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Startech Environmental Umweltprojekt

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 5909

BeitragVerfasst am: 24.Jul 2007 16:02    Titel: Startech Environmental Umweltprojekt Antworten mit Zitat

Hier ein Auszug aus der Pressemeldung des Unternehmens:

"Das Plasma Converter System zerstört sicher und wirtschaftlich Abfälle, egal wie schädlich oder lebensbedrohlich sie sind, und verwandelt den grössten Teil davon in nützliche und wertvolle Produkte. Dadurch schützt das System die Umwelt und trägt zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit bei. Das System erzielt einen geschlossenen Kreislauf beim natürlichen Recycling, das kommunalen Reststoffabfall sicher und unabänderlich vernichtet, organische und anorganische Stoffe, Feststoffe, Flüssigkeiten und Gase, Gefahrstoffe sowie nicht gefährliche Abfälle, industrielle Abfallprodukte und auch Stoffe, wie Elektronikschrott, medizinische Abfälle, Abfälle der chemischen Industrie und andere Spezialabfälle und wandelt dabei viele von ihnen in nützliche Gebrauchsstoffe um, die auch Metalle beinhalten können und ein Synthesegas, genannt Plasma Converted Gas (PCG)(TM)."

In der Folge geht es dann hauptsächlich um Methanol.


Und hier eine andere Stimme:

"Wie die Experten berichten würden, verdampfe mit so genannten Plasma-Konvertern jede Art von Abfall - angeblich auch giftiger Problemmüll - bei mehreren Tausend Grad Celsius fast restlos. Kürzlich habe Startech Environmental, der Hersteller solcher Anlagen, drei dieser heißen "Brenner" nach Puerto Rico verkauft. Auch wenn die Kaufsumme bislang verschwiegen worden sei, habe die Meldung ein zweistelliges Kursfeuerwerk ausgelöst.

Nach Meinung der Experten von "Der Aktionär" ist die Startech Environmental-Aktie, wegen der wenigen Informationen, lediglich für sehr spekulative Anleger geeignet, die auf neue Vertriebserfolge des Unternehmens setzen möchten."

Was ist dran an der Technologie?
Warum nicht in Europa?
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hdschulz
Insider


Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 953

BeitragVerfasst am: 24.Jul 2007 16:42    Titel: Re: Startech Environmental Umweltprojekt Antworten mit Zitat

Moderator GM&P hat folgendes geschrieben::
Was ist dran an der Technologie?
Warum nicht in Europa?

Die Theorie ist begründet, ob die Technologie den Praxistest bereits besteht, kann ich nicht beurteilen.

Sicher kann der User W.C. Hoffmann etwas dazu sagen.

Es gibt auch in Europa alternative Bemühungen.
Die größte Hürde für die Einführung liegt in der ideologisch begründeten Ablehnung technischer Verfahren durch die grüne Heilslehre.
Wo bliebe denn da der Erziehungs- und Strafeffekt auf die Umweltsünder, wenn sie nicht mehr "mülltrennen" müssen?
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 5909

BeitragVerfasst am: 26.Jul 2007 6:08    Titel: Antworten mit Zitat

Eventuell hat das Handelsblatt eine Antwort gefunden - die deutschen Steuern.

Zitat:
Sprit aus Hausmüll – technisch ist das möglich. Doch ohne Subventionen hat die Verwertung kaum Chancen. Einer der Gründe ist die deutsche Steuergesetzgebung: Sprit aus Müll muss voll versteuert werden. Auch die Versorgungssicherheit ist gering. Techniker basteln gleichwohl an entsprechenden Anlagen.

Lässt sich aus Hausmüll Sprit gewinnen? Attraktiv wäre das gleich doppelt: Zum einen würde damit ein Entsorgungsproblem gelöst, gleichzeitig aber auch ein Stück Mobilität gesichert. Aus technischer Sicht kein Problem, heißt es etwa bei der Firma Choren im sächsischen Freiberg.

Das Unternehmen sieht sich grundsätzlich in der Lage, auch aus Hausmüll Sprit zu gewinnen. Choren arbeitet derzeit an der Herstellung von so genanntem Designerkraftstoff aus Holz auf dem Weg der Vergasung und anschließenden Verflüssigung. Eine Anlage, die mit Hausabfällen statt mit Holz gefüttert wird, wäre im technischen Aufbau zu 90 Prozent gleich. Diese würde die heizwertreichen Fraktionen – vor allem Kunststoff und Holz – aus dem Müll abtrennen, dann chemisch aufbrechen, und schließlich auf dem Umweg über ein Synthesegas verflüssigen.

Es klingt so schön – und dennoch: Der Einsatz von Abfällen zur Spriterzeugung ist für mögliche Interessenten zumindest hierzulande eher unattraktiv. Einer der Gründe ist die deutsche Steuergesetzgebung. Während der Biosprit von Choren, der in die Sparte der BTL-Treibstoffe (Biomass to Liquid) fällt, in Deutschland nach dem Biokraftstoffquotengesetz als „besonders förderungswürdiger Biokraftstoff“ noch bis 2015 von der Mineralölsteuer befreit ist, muss Sprit aus Müll voll versteuert werden. Damit ist das Verfahren derzeit unwirtschaftlich – so unrentabel, wie auch der Holz-Treibstoff ohne die Steuerbefreiung wäre.

Ein anderes Problem des Müll-Sprits sieht die Biotreibstoffindustrie in der Versorgungssicherheit. Denn beim Einsatz von Abfällen würden die Treibstoffhersteller mit der Entsorgungswirtschaft um Rohstoffe konkurrieren – und in diesem Wettstreit wären sie kaum erfolgreich. „Wenn ein Unternehmen aus Hausabfällen Sprit gewinnen will, geht das nur, wenn es für die Verwertung des Mülls Geld bekommt“ sagt ein Branchenkenner, „doch dann kommt garantiert ein Entsorger, und nimmt den Müll billiger entgegen.“

Techniker basteln gleichwohl an entsprechenden Anlagen – in der Hoffnung, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines Tages ändern werden. So hat die Universität Siegen zusammen mit den Deutschen Edelstahlwerken bereits eine Fünf-Megawatt-Anlage zur Erzeugung von Brenngas aus Müll gebaut, das als Erdgas-Ersatz genutzt wird. „Im nächsten Schritt soll eine 20-Megawatt-Anlage folgen, und im dritten Schritt ist dann eine Wasserstoff-Abtrennung mit Wasserstofftankstelle geplant“, sagt Ingenieur Daniel Hein von der Universität Siegen.

Ob solche Technik sich am Markt durchsetzen kann, ist unter dem Strich fraglich. Zumal jede Müllverbrennungsanlage, die derzeit in Deutschland gebaut wird, die Chancen für die Konvertierung von Müll zu Sprit weiter reduziert. Denn je höher die Überkapazitäten der Verbrennungsanlagen sind, umso geringer werden die Entsorgungsgebühren für den Hausmüll, und umso unattraktiver wird damit dessen stoffliche Verwertung.
Quelle: HB
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