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Klimaprognosen und Kartenlesen

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hdschulz
Insider


Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 953

BeitragVerfasst am: 11.Jan 2007 11:56    Titel: Klimaprognosen und Kartenlesen Antworten mit Zitat

Vor Kurzem habe ich noch behauptet, dass der Klimakatastrophenmythos in den Medien allgemein akzeptiert sei( http://www.gomopa.net/Finanzforum/Umweltthemen/Vom-Klimawandel-zur-Klimapanik.html )
nun muß ich Abbitte leisten:
Joachim Bublath hat mich gestern abend im ZDF eines Besseren belehrt.

Sachlich und unaufgeregt berichtete er über Bekanntes und Unbekanntes im Zusammenhang mit Klimafragen, wobei er keinen Zweifel daran ließ, daß der unbekannte Anteil so erheblich ist, daß z.Zt. Klimaprognosen so treffsicher sind wie Kartenlesen. (Originalaussage)

Weiterhin stellte er sehr anschaulich dar, daß die Rolle des CO2, angeblich hauptverantwortlich für den "Klimawandel", immer wieder falsch dargestellt und überhaupt noch nicht quantitativ verstanden ist.

Auch zum Kyoto-Protokoll hatte er den passenden Kommentar: Wenn überhaupt wirksam, ist es "Ein Tropfen auf den heißen Stein", nicht durchführbar und erst recht nicht verschärfbar.

Die ganze Sendung, die von Kuhfürzen und den Abgasen des Regenwaldes genauso berichtet wie von kosmischen Strahlen und Naturkatastrophen als Ursache von Klimaänderungen kann man leider nicht mehr nachsehen. Aber nachlesen. Sehr zu empfehlen:

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/25/0,1872,4295673,00.html
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hdschulz
Insider


Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 953

BeitragVerfasst am: 11.Jan 2007 14:52    Titel: Antworten mit Zitat

Nachschlag und kleiner Tipp: Wer sich heute Abend um 22 Uhr im WDR die Sendung “Tauwetter” ansieht, sollte vorher Blubath lesen, dann macht das doppelt so viel Spass.
Die WDR-Sendung wird wie folgt angekündigt:
“Das Klima kippt. Alle wissen das, aber einige wollen es nicht wahrhaben.”
Wenn alle behaupten etwas zu wissen, ist bekanntlich größte Vorsicht geboten.
Joachim Bublath weiss jedenfalls nicht, was alle wissen, und deshalb ist er so ein guter Wissenschafts-Moderator.
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tifinaa
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 19.11.2003
Beiträge: 1177

BeitragVerfasst am: 11.Jan 2007 21:37    Titel: Antworten mit Zitat

Nun, @hdschulz, die Sendung brachte an sich nichts Neues.

Daß das Klima im Laufe der Jahrtausende mehrmals ein hin und her hatte ist unbestritten.

Was mich an dieser ganzen Diskussion nur stört ist das Abschwächen der menschengemachten Einflüsse darauf.

Wenn unser Planet in Jahrmillionen CO gebunkert hat (Öl, Kohle) und damit erst eine Atmosphäre geschaffen, die Leben ermöglicht, was passiert wenn wir alles durch die Nutzung derselben wieder alles ausblasen?
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hdschulz
Insider


Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 953

BeitragVerfasst am: 12.Jan 2007 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

@tifinaa

Zitat:
Nun, @hdschulz, die Sendung brachte an sich nichts Neues.

Donnerwetter - Respekt für Ihren Kenntnisstand!

Zitat:
Was mich an dieser ganzen Diskussion nur stört ist das Abschwächen der menschengemachten Einflüsse darauf.


Sehen Sie - genau da liegt der Hase im Pfeffer:
Um beurteilen zu können, ob der menschliche Einfluß abgeschwächt oder aufgebauscht wird, muß man diesen "anthropogenen Faktor" erst einmal wenigstens einigermaßen quantitativ definieren können - und da hapert es eben gewaltig.
Genau das hat Bublath in seiner Sendung m. E. sehr überzeugend dargelegt, als Naturwissenschaftler, der versucht, nüchtern-skeptisches Denken gegen die Vereinnahmung der Wissenschaften durch Ideologen zu vermitteln und dabei zu unterscheiden, was Erkenntnis und was Glauben ist.
Die durch die Verwechselung von Glauben mit Erkenntnis entstandene Überbewertung des CO2 rührt daher, daß man es dem Bösen zurechnen kann - den Kraftwerken, den Autos, der ganzen verteufelten modernen Industrie; schließlich der kapitalistischen, westlichen Lebensweise, die im Grunde des Herzens als widernatürlich empfunden wird.
Dagegen kommen die Methan-produzierenden Rinder und Regenwälder nicht an. Ganz zu schweigen von dem bei weitem wichtigsten Treibhausgas - Wasserdampf.

Zitat:
Wenn unser Planet in Jahrmillionen CO gebunkert hat (Öl, Kohle) und damit erst eine Atmosphäre geschaffen, die Leben ermöglicht, was passiert wenn wir alles durch die Nutzung derselben wieder alles ausblasen?

Aha - jetzt kommen wir auf des Pudels Kern: Sie sind wie so Viele den Propheten der Wohlstandsreligion "Ökologie" auf den Leim gegangen. (oder haben Sie sich den Unsinn etwa selbst ausgedacht?)
Fakt ist:
1. Unser Planet hat tatsächlich in Jahrmillarden Kohlenstoff gebunkert, allerdings hauptsächlich als Carbonatgestein. Die fossilen Brennstoffe haben an der gesamten Speichermasse nur einen geringen Anteil von geschätzten 0,1%.
2. Die Speicherung von Kohlenstoff in Form fossiler Brennstoffe hat nicht etwa eine Atmosphäre geschaffen, in der erst Leben möglich war - es ist genau umgekehrt: Öl. Kohle und Gas sind selbst aus organischer Substanz entstanden, die also vorher bereits vorhanden gewesen sein muß.
3. Wenn wir "alles ausblasen" wird sich der CO2-Gehalt der Luft von z.Zt. 0,037% (370 ppm) auf geschätzte ca. 560 ppm erhöhen. Das wird die Pflanzen freuen. CO2 ist neben Wasser und Lichtenergie das Grundnahrungsmittel der Pflanzen. Unsere Pflanzenwelt hat eine Evolution hinter sich, die über Hunderte von Millionen Jahren fast ständig in einer Atmosphäre ablief, die CO2-Gehalte bis zum Zehnfachen des vorindustriellen CO2-Gehalts aufwies, also 2000 bis 3000 ppm.
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