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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 951
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Verfasst am: 28.Dez 2006 17:38 Titel: Jahresrückblick...und nun: Das Wetter |
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Heißer Sommer, milder Herbst, grün-graue Weihnachten: Forscher warnen vor dem Klimakollaps. Hinweise, dass es weniger schlimm wird, werden nicht beachtet: Horrorszenarien verkaufen sich besser.
Von Ulli Kulke
Frühlingsgefühle, mitten im Winter. Ein Einwohner hat für sein Dorf darüber akkurat Buch geführt: „Zu Weihnachten blühte im Freien: Christ- oder Schneerose, Gänseblümchen, Maiblumen, Huflattich (zwei Stück!), Veilchen, Primeln. Die Palmkätzchen sind sehr stark entwickelt, und die Knospen mancher Blumen haben sich erhalten oder blühten weiter, so von Ringelblume, Löwenmaul, Chrysanthemen.“
So war der Winter in Sachsendorf. Nicht in diesem Jahr wohlgemerkt, sondern 1934. In den Jahren 1932 und 1936 sah es ähnlich aus in Deutschland, wie auch in einigen anderen Jahren seither. Nun wagte sich auch im Dezember 2006 manche Blüte in die milde Vorweihnachtssonne. Es ist kein Wintermärchen: Rosen, Kirschen, Flieder, Primeln – wenn das Wetter dazu einlädt, sind sie so frei, alle paar Jahre mal mit ihrer Blüte aus der Reihe zu sprießen. Anmutig, eigentlich Anlass zur Freude.
Eine Blüte ist kein Zeichen für den Klimawandel
Wo wüsste man dies besser, als im Botanischen Garten von Berlin? Doch der Sprecher der Anlage, Uwe Nef, weiß auch ein anderes Lied zu singen über das, was heutzutage Frühlingsgefühle im Winter auslöst. Regelmäßig habe er in der warmen Vorweihnachtszeit Besuch erhalten von Zeitungen, sagt er, habe die Journalisten durch das Gelände geführt und ausdrücklich erklärt, dass hier diese Blüte und dort jene kein Zeichen des Klimawandels seien. Doch ebenso regelmäßig habe er daraufhin unsinnige Schlagzeilen lesen müssen: „Klima außer Rand und Band“, „Hitzeschock im Winter“ – illustriert mit fragwürdigen Bildern von Blüten, zur Not auch vom Winterjasmin.
Jürgen Zulley, Psychologe und Experte für Winterdepression, meint, dass bei vielen Anfälligen dieses Mal der Dezemberblues ausblieb. Wegen der Wärme, sagt er, und wegen des Sonnenlichtes. Blütenpracht, volle Straßencafés, Balkongenüsse – wie sollte es da auch anders sein?
Vor allem: Wie sollten die Temperaturen auch anders sein? Im November und Dezember herrschten Süd- oder Südwestwinde, mit warmer Luft aus dem Mittelmeerraum oder milder vom Atlantik. Kein Raum für sibirische Kälte aus dem Osten. Dass aber der Wind nicht vom Treibhausgas gelenkt wird, sondern seinen unpolitischen eigenen Gesetzen folgt, scheint nicht zu interessieren.
Die veröffentlichte Meinung will es so. Große Beklemmung herrscht, er sei jetzt da, der Klimawandel. Eigentlich das ganze Jahr über beschlich uns das Gefühl. Angefangen mit dem vergangenen Winter, den wir mit seiner eisigen Kälte und seinen dachbrechenden Schneemassen und mit seiner langen Dauer schon verdrängt haben (wie auch den harten Winter zuvor). Er lief unter der Rubrik „Extremereignis“, und als solcher war er Beweis genug für den Klimawandel. So wie wenig später der wunderbare Sommer zur Fußballweltmeisterschaft. Eigentlich ein Geschenk des Himmels an alle Fanmeilen und Biergärten mit Großbildleinwänden.
Alberne Medienhysterie
Die allzeit kritischen Medien aber wandten den Blick lieber auf die wasserlose Dreisam bei Freiburg. „Erster deutscher Fluss ausgetrocknet“, lasen wir da und hatten schon vergessen, dass genau dies drei Jahre zuvor auch schon der Fall war. Und jeder Hinweis darauf, dass in früheren Jahrhunderten hin und wieder sogar der Rhein, gleich nebenan, trockenen Fußes zu durchqueren war, hätte die Sensation da nur gestört, die Einschaltquoten der Beiträge unnötig gedrückt. Katastrophen wollen die Leser und Zuschauer, also geben wir sie ihnen.
Hitzetote, massenhaft Hitzetote werden prognostiziert, für die kommenden Jahre, wenn alles noch schlimmer wird. Dass ein heißer Sommer nur ein Bruchteil von Opfern erfordert im Vergleich zu einem kalten Winter, dass insofern eine leichte Klimaerwärmung der Gesundheit eher nutzt als schadet – diese Statistik muss man sich schon mühsam und gezielt vom Amt anfordern, in der Zeitung wird man sie kaum finden, sie passt nicht ins Bild.
Es wird wärmer, gewiss, Gletscher und polare Kappen schmelzen mal wieder, die Unbeständigkeit ist die einzige Konstante beim Klima. Und vielleicht hat dieses Mal auch der Mensch etwas damit zu tun. Das wäre nicht einmal neu. Auch die Abholzungen der Römer haben das Klima verändert, das Imperium zu Dürren geführt. Und womöglich war ja genau dies der Grund dafür, dass manche Kohorte seinerzeit auf Flechten und Moosen über die Alpen marschieren konnte, wo heute Gletscher in voller Pracht glänzen.
Warum greift niemand diesen Frevel am antiken Klima auf? Würde er nicht trefflich zum Bild vom Homo sapiens, dem notorischen Ökofrevler, passen? Er ist uninteressant, weil er aus der heutigen Situation die Dynamik und das Singuläre nehmen würde. Wenn der selbst gemachte Weltuntergang schon mal da war, verkauft er sich als Szenario nicht mehr.
Egal, welche Temperaturen im nächsten Jahr herrschen werden, wir müssen uns warm anziehen, wenn dann der vierte Bericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) herauskommt (der letzte stammt von 2001), jener Organisation, die für die UN aus vielen Ländern die Ergebnisse der Klimaforschungen in einem großen Bericht zusammenfasst. Der Alarm wird schriller werden: noch heißer, noch höhere Meeresspiegel, noch mehr Extremereignisse, sei es Regen oder Dürre. Die Klimaforschung – allein in Deutschland zwei Umsatzmilliarden Euro stark – ist eine boomende Branche, die sich nicht durch allzu beschwichtigende Relativierungen das Wasser abgraben lassen will. Machen wir uns auf einiges gefasst.
Die Hurrikan-Saison war schwach
Noch haben wir bis dahin ein wenig Muße, wenigstens das vergangene Jahr etwas nüchterner zu betrachten. Etwa die Hurrikane im Golf von Mexiko. In den letzten Dekaden mussten sie stets als Beleg herhalten für den Klimakollaps, insbesondere im „Katrina“-Jahr 2005. Erwärmtes Meereswasser lässt die Wirbelstürme entstehen. Böse Prognosen über Hurrikane wurden deshalb für 2006 erstellt. Wären sie wie im Vorjahr und wie vorhergesagt über die Südküste der USA hergefallen, so hätten sie jüngst auf der Klimakonferenz von Nairobi der Apokalypse gehörigen Rückenwind verschafft.
Doch sie blieben aus. Kein Hurrikan, nicht ein einziger. Das Jahr 2006 war mit Abstand das hurrikanfreieste Jahr an der Golfküste seit langer Zeit. Auch ein Klimarekord, über den freilich niemand spricht. Oder sollte auch dieses Extremereignis letztlich, wie alle anderen, nur die Erwärmung bestätigen?
Den Zusammenhang herzuleiten fiele schwer. Das Ausbleiben der Hurrikane im Jahr 2006 könnte nämlich auch daran liegen, dass sich das Wasser der Ozeane in den letzten Jahren abgekühlt hat, gegen alle prognostizierte Gradlinigkeit nach oben. Die höheren Wasserschichten des tropischen Atlantiks haben allein in den Jahren 2003 bis 2005 eineinhalb Grad Celsius verloren, ein Fünftel der Hitze, die sie in den 50 Jahren zuvor aufgebaut hatten.
Die Hitze ist weg, verschwunden ins Weltall, durch alle Treibhauswände und -decken hindurch. Dies hat ein Forscher der renommierten US-Agentur für Ozeane und Atmosphären (NOAA) ermittelt, die ebenfalls für die IPCC Daten liefert. Doch diese Information findet ebenfalls nur, wer gezielt nach ihr sucht – Beschwichtigungen unerwünscht, keine Zeitung, außer der WELT, ging auf sie ein. Man stelle sich vor: Die Meere hätten sich in zwei Jahren um eineinhalb Grad erwärmt!
Dramatische Statements für mehr Aufmerksamkeit
So aber spricht niemand darüber, obwohl die Ozeane der wichtigste Faktor bei den Klimaszenarien ist. Und die Wissenschaft hing die Nachricht schon gar nicht an ihre große Sturmglocke. Sie hält sich an das Motto von Stephen Schneider, einem der führenden IPCC-Autoren, die heute die dramatische Erwärmung vorhersagen: „Um Aufmerksamkeit zu erregen“, so erklärte er gegenüber dem Magazin „Discover“, „brauchen wir dramatische Statements und keinen Zweifel am Gesagten, jeder von uns muss entscheiden, wie weit er ehrlich oder effektiv sein will.“
Derselbe Schneider sagte übrigens in den 70er-Jahren mit Verve eine baldige Eiszeit voraus.
Ein dramatisches Bild geisterte in den vergangenen Jahren Klimadebatte: Die „Hockeyschlägerkurve" des IPCC-Autoren Michael Mann: Eine Grafik, in der – vereinfacht gesagt – die Temperatur durch alle vergangenen Jahrhunderte auf konstanter Höhe wie ein gerader Holzstock von links nach rechts verlief, bis hinein in unser sündhaftes Zeitalter, wo der Stock dann einen Knick steil nach oben bekommt, wie ein Hockeyschläger.
Ein Symbol, das lange wie kein anderes für das 21. Jahrhundert stand. Heute ist die Hockeyschlägerkurve nicht mehr so häufig zu sehen, nachdem andere Forscher, vor allem Mathematiker und Statistiker, sie zerpflückten. Unter anderem fanden sie heraus, dass Manns Kurve stets so verläuft, verlaufen muss, ganz gleich, mit welchen Daten das Computerprogramm gefüttert wird. Die eingebaute Katastrophe gewissermaßen. Außerdem widersprach die Grafik offenkundigen Erkenntnissen über eine Warmzeit im Mittelalter, in der es wahrscheinlich höhere Temperaturen gab als heute. Mann ging auf seine Kritiker zu, meinte, er habe sowieso eine Schwankungsbreite eingeräumt. Mag sein, doch wenn die Kurve korrigiert wird, geht ihre Dramatik verloren, und deshalb lautete die Konsequenz: Schwamm drüber.
Die Methode Al Gore
Man achte auf das Kleingedruckte bei den Klimaapokalyptikern! Nicht uninteressant, dass das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, einer der deutschen Zulieferer zum IPCC-Bericht, beim Eingeständnis eines Rechenfehlers kürzlich erklärte: „Wir sagen nicht das Klima voraus. Sondern geben Entwicklungsmöglichkeiten des Klimas für die Zukunft an.“ Solche Hinweise gibt es. Doch es will sie niemand zur Kenntnis nehmen. Für bare Münze nehmen die Medien lieber das bewährte schlimmste Szenario. Nur das verkauft sich, bringt Quote.
Oder sie wählen die Methode Al Gore. Für seinen Film „Eine unbequeme Wahrheit“, das Klimamedienereignis des Jahres 2006, zog der frühere Vizepräsident der USA nur die hitzigsten Temperaturszenarien der Forscher heran, legte noch ein paar Grad drauf und meinte dann, das seien noch die harmlosesten Pfade der Voraussagen. Ein Bombenerfolg.
Es wurde wärmer, stimmt. Laut IPCC waren es 0,6 Grad über das letzte Jahrhundert. Der Mensch war schon wilderen Schwankungen ausgesetzt. Der Klimabericht im nächsten Jahr wird uns deshalb Szenarien mit größeren Temperaturanstiegen präsentieren. Nichts ist dagegen zu sagen, Energie und CO2-Emissionen einzusparen. Doch wir sollten den IPCC-Bericht genau lesen. Und nicht nur die Horrorszenarien gelten lassen.
Artikel erschienen am 22.12.2006
WELT.de 1995 - 2006 |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 951
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Verfasst am: 18.Jan 2008 10:26 Titel: |
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Zur Zeit ist es bei uns wieder für die Jahreszeit zu warm.
Für den informierten Bürger und die Medien ein weiterer Hinweis auf die kommende Klimakatastrophe.
Dass es anderswo ganz anders aussieht, wird schnell übersehen:
Pressemeldungen zur Kältewelle
Details:
Kopenhagen/Ilulissat (dpa)
Die Berichte über das Wegschmelzen
des arktischen Eises klingen immer bedrohlicher - zur Zeit aber
erlebt die Polarinsel Grönland den kältesten Winter seit vielen
Jahren. Wie Dänemarks größte Zeitung «Jyllands-Posten» (Århus) am
Mittwoch berichtete, ist die Diskobucht an der grönlandischen
Westküste erstmals seit 2004 bei Rekord-Kältegraden komplett
zugefroren. Von der an der Bucht liegenden Stadt Ilulissat aus hatte
sich im noch letzten Sommer auch Bundeskanzlerin Angela Merkel
persönlich ein Bild über die Folgen der globalen Erwärmung in der
Arktis gemacht, die hier die Eisberge immer schneller verschwinden
lässt.
Derzeit aber notieren dänische Meteorologen das Gegenteil:
«Wahnsinnskälte» und ein harter Nordwind hätten für eine 50
Zentimeter dicke Eisdecke gesorgt, hieß es in dem Bericht. Der
Bürgermeister von Ilulissat, Anthon Frederiksen, sagte: «Mit 25-26
Minusgraden haben wir es jetzt so kalt wie seit zehn Jahren nicht
mehr.» Deshalb müsse ein Teil der Schifffahrt vor der Küste
eingestellt werden.
Für die örtlichen Fischer sei die Kältewelle aber wunderbar, weil
sie endlich mal wieder mit Schlitten und Hunden vom Eis aus Fische
fangen könnten. Frederiksen ließ keinen Zweifel daran, dass über die
vergangenen zwei Jahrzehnte hinweg die Auswirkungen der Erwärmung
nicht zu übersehen seien: «Der Gletscher bei uns hat sich schon sehr
viel schneller zurückgezogen als früher.»
Neben Merkel waren immer wieder auch andere führende Politiker wie
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der republikanische US-
Präsidentschaftskandidat John McCain und zahlreiche Umweltminister
nach Ilulissat geflogen, um hier die in der Arktis besonders
markanten Folgen des Klimawandels in Augenschein zu nehmen und sich
in den Medien als betont umweltbewusst zu präsentieren.
dpa tb xx n1 du
Kabul/Riad/Damaskus (dpa)
Eine Kältewelle mit heftigen Schneefällen hat in Afghanistan mehr als 80 Todesopfer gefordert.
Nach Regierungsangaben starben in den vergangenen Tagen allein in der
westafghanischen Provinz Herat 52 Menschen. In den arabischen
Golfstaaten blieben die meisten Menschen am Wochenende wegen heftiger
Regenfälle und eisiger Temperaturen in ihren Häusern.
Bei den Todesopfern in Afghanistan handele es sich zumeist um
Bewohner entlegener Bergregionen im Westen und Süden des Landes, die
durch Unterkühlung oder Lawinen ums Leben gekommen seien, sagte die
Sprecherin des Gouverneurs von Herat, Farzana Ahmadi, am Sonntag.
Die Internationale Schutztruppe ISAF ist nach eigenen Angaben gut
auf Wetterverhältnisse jeder Art vorbereitet. «Mir ist nicht bekannt,
dass es aufgrund des Schneefalls oder der niedrigen Temperaturen zu
Problemen bei unseren Soldaten gekommen ist», sagte der Sprecher der
NATO-geführten ISAF, Major Charles Anthony, in Kabul. Die Truppen
seien so ausgerüstet, dass das Wetter keinerlei Einfluss auf die
tägliche Arbeit habe.
In Herat hat die Provinzregierung unterdessen Rettungsmannschaften
in die schwer zugänglichen Landesteile an der Grenze zum Iran
entsandt. «Wir befürchten, dass die Opferzahlen weiter steigen»,
teilte Sprecherin Ahmadi mit. Auch internationale Hilfsorganisationen
seien auf dem Weg in die Region. Aus den benachbarten Provinzen Ghor
und Farah wurden bislang mehr als zwölf Tote gemeldet. In der
südlichen Provinz Urusgan starben nach offiziellen Angaben mindestens
20 Menschen durch die Wetterkapriolen.
In Saudi-Arabien amüsierten sich die eher an Hitze gewöhnten
Menschen damit, per Internet ihre privaten Schneefotos zu
veröffentlichen. «Es ist so k-k-k-kalt, dass die Leute mit den Zähne
klappern», schrieb die Zeitung «Arab News» am Sonntag über
Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Pünktlich zum Besuch von US-Präsident George W. Bush in der
Golfregion wurden die Vereinigten Arabischen Emirate von heftigen
Regenfällen heimgesucht. Bei der Begrüßung des Präsidenten rutschte
der örtliche US-Gesandte Martin Quinn auf dem regennassen,
spiegelglatten Marmorfußboden im Flughafen aus, fiel auf die Nase und
blutete stark.
Die niedrigen Temperaturen der vergangenen Tage haben zudem im
Osten der arabischen Welt Schaden angerichtet. Der syrische
Landwirtschaftsminister Adel Safar sagte der halbamtlichen
Tageszeitung «Al-Baath» (Sonntagsausgabe), die Kälte und der viele
Regen der vergangenen Tage hätten den Bauern im Norden und in
Zentralsyrien zugesetzt. Die Weizenernte werde wegen des ungewöhnlich
kalten Wetters geringer ausfallen als erwartet.
dpa be xx z2 zi
Moskau, 16. Januar (AFP)
In Sibirien droht ein neuer
Frost-Rekord. Angesichts von Temperaturen von bis zu minus 55 Grad
Celsius in den kommenden Tagen warnte das Ministerium für
Katastrophenschutz in Moskau am Mittwoch vor erheblichen Gefahren
für Menschen und die Infrastruktur in ganz Sibirien. Die Behörde
rief die Bewohner der Region auf, sich an die örtlichen
Verwaltungen zu wenden, um sich gegen die Eiseskälte zu wappnen.
Meteorologen rechnen nicht vor Montag mit steigenden Temperaturen.
In der zentralsibirischen Region von Irkutsk starben nach
russischen Medienberichten bereits zwei Menschen wegen der Kälte,
mehr als 30 weitere wurden mit Erfrierungen in Krankenhäusern
behandelt. Die Durchschnittswerte in Sibirien liegen im Winter
normalerweise zwischen minus 15 und minus 39 Grad Celsius. |
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