eis dort nicht in größerem Ausmaß schmelzen wird. Andererseits wird wärmere Luft in die südliche Polarregion gelangen, und die kann mehr Feuchtigkeit transportieren. Es wird folglich mehr Niederschlag geben, der dort als Schnee fällt und in der Region verbleibt. Also nach den von uns berechneten Szenarien kommen wir zu dem Schluss, dass Veränderungen der großen Eismassen keinen Beitrag zu einem Meeresspiegelanstieg leisten werden."
Der Herr Staatssekretär Müller weiß es offensichtlich besser.
Wahrscheinlich hofft er, dass niemand mitdenkt.
Dann können die Politiker weiter die Mär von der Klimakatastrophe verbreiten und sich selbst als Retter der Menschheit anpreisen. |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 952
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Verfasst am: 6.Feb 2008 18:40 Titel: |
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Einige Klimatologen werden ungeduldig:
Da es mit den "wissenschaftlichen Beweisen" für den menschengemachten Klimawandel nicht vorwärts geht, verlegen sie sich auf "Meinungsumfragen" unter ihren Kollegen:
193 Forscherkollegen baten sie weltweit um ihre Einschätzung, welchen der Schalter für ein "Kippen" des Klimas sie am gefährlichsten empfänden. 52 ausgefüllte Fragebögen erhielten sie zurück, die restlichen 141 Kollegen hielten diese Methode wohl nicht für besonders zielführend.
Björn Schwentker in der ZEIT übt scharfe Kritik an den "Wissenschaftlern" die sich von wissenschaftlichen Grundsätzen verabschiedet haben und ihren Ruf für ihren Glauben riskieren.
Dr. Benny Peiser kommentiert das so:
Kassandras kontra Wissenschaft
Ich beobachte seit einiger Zeit und mit wachsender Befriedigung, daß in Teilen der deutschen Medienlandschaft die Berichterstattung zum Thema Klimawandel deutlich ausgewogener und kritischer ausfällt als noch zu Zeiten apokalyptischer Klimahysterie. Jetzt hat Björn Schwentker in der ZEIT eine scharfe Kritik an den methodisch unhaltbaren Katastrophenprognosen führender Klimawissenschaftler geübt. Man braucht kein Klimaskeptiker zu sein, um zu erkennen, daß Angela Merkels Klimaberater Hans-Joachim Schellnhuber und dessen Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) langsam aber sicher ihren Ruf verspielen.
Die Klimaforscher verlieren die Geduld. Weil ihre Daten nicht bedrohlich genug erscheinen, verkaufen sie jetzt Meinungsumfragen als wissenschaftliche Ergebnisse. Ein Kommentar von Björn Schwentker
Politik ist, wenn man es trotzdem sagt: Nach dieser Devise prescht derzeit mit ungesicherten Prognosen eine Gruppe ungeduldiger Klimaforscher voran: Die politischen Entscheidungsträger im Blick, veröffentlichten sie eine Studie im angesehenen Wissenschaftsjournal PNAS, in der sie warnen, das Erdklima könne an verschiedenen Punkten wesentlich schneller umkippen als bisher gedacht.
Belege dafür sind in der Arbeit Mangelware. Stattdessen präsentieren die Forscher eine Meinungsumfrage unter Kollegen. Damit haben sie sich von einer belastbaren wissenschaftlichen Methodik verabschiedet. Und sie riskieren den (noch) guten Ruf der Klimaforschung. |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 952
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Verfasst am: 10.März 2008 15:06 Titel: |
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Kalt erwischt
Kolumne von Maxeiner & Miersch, erschienen in DIE WELT am 07.03.2008:
Letztes Jahr um diese Zeit wurde uns die globale Erwärmung besonders heiß verkauft. „Unser Planet stirbt“ verkündete eine große Boulevardzeitung. Oder auch: „Wir haben noch 13 Jahre um den Planeten zu retten“.
Als Beleg für die Dringlichkeit der Lage wurde gerne der milde Winter angeführt. Jetzt, anno 2008 bleiben uns also nur noch zwölf Jahre, der Countdown läuft gewissermaßen. Und doch ist es vollkommen still um das Thema geworden.
Die einschlägigen Klimaberater der Kanzlerin geben keinen Mucks von sich. Angela Merkel sorgt sich um abbrechende Mehrheiten, statt um kalbende grönländische Gletscher.
Dabei würde sich ein Ausflug ins Nordmeer durchaus lohnen: Genau wie zuvor in der Antarktis herrscht ein eisiger Rekordwinter. Die Eisbären sind angeblich trotzdem gefährdet, diesmal allerdings nicht weil es zu wenig, sondern weil es zu viel Eis gibt (und die Bären bei der Jagd behindert). Die Rekordschmelze, von der im Sommer alle Medien groß berichteten, hat sich vollkommen verflüchtigt. Viele weitere Teile des Globus, darunter der nahe Osten litten unter Rekordkälte, Zentral-Asien und Südost-China erstickten in Eis und Schnee.
Die Temperatur des Planeten erhöht sich schon seit 2001 praktisch nicht mehr, sondern macht eine sogenannte „Seitwärtsbewegung“, wie die Fachleute das politisch korrekt umschreiben. Und der Januar 2008 setzte dem ganzen eine Krone auf: Gegenüber dem Januar 2007 kühlte es im globalen Durchschnitt um etwa 0,6 Grad ab (der milde Winter in Deutschland ist für die Gesamt-Statistik völlig unbedeutend). Nur um die Größenordnung des außergewöhnlichen Temperatursturzes zu verdeutlichen: Die globale Erwärmung im letzten Jahrhundert betrug etwa 0,7 Grad.
Klar doch: Ein paar Jahre mit stagnierenden Temperaturen und ein eiskalter Januar machen noch keine Trendumkehr. Eines liefern sie allerdings garantiert auch nicht: Eine Bestätigung eines fortgesetzten Erwärmungstrends, der sich ja laut der Prognosen sogar beschleunigen sollte. Die krachende Berichterstattung des vergangenen Jahres findet dieses Jahr in einem krachenden Schweigen seine Entsprechung. Man hat fast das Gefühl, dass weite Teile der Medien ein Immunsystem gegen den Katastrophen-Konsens störende Fakten entwickelt haben. Es ist wohl auch nur eine Frage der Zeit, bis die tatsächliche Temperaturentwicklung vom politisierten Teil der Klimawissenschaft wegdefiniert wird. Wir tippen auf eine „Maskierung“ der im Computer errechneten Erwärmung durch eine irgendwie unbotmäßige Natur. Einfach gesagt: Selbst wenn’s kälter wird, wird es wärmer.
Das schöne daran ist, dass die Informations-Schleusenwärter machtlos sind gegen das Internet, in dem die Entwicklung von zahlreichen Wissenschaftlern diskutiert wird. Und die Alarmisten sind wohl auch als Volkserzieher eine Fehlbesetzung. Dafür spricht zumindest eine aktuelle Umfrage, die in der amerikanischen Zeitschrift „Risk Analysis“ veröffentlicht wurde. Je mehr Menschen über das Thema globale Erwärmung wissen, desto weniger beunruhigt sind sie. Das können wir gut verstehen, denn es ging uns selbst so. „Eigentlich weiß man nur, wenn man wenig weiß. Mit dem Wissen wächst der Zweifel,“ wusste schon der gute alte Goethe. Der Zweifel ist ein Nagetier, das sich nur schwer vertreiben lässt. In Sachen Klimawandel haben wir es redlich versucht. Das Ergebnis ist einfach niederschmetternd: Je mehr wir über das Thema lernen, desto unsicherer werden wir. Und das geht offenbar nicht nur uns so. |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 952
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Verfasst am: 2.Apr 2008 17:28 Titel: |
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Wieder einmal eine sehr schöne Zusammenfassung von Fakten und Fiktionen zum Thema Klimawandel von Dirk Maxeiner in der Züricher "Weltwoche":
Geistige Warmluftfront
Nur die Gemüter sind überhitzt: Das Geschwätz vom drohenden Kollaps des Weltklimas beruht auf fragwürdigen Annahmen und erzeugt falsche politische Handlungen.
Zuerst die gewohnte Nachricht: «In den Regionen um den Polarkreis hat ein bemerkenswerter Klimawechsel stattgefunden», heisst es in einem Schreiben der britischen Akademie der Wissenschaften (The Royal Society). «Mehr als 2000 Quadratmeilen Eisfläche zwischen 74 und 80 Grad nördlicher Breite, die bislang die Grönlandsee bedeckten, sind in den letzten zwei Jahren vollkommen verschwunden.» Die Kälte, die das Gebiet für Jahrhunderte in einen undurchdringlichen Eispanzer verwandelt habe, sei offenbar in kürzester Zeit höheren Temperaturen gewichen. Auch in Zentraleuropa registriert der Bericht alarmierende Zeichen für eine rasche Klimaerwärmung: «Alle Flüsse, die im Hochgebirge entspringen, haben aufgrund der abgetauten Schnee- und Gletscherwasser weite Regionen überschwemmt.»
Und jetzt die ungewohnte Nachricht: Das zitierte Schreiben wurde am 20. November 1817 verfasst. Der Präsident der Royal Society schickte es der britischen Admiralität mit der Bitte um Entsendung eines Schiffes. Die Wissenschaftler wollten den dramatischen Klimaumschwung im Nordmeer erforschen. Auch in der Schweiz war das Klima in jenen Jahren nicht so, wie es sein sollte – die Bauern litten unter schlechten Sommern. Nach Ansicht vieler Eidgenossen war daran die technische Zivilisation schuld: Aufgebrachte Bürger rissen Blitzableiter von den Häusern herunter. Am 9. Juli 1816 berichtete die Neue Zürcher Zeitung über zahlreiche Fälle von «gewaltsamer Zerstörung» der als Unheilsbringer verdächtigten «Wetterableiter».
Die Zeiten mögen sich ändern – die Ängste der Menschen bleiben die Gleichen. «Nordpol weg» verkündeten die Boulevard-Zeitungen im Herbst 2000. Kreuzfahrttouristen an Bord des russischen Eisbrechers «Yamal» hatten am Pol eine eisfreie Wasserfläche entdeckt, die New York Times berichtete darüber auf ihrer Frontseite. Der Hamburger Klimatologe Mojib Latif forderte, es müsse «möglichst schnell etwas gegen den Treibhauseffekt» getan werden. Umweltschützer mahnten, mit der «Verprasserei der Ressourcen» aufzuhören.
Die Geschichte von Mensch und Klima ist ein Fortsetzungskrimi. Zu Beginn jeder aktuellen Folge muss deshalb die Frage beantwortet werden: Was ist bisher geschehen? In den vergangenen 250 Jahren – seit der kleinen Eiszeit zwischen 1550 und 1750 – hat sich das Klima auf Erden ziemlich kontinuierlich erwärmt. Die Temperaturerhöhung des 20. Jahrhunderts wird auf rund 0,6 Grad veranschlagt. Die grösste Erwärmung fand allerdings zwischen 1910 und 1945 statt, als das menschengemachte CO2 noch keine grosse Rolle spielte. Gewiss beeinflusst eine Zivilisation von sechs Milliarden Menschen in vielfältiger Weise das Klima. «Es gibt aber derzeit keine Entwicklung, die es nicht ohne den Menschen auch schon gegeben hätte», resümiert Gernot Patzelt von der Universität Innsbruck. Der Gletscherexperte will einen menschlichen Einfluss gar nicht ausschliessen, warnt aber vor voreiligen Schlüssen: Was bislang geschah, ist erstaunlich undramatisch – die Katastrophe findet bisher ausschliesslich im Computer statt.
Wirklich überproportional erhitzt haben sich die Gemüter. Das Klimaproblem ist der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Umweltdiskussion. Vielen Umweltschützern gilt der Treibhauseffekt als teuflischste Gefahr seit der Atombombe – Kohlendioxid wurde zum finalen Giftgas modernen Wirtschaftens. Es spielt dabei sicherlich die ernsthafte Sorge um eine Aufheizung des Planeten eine Rolle. Es geht aber auch um Macht und Moneten, um Ideologien und Ideale. Im Umgang mit anderen Gefahren perspektivlose Politiker wollen wenigstens als Schutztruppe für das Weltklima vor ihren Wählern Handlungsfähigkeit demonstrieren. Nirgendwo lässt sich einfacher punkten als im symbolischen Kampf gegen eine hypothetische Katastrophe.
Propaganda des Potenziellen
Konkrete globale Umweltprobleme wie die Spirale aus Armut und Raubbau werden dagegen viel weniger wahrgenommen. Jährlich sterben über zehn Millionen Menschen an den Folgen von verseuchtem Wasser und verpesteter Luft – in den Fokus der Besorgnis geraten die Armen aber erst als potenzielle Klimaopfer des Jahrs 2100. Die öffentliche Abhand- lung des Klimathemas zeichnet sich aus durch ständige Wiederholung von Schreckensmeldungen, vereinfachte Schuldzuweisung und emotionale Aufladung. Das sind die Muster der klassischen Propaganda. Und deshalb sollte man die gesunde Skepsis nicht an der Garderobe des örtlichen Klimabündnisses abgeben.
Ein gutes Beispiel dafür ist der verschwundene Nordpol. Er tauchte zehn Tage später wieder auf – allerdings im hinteren Teil der New York Times. Die Redaktion liess in einer etwas zerknirschten Richtigstellung wissen, offene Stellen im Packeis seien im arktischen Sommer durchaus normal – und daher auch kein Beleg für den drohenden Klima-GAU. Dabei hätte schon ein Blick in frühere Reisebeschreibungen der «Yamal» genügt, um der Angelegenheit die Dramatik zu nehmen: Dort ist ausdrücklich von «offenen Wasserflächen» in diesem Gebiet die Rede, die «die Reise erheblich erleichtern».
Das alles müsste eigentlich auch der Harvard-Ozeanograf James McCarthy gewusst haben, der den weltweiten Medienalarm ausgelöst hatte. Stattdessen liess er sich zitieren, so etwas habe es nach wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen zuletzt vor fünfzig Millionen Jahren gegeben.
Dabei ist McCarthy nicht irgendein schlecht informierter Forscher, sondern er hat eine leitende Funktion in einer Arbeitsgruppe des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Das ist der von der Uno eingesetzte Klimarat, der den weltweiten wissenschaftlichen Sachverstand in Sachen Klima zusammenführen und zur Grundlage für politische Entscheidungen machen soll. Es war daher wohl kein Zufall, dass der Nordpol vor einer internationalen Konferenz zum Klimaschutz in Den Haag verschwand.
Selbstverständlich arbeitet eine grosse Zahl respektierter, unabhängiger und angesehener Wissenschaftler dem IPCC-Gremium zu (über 600). Eine Schlüsselposition haben aber jene Wissenschaftsfunktionäre inne, die den Wortlaut einer kurzen politischen Zusammenfassung der viele tausend Seiten umfassenden Studien und Arbeiten festlegen. In Verhandlungen mit Regierungsvertretern der beteiligten Länder wird schliesslich der endgültige Wortlaut verabredet. Das IPCC-Prozedere ist damit kein wissenschaftliches, sondern ein politisches Verfahren. Und die Politiker möchten ihre Massnahmen zum Klimaschutz durch einen möglichst breiten wissenschaftlichen Konsens legitimieren. Doch die von ihnen gebetsmühlenartig beschworene Aussage, die weltweite Klimaforschung sei sich praktisch einig, dass die gegenwärtigen Klimaveränderungen vom Menschen verursacht seien, trifft so nicht zu.
«Die Aussagen des IPCC sind überhaupt nicht eindeutig. Innerhalb der Fachgemeinde gehen die Auffassungen weit auseinander», sagt Ulrich Berner, Leiter der Klimaabteilung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover. «Lediglich die so genannte Summary for Policymakers, die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger, suggeriert eine Einigkeit. In Wahrheit gibt es sie nicht.»
Die Klimaforscher sind aber auch zu bedauern: Der Zweifel ist nämlich das methodische Prinzip der gesamten modernen Naturwissenschaft. Wissen muss stets revidierbar bleiben. Was heute als Stand der Wissenschaft gilt, war gestern oft noch Ketzerei. Auch die zahlreichen Hypothesen zum Klimawandel müssen sich der Kritik stellen, sonst sind sie nichts wert. Karl Popper hat in seiner Wissenschaftsphilosophie dieses beständige «Falsifizieren» als den Weg beschrieben, der Schritt für Schritt näher zur Wahrheit führt. Der Auftrag des IPCC und die Herangehensweise der modernen Wissenschaft sind somit nur schwer kompatibel.
Rauf oder runter
Schon der Begriff «Klimaschutz» beinhaltet mehr Fragen als Antworten: Das Klima des Planeten war noch nie statisch – es pendelt ständig zwischen wärmeren und kühleren Zuständen. Welches Klima will man also schützen? «Die Temperaturen haben eigentlich nur zwei Möglichkeiten – entweder sie gehen rauf oder sie gehen runter», sagt der amerikanische Atmosphärenwissenschaftler Richard Lindzen. Daraus ergibt sich gleich die nächste Frage: Kann der Mensch das Klima überhaupt schützen? «Da sind mächtigere Kräfte im Spiel», sagt Kary Mullis, Nobelpreisträger für Chemie und wissenschaftliches Enfant terrible. Und fügt salopp hinzu: «Hey, sind vor 15000 Jahren die Gletscher geschmolzen, weil die Leute zu viele Lagerfeuer angezündet haben? Nein. Und auch die nächste Eiszeit werden nicht wir Menschen verursachen.»
Eigentlich ist der wissenschaftliche Streit fast müssig. Denn politisch hat sich die These vom menschengemachten Treibhaus weitgehend durchgesetzt. Entsprechend fiel die moralische Empörung über den Ausstieg der Amerikaner aus dem Klimaschutz-Abkommen von Kioto aus: «Die Luft gehört nicht uns, sie ist ein Schatz künftiger Generationen», liess UN-Generalsekretär Kofi Annan wissen. Und sein deutscher Umweltdirektor Klaus Töpfer zeigte sich «betroffen» und «schockiert». Elder Statesmen wie Michail Gorbatschow und Jimmy Carter gaben sich ebenso fassungslos wie das chinesische Politbüro.
Wie immer, wenn es um die Rettung der Menschheit geht, darf man sehr bald bestimmte Wahrheiten nicht mehr aussprechen, gewisse Fragen nicht mehr stellen. Folgende Fragen sind im Treibhaus verboten. Erstens: Hat die Erde sich tatsächlich bereits über ein von der Natur verursachtes Mass hinaus erwärmt? Zweitens: Wird sie sich weiter erwärmen? Und drittens: Wenn ja, wäre das überhaupt schlimm? Besonders letztere Frage gilt als ganz arg zynisch. «Leugnung ist die Strategie derer, die zu glauben wünschen, dass sie ihr suchtabhängiges Leben ohne schlimme Auswirkungen auf sich selbst und andere fortsetzen können», sagt der ehemalige US-Vizepräsident und engagierte Klimaschützer Al Gore – der Zweifel als krankhafter Zug. Der stellvertretende Vorsitzende des IPCC, John Houghton, äusserte unlängst: «Wenn wir die uns von Gott übertragene Verantwortung für die Erde ernst nehmen, dann müssen wir zugestehen, dass ein Scheitern bei dieser Aufgabe nicht nur eine Sünde gegen die Natur, sondern auch eine Sünde gegen Gott ist.» Und dazu könne eben auch die Sünde gehören, «zu viel zu reden und zu wenig zu tun». Aus dem offenen wissenschaftlichen Wettstreit wird so zunehmend eine dogmatische Glaubensfrage.
Es sind keineswegs nur ein paar Hobbyforscher aus dem Hinterland, die sich skeptisch gegenüber der politisch korrekten Klimaforschung äussern. Der bereits zitierte Atmosphärenwissenschaftler Richard Lindzen vom Massachusetts Institute of Technologie (MIT) etwa gehört zur Gruppe der vom IPCC einbezogenen Wissenschaftler – und ist zugleich einer der pointiertesten Kritiker der katastrophischen Treibhausprognosen.
Lindzen hält heutige Computersimulationen des Klimas schon alleine deshalb für fragwürdig, weil eine Schlüsselgrösse des Treibhauseffektes nicht richtig verstanden sei: der Einfluss der Wolken. Wer tiefer in die Materie einsteigt, entdeckt in den IPCC-Papieren den Konjunktiv als häufigste Sprachwahl. Und er lernt, wie wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Weg in die Öffentlichkeit verfälscht oder gar in ihr Gegenteil verkehrt werden. Es ist keineswegs so, dass alle beteiligten Wissenschaftler als Kronzeugen für die politische Zusammenfassung ihrer Arbeit in Anspruch genommen werden können. Und es stimmt schon gar nicht, dass die Mehrheit der Forscher mit trägt, was die Politiker und die Journalisten in weiteren Verkürzungen und Dramatisierungen aus der IPCC-Zusammenfassung machen. Zur Verdeutlichung eine kleine Auswahl von besonders gern kolportierten Behauptungen:
1 Die Südseeinseln versinken
«Die UN-Studie erwartet, dass der Wasserspiegel in den kommenden hundert Jahren um 88 Zentimeter steigt, was ‹Land unter› für grosse Teile der Erde bedeutet», schrieb Klaus Töpfer, der Direktor der Uno-Umweltorganisation, letztes Jahr in einem Zeitungsbeitrag. «Für die Inseln im Pazifik ist das sogar der GAU.» Richtig ist: Das IPCC korrigierte in seinem aktuellen Bericht den erwarteten Anstieg des Meeresspiegels gegenüber früheren Schätzungen nach unten. Von mehreren Metern ist man jetzt bei nur noch 11 bis 88 Zentimetern angelangt. Satellitenmessungen ergeben derzeit einen jährlichen Anstieg von maximal ein bis zwei Millimetern – das wären in hundert Jahren zehn bis zwanzig Zentimeter. Prinzipiell steigt der Meeresspiegel seit mindestens 10 000 Jahren ganz langsam an.
Aussagen über das bevorstehende Versinken der Südseeinseln werden umso unwahrscheinlicher, je näher man diesen Atollen kommt. Wolfgang Scherer, der Direktor des südpazifischen Umwelt-Monitoring-Programms, sagte auf einer Pressekonferenz in Kiribati: «Wir haben bislang kein Anzeichen, das auf einen beschleunigten Meeresspiegelanstieg durch die Klimaerwärmung hindeutet.» Meldungen, das Atoll Tuvalu müsse vor den steigenden Fluten evakuiert werden, entpuppten sich als (hartnäckige) Ente. Tuvalu erfreut sich laut der lokalen Messstation, über die letzten zwanzig Jahre gesehen, einer praktisch unveränderten Meeresspiegelhöhe.
2 Die Eiskappen schmelzen
Das Eis der Antarktis zieht sich seit der letzten Eiszeit vor 10000 Jahren zurück – und wird dies vermutlich weitere 7000 Jahre tun. Eine Beschleunigung dieser Entwicklung scheint es nicht zu geben. Laut jüngstem IPCC-Bericht ist durch Satellitenbeobachtung seit 1970 keine signifikante Veränderung am Eispanzer der Antarktis feststellbar. Die grossflächigen Eisabbrüche dieses Jahres führen die Wissenschaftler vor Ort auf eine ungewöhnliche lokale Erwärmung zurück. Gründe: unbekannt.
Die Abbrüche erhöhen im Übrigen den Meeresspiegel nicht, da das Eis bereits im Wasser schwimmt wie ein Eiswürfel im Glas. Pedro Skavarca vom argentinischen Antarktis-Institut sträubt sich dagegen, den Eisverlust ungeprüft der globalen Erwärmung zuzuschreiben – er spricht entschieden von einer regionalen Erscheinung. Die Temperaturen des gewaltigen antarktischen Festlands hingegen sind sogar gesunken.
In der Arktis glauben die IPCC-Forscher seit 1950 eine Abnahme der Eisdicke und einen Rückgang der Ausdehnung um 10 bis 15 Prozent festgestellt zu haben. Auch in Alaska ist es tatsächlich wärmer geworden. Manche Glaziologen vermuten aber, dass es sich auch am Nordpol um einen zyklischen Vorgang handeln könnte.
Der wissenschaftliche Wettstreit um die Ursachen, das Ausmass und die Folgen der Vorgänge an den Polen geht weiter – und das ist auch gut so. Das Wissenschaftsmagazin Nature schrieb unlängst: «Solange die Eishaut des Ozeans nicht alle Geheimnisse preisgibt, könnten sich die Versuche, die Zukunft unseres Klimas vorauszusagen, als Schuss ins Leere erweisen.»
3 Wir durchleben den grössten Temperatursprung der letzten tausend Jahre
Es ist paradox: Die These, die Menschheit durchlebe derzeit vermutlich den grössten Temperatursprung des vergangenen Millenniums, hat ihren Ursprung nicht etwa in der aktuellen Erwärmung – sondern in der Tatsache, dass die Experten die letzten tausend Jahre von einer wärmeren in eine kältere Phase umgedeutet haben. Aufgrund einer wissenschaftlich umstrittenen Rekonstruktion des historischen Klimas, die sich nur auf die Nordhalb- kugel stützt, hat das IPCC die auf dem ganzen Globus ausgeprägte mittelalterliche Warmperiode kurzerhand als lokales Phänomen abgetan und sie damit ungeschehen gemacht.
Der Handstreich steht im Widerspruch zur Meinung der meisten Klimahistoriker, die diese Warmzeit durch zahllose Berichte und Studien weltweit und lückenlos dokumentieren können. Das mittelalterliche Klimaoptimum kannte höchstwahrscheinlich wärmere Zeiten als wir heute und war gekennzeichnet von blühender Landwirtschaft und einem weitgehend eisfreien Grönland (sprich: Grünland). Auch auf einer Grafik in den IPCC-Studien von 1995 stach es noch eindeutig hervor. Jetzt ist es verschwunden. In der Klimakurve des IPCC-Berichtes 2001 steigt die Temperatur nach tausend mehr oder weniger kühlen Jahren erst in modernen Zeiten steil an. Das macht selbst ausgeglichene Gemüter misstrauisch: «Die Wikinger konnten um diese Zeit nur deshalb nach Nordamerika segeln, weil die Nordpassage eisfrei war», sagt beispielsweise Ernest Rudel, Leiter der Abteilung für Klimatologie an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien. Und der Klimaforscher Ulrich Berner sagt klipp und klar: «Diese Kurve ist statistisch nicht haltbar.»
4 Die Erderwärmung wird immer dramatischer
In der Regel wird der letzte IPCC-Bericht mit der Aussage zitiert, es könne in den nächsten hundert Jahren zu einem «weltweiten Tem- peraturanstieg um bis zu 5,8 Grad» kommen. Dies deutet gegenüber früheren Schätzungen auf eine dramatische Verschärfung der Lage hin.
Die verschärfte Lage entstand jedoch in erster Linie nicht durch neue Beobachtungen, sondern durch neue Berechnungen. Diesen liegen so genannte «Storylines» zugrunde, die Annahmen über Weltbevölkerung, Wohlstand, Energieverbrauch und Technologie in den nächsten hundert Jahren enthalten. Die fiktiven Zukunftsentwürfe wurden dann in mathematische Klimasimulationen eingespeist.
Der polnische Physiker Zbigniew Jaworowski bezeichnet Klimamodelle als «in mathematische Form gebrachte Meinungen ihrer Schöpfer über das Funktionieren des globalen Klimasystems». Sie sind sehr viel besser geworden, aber immer noch nicht in der Lage, so entscheidende Klimafaktoren wie etwa die Vorgänge in den Ozeanen nachzubilden. Das Prozedere umfasste 245 verschiedene Szenarien – heraus kamen Temperaturprojektionen zwischen plus 1,4 und plus 5,8 Grad. Nur eine von 245 berechneten Möglichkeiten dominiert seitdem die Öffentlichkeit: der Maximalwert von 5,8 Grad.
John Christy, ein am IPCC-Bericht beteiligter Atmosphärenwissenschaftler, sagt dazu: «Dieses Szenario wird nicht eintreten. Die Welt ist in einem erheblich besseren Zustand, als er in diesem Untergangsbild gemalt wird.»
Auch der Nasa-Forscher James Hansen, der gewissermassen das Copyright auf die Klima-Apokalypse hat, äussert sich inzwischen bedeutend zurückhaltender. 1988 hatte er die Klimaaufregung mit extremen Erwärmungsprognosen vor dem amerikanischen Senat losgetreten. Doch Anfang 2002 verstörte der Kronzeuge Hansen mit der Aussage, bis zum Jahr 2050 sei nur mit einer Erwärmung von lediglich 0,7 Grad zu rechnen.
Eine mögliche Erwärmung in dieser Grössenordnung gestehen im Übrigen auch die grössten Skeptiker zu – doch dies wäre eben keine Katastrophe.
5 Hitzewellen treiben die globale Temperatur nach oben
Die Globaltemperatur ist keine Temperatur, die irgendwo tatsächlich herrscht. Sie ist ein Hilfskonstrukt wie etwa das globale Pro-Kopf-Einkommen. Der bereits gemittelte 24-Stunden-Durchschnitt aus Hunderten von Messstationen wird über den Globus und übers Jahr gemittelt. Bei der Analyse der vielen tausend Daten stellt sich heraus: Der Anstieg des Durchschnittswertes geht keineswegs auf das Konto aussergewöhnlicher Hitzewellen. Er resultiert in erster Linie aus milderen Nächten, kürzeren Wintern und etwas weniger extremen Wintertemperaturen in den nördlichen Breiten – allesamt eher erfreuliche Erscheinungen.
6 Die Erwärmung hat katastrophale Folgen
Gemäss der derzeit herrschenden Doktrin: Ja. Gemäss der Evolution: Nein. Erd- und menschheitsgeschichtlich zeichneten sich warme Zeiten durch hohe Artenvielfalt und blühende Kulturen aus. Warme Phasen sind für das Wachstum und die Ausdehnung der Landpflanzen – und damit für die Lebensgrundlage aller Lebewesen – vorteilhaft. In kalten Zeiten geht es dagegen bergab. Gute Ernten in der mittelalterlichen Warmzeit und Hungerjahre in der darauf folgenden kleinen Eiszeit weisen darauf hin. Während des Optimums des Holozäns vor 6000 bis 7000 Jahren war es auf Erden im Schnitt zwei bis drei Grad wärmer als heute, und es fielen mehr Niederschläge. Die Sahara war damals eine lebensfreundliche Savanne.
Doch selbst gute Nachrichten werden inzwischen ins Negative umgedeutet. Als kürzlich eine Studie das Vordringen von Gräsern in Wüstengegenden nahe legte, wurde dies mit folgender Schlagzeile vermeldet: «Steigender Gehalt von Kohlendioxid erhöht Brandgefahr in der Steppe.» Australische Forscher berichteten unlängst aufrichtig schockiert von ihren Beobachtungen auf Heard Island zwischen Aus- tralien und der Antarktis: Mehr Vegetation! Mehr Vögel! 25000 Pinguinpaare gegenüber drei im Jahre 1945! Was ist bloss so schrecklich am aufblühenden Leben? Die Interpretation von klimatischen Trends oder Wetterphänomenen folgt dem allgemeinen Zeitgeist: Alles, was sich ändert, ist gefährlich.
Egal, ob zu viel Schnee oder zu wenig, zu viel Regen oder zu wenig, Kälte oder Hitze – jegliche Wetterphänomene werden inzwischen dem vom Menschen gemachten Klimawandel zugeordnet. Tatsachen werden mit Emotionen und Vorstellungen vermischt, die Aufmerksamkeit wird eindimensional ausgerichtet. Das Phänomen ist bekannt: Wer ein Auto kauft, das kanariengelb ist, wird bald massenhaft kanariengelbe Autos sehen. Aufgrund der reichlich fliessenden Forschungsgelder stellen immer mehr wissenschaftliche Disziplinen ihre Arbeit in den Dienst der Klimaforschung. Selbst entfernte Disziplinen wie die Paläoanthropologie springen auf den Klimazug auf.
Wissenschaft ist nicht frei von Moden: In den sechziger Jahren erforschten die Paläoanthropologen die Frühzeit der Menschheit vor allem unter dem Aspekt der Gewalt – es war die Zeit des Kalten Krieges. In den siebziger und achtziger Jahren hatte der Feminismus Konjunktur, und in den Anträgen für Förderungsgelder durfte die Erforschung der Rolle der Frau nicht fehlen. «Heute bekomme ich meine Mittel aus der Klimaforschung», erzählt der deutsche Hominidenforscher Friedemann Schrenk von der Universität in Darmstadt. Dieser Fokus führt zu einem unabläs- sigen Strom entsprechender Forschungsergebnisse, die dann durch die Medien auf die Leser herabregnen. «All want a piece of the action», sagt Richard Lindzen, jeder will dabei sein, alle buhlen um Aufmerksamkeit und suchen nach möglichst aufregenden Thesen.
7 Der Treibhauseffekt ist menschengemacht
Zusammen mit dem Wasserdampf und anderen Spurengasen sorgt Kohlendioxid für einen natürlichen und überlebensnotwendigen Treibhauseffekt. Es förderte die Karriere des Homo sapiens nach Kräften, denn ohne Treibhausdecke sähe der Planet bei minus 18 Grad sehr sibirisch aus. Würde anderseits der natürliche Treibhauseffekt völlig ungedämpft wirken, «so herrschten auf der Erde plus 55 Grad», erklärt der Nasa-Klimatologe Roy W. Spencer. Der Planet hat aber in Form von Verdunstung und Wetterprozessen ein effizientes Kühlsystem installiert, das die Temperatur derzeit im Bereich um 15 Grad stabilisiert. Während die Forschung den Treibhauseffekt selbst immer besser darstellen kann, entziehen sich die komplexen Wechselwirkungen dieses gigantischen Kühlsystems einer Simulation. Und das ist der eigentliche Knackpunkt des Klimastreites: Kann die planetare Kühlmaschine den relativ geringen zusätzlichen Beitrag des Menschen zum Treibhauseffekt ausgleichen oder nicht?
Der Mensch ist nur mit rund drei Prozent an der globalen CO2-Emission beteiligt, den Rest besorgen Ozeane, Böden und Vegetation. Die Natur nimmt über kurz oder lang so viel CO2 auf, wie sie wieder hergibt. Ein Teil des bei der Verbrennung von fossilen Rohstoffen entstehenden Kohlendioxids wird derzeit aber nicht von der Natur verarbeitet und reichert sich in der Atmosphäre über das normale Mass hinaus an. Neben signifikanten Einflüssen der Sonne und der Ozeane könnte dieser relativ geringfügige zusätzliche Effekt bei der jüngsten Erwärmung seit den achtziger Jahren eine Rolle gespielt haben.
Kann man mit dem Abkommen von Kioto Gegensteuer geben?
Aus Vorsorge wollen die Industrieländer laut Kioto-Protokoll den Ausstoss von Kohlendioxid bis zum Jahr 2010 um rund fünf Prozent unter die Werte von 1990 senken. Nachdem die USA sich daran nicht beteiligen wollen, scheinen die übrigen Staaten entschlossen, die Vereinbarung nun im Alleingang in Kraft zu setzen.
Was in der aufgeheizten Atmosphäre derzeit völlig untergeht: Das Kioto-Protokoll hat zwar einen grossen symbolischen, aber keinen praktischen Einfluss auf das Klimageschehen. Der ausgewiesene Klimawarner und IPCC-Klimaforscher Tom Wigley hat einmal kalkuliert, welche Auswirkungen es hätte, wenn sich tatsächlich alle Länder inklusive der USA brav an das ursprüngliche Regulierungswerk hielten. Vorausgesetzt, die derzeitigen Klimamodelle rechnen richtig, ergäbe sich laut Wigley für das Jahr 2050 eine Verminderung des Temperaturanstiegs um 0,07 Grad. Dies liegt unterhalb der praktischen Nachweisbarkeit. «Ich stimme wie fast die gesamte Wissenschaftsgemeinde voll und ganz der Meinung zu, dass Kioto null Effekt auf die globale Temperaturerhöhung haben wird», bestätigt sein kanadischer IPCC-Kollege Andrew Weaver.
Die Auseinandersetzung zwischen den USA und Europa hat dabei einen tieferen, kulturellen Kern. Den meisten Menschen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist es völlig fremd, die Zukunft a priori in Schranken und Grenzen zu denken – wie es in Europa derzeit als verbindlich gilt. Eine starke Strömung im amerikanischen Umweltschutz weist immer wieder darauf hin, dass die Realität reihenweise die «Grenzen des Wachstums» und die apokalyptischen Vorhersagen der siebziger und achtziger Jahre widerlegt hat. Die technische Intelligenz eines Silicon-Valley ist herausgefordert, und sie wird ihren Strom nicht dauerhaft aus Kohlegruben beziehen wollen. Sie wird sich aber auch nicht in die bevormundende Abhängigkeit einer Welt-Ökobürokratie begeben, die sich mehr und mehr verselbständigt. Es sind die Ingenieure und Erfinder, die nach Ansicht pragmatischer Amerikaner die Kohlendioxidfrage lösen werden, nicht die Ideologen oder Klimabürokraten.
Während die Begrenzungen von Kioto für die teilnehmenden Staaten ein bürokratisches Monstrum zur Folge haben, setzt der amerikanische Plan zur Reduktion von Treibhausgasen auf Freiwilligkeit und steuerliche Anreize. US-Präsident Bush sagte dazu: «Ich gehe davon aus, dass ökonomisches Wachstum die Lösung und nicht das Problem ist, weil nur eine wirtschaftlich prosperierende Nation sich neue Investitionen und neue Technologien leisten kann.» Und weiter: «Wir brauchen mehr Wohl- stand, um Chancen zu schaffen, um den Lebens-standard zu erhöhen, um mehr in saubere Technologien, Umweltschutz und Energieeffizienz investieren zu können.»
Auch in Europa mehren sich Stimmen, die das ähnlich formulieren. «Der bisherige, teilweise fragile Konsens über die Realität des Klimawandels und die daraus abzuleitenden Handlungsnotwendigkeiten führen nicht nur in eine Sackgasse», schreibt der mit den gesellschaftlichen Aspekten der Klimapolitik befasste Soziologe Nico Stehr. «Sie verhindern zudem intelligente Forschungsprogramme und vermindern die Chancen der Gesellschaft, sich an Klimabedingungen aktiv anzupassen.» Die für das Klima bedeutungslose Umsetzung des Kioto-Protokolls wird jährlich bis zu 350 Milliarden Dollar kosten. Das ist siebenmal so viel wie die gesamte Entwicklungshilfe weltweit.
Der dänische Statistikprofessor Bjørn Lomborg, Leiter des dänischen Institute for Environmental Economic Assessment (und Autor des Bestsellers «The Sceptical Environmentalist»), fragt: «Wollen die Industriestaaten den Ländern der Dritten Welt ineffizient helfen, indem sie Milliarden in die Treibhausgas-Verringerung hineinstecken – oder wollen sie lieber in die wirtschaftliche Entwicklung investieren, damit sich diese Länder in fünfzig oder hundert Jahren selber der Klimafolgen wehren können?» Geld kann nämlich nur einmal ausgegeben werden. Und eine gegen die Armut gerichtete Strategie funktioniert auch für den Fall, dass der Klimawandel nicht menschengemacht ist. |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 952
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Verfasst am: 15.Apr 2008 12:00 Titel: |
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Heute abend um 20:15 Uhr zur besten Sendezeit übernimmt das ZDF wieder einmal die ehrenvolle Aufgabe, den rechten Glauben in Sachen Klimawandel zu verbreiten.
Die "Rückkehr der Sintflut" soll in einem "dokumentarischen Zukunftsszenario" beschrieben werden - die Ankündigung der Sendung im "Presseportal" läßt Schlimmes befürchten:
Was hat man sich wohl unter einem "dokumentarischen Zukunftsszenario" vorzustellen? Kann man eigentlich die Zukunft dokumentieren? Wohl nur, wenn man Glaubenssätze für unumstößliche Weissagung hält.
Es soll das fiktive Schicksal von drei Kindern im Jahr 2032 behandelt werden mit der Frage: "Wie wird ihr Leben aussehen in einer Zeit, in der Wassermassen, ausgelöst durch das Schmelzen von Gletschern und Eismassen in Grönland, große Teile der Erde überfluten?"
Bevor man sich aber nun heute abend von den geistigen Nebelwerfern den Verstand völlig einlullen läßt, lohnt es sich, einen Blick auf die allgemein anerkannten Fakten zu werfen:
Der UNO-Weltklimarat IPCC geht in seinem letzten (4.) Assessmentreport nach der Auswertung von 245 verschiedenen "Szenarien" von einem Meerwasseranstieg bis zum Jahr 2100 (nicht 2032, wie im ZDF-Science-Fiction-Elaborat) zwischen 11 und 88 cm aus. Im Szenario, dem die höchste Eintrittswahrscheinlichkeit zugemessen wird, kommt man dabei auf 44 cm.
Wenn man nun großzügig ist und davon ausgeht, dass bis zum Jahr 2032 schon der halbe Anstieg passiert sei, ergäbe sich ein Meerwasseranstieg von 22 cm. Wie man damit "große Teile der Erde" überfluten sehen will, bleibt das Geheimnis der Filmemacher.
Zu den weiteren Fakten im Zusammenhang mit dem Klimawandel ist weiter oben in diesem Thread schon alles gesagt.
Mal sehen, was den Filmemachnern sonst noch so an schröcklichen Prophezeiungen einfällt. |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 952
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Verfasst am: 22.Apr 2008 11:24 Titel: |
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Wer sich heute abend den zweiten Teil des "Science-Fiktion-Märchens" in Form einer "Dokumentation" antun will, mag sich vielleicht ein Bild über die tatsächlich vorherrschende Konfusion im Zusammenhang mit den Phänomena des Themas "Klimawandel" machen:
Schmelzen nun die Polkappen oder nicht? Darüber wird hier berichtet.
Steuert die Sonne das Klima oder der Mensch via CO2-Ausstoß?
Darüber macht man sich hier Gedanken.
Und wenn heute abend im zweiten Teil der "Sintflut" im ZDF über ein fiktives Hochwasser im Köln des Jahres 2032 "berichtet" wird, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass einige "Klimamodellierer" für die Zukunft der Rheinlandes eher eine Dürreperiode voraussagen.
Egal - Hauptsache der Mensch ist schuld.
Das ist schließlich die Kernaussage der grünen Heilslehre. |
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