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"Katrina" und Katastrophen-TV

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hdschulz
Insider


Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 953

BeitragVerfasst am: 30.Aug 2005 11:10    Titel: "Katrina" und Katastrophen-TV Antworten mit Zitat

Jetzt haben sie wieder mal Hochkonjunktur, die Weltuntergangspropheten. Man wird heute und morgen in der Presse eine reiche Auswahl vorfinden nach dem Muster, wären die bösen Amis uns und den Klimaforschern gefolgt, hätte Katarina nur als laue Brise die Palmen gestreichelt. Lassen wir als Leuchtturm der Intelligenz die TAZ herausragen:

Peitschender Wind, entwurzelte Bäume, fliehende Menschen - Hurrikan "Katrina" liefert schauderhafte Bilder. Experten rechnen schon jetzt mit dem teuersten Wirbelsturm aller Zeiten. Dabei hat die diesjährige Hurrikan-Saison gerade erst begonnen. Überflutete Dörfer, Schlammlawinen, Sandsäcke - gerade noch flimmerte Europas Sommerflut über die Mattscheibe. Katastrophen-TV total. Gelassen sagen Wissenschafter, das würden wir jetzt häufiger sehen. Schließlich tritt nur ein, was sie seit Jahren phrophezeiten: der Klimawandel, menschgemacht und unumkehrbar... Quelle: TAZ

Also Windräder her und das ganze Öko-Arsenal! Nur leider vergessen diese selbsternannten Weltverbesserer, daß es schon vor Jahrzehnten, als die Menschen noch zu Fuß gegangen sind und die Grünen nicht geboren waren, viel verheerendere Hurrikane gegeben hat, die Schäden waren gleichwohl geringer. Warum?

Nun, wenn ein solcher Sturm zufällig auf unbewohntes Gebiet trifft, passiert nichts. Zweitens ist die Menschheit dauernd gewachsen, die Chance, auf unbewohntes Gebiet zu treffen, ist deshalb geringer. Drittens sind die Werte heute nominal höher als früher, allein die Preise für US-Immobilien sind in den letzten fünf Jahren um 50 Prozent gestiegen, demgemäß ist auch der Schaden höher!

Und richtig, wir haben das Katastrophenfernsehen. Im Kampf um Zuschauer ist das Wort "Chaos" das allermindeste. Es findet schon Anwendung, wenn zwei Kinder-Dreiräder zusammenstoßen. Die Wetterkanäle bekämpfen sich. Kachelmann wurde neulich von der Konkurrenz als meteorologischer Studienabbrecher beschimpft. Dagegen muß man was tun. Man muß andere überbieten an Dramatik und Weltuntergang.

Wie wohltuend hört sich da ein Leserbrief in der FAZ heute morgen an:

Längst hat jenseits aller Realität wie Vernunft das Wettrennen der Staaten um den "Schutz des Globalklimas" Formen und Dimensionen angenommen, die man als globale Phobie bezeichnen kann. Es scheint unmöglich, ihr mit Sachargumenten zu begegnen, um sie dadurch zu heilen. Jedenfalls hat es eine kleine gleichgesinnte und global vernetzte Gruppe von "Klimaexperten" geschafft, über die Medien ein "Klima der Angst" zu erzeugen, das insbesondere bei der "politischen Klasse" einen reflexartigen Handlungszwang auslöste. Ohne der Drohung der "Klimaexperten" nachhaltig auf den Grund zu gehen, empfand die Politik einen sofortigen Handlungszwang, stürzte sich blind auf die vorverurteilten "Treibhausgase" und erklärte sie zu gefährlichen "Klimakillern", die eingefangen und unterirdisch "sequestriert" werden müßten. Das "Klima" wurde zum Gut erklärt, dessen Schutz die Staaten in die Hand nahmen. Aus diesem Geiste wurde im Jahre 1997 das "Kyoto-Protokoll" gestrickt.

Es ist von Anfang an eine Fehlgeburt, weil das Objekt "Klima", das zu schützen man vorgibt, gar nicht existiert. Auch nach tausend Jahren "Ökosteuern" und "Emissionshandel" wird der "Klimaschutz" keine Wirkung zeigen, weil jedwedes "Klima" an jedem Ort der Erde einzig und allein vom dortigen Wetter abhängt. Die "Klimatologie" wurde im Jahre 1814 von Alexander von Humboldt als Hilfswissenschaft gegründet, nachdem Kurfürst Friedrich von der Pfalz 1781 das erste europaweite meteorologische Wetterbeobachtungsnetz errichtet hatte. Die über Jahrzehnte anfallenden Datenmengen mußten statistisch bearbeitet, komprimiert werden. Nach einem Jahrhundert sehr willkürlicher Datenverarbeitung beschloß die internationale Staatenwelt 1935, einem "Klimawert" eine "dreißigjährige Meßperiode" zugrundezulegen, und deklarierte nach Gutdünken die Beobachtungsperiode 1901 bis 1930 zur "Klimanormalperiode". Das "Klima" ist also nichts anderes als ein statistisches Abfallprodukt des Wetters! Die Dynamik des Wetters wird durch Mittelwertbildung in den statischen Ruhezustand "Klima" überführt. Nichts anderes sind die jahreszeitlich unterschiedlichen Konstrukte "Azorenhoch" und "Islandtief". Sie sind nicht "Ursache" des Wetters, sondern "Folge" der Konstruktion "mittlerer Wetterzustände".

Dem Wetter gilt seit "Adam und Eva" alle Aufmerksamkeit des Menschen, denn nur vor ihm muß er sich in acht nehmen, schützen. Der "Schutz vor dem Wetter", der "Wetterschutz" ist eine der Hauptaufgaben des Menschen. Wo der Mensch auch siedelt, er muß sich vor Kälte, Nässe, Regen, Schnee, Hagel, Blitz, Wind, Sturm, Hochwasser und Überschwemmungen schützen. Da das Wetter solche Ereignisse nicht langfristig ankündigt, wird der Mensch häufig überrascht und erklärt solche Extremereignisse zu "Wetterkatastrophen". Was dagegen ist an einem dreißigjährigen Mittelwert von Temperatur, Wind, Luftdruck katastrophal? Nur die hineinprojizierte Phantasie, die erlebte Schreckensbilder vergangenen Wetters wiederbelebt, läßt das "Klima" als virtuelle Gefahr erscheinen. Jeder gemessene Wetterwert ist an einen ganz bestimmten Ort gebunden. Dies gilt logischerweise auch für die Klimawerte, die es erlauben, Klimakarten zu zeichnen. Ein Blick in den Atlas zeigt, daß es auf der Erde eine Vielfalt von Klimaten gibt. Natürlich kann man alle Klimawerte addieren und eine "Globaltemperatur" errechnen. Doch hebt man damit die Einzelklimate auf zugunsten eines "Globalklimas", in dem doch das Wetter ungehindert das macht, was es will? Die Forderung nach Schutz des "Globalklimas" entbehrt jeglichen Sinnes, sie ist substanzlos. Das Schutzgut existiert nicht! Von dem "Globalklima" geht wie vom Papiertiger nur eine psychische Bedrohung aus.

Dr. Wolfgang Thüne, Oppenheim. Dem ist nichts hinzuzufügen!
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