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GoMo&Pa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2182
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Verfasst am: 27.Aug 2005 13:15 Titel: Spanien Versorger - Verschmutzungsrechte gehen aus |
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ftd.de; 23.08.2005
Hitze und Wassermangel belasten Energiewirtschaft - Unternehmen müssen 300 Mio. Euro Emissionszertifikate kaufen. Die größte Dürreperiode auf der iberischen Halbinsel seit Jahrzehnten bringt Spaniens Stromversorger in die Klemme. In den Stauseen ist kaum noch Wasser für die Turbinen der Kraftwerke, und selbst die Windräder stehen still, weil sich die Luft kaum bewegt.
Die Folge: Die Versorger müssen zur Deckung des Strombedarfs verstärkt auf Kohle, Öl und Gas ausweichen. Hierfür benötigen sie teure Rechte für den Ausstoß von Kohlendioxid. Laut Branchenexperten kommen auf die Versorger 300 Mio. Euro Zusatzkosten zu.
Bereits im Laufe dieses Monats werden fast alle der für 2005 vergebenen Rechte zum Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) aufgebraucht sein, warnt der Stromversorgerverband Unesa. Nach dem Kyoto-Abkommen über die Verringerung der Treibhausgase müssen die Unternehmen dann Emissionsrechte zukaufen. Doch der Preis für das Recht, die Umwelt mit einer Tonne CO2 zusätzlich zu verschmutzen, hat sich seit Jahresbeginn verdreifacht.
Iberdrola, spanischer Marktführer für Wind- und Wasserkraft, hat für 2005 bisher 15 Mio. Euro an Mehrkosten für den CO2-Ausstoß veranschlagt, sagte Firmenchef Ignacio Sánchez Galán bereits Ende Juli. Seither hat sich die Situation kaum gebessert. Iberdrola sitzt buchstäblich auf dem Trockenen: Weil die klimatischen Tiefs im Winter und Frühjahr nördlicher als normal über Europa hinweg zogen, blieb in Spanien ein Großteil des üblichen Regens aus. Zudem stehen die Windräder meist still, weil sich bei der sengenden Hitze kaum ein Lüftchen bewegt. Stattdessen steigerte Iberdrola die Produktion in seinen Gaskombi-Kraftwerken (CCGT) im ersten Halbjahr um 70,4 Prozent.
Auch wenn CCGT nur ein Drittel der Schadstoffe eines konventionellen Kraftwerks ausstoßen, müssen dafür Emissionsrechte vorliegen. Hatte Iberdrola im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres lediglich 152 Gramm Kohlendioxid je produzierter Kilowattstunde Strom in die Atmosphäre geschleudert, waren es im gleichen Zeitraum dieses Jahres bereits 219 Gramm. Der Konkurrent Endesa, der traditionell mehr Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen betreibt, nannte bereits eine Summe von 25 Mio. Euro für den zusätzlichen Erwerb von Emissionsrechten.
Spaniens Regierung hatte zu Jahresbeginn Rechte für den Ausstoß von insgesamt 88 Millionen Tonnen CO2 im gesamten Jahr 2005 an die Stromversorger vergeben. Ihren tatsächlichen Bedarf hatten diese schon damals mit mindestens 94 Millionen Tonnen angegeben. Erschwerend kommt für die Versorger nun hinzu, dass die Spanier von Januar bis Juni sieben Prozent mehr Strom verbrauchten als in der gleichen Zeit des Vorjahres: Bei der Hitze laufen die Klimaanlagen bei-nahe ununterbrochen. Das Elektrizitätswerk Red Eléctrica de España (REE) meldet wöchentlich neue Höchststände. Mit fast 40 000 Megawatt verbrauchen die Spanier täglich nahezu soviel Energie wie im Winter.
Bereits seit 1996 nimmt Spaniens Stromverbrauch um etwa ein Drittel zu. ?Der Konsum steigt wie in Entwicklungsländern?, klagt REE-Präsident Luis Atienza. Die Investitionen der Versorger blieben hinter dem Bedarf zurück. Sie erhöhten ihre Leistung im gleichen Zeitraum um lediglich 20 Prozent.
Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage liege an den niedrigen Strompreisen, geben die Versorger den Ball weiter. ?Eine spanische Durchschnittsfamilie bezahlt täglich nicht mehr als 1 Euro für Strom. Das ist eine Einladung zur Verschwendung?, schimpft Unesa-Sprecher Petit. Tatsächlich sind es die Privathaushalte und nicht die Firmenkunden, deren Stromverbrauch in den vergangenen Jahren unverhältnismäßig stieg. Spaniens Immobilienboom hat Zigtausende neue Wohnungen mit Zentralheizungen und Klimaanlagen hervor gebracht. Das macht sich bemerkbar. Allerdings seien auch die neuen Häuser so schlecht isoliert, dass 20 Prozent der Energie zum Fenster hinaus gepustet würden, sagt Petit.
Hoffnung auf eine Entschärfung der klimatischen Situation machen die Meteorologen nicht. Sie stellen sich auf jahrelange Trockenheit ein.
provided by GENIOS... |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 953
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Verfasst am: 28.Aug 2005 10:15 Titel: |
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| Zitat: |
| Verschmutzungsrechte, Schadstoff |
Das kann man auch ganz anders sehen:
CO2, der "Schadstoff" mit dem die Luft angeblich "verschmutzt" wird, ist die materielle Basis alles Lebens auf unserem Planeten.
Ohne Photosynthese, bei der CO2 mit Hilfe des Sonnenlichts zu Biomasse umgewandelt wird, keine Pflanzen und kein Leben.
Die Konzentration von CO2 in der Luft beträgt z.Zt. 0,037% und war in der Erdgeschichte auch schon wesentlich höher und ohne menschliche Einwirkung größeren Schwankungen unterworfen.
Pflanzen sind an eine Bandbreite bis 0,1 % angepaßt.
Die Photosyntheserate kann bis 0,1% CO2 beträchtlich gesteigert werden (ca. Faktor 2,5)
Dies wird in Gewächshäusern durch CO2-Begasung ausgenutzt, um den Ertrag zu steigern.
Die derzeitige CO2-Konzentration von ca. 0,037% ist für Pflanzen demnach unteroptimal.
(Wie war das nochmal: "Schadstoff"?, "Verschmutzung"?)
CO2 besitzt die physikalische Eigenschaft, aus dem Infrarotspektrum der Wärmestrahlung bei zwei Frequenzen Energie zu absorbieren und wieder abzustrahlen.
Aus diesem Faktum und dem Umstand, daß der Mensch durch Verbrennung fossiler Energieträger zum CO2-Anstieg in der Luft beiträgt, haben einige Wissenschaftler und das UN-Gremium IPCC den "anthropogenen Treibhauseffekt" postuliert - ein Begriff, der von fortschrittsfeindlichen grünen Ideologen begierig aufgegriffen und von sensationslüsternen Medien gerne breitgetreten wird.
Inzwischen ist das IPCC von seiner Meinung wieder abgerückt:
„Es gibt keinen bewiesenen Zusammenhang zwischen der globalen Erwärmung und den Aktivitäten des Menschen“.
(Yury Izrael, Vizepräsident des IPCC, Juli 2005)
Die schwerfällige Politik hat das natürlich noch nicht mitgekriegt (vielleicht hat sie auch einfach keine Idee, wie man von den überholten Beschlüssen des Kyoto-Protokolls wieder abrücken soll - "pacta sund servanda")
Schade eigentlich, daß die grüne Gehirnwäsche auch bei dem netten Herrn "GM&P-Service" ihre semantischen Spuren hinterlassen hat  |
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WC.Hofmann Pathfinder
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 355 Wohnort: in der Mitte Europas
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Verfasst am: 28.Aug 2005 12:31 Titel: Unser Planet Erde, - gottlob ein Treibhaus |
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| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
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Die Konzentration von CO2 in der Luft beträgt z.Zt. 0,037% und war in der Erdgeschichte auch schon wesentlich höher und ohne menschliche Einwirkung größeren Schwankungen unterworfen.
...
Schade eigentlich, daß die grüne Gehirnwäsche auch bei dem netten Herrn "GM&P-Service" ihre semantischen Spuren hinterlassen hat  |
Der Beitrag von @hdschulz ist mal wieder sehr förderlich für das Verständnis und für das Einschätzungsvermögen der interessierten Leser in Bezug auf das lebendsnotwendige Kohlendioxids. Es gibt natürlich auch wissenschaftliche Berichte, die darlegen, dass den Meisen der Appetit vergeht, wenn der CO2-Gehalt weiter ansteigen würde. Der folgende Bericht ist sicherlich lesenswert, zumal er zeigt, dass Schwarzkopfmeisen durchaus verwöhnt in der Auswahl des durch die Umwelt beeinflussten Futterangebotes sind.
http://www.vistaverde.de/news/Natur/0401/27_meise.htm
Zum allgemeinen Verständnis der Thematik „Treibhaus Planet Erde“ soll der kurze Beitrag im Link http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/1692/ helfen. Der Berichterstatter Prof. Jan Vaizer von der RUB hat dargelegt, dass erst einmal die Erhöhung des Wasserdampfgehaltes der Atmosphäre für eine weitere Erwärmung derselben verantwortlich wäre. Erst als Folge dieser Erwärmung würde der CO2-Gehalt ansteigen.
Jeder interessierte Leser mag sich mit Hilfe der veröffentlichten Fakten einen eigenen Überblick über das Phänomen „Erwärmung der Atmosphäre über einen Zeithorizont“ verschaffen. Vielleicht ist dann auch der eine oder andere informierte Leser bereit, seinem gewählten Abgeordneten die o.a. Zusammenhänge in einer Bürgerstunde zu erklären, damit dieser dann entsprechend sensibilisiert in den parlamentarischen Beratungen nachfragen kann, bevor er populistische Meinungen abhakt und damit dazu beiträgt, dass ein Beratungsergebnis „Ausschuss“ wird!
@hdschulz, Ihre Kommentare zu „unseren Umweltproblemen“ regen immer zum Nachdenken an.
So, ich nutze nun den sonnigen Sonntagnachmittag zur Gartenarbeit.
WC.H
P.S.: Der 2. Satz im Zitat ist wohl etwas scherzhaft gemeint. Die Beiträge des "GM&P-Service" sind natürlich erwünscht und lesenswert, auch wenn sie wie viele Pressenotizen nicht immer zusätzlich kommentiert werden müssen. |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 953
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Verfasst am: 28.Aug 2005 13:38 Titel: Re: Unser Planet Erde, - gottlob ein Treibhaus |
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| WC.Hofmann hat folgendes geschrieben:: |
P.S.: Der 2. Satz im Zitat ist wohl etwas scherzhaft gemeint. Die Beiträge des "GM&P-Service" sind natürlich erwünscht und lesenswert, auch wenn sie wie viele Pressenotizen nicht immer zusätzlich kommentiert werden müssen. |
Aber sicher doch - das smily sollte noch zusätzlich draufhinweisen.
Übrigens, ich sitze lieber auf dem Balkon in der Sonne, die heute mal nicht durch kondensierten Wasserdampf am Aufheizen der Atmosphäre gehindert wird - der Garten kann warten  |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 953
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Verfasst am: 29.Aug 2005 12:31 Titel: |
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@ W.C.Hofmann
Ich habe mir mal den Spaß gemacht, die von Ihnen zitierte Arbeit aus "vista verde" nachzulesen, so weit sie im Internet verfügbar ist. (www.news.uri.edu/releases/html/04-0126-05.html)
Und siehe da, es findet sich ein weiteres Beispiel dafür, daß der Blick auf die Welt durch die grüne Brille (vista verde = grüner Blick) nicht nur gefärbt, sondern auch getrübt wird.
Es handelt sich hier um die Arbeit einer Studentin (mit Kollegen unter Aufsicht eines Associate Professors), deren Zielsetzung die Untersuchung von Nahrungspräferenzen von Schwarzkopfmeisen war.
Dabei stellte sich heraus, daß die Meisen in der Lage waren, Raupen mit einem hohen Anteil an Phenolen und Tanninen von solchen mit niedrigen Anteilen zu unterscheiden und daß sie diese vor jenen als Futter bevorzugten.
So weit so gut und nicht weiter überraschend.
Was dann aber aus diesen eindeutigen Befunden als Spekulationen hergeleitet wird, hat mit Wissenschaft nur bedingt, um so mehr jedoch mit Ideologie zu tun.
Das fängt schon bei der Überschrift des Artikels in "vista verde" an.
Den Meisen verdirbt ein höherer CO2-Gehalt, bzw. der dadurch gesteigerte Anteil an Fressgiften in Espenblättern, der sich in Raupen wiederfindet, keineswegs den Appetit.
Genau so wie die bei uns heimische Sumpfmeise, ihr nächster Verwandter, ernährt sich die Schwarzkopfmeise sowohl von Insekten und deren Larven, als auch von Spinnen, Beeren und Samen.
Kein Wunder, wenn sie Raupen mit einem hohen Giftstoffanteil meiden. Der dürfte ihnen ja ebenso wie den Raupen selbst nicht gut bekommen, also weichen sie auf die ihnen in der Regel reichlich zur Verfügung stehenden Alternativen aus. Daß die Meisen bei der Nahrungsauswahl Präferenzen entwickeln, ist auch keineswegs verwunderlich. Das soll es sogar bei Menschen geben (Wat de Buur nicht kennt, dat frett he nich!) Eine Gefährdung der Bestände ist daraus jedenfalls nicht abzuleiten.
Das Bild von den "entlaubten Wäldern" durch hohe CO2-Anteile in der Luft stellt die Verhältnisse geradezu auf den Kopf:
Hohe CO2-Anteile erzeugen in den Blättern einen höheren Anteil an Giftstoffen, die ja gerade den Zweck haben, die Raupen fernzuhalten, die die Wälder kahlfressen könnten.
Daß diese sekundären Pflanzeninhaltstoffe ihren Zweck auch erfüllen, haben andere Untersuchungen längst bewiesen. Raupen meiden die entsprechenden Pflanzen, wenn sie können, oder sie "vergiften" sich eben, d.h. sie wachsen kaum oder sterben sogar.
Ich hätte einen Vorschlag für eine andere Überschrift der Meldung in "vista verde":
"Steigender CO2-Gehalt in der Luft schützt Bäume vor Freßfeinden" |
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WC.Hofmann Pathfinder
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 355 Wohnort: in der Mitte Europas
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Verfasst am: 29.Aug 2005 22:46 Titel: Humor ... trotz "vista verde" |
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| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
...
Ich hätte einen Vorschlag für eine andere Überschrift der Meldung in "vista verde":
"Steigender CO2-Gehalt in der Luft schützt Bäume vor Freßfeinden" |
@hdschulz
Sie haben den "Ball" scherzhaft aufgefangen und nett kommentiert. Auch die Schwarzkopfmeise hat den vista verde.
Bei uns wird der von Ihnen zitierte Spruch etwas ergänzt:
Wat de Buur nit kennt, dat frisst sin Hungd nit!
Wir halten fest: Lebensweisheiten müssen in der Regel nicht mit einem wissenschaftlichen Nachweis untermauert werden.
Schmunzelnde Grüsse, WC.H |
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