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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6461
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Verfasst am: 17.Aug 2006 5:59 Titel: Öl aus Plankton |
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Das junge spanische Unternehmen »Bio Fuel Systems SL« (BFS) hat nach eigenen Angaben eine Methode zur Treibstoffproduktion aus pflanzlichem Plankton entwickelt. Das in Zusammenarbeit mit der Universität von Alicante erarbeitete Verfahren soll ab Ende 2007 Bioöl liefern und der Konkurrenz im Biotreibstoffsektor haushoch überlegen sein.
Einer Mitteilung der in diesem Jahr gegründeten Firma zufolge soll der neue Treibstoff alle Vorteile herkömmlichen Öls haben und auch alle Rohölderivate liefern können, aber keinen der ökologischen Nachteile, die mit Öl einhergehen. So trägt das aus Phytoplankton wie Kieselalgen gewonnene Bioöl angeblich nicht zur Erhöhung der Kohlendioxid- oder Schwefeldioxid-Emissionen bei und setzt bei der Verbrennung keine toxischen Nebenprodukte frei.
Wie BFS-Präsident Bernard Stroiazzo-Moguin unterstreicht, handelt es sich bei dem neuen Treibstoff nicht um eine weitere Biodieselvariante, sondern um Bioöl. Das von seiner Firma entwickelte Herstellungsverfahren zeichne sich insbesondere durch seine herausragende Effizienz aus und produziere 400mal mehr Treibstoff als jedes andere derzeit bekannte System. Pro Tag ließen sich mit dem neuen Verfahren auf einer Fläche von 52000 Quadratkilometern 95 Millionen Barrel des neuen Öls gewinnen. Das entspreche der aktuellen Tagesproduktion von konventionellem Rohöl. Um nur 40 Prozent des derzeitigen Ölverbrauchs durch pflanzlichen Biodiesel zu ersetzen, müßte die Anbaufläche etwa von Soja oder Raps um das Dreifache vergrößert werden. Das aber wäre »unmöglich und für die Weltwirtschaft kontraproduktiv«, meint Stroiazzo-Moguin.
Nach Angaben des Firmenchefs liegt der Jahresertrag bei einem Quadratkilometer Soja bei 50 Kubikmeter Biodiesel, bei Raps zwischen 100 und 140 Kubikmeter, bei Senfsaat bei 130 und bei Palmöl bei 610 Kubikmeter Biodiesel. Pflanzliches Plankton nach dem neuen Verfahren genutzt aber ergäbe zwischen 10000 und 20000 Kubikmeter Biotreibstoff.
BFS will noch vor Fertigstellung der ersten Produktionsstätte an der spanischen Mittelmeerküste eine neue Technologie zur Steigerung der Planktonproduktion studieren. Geplant ist die Bioölproduktion zunächst in einem geschlossenen Kreislauf an Land, angedacht aber auch die Produktion vor der Küste.
Luis González Reyes, Koordinator der spanischen Umweltgruppe Ecologistas en Acción mit Sitz in Madrid, sagte auf Nachfrage von IPS, er könne das neue Verfahren derzeit nicht einschätzen. Dazu fehlten ihm Detailinformationen. Zu überprüfen wäre für die Emissionsrate etwa das Verhältnis zwischen dem bei der Herstellung und Verbrennung freiwerdenden Kohlendioxid und der Kohlendioxidspeicherkapazität des Planktons. Ebenso seien die bei dem Verbrennungsprozeß freiwerdenden Substanzen zu analysieren. Auf jeden Fall aber sei der Vorstoß von BFS zu begrüßen. Angesichts der enormen Probleme mit dem Weltklima, »ist nicht nur jeder Ansatz zur Energieeinsparung von Bedeutung, sondern auch jede Suche nach alternativen Energiequellen«.
(jW) |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1014
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Verfasst am: 17.Aug 2006 12:46 Titel: |
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Eine Meldung, die Mut macht!
Ohne das Verfahren im Einzelnen beurteilen zu können, ein paar prinzipielle Anmerkungen zu dem Bericht:
Es erscheint naheliegend, nach einem Verfahren zu suchen, mit dem man aus Plankton Öl gewinnen kann, ist doch Erdöl einst aus diesem Grundstoff entstanden.
Mit steigendem Rohölpreis steigen auch Prestige- und Gewinnaussichten aus dem erfolgreichen Abschluß eines solchen Vorhabens, dessen Kosten sich in gleichem Maße relativieren.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis mit diesem oder einem anderen alternativen Verfahren der Durchbruch am Markt gelingt und das Ende des Erdölzeitalters eingeläutet wird.
Wie werden dann wohl die Umwelt-Kassandras dieser Welt von Dennis Meadows bis Franz Alt reagieren, wenn die "Grenzen des Wachstums" wieder mal auf's Neue gesprengt sind und ihre Ideologie des programmierten Untergangs ein weiteres Mal von der Wirklichkeit überholt wurde?
Wie mißtrauisch Ökologisten auf technische Verfahren reagieren, die bei Erfolg ihre Daseinsberechtigung tangieren könnten, zeigt exemplarisch die Reaktion des spanischen Öko-Aktivisten, den die IPS, eine "alternative" Nachrichtenagentur, nach seiner Meinung gefragt hat:
Er will erst "das Verhältnis zwischen dem bei der Herstellung und Verbrennung freiwerdenden Kohlendioxid und der Kohlendioxidspeicherkapazität des Planktons" überprüfen.
Das kann er sich sparen:
Jedes einzelne Kohlenstoffatom, was bei der Verbrennung des Öls aus Plakton als CO2 in die Luft geblasen wird, ist vom Plakton einst aus eben dieser Luft oder dem Meereswasser entnommen worden, stammt also auf jeden Fall aus dem allumfassenden Kohlenstoffkreislauf und verändert nicht dessen Bilanz. Dass jedwede Energie, die bei der Herstellung des Bioöls gebraucht wird, aus ebendiesem selbst stammt, versteht sich wohl von allein.
Dass er bei den "enormen Problemen mit dem Weltklima" eigentlich die Energieeinsparung vorzieht, und neue Technologien für die rückwärts gewandten Ökologisten immer nur die zweitbeste Lösung sind, läßt er deutlich erkennen. (Ideologie pur) |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1177
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Verfasst am: 17.Aug 2006 13:00 Titel: |
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| Zitat: |
| Pro Tag ließen sich mit dem neuen Verfahren auf einer Fläche von 52000 Quadratkilometern 95 Millionen Barrel des neuen Öls gewinnen. |
Wie ist dies zu verstehen? Abgeerntete Wasserfläche? Benötigte Landfläche zur Verarbeitung? |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1014
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Verfasst am: 17.Aug 2006 16:20 Titel: |
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| Zitat: |
| Wie ist dies zu verstehen? Abgeerntete Wasserfläche? Benötigte Landfläche zur Verarbeitung? |
Sollte wohl die Wasserfläche sein, an Land braucht man wahrscheinlich nur Produktionsstätten zur Verarbeitung (raffinerieähnlich) - wenn nicht das Ganze sogar schwimmend erledigt werden kann.
Es wird spannend, die Angelegenheit weiter zu verfolgen.
Wahrscheinlich kommen auch bald die ersten Bedenkenträger:
Plankton stellt den Beginn der maritimen Nahrungskette dar, wenn wir zu viel entnehmen, verhungert zuerst der Krill, (der tut uns noch nicht leid) aber dann die geliebten Wale! Da sei Greenpeace davor!
Übrigens gab es eine Meldung über das neue Verfahren auch schon bei Reuters: http://news.yahoo.com/s/nm/20060720/sc_nm/energy_spain_plankton_dc_1 |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1177
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Verfasst am: 18.Aug 2006 5:09 Titel: |
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Paßt eigentlich auch zum Thema Alternative Energie:
| Zitat: |
Die Natur braucht Jahrmillionen, um aus Pflanzen Kohle zu machen. Ein deutscher Wissenschaftler hat durch Zufall eine Methode entdeckt, mit der das in ein paar Stunden gelingt. Jetzt wird nach einer Anwendung gesucht.
Es sieht noch nach einem Pinienzapfen aus, aber es ist ein Stück Braunkohle. Entstanden über Nacht, in einem stählernen Dampfdrucktopf bei 200 °C. Das Verfahren ist denkbar simpel, sagt der Entwickler, Markus Antonietti vom Max-Planck-Institut (MPI) in Golm: Pflanzenreste werden zusammen mit einem Katalysator wie Zitronensäure oder einem Eisensalz in einem Druckbehälter erhitzt. Nach kurzer Zeit liefert die Reaktion so viel Wärme, dass sie sich selbst antreibt. In wenigen Minuten entsteht so ein erdölartiges Zwischenprodukt, nach ein paar Stunden wandelt sich die Brühe in Torf, schließlich in Braun- und Steinkohle.
Antonietti hat die Verkohlung im Druckbehälter Hydrothermale Karbonisierung (HTC) genannt. Was chemisch vor sich geht, ist noch ein Rätsel. "Die Reaktion ist im Wesentlichen noch immer unverstanden. Eigentlich passiert nichts weiter, als dass den Kohlenhydraten einer Pflanze das Wasser entzogen wird. Entgegen den Erwartungen läuft diese Abspaltung auch in Anwesenheit von Wasser ab", sagt Antonietti. Die Reaktion selbst sei aber nicht so wichtig, sondern eher das, was man daraus machen kann, sagt er.
Die Frage nach einer Anwendung des HTC-Verfahrens ist allerdings noch unbeantwortet. Die Instantkohle aus dem Drucktopf hat zwei Vorteile: Sie besteht aus feinen Kohlenstoff-Nanopartikeln, für die sich nach Antioniettis Einschätzung viele Anwendungen in der Industrie finden lassen.
Außerdem ist die Kohle anderen Energieträgern aus Pflanzen überlegen, weil die Ausbeute höher ist. Antonietti schätzt, dass 70 Prozent der in der Pflanze gespeicherten Energie genutzt werden können. Zum Vergleich führt der Wissenschaftler die Kraftstoffherstellung aus Zucker in Brasilien an: Nur 15 Prozent des für die Bioethanol-Produktion genutzten Zuckerrohrs sind Zucker, der zu Kraftstoff vergoren werden kann. Damit gehen schon 85 Prozent der in der Pflanze gespeicherten Sonnenenergie verloren. Der durch Bakterien produzierte Alkohol muss vom Wasser getrennt werden. Dieser Prozess kostet viel Energie, zudem dauert es lange, bis die Mikroorganismen die Biomasse umgewandelt haben. Nach Antoniettis Berechnungen landen auf diese Weise nur drei bis vier Prozent der Pflanzenenergie im Kraftstoff.
Herstellung flüssigen Kraftstoffs
"In unserem Verfahren werden fast 100 Prozent des im Material gebundenen Kohlenstoffs zu Kohle umgewandelt", sagt Antonietti. Daraus ließe sich flüssiger Kraftstoff effizienter als bei heute üblichen Verfahren herstellen. Bei Biodiesel etwa ist der Ertrag relativ mäßig, rechnet Antonietti vor. Pro Hektar Land kann man 3,2 Tonnen Rapssamen ernten, aus denen eine Tonne Diesel hergestellt wird. "Mit HTC könnte man durch ein Biomass-to-Liquid Verfahren (BtL), aus einem Hektar Anbaufläche 20 Tonnen Kohlenstoff beziehungsweise zehn Tonnen Treibstoff herstellen."
Derk Jan Swider von Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) in Stuttgart ist trotz solcher Berechnungen skeptisch. Biomasse hätte nur ungefähr die Hälfte des Heizwerts von Steinkohle. "Ich glaube nicht, dass ein Zwischenschritt wie die Umwandlung von Biomasse zu Steinkohle, wie sie Antonietti durchführt, die Wirtschaftlichkeit erhöht." Allerdings lägen ihm zu wenige Informationen vor, um eine abschließende Bewertung vornehmen zu können.
Der Leiter des Instituts für Energietechnik, Alfons Kather, sieht das ähnlich. An der Technischen Universität Hamburg-Harburg berechnet er Energiebilanzen für Kraftwerke. "Die HTC ist nur der erste Schritt zu einem Kraftstoff. Erst wenn der gesamte Prozess von der Pflanze zum Benzin energetisch en détail betrachtet worden ist und dann noch sinnvoll erscheint, erst dann könnte dieses Verfahren bahnbrechend sein", sagt Kather. Für ihn reiht sich das Verfahren aus Golm bis jetzt lediglich in gängige Verfahren zur Energiegewinnung ein.
Klimafreundliche Schnellkompostierung
Eine weitere Idee von Antonietti: Das Verfahren könnte zur klimafreundlichen Schnellkompostierung von Biomasse verwendet werden. Wenn Pflanzen in der Natur verrotten, werden zehn Prozent des Materials in Torf umwandelt, der Rest geht als klimaschädliches Kohlendioxid in die Atmosphäre. Mit dem HTC-Verfahren bleibt der Kohlenstoff gebunden.
"Torf ist mein Favorit unter den Möglichkeiten, Biomüll zu verwerten", sagt Antonietti. Die 115.000 Tonnen Biomüll, die in Berlin im Jahr anfallen, könnten zu Torf gemacht werden. Auf dem Torf könne man schnell wachsende Pflanzen wie Schilf anbauen, sodass zusätzlich Kohlendioxid aus der Luft gebunden wird. Damit könnte man Geschäfte machen, meint Antonietti: "Da wir so eine negative Kohlendioxidbilanz erhalten, ist HTC ein attraktives Verfahren zum Handel mit CO2-Zertifikaten."
Das alles sind lediglich Vorschläge, die andere Wissenschaftler weiterentwickeln können. Antoniettis Fachgebiet sind Nanopartikel, wie er selbst betont, und in diesem Gebiet möchte er in Zukunft auch wieder forschen. Untersucht man den im HTC-Verfahren gewonnenen Kohlenstoff genauer, dann erkennt man, dass er aus Nanopartikeln aufgebaut ist.
Ein Hightech-Werkstoff
Wählt man besonders reine Ausgangsstoffe und nicht irgendwelche Pflanzenreste, dann eignen sich die entstehenden Kohlenstoffpartikel nach Antoniettis Einschätzung als Hightech-Werkstoff: Bevor sich das Ausgangsmaterial zu Kohle verdichtet, besteht es aus winzigen Kügelchen, die 20 bis 200 Millionstel Millimeter groß sind. "Diese Größe wird gerne von Tintenpatronenherstellern oder in der Reifenindustrie genutzt. Zucker als Ausgangsstoff ist dreimal billiger als das üblicherweise verwendete Polystyrol", sagt Antonietti.
Außerdem lässt den Forscher der Gedanke an den Prototypen einer Brennstoffzelle aus der Harvard-Universität nicht los. Dort versuchen Wissenschaftler, mittels einer kalten Verbrennung aus dem Feststoff Kohle Strom zu erzeugen. "Die Schwierigkeit, die sie unter anderem haben, ist, geeigneten Kohlenstoff in Nanopartikelgröße zu finden", sagt Antonietti euphorisch. "Zufällig produziert unser Verfahren genau diesen Kohlenstoff. Es wäre möglich, dass in 30 bis 40 Jahren 10 bis 40 Prozent der Energie so hergestellt werden können." |
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GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2319
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Verfasst am: 20.Okt 2007 12:24 Titel: |
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Biodiesel Algen-Reaktoren produzieren auf der gleichen Grundfläche 100-mal mehr Biodiesel, als der Anbau der Energiepflanzen Mais und Raps erbringt.
Diesen Nachweis wollen das US-Unternehmen Vertigro und die portugiesische SGC Group mit vier Pilotanlagen in den USA, Südafrika und Portugal führen. "Das verschafft den Algen bei der kommerziellen Verwertung einen klaren Kostenvorteil", hofft Doug Frater, Chef des Vertigro-Miteigentümers Global Green Solutions.
Die hohe Ausbeute beruht auf einer besonderen Züchtungsmethode: Die Algen, sie wachsen an eng hintereinander angeordneten Panelen aus Kunststoff, werden anfangs mit allem versorgt, was sie für ein schnelles Wachstum brauchen - in Wasser gelöste Nährstoffe und Vitamine sowie Kohlendioxid (C02). Im Idealfall versechsfachen die Algen ihr Gewicht alle 24 Stunden. Ist ein genau festgelegter Wachstumspunkt erreicht, schrauben die Vertigro-Ingenieure die Nahrungszufuhr radikal herunter.
Die Algen reagieren auf den plötzlichen Mangel, indem sie bis zu 70 Prozentihres Gewichts in Öl umwandeln, das sich kontinuierlich zu 100 Prozent ernten und zu Biodiesel verarbeiten lässt. Übrig bleibt eine an Proteinen und Kohlenhydraten reiche Biomasse, die die Amerikaner als Dünger und Tierfutter verkaufen wollen. Noch dieses Jahr, so die Planung, beginnt an der Algarveküste der Bau der ersten 4000 Quadratmeter großen Anlage.
Der Wettlauf um die großtechnische Herstellung von Biodiesel in Algenfarmen ist in vollem Gange. In Deutschland experimentieren der Energieriese E.On und BlueBio Tech International mit Firmensitzen in Büsum und Elmshorn damit; in Cambridge/USA sind es GreenFuel Technologies sowie der Kraftwerksbetreiber und Stromversorger NRG Energy. In den Niederlanden treibt das nationale Energieforschungszentrum in Petten, in Australien das nationale Research and Development Institute (NREL) die Entwicklung dieser vielversprechenden Form der Treibstoffgewinnung voran.
Quelle: Wirtschaftswoche |
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