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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 951
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Verfasst am: 20.März 2008 13:11 Titel: Solarstrom - 100 Milliarden Euro verbrennen in der Sonne |
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Wenn grüne Ideologen die Wissenschaft mißbrauchen und die Politik den Weltretter spielen will, kommt so etwas dabei raus und der Verbraucher darf das Ganze bezahlen:
100 Milliarden Euro verbrennen in der Sonne
Auf immer mehr deutschen Dächern funkeln großflächige Photovoltaik-Anlagen, und auch industrielle Betreiber von Solarfarmen wählen Deutschland als bevorzugten Standort.
Eine aktuelle Studie der Beratungsfirma Photon Consulting kommt sogar zu dem Ergebnis, dass Deutschland mit deutlichem Abstand „weltgrößter Photovoltaik-Absatzmarkt“ ist und bleibt. Nirgends in der Welt werden in den nächsten Jahren so viele Solarstromanlagen installiert. Kurioserweise werden sonnenreiche Regionen wie Südeuropa, Afrika oder Lateinamerika bedeutungslos bleiben. Warum eigentlich?
Stromkunden subventionieren Solarstrom
Der Grund ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das den Besitzern von Solaranlagen eine reichliche Euro-Ernte unter der spärlich scheinenden deutschen Sonne verspricht. Wer als Privatmann Solarzellen auf dem Dach hat, bekommt für jede Kilowattstunde, die er dem Stromanbieter verkauft, derzeit über 40 Cent vergütet – weit mehr, als man selbst für eine Kilowattstunde bezahlen muss. Es wäre also äußerst töricht und unökonomisch, den eigenen Sonnenstrom im Haushalt zu verbrauchen, da der Verkaufspreis über das EEG subventioniert ist. Einzigartig ist der Umstand, dass hierzulande der Solarstrom in unbegrenzter Menge über 20 Jahre zu garantierten Preisen abgenommen wird. Diese traumhaften Planungsbedingungen haben sich weltweit herumgesprochen: „Somit ist Deutschland auch in den nächsten Jahren ein hinreichend profitabler Absatzmarkt für die internationale Photovoltaik-Industrie“, prognostiziert Photon Consulting. Während im Jahr 2006 etwa 830 Megawatt Leistung in Deutschland installiert wurden, könnten es 2010 schon 6500 Megawatt sein. Zum Vergleich: Die großen Sonnenstaaten Kalifornien (3100 Megawatt) oder Spanien (2400 Megawatt) bleiben vergleichsweise kleine Märkte.
Solarstrom ist zu teuer gekauft
Die Rechnung für den deutschen Solar-Boom zahlen aber die hiesigen Stromkunden. Allein im vergangenen Jahr betrugen die Zusatzkosten für die Solarstromförderung 517 Millionen Euro. Durch den enormen Zubau weiterer Anlagen und die 20-jährige Laufzeit der garantierten EEG-Vergütung könnten bis über 100 Milliarden Euro an kumulierten Kosten entstehen, hat das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung RWI errechnet. Dabei sind die RWI-Experten sogar noch von künftig geringeren Stromeinspeise-Vergütungen ausgegangen, die eine derzeit diskutierte Novellierung des EEG vorsieht. Ob es zur stärkeren Absenkung der Einspeisevergütung kommt, ist aber nicht sicher. Erstaunlich, dass die drohende 100-Milliarden-Euro-Rechnung noch keine schärferen Diskussionen ausgelöst hat, denn selbst bei größtem Optimismus wird der Solarstrom in Deutschland nur wenige Prozent zur Stromversorgung beitragen können. So ziehen auch die RWI-Forscher ein bitteres Fazit: „Der vermeintliche ökologische wie auch ökonomische Erfolg ist wegen der derzeitigen Unwirtschaftlichkeit von Solarstrom teuer erkauft, löst keinerlei Klimaschutzeffekte aus und subventioniert vor allem Arbeitsplätze im Ausland“.
(aus Focus-online) |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 951
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Verfasst am: 29.März 2008 13:30 Titel: |
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| Zitat: |
| „Der vermeintliche ökologische wie auch ökonomische Erfolg ist wegen der derzeitigen Unwirtschaftlichkeit von Solarstrom teuer erkauft, löst keinerlei Klimaschutzeffekte aus und subventioniert vor allem Arbeitsplätze im Ausland“. |
Wie das mit der Subvention von Arbeitsplätzen im Ausland konkret aussieht, kann man hier lesen:
Deutschlands Öko-Strom Fiasko: Im Westen geht die Sonne unter
Schock für die deutsche Solarbranche: Jahrelang rühmten sich die Firmen als weltweite Marktführer. Jetzt belegen aktuelle Zahlen, die SPIEGEL ONLINE vorliegen: China hat Deutschland bei der Produktion überholt. Verkauft wird die Fernost-Ware aber hierzulande - wegen der hohen Förderung.
Beim Ökostrom könne es niemand mit Deutschland aufnehmen, frohlocken die Lobbyisten vom Bundesverband Solarwirtschaft. Die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mache sich eben bezahlt. Was die Sonnenfreunde vergessen: Die EEG-Gelder kommen immer seltener deutschen Firmen zugute. Die größten Hersteller von Solarzellen sitzen mittlerweile in Asien - und sie überschwemmen den deutschen Markt mit ihren Produkten.
Den Niedergang der Solarindustrie in Deutschland belegt das Beispiel First Solar. Der US-Konzern hatte in Frankfurt an der Oder eine riesige Fabrik für Dünnschichtmodule errichtet - sie galt als Symbol für die starke Solarindustrie in den neuen Bundesländern. Doch schon im kommenden Jahr soll das Werk nur noch 20 Prozent zur Gesamtproduktion von First Solar beitragen. Der Grund: Das Unternehmen baut massenweise neue Kapazitäten in Malaysia auf.
Insgesamt stammen schon 65 Prozent der weltweit produzierten Solarzellen aus Asien. Das Besondere daran: In den asiatischen Herstellerländern gibt es keine oder kaum eine staatliche Förderung. Die Firmen verkaufen ihre Ware einfach auf subventionierten Märkten wie Spanien oder Deutschland. Suntech-Chef Zhengrong Shi spricht es offen aus: “Es gibt kaum einen chinesischen Markt. Wir hängen von euch ab.”
Möglich macht dies das deutsche EEG - es unterstützt ausländische Produzenten genauso wie heimische. Die Kosten tragen die Verbraucher: Über ihre Stromrechnung müssen sie für jede Kilowattstunde Sonnenenergie rund 47 Cent zahlen. In keinem Land der Welt wird Solarstrom so üppig gefördert. Zum Vergleich: Konventioneller Strom kostet an der Leipziger Energiebörse nur fünf Cent.
Für die hiesigen Haushalte wird der Solar-Boom immer teurer. Denn das EEG schreibt die Vergütungssätze für 20 Jahre fest. Das heißt: Eine heute errichtete Solaranlage verursacht auch in 20 Jahren noch Kosten. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung beziffert diese “Solarschulden” auf 23,3 Milliarden Euro - allein für die bis Ende 2007 installierten Module.
Und es kommen immer neue Anlagen hinzu. Bis 2010 dürften sich die Solarschulden schon auf 49,9 Milliarden Euro belaufen. Wenn der Markt noch schneller wächst, können es laut “Photon” auch 90 Milliarden Euro sein.
(Quelle) |
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