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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5852
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Verfasst am: 16.Dez 2006 7:54 Titel: Waldbesitzer sind die Ölscheichs von morgen |
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Als "Ölscheichs von morgen" bezeichnet der Westerwälder Markus Mann die deutschen Waldbesitzer.
Sein Unternehmen produziert Holzpellets, die derzeit einen enormen Nachfrageschub erleben. "Holz ist nach wie vor der wichtigste Biomasse-Energieträger, den wir haben - und es ist ausreichend davon vorhanden", sagt Mann. Gab es 1999 nicht einmal 1.000 Holzpelletsheizungen in der Republik, sei die Zahl auf mittlerweile fast 70.000 gestiegen.
Erst vor wenigen Wochen wurde in Karlsruhe eine der größten Holzpellets-Heizungen Deutschlands in Betrieb genommen. Zwei Pellets-Kessel versorgen vier Wohnblöcke mit 136 Wohnungen über ein kleines Nahwärme-Netz. Andernorts gibt es vergleichbare Versuche mit Blockheizkraftwerken, die mit Rapsöl betrieben werden.
Pflanzenöl läuft dem Erdöl den Rang als "flüssiges Gold" ab. Der Einsatz von Pflanzenöl als Treibstoff in pflanzenöltauglichen Dieselmotoren etwa gewinnt aus Gründen des Boden- und Gewässerschutzes, vor allem aber wegen der Minderung der Kohlendioxidbelastung an Bedeutung.
Erneuerbare Energien finden vor dem Hintergrund des langfristig steigenden Erdölpreises fruchtbaren Boden bei den deutschen Verbrauchern.
Und die Bundesregierung unterstützt die Weiterentwicklung alternativer Energien bis 2009 mit rund zwei Mrd. Euro. "Biokraftstoffe sind bisher und auf absehbare Zeit die einzige erneuerbare Alternative zu fossilen Kraftstoffen. Sie können einen wichtigen Beitrag für Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Wertschöpfung im ländlichen Raum leisten", erläuterte Clemens Neumann, Leiter der Abteilung Grundsatzangelegenheiten und Nachwachsende Rohstoffe im Bundeslandwirtschaftsministerium, bei der Vorstellung einer Studie zum Thema in Berlin.
Die von staatlicher Seite angekurbelten Forschungsbemühungen schlagen sich auch auf dem Arbeitsmarkt nieder: So rechnet das Bundesumweltministerium bis zum Jahr 2020 mit rund 300.000 Beschäftigten in der Branche. Derzeit seien es rund 170.000.
"Seit die Europäische Kommission vorgeschrieben hat, dass die Mitgliedstaaten den Anteil von Biokraftstoffen am Kraftstoffverbrauch bis zum Jahr 2010 auf 5,75 Prozent steigern sollen, ist auch ein halbwegs kalkulierbarer Markt entstanden", berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
"Die Zwangsquote zur Beimischung dürfte eher steigen, und bis der Einfuhrzoll sinkt, können viele Jahre ins Land gehen. Die anderen Risiken wie die Gefahr von Überkapazitäten oder Preisschwankungen aufgrund veränderter Nachfrageverhältnisse sind dann eher wieder klassischer Natur."
Europäischer Spitzenreiter beim Einsatz von Bioenergie ist Schweden. Danach folgen Finnland, Österreich und Dänemark. Der Anteil der erneuerbaren Energiequellen beträgt in Schweden bereits heute 28 Prozent. Die Stromproduktion erfolgt beispielsweise grundsätzlich ohne den Einsatz von fossilen Energieträgern.
Selbst in den USA verzeichnet man ein Umdenken: Dort sollen bis zum Jahr 2025 Biokraftstoffe bis zu 75 Prozent der amerikanischen Rohölimporte aus dem Nahen Osten ersetzen. Bislang ist der Anteil der erneuerbaren Energien im Energiemix weltweit noch verschwindend gering. "Auf der Erde wachsen jedes Jahr rund 180 Mrd. Tonnen Biomasse heran. Von dieser gigantischen Menge werden derzeit lediglich fünf Prozent wirtschaftlich genutzt", so die FAZ.
Auch die Windenergie, deren Nutzen vielerorts nur unter Aspekten der landschaftlichen Ästhetik diskutiert wird, schwimmt auf einer Erfolgswelle. "Im Grunde genommen geht der Trend natürlich zu Offshore-Windparks, weil es den Menschen außerhalb seiner Blickweite nicht mehr tangiert", hat Tobias Janßen festgestellt.
Größere Anlagen auf dem Meer könnten aber letztlich auch effizienter arbeiten. Dabei erwartet er in Zukunft weitere technische Verbesserungen bei Offshore-Anlagen. Derzeit seien die Materialien sehr starr verbaut. In der Windrad-Narbe gebe es eine andere Krafteinwirkung als am Ende des Flügelblattes. Die hohen Abriebskräfte verursachten eine relativ schnelle Materialermüdung. Durch flexibleres Material erwartet er Verbesserungen.
Insbesondere beim Einsatz von Pflanzenölen in der Energieerzeugung sieht er enormes Potenzial. Auch aufgrund politischer Willensbekundungen zugunsten der Biokraftstoffe rechnet er mittelfristig mit einem Anteil von 15 bis 20 Prozent.
"Natürlich hängt das aber auch von den politischen Rahmenbedingungen ab: Was wird gefördert, was wird wie besteuert?" Fördermittel für erneuerbare Energien dürften indes nicht planlos mit der Gießkanne verteilt werden. "Es muss die Wirtschaftlichkeit einzelner Anlagen geprüft werden", fordert Janßen im Gespräch mit pressetext.
Auch müsse man dafür sorgen, dass das Zusammenspiel zwischen Förderung der Einzelinvestition und dem geopolitischen Gesamtbild stimme. |
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hadimarosa Specialist
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 211 Wohnort: Deutschland
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Verfasst am: 16.Dez 2006 10:42 Titel: |
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Hallo Gomopa- Forum
Dem hier veröffentlichtem Beitrag pflichte ich zu 100 % zu.
Da wir Anlagenteile und Fördertechnik sowie BHKW´s für derarige Anlagen überwiegend in gebraucht liefern, ist mir eine Kalkulation bekannt.
Hier haben Sie mit Ihren Zahlen ( Ertrag 10 % bis 20 % ) noch deutlich untertrieben.
Aber zur Info, es gibt noch einen " Hebel ", so dass diese Anlagen nochmals den Ertrag verdoppel.
Goggel hilft.
Holz Pellets Anlagen, Pelletsanlagen Ganzpflanzenpellets Presslinge.
hier kann sich jeder allgemein informieren.
Endlich passiert etwas für die Umwelt.
Dies hab ich bereits in einer anderen Veröffentlichung geschrieben.
Heizöl auf 1,00 Euro und Erträge für Investitionen auf dem Bereich nachwachsende Rohstoffe auf 30 % bis 50 % hoch,und " jeder Investiert gerne in die Natur- Umwelt.
Leider geht so etwas nur über Erträge.
wo Umweltschützer 20 JAhre versagen, reicht es aus, wenn die Zahlen stimmen, und die Industrie steigt sofort ein.
Grüße
Brand Otto
hadimarosa
Ps.
Hallo gomopa : hier werdet Ihr noch ein paar Neuwsletter füllen können.
Der Markt steht gerade am Anfang, wie die PV- vor 3 Jahren
( 12 bis 18 % Erträge ), jetzt leider nur noch 4 bis 8 % |
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Maxim Newbie
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 40
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Verfasst am: 18.Dez 2006 7:41 Titel: |
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Holzheizungen stinken und sind Dreckschleudern! Dies bemerkt man, wenn man mehrere dieser ach so sauberen Heizungen in der Nachbarschaft hat und kein Fenster mehr zu Lüftung öffnen kann.
Wann kommen die Vorschriften zur Filterung dieser Stinkheizungen? |
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unifeller Newbie
Anmeldungsdatum: 30.12.2005 Beiträge: 20 Wohnort: Montreal, Canada
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Verfasst am: 18.Dez 2006 12:48 Titel: Holzpellets ? |
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Der Traum vom Oelscheich von Morgen?
Hier in Canada werden diese Holzpellet-Heizungen mit Koernermais gefuettert.
Besser Energieausnuetzung (blaue Flamme, keine Rueckstaende)
waechst viel rascher nach
wesentlich billliger
kein unangenehmer Gestank
und 50 % weniger Umweltbelastung.
Das Ei des Kolumbus?
John J Feller, SCV
Montreal |
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Maxim Newbie
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 40
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Verfasst am: 18.Dez 2006 12:58 Titel: Re: Holzpellets ? |
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| unifeller hat folgendes geschrieben:: |
Der Traum vom Oelscheich von Morgen?
[size=18]
Hier in Canada werden diese Holzpellet-Heizungen mit Koernermais gefuettert.
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Also ich weiss nicht? Ich hätte da ein schlechtes Gewissen - Nahrungsmittel in der Heizung zu verbrennen. |
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unifeller Newbie
Anmeldungsdatum: 30.12.2005 Beiträge: 20 Wohnort: Montreal, Canada
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Verfasst am: 18.Dez 2006 13:14 Titel: Nahrungsmittel? |
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wenn man Treibstoff daraus macht ist das akzeptabler?
Lieber Maxim sie erinnern mich an meine Mutter:
"Iss auf, denk an die armen Negerlein, die nichts zu essen haben."
Als ob, wenn ich vom Essen zerplatzte, dies den Negerlein mit ihrem Hunger in irgendeiner Form geholfen haette.
Mahlzeit!
John J Feller
Montreal |
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binoxio Pathfinder
Anmeldungsdatum: 19.09.2005 Beiträge: 309 Wohnort: Minga
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Verfasst am: 18.Dez 2006 20:52 Titel: Strom aus Windkraft ? ja, aber zu welchem Preis. |
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zufällig entdeckt auf der Suche nach der Effizienz von Windkraftanlagen.
Hier übersteigen die Herstellungs- und Unterhaltskosten bei weitem den Nutzen.
dieser Bericht ist für jeden Interessant welcher sich mit der Amortisierung von Windkraftanlagen auseinander setzen will oder muß.
Und wir bezahlen das von unseren Steuern, das ist ganz einfach der Wahnsinn.
http://www.bwl-bote.de/20040725.htm |
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binoxio Pathfinder
Anmeldungsdatum: 19.09.2005 Beiträge: 309 Wohnort: Minga
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Anton aus Tirol Newbie
Anmeldungsdatum: 05.07.2006 Beiträge: 13
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Verfasst am: 29.Dez 2006 9:44 Titel: |
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Nun auch hier muss man Martkstrukturen erkennen.
Es sind ja nicht die Waldbesitzer - sondern vielmehr die Gr0ßtischlereien die mit den Pellets Geld verdienen. Das Holz wird ja nicht in Bayern oder Tirol geschlägert sondern häufig importiert. (Und die Bauern verdienen damit nicht wirklich viel)
Die viel interessantere Frage ist - wie werden sich die regionalen Energergiemärkte vor Ort strukturell entwickeln. Sterben die Mineralölhändler aus oder steigen sie auf Pelletshandel um. Kommen neue Akteure ins Spiel und wie wird die regionale Wärmeversorgung der Zukunft aussehen?
Sehr interessant - bin schon sehr gespannt! |
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beih14 Specialist
Anmeldungsdatum: 07.04.2004 Beiträge: 145 Wohnort: im deutschsprachigen Raum
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Verfasst am: 29.Dez 2006 22:15 Titel: |
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Hallo
Fürs Erste Holzheizungen stinken...........aber nur wenn ein Problem bei der Technik (alt und falsch) oder beim Heizer gibt.
Wenn die Brennraumkonzipierung stimmt gibt es weder Rauch noch Gestank.
Zu den den Bauern als neue Energiemillionäre.
Das wäre schön, wenn dies so wäre.
Dann bliebe das Geld im Lande zum Nutzen aller und ginge nicht in die Taschen von Ölmultis und Shareholdern.
Wenn die Region lebt haben alle etwas davon.
Die Handwerker, die Werkstätten und das Finanzamt. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5852
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Verfasst am: 30.Dez 2006 7:34 Titel: |
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Schon etwas älter, diese Beiträge, aber interessant allemal:
| Zitat: |
Alles Bio, oder was?
Erster Feldversuch mit Stirling-Motoren, die - an die Heizung angeschlossen - auch den Haushaltsstrom erzeugen sollen, startet in Österreich
Österreich steckt in einer Energie-Revolution: Während ein Biomasse-Dampfkraftwerk nach dem anderen in Betrieb geht, genießt die heimische Technologie bei Pellets- und Hackschnitzel-Heizungen Weltruf. Nun startet der erste Feldversuch mit Stirling-Motoren, die - an die Heizung angeschlossen - auch den Haushaltsstrom erzeugen sollen.
"Öl, Gas, Kohle und Atomenergie können zu 100 Prozent verdrängt werden", predigt seit Jahrzehnten der steirische Biomasse-Visionär August Raggam, mittlerweile pensionierter Leiter des Instituts für Papier-, Zellstoff- und Fasertechnik an der Technischen Universität Graz sowie Gründer des Heizungsunternehmens Kraft und Wärme aus Biomasse (KWB). Raggam errechnete, dass hunderttausend Waldarbeiter ausreichen würden, um über Waldpflegemaßnahmen den gesamten österreichischen Primärenergiebedarf aus Biomasse zu decken. "Anstatt rentable Arbeitsplätze zu schaffen, zahlen wir aber viele Milliarden Euro für Energie ins Ausland und lassen im Gegenzug die eigene Biomasse verrotten."
Forderung erfüllt
Ein Baum oder Strauch verbraucht, während er heranwächst, ebenso viel Kohlendioxid, wie er später bei der Verbrennung wieder abgibt. Biomasse aus Holz wäre also - im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen - CO2-neutral und erfüllte damit, quasi nebenher, auch eine der wichtigsten Forderungen der Kioto-Protokolle zum Klimaschutz.
Derzeit sieht es so aus, als kämen Raggams Thesen kräftig in Mode. Die Versorgungskrise mit russischem Erdgas sowie der Rekordflug des Ölpreises tragen das ihre dazu bei: Viele Länder, allen voran Schweden oder Brasilien, präsentieren Konzepte und konkrete Zeitpläne für eine autarke Energieversorgung. Und in Österreich hat ein wahrer Biomasse-Boom eingesetzt. Seit Anfang Mai ist ein Dampfkraftwerk in St. Andrä in Kärnten in Betrieb, zwei weitere gehen dieser Tage in Ernsthofen und Ennsdorf ans Netz, eine Anlage in Simmering sowie eine weitere in Gmünd folgen. Insgesamt sind nicht weniger als 130 Projekte mit einer Investitionssumme von 500 Millionen Euro in den diversen Realisierungsstadien.
Der Boom wurde nicht zuletzt durch das Ökostromgesetz ausgelöst, das allen Anbietern von "grünem Strom aus nachwachsenden Rohstoffen" für die Dauer von dreizehn Jahren einen geförderten Abnahmepreis von bis zu sechzehn Cent pro Kilowattstunde garantiert. Allerdings nur, wenn die Anlagen bis zum Jahresende 2007 in Betrieb gehen. "Wir verwerten 100.000 Tonnen Hackgut", sagt Herbert Mandl, technischer Leiter der Anlage in Gmünd, die mitten im "Access-Industriepark" der niederösterreichischen Wirtschaftsagentur Eco plus an der Grenze zu Tschechien gebaut wurde und die umliegenden Betriebe gleich mit Fernwärme beliefern soll. "Dazu versorgen wir noch 12.000 Haushalte mit Strom."
Virtueller Natur ist ein Kraftwerk, das dem Grazer Techniker Karl Stanzel vorschwebt. Virtuell deshalb, weil der Energieversorger das Kraftwerk dezentral in den Heizungskellern seiner Kunden betreibt, deren Strom er ankauft.
Dieses Projekt beruht auf einer Erfindung, die Stanzel gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Georg Ptak gemacht hat: einem Stirling-Dampfschraubenmotor, der speziell für die Anforderungen der Biomasse-Verbrennung konzipiert wurde. Beim Stirlingmotor wird Gas in einer geschlossenen Kammer erwärmt und treibt über die hitzebedingte Veränderung des Volumens Arbeitskolben an. Das Gas bleibt innerhalb des Motors und wird nicht ausgetauscht, der Motor verursacht also keinerlei Abgas-Emissionen.
Wärme abzapfen
Dieses "Stirling-Power-Modul" montiert Stanzel auf eine Pellets-Heizung, wo es einen Teil der Wärme abzapft und daraus Storm erzeugt. "Damit hat man mit der Heizung auch gleichzeitig sein Heimkraftwerk." Das mit rund 250.000 Euro von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG unterstützte Projekt geht nun ins dritte Jahr seiner Entwicklung.
Derzeit wird ein Feldversuch mit 35 Pilotanlagen vorbereitet, wo die Praxisreife der Technologie erprobt wird. "Wenn das funktioniert, erzeugen wir nächstes Jahr 600 Stück", sagt KWB-Geschäftsführer Erwin Stubenschrott, auf dessen Pellets-Heizungen der Stirling-Motor aufgesetzt wird. "Und ab 2009 gehen wir in die Serienproduktion." Das Stirling-Element soll rund 5000 Euro kosten und den halben Jahresbedarf eines Einfamilienhauses an Strom abdecken. Falls diese Pläne aufgehen, lässt die heimische Biomasse-Branche damit die internationale Konkurrenz wieder einen Schritt hinter sich. Schon heute tragen etwa 70 Prozent der Biomasse-Heizungen in Deutschland das Emblem "Made in Austria". Firmen wie Fröhling, Windhager, sht Heiztechnik oder KWB setzen international die technologischen Akzente.
Steigende Nachfrage
Auch im Inland steigt die Nachfrage enorm: In den letzten drei Jahren hat sich die Zahl der neuen Pellets-, Hackgut- und Rindenfeuerungen von 6900 auf knapp 13.000 Neuanlagen fast verdoppelt. "Wir müssen Acht geben, dass es uns vor lauter Wachstum nicht zerreißt", sagt Stubenschrott.
Mit einer Investition von sieben Millionen Euro eröffnen die Steirer Ende Juli nun das weltweit modernste Forschungszentrum für erneuerbare Energien in St. Margarethen/Raab. Ein Veranstaltungssaal für insgesamt 300 Gäste soll dann den Geist von August Raggams Bioenergie-Visionen rund um die Welt tragen.
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.05.2006) |
| Zitat: |
Abschied nehmen vom Erdöl
Biomasse-Firmenchef Erwin Stubenschrott im STANDARD-Gespräch über das Potenzial der alternativen Energie
STANDARD: Wäre es in Österreich mithilfe der Biomasse möglich, von Öl- und Gasimporten unabhängig zu werden?
Stubenschrott: Sie hat sicher ein großes Potenzial. Wir haben 47 Prozent Waldfläche. Leider wird das aber viel zu wenig genutzt, weil die Maschinen in erster Linie darauf ausgerichtet wurden, die Holzstämme zu bergen, dabei aber den Wald regelrecht verwüsten. Ein Drittel des verwertbaren Materials bleibt einfach liegen.
STANDARD: Ihre Branche verzeichnet jährliche Zuwächse von fast 100 Prozent. Zusätzlich geht ein Biomasse-Kraftwerk nach dem anderen ans Netz. Wo kommen die ganzen Pellets und Hackschnitzel her, um diese Anlagen zu heizen?
Stubenschrott: Das muss zum Großteil importiert werden. Aus Kanada kommt einiges, weil dort eine Schädlingskatastrophe wütet, bei der jährlich Waldgebiete von der Fläche der Schweiz absterben. Russland investiert sehr viel, aber auch die östlichen Nachbarländer. Bei uns hingegen verschläft man den Trend. Dabei besteht jetzt wirklich ein enormer Bedarf, der Waldwirtschaft erstmals nach 20 Jahren Stagnation wieder interessant macht.
STANDARD: Wird der Anbau neuartiger Nutzpflanzen wie Elefantengras in Zukunft das Holz ersetzen?
Stubenschrott: Schwerlich. Diese Pflanzen haben einen bis zu zehnmal höheren Aschegehalt als Hackgut und müssen erst aufbereitet werden. Trotzdem wären sie für die Nahversorgung interessant. Ebenso wie der Rapskuchen als Abfallprodukt der Biodiesel-Erzeugung. Man könnte ihn mit Sägespänen mischen. Wichtig wäre es allerdings, dass von der Forschung weitere Impulse kommen und Pflanzen mit höherem Kohlenstoffgehalt gezüchtet werden.
STANDARD: Also Pflanzen, die - im Gegensatz zum Raps - weniger Dünger brauchen?
Stubenschrott: Klar. Denn der Dünger wird zu einem guten Teil aus Erdöl erzeugt, und gerade davon wollen wir ja loskommen.
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.5. 2006) |
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Kerstin1956 Newbie
Anmeldungsdatum: 20.04.2006 Beiträge: 48 Wohnort: Cloppenburg
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Verfasst am: 25.Feb 2007 18:49 Titel: Re: Strom aus Windkraft ? ja, aber zu welchem Preis. |
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| binoxio hat folgendes geschrieben:: |
zufällig entdeckt auf der Suche nach der Effizienz von Windkraftanlagen.
dieser Bericht ist für jeden Interessant welcher sich mit der Amortisierung von Windkraftanlagen auseinander setzen will oder muß.
http://www.bwl-bote.de/20040725.htm |
Zitat aus dem verlinkten Artikel:
| Zitat: |
Der Betreiber des Windrades erhält staatliche Subventionen in Form von Zwangsabnahmepreisen, die weit über dem Marktpreis für elektrischen Strom liegen. |
Der Einspeisepreis liegt derzeit bei ca 7 Cent, der Strom-Abnahmepreis bei 20 Cent.
Ich möchte mal wissen, warum der Schreiber des o. g. Artikels das nicht näher spezifiziert und nicht die Fakten auf den Tisch legt.
Naja, ist ja naheliegend: er gehört wohl der anderen Lobby an. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5852
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Verfasst am: 7.Mai 2007 12:17 Titel: |
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Die Bedeutung erneuerbarer Energien nimmt stetig zu. Aus diesem Grund stellen sich Experten am Freitag, dem 11. Mai 2007, von 16 bis 17 Uhr in einem Internet-Chat allen Fragen rund um Holzpellets.
Wann:
- 11. Mai 2007, 16 bis 17 Uhr
Wo:
www.initiative-pro-pellets.com
Experten:
- Prof. Siegfried Rapp, Bioenergie-Experte und Berater beim Informationszentrum Energie des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg
- Dr. Ulrich Erler, Diplom-Chemiker und Geschäftsführer der EUROFINS-AUA GmbH, Freiberg
- Peter Leibold, Geschäftsführer der GERMAN PELLETS GmbH |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5852
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Verfasst am: 23.Mai 2007 7:50 Titel: |
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| Zitat: |
Auf den ersten Blick sieht es sexy aus: Holz aus unseren Wäldern wird in Treibstoff für unsere Autos umgewandelt, quasi nach dem Motto "Pack die Tanne in den Tank!". Schaut man etwas genauer hin, sieht man schnell: Das kann keine Lösung sein, weil bei der Treibstoffherstellung sehr viel Energie(holz) verloren geht. Selbst der theoretisch beste Wirkungsgrad ist mager.
Holz ist ein wertvoller Rohstoff und Energieträger. Da er nur begrenzt vorhanden ist, müssen wir ihn sorgsam nutzen, das heisst aus jedem Kubikmeter möglichst viel herausholen. Aus den geraden Stämmen stellen wir Balken, Bretter und tausend andere Dinge her und ersetzen damit umweltbelastendere Stoffe wie Stahl, Beton oder Backsteine. Aus krummen Stämmen, grobem Astmaterial und aus dem in Sägereien anfallenden Restholz lassen sich sehr effizient Stückholz, Schnitzel oder Pellets herstellen. Aus diesen Sortimenten wiederum können wir in Holzheizungen mit höchstem Wirkungsgrad und geringsten Emissionen wohlige Wärme für unsere Häuser gewinnen. Damit können wir eins zu eins Heizöl (=Diesel!) und Gas ersetzen. Oder etwas technischer gesagt: Jede Kilowattstunde (kWh) Energie aus Holz ersetzt etwa die gleiche fossile Energiemenge. Unter besonderen Bedingungen kann in sogenannten Wärmekraftkoppelungsanlagen (WKK) neben der Wärme sogar noch Strom produziert werden. Daraus resultiert der höchstmögliche Nutzen für die Energiebilanz und für den Kampf gegen die globale Klimaerwärmung.
In krassem Missverhältnis dazu steht der Wirkungsgrad der Treibstoffherstellung. Erstens benötigt man dazu grosstechnologische Anlagen, zu denen das Holz mit hohem Aufwand herantransportiert werden muss. Zweitens erzielen diese technisch komplexen Anlagen einen Wirkungsgrad von maximal lediglich 55 Prozent. Wenn eine solche Grossanlage pro Jahr beispielsweise 300'000 Kubikmeter Holz "frisst", verpuffen davon 135'000 Kubikmeter ungenutzt in die Umwelt. Oder anders gesagt ersetzt eine Kilowattstunde derart eingesetzter Holzenergie nur gut eine halbe Kilowattstunde fossilen Treibstoffs.
Das ist eine unverzeihliche Verschwendung eines begrenzten Rohstoffes. Es ist folglich ein Holzweg, Treibstoff aus Holz herstellen zu wollen. Unsere einheimische, CO2-neutrale Energie aus dem Wald ist konsequent in dezentralen Anlagen zur Produktion von Wärme und gegebenenfalls von Strom einzusetzen. Auf diese Weise kann sie fast doppelt soviel zur Vermeidung der CO2-Emissionen und der global bedrohlichen Klimaerwärmung beitragen als wenn sie über die Zapfsäulen verklickert wird. Die Politik tut gut daran, den Rahmen so zu definieren, dass wir in dieser Frage nicht auf den Holzweg kommen.
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Quelle: ots Originaltext: Holzenergie Schweiz |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5852
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Verfasst am: 25.Sep 2007 12:35 Titel: |
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Holzheizungen sorgen für dicke Luft in Kurorten
Holzheizungen sind billig, klimafreundlich, verkaufen sich rasant - und mutieren zunehmend zur Gesundheitsgefahr. Inzwischen stoßen sie mehr Feinstaub aus als der gesamte deutsche Autoverkehr. Jetzt könnten Kurorte ihren lukrativen Status verlieren, weil die Luft zu dick wird.
Das Ganze klang anfangs nach reiner Formsache. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schlug dem Deutschen Heilbäderverband (DHV) eine Ausweitung der Routinemessungen in Luftkurorten vor. Das Land diskutierte gerade erregt über krebserzeugenden Dieselruß und Partikelfilter-Pflicht für Pkw. Da schien es DWD wie DHV an der Zeit, in Kurgemeinden und Seeheilbädern die Belastung mit gesundheitsschädlichem Feinstaub zu ermitteln - winzig kleinen Schwebteilchen, zu denen auch der Ruß gehört.
"Die Kurorte in Deutschland müssen nicht mit belastenden Werten rechnen", beruhigte DWD-Präsident Wolfgang Kusch noch bei der offiziellen Vorstellung des Projektes namens Inmeko (Integrierende Messungen in Kurorten). Inzwischen liegen die Dinge anders. Die Analysen sind abgeschlossen, die Daten ausgewertet - und Feinstaub hat sich sehr wohl als Gefahr für das wertvolle Heilklima erwiesen.
"Was uns Probleme macht, und das können wir in den Messungen ganz deutlich sehen, sind Holzheizungen", sagt Uwe Kaminski, Chef des Lufthygiene-Referats beim DWD in der Außenstelle Freiburg. "Das ist nicht nur der gemütliche Kamin, sondern das sind in zunehmendem Maße auch Holzpellet-Heizungen", erläutert der Meteorologe, der auch das Inmeko-Projekt leitet. "Wir sehen ganz deutlich, dass die Emissionen dieser Kleinfeuerungsanlagen im Winter zunehmen."
Kamine und Kessel, die mit Holzscheiten oder Sägemehl-Presslingen (Pellets) gefüttert werden, gelten eigentlich als umweltfreundlich, insbesondere als klimaschonend. Der Grund: Ihr Brennstoff ist CO2-neutral. Das Kohlendioxid, das bei der Verfeuerung des Holzes frei wird, führt letztlich nicht zu einer höheren Konzentration des Treibhausgases in der Außenluft. Denn die Bäume, die das Holz liefern, hatten das CO2 während ihres Wachstums der Atmosphäre entzogen. Ihre Verfeuerung ist also ein Nullsummen-Spiel.
Pellet-Heizungen werden deshalb finanziell gefördert, zum Beispiel im Rahmen des Marktanreizprogramms zur Einführung erneuerbarer Energien. Gerade erst hat die Bundesregierung den Investitionszuschuss beim Kauf solcher Anlagen von 1000 auf mindestens 1500 Euro erhöht. Der Deutsche Energie-Pellet-Verband rechnet daher mit einem weiteren Nachfrageschub.
Doch was dem globalen Klima nützt, kann dem lokalen Heilklima schaden. Für Kurorte und Seebäder ist Luft ein "ortsgebundenes Heilmittel" und muss entsprechend sauber sein. Es gibt maximale Jahresmittel- und Kurzzeitwerte, die nicht oder nur selten überschritten werden dürfen. Kritisch wird es dabei bei den episodischen Spitzenbelastungen. Der vorgesehene Schwellenwert beträgt hier 30 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft. Wer mehr als drei Wochen pro Jahr darüber liegt, riskiert, sein Heilklima-Prädikat zu verlieren.
"Hier würden zwei, drei Kurorte im Augenblick Probleme bekommen", resümiert Kaminski. Um welche Gemeinden es sich konkret handelt, will der DWD-Experte nicht verraten, merkt aber an, dass sich "die augenblickliche Rückkehr zu den Holzheizungen kontraproduktiv auswirkt". Und diese boomten "besonders in den Kurorten im Süden Deutschlands".
Man muss also davon ausgehen, dass es noch weitaus mehr Kommunen gibt, denen der Feinstaub - wenn man ihn denn erfasste - die Anerkennung als Heilklimastätte vermasseln könnte. Nach Daten des Dessauer Umweltbundesamtes (UBA) hat sich der Feinstaub-Ausstoß von kleinen Holzfeuerungsanlagen und -kesseln in Deutschland zwischen 1995 und 2003 glatt verdoppelt, von rund 12.000 auf 24.000 Tonnen pro Jahr. Seit 2005 geht man in Dessau davon aus, dass Holzfeuerungen in Haushalten und im Kleingewerbe mehr Feinstaub in die Luft blasen als der gesamte Autoverkehr auf deutschen Straßen. Tendenz: weiter steigend.
Kamine und Kachelöfen kommen laut UBA auf Emissionen bis zu knapp 160 Kilogramm Feinstaub pro Terajoule (TJ) eingesetzter Energiemenge, was etwa 280 Megawattstunden entspricht. Eine gängige Holzpellet-Heizung produziert dagegen nur um die 20 Kilo pro Terajoule. Es gibt sogar Anlagen mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel". Ein solcher "guter Pelletofen weist im Durchschnitt einen Feinstaub-Emissionsfaktor von etwa 10 kg/TJ auf", so UBA-Fachreferentin Anja Nowack.
Doch das kann nicht darüber hinwegtäuschen, "dass auch diese Anlagen deutlich höhere Feinstaub-Emissionen haben als moderne Gas- und Ölheizungen vergleichbarer Größe", wie man bei der Fachbehörde des Bundesumweltministeriums anmerkt. Ölkessel blasen demnach nicht einmal zwei Kilo Feinstaub pro Terajoule in die Luft. Gasheizungen, so das UBA, haben fast gar keine Staubemissionen.
Das Inmeko-Messteam legt seinen Abschlußbericht zwar erst Ende des Jahres vor. Durchblicken lässt Projektleiter Kaminski aber schon jetzt, dass darin "zum Beispiel Empfehlungen gegeben werden, von Öl- auf Gasheizungen umzustellen" - und eben nicht auf Holzkessel, wie heute oft üblich. Allerdings ist die Frage, wie Kurorte eine solche Entwicklung steuern sollen. Eine Bäder-Vertreterin beklagt die Preispolitik der Baumärkte, "die heute Holzöfen für 99 Euro anbieten". Das animiere Verbraucher dazu, sich Geräte mit vergleichsweise hohen Staubemissionen anzuschaffen.
Setzt sich der Holz-Heiz-Boom in Deutschland unverändert fort, würden Kachelöfen und Kessel im Jahr 2025 nach Hochrechnungen des UBA rund 30 Millionen Tonnen Feinstaub abgeben - noch einmal ein Viertel mehr als heute. Unter dem Eindruck solcher Szenarien wird die Bundesemmissionsschutz-Verordnung jetzt novelliert. Nach dem vorliegenden Entwurf sollen auch Holz-Kleinfeuerungsanlagen bald bestimmte Schadstoff-Limits einhalten.
Für Kamine und Kachelöfen, die neu auf den Mark kommen, würde eine Typenprüfung obligatorisch; neue Heizkessel sollen in ihrem Schadstoffausstoß dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Altanlagen müssten im Zweifelsfall nachgerüstet werden, wobei generöse Übergangsfristen gelten, die 2014 beginnen und erst 2024 enden. Was auch damit zu tun hat, dass geeignete Staubabscheider für Holzöfen und -kessel noch im Entwicklungsstadium stecken.
--> Der Deutsche Wetterdienst hat im Kurort-Projekt mit neuer Methodik erstmals Feinstaub mit Partikeldurchmessern kleiner als 2,5 Mikrometer gemessen (PM2,5). Üblich ist bisher die Erfassung gröberer Teilchen (PM10). Ruß und andere Feinstaubpartikel aus der PM2,5-Fraktion dringen tief in die Lunge ein, gehen ins Blut über und führen auf diese Weise zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Sie können Husten und Asthmaanfälle auslösen, belasten das Herz-Kreislauf-System und sollen sogar zu einem früheren Tod führen: Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation verkürzt die allgegenwärtige Feinstaub-Belastung die durchschnittliche Lebenszeit eines Europäers um fast neun Monate.
Die WHO fordert daher, die Feinstaubbelastung auf höchstens 10 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft abzusenken. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr überschritten gleich 75 deutsche Städte den allgemeinen EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter an mehr als 35 Tagen. <--
Quelle: Spiegel |
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binoxio Pathfinder
Anmeldungsdatum: 19.09.2005 Beiträge: 309 Wohnort: Minga
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Verfasst am: 25.Sep 2007 14:27 Titel: |
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Hallo,
die Geschichte mit dem Verfeuern von Mais beschäftigt mich sehr.
Wenn also die Pellets stinken und die Luft mit Schmutzteilchen bereichern,
das Öl und Gas bald unbezahlbar werden und dann schlußendlich ganz zu Ende sind, bleiben doch nur rasch nachwachsende Energieträger.
Unter anderem auch Mais und Weizen, hört sich zwar auf den ersten Gedanken schlimm an, ist aber nur eine Frage der Menge. Denn wenn die lieben Menschen und Tiere satt sind kann man doch getrost den Rest zur Heizung verwenden.
Sollte sich darüber hinaus noch herausstellen dass die Abgase aus der Mais- und Getreideverbrennung nicht so viel Feinstaubteilchen enthalten als Holz,
dann sehe ich gar nicht mehr so schwarz für unsere Energie.
Zudem sollte man die Erdwärme mittels Geothermie noch mehr anzapfen als dies jetzt schon gemacht wird.
Der Wirkungsgrad läßt sich noch um ein Vielfaches erhöhen wenn wir weniger tierische Produkte essen. Denn um 1 Pfund Rindfleisch zu erzeugen benötigt man doch sicher ein Vielfaches an Futter, also erzeugt man auch weniger Treibhausgase, wenn weniger Tiere an der Gasproduktion beteiligt sind.
Also mindestens ein dreifach Nutzen.
Der Mensch hat mehr zu essen,
weniger Tiere erzeugen weniger Abgase,
das übrige Futter kann zur Energiegewinnung verwendet werden.
Darüber sollte nachgedacht und die Lehren daraus gezogen werden.
40 Jahre reicht das Öl, 60 Jahre das Uran, 200 Jahre die Kohle , was dann ?
aber 4 Milliarden Jahre soll angeblich die Sonne noch scheinen.
Die Ausbeutung hört ganz allein dann auf, wenn es nichts mehr auszubeuten gibt. Dieses Ende ist absehbar und unsere Enkel werden es bereits zu spüren bekommen, zum großen Teil wir älteren schon jetzt.
Als ich meinen ersten VW Käfer volltanken mußte hat der Liter Benzin 49 Pfennige gekostet, das sind rund 25 Cent nach heutigem Geld.
Der Liter Heizöl war bei 8 Pfennige, noch Fragen ? |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5852
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Verfasst am: 26.Apr 2008 16:58 Titel: |
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Holz ist ein weitgehend CO2-neutraler, erneuerbarer und einheimischer Energieträger, den es zu nutzen gilt. Auf der anderen Seite verursachen Holzfeuerungen, die nicht korrekt betrieben werden oder technische Mängel aufweisen, hohe Emissionen, insbesondere mit Feinstaub, Kohlenmonoxid und unverbrannten organischen Verbindungen. Bei der illegalen Verbrennung von Altholz und Abfällen werden zudem Schwermetalle und hochgiftige Dioxine freigesetzt.
Qualmende Kamine führen auch immer wieder zu Reklamationen aufgrund von Rauch- und Geruchsbelästigungen.
Oft sind es kleine handbeschickte Holzfeuerungen, die aufgrund unsachgemässer Handhabung übermässige Emissionen verursachen. Messungen haben gezeigt, dass eine zwar mit naturbelassenem Holz, aber falsch betriebene Holzfeuerung im Vergleich zu einer guten Verbrennung bis zu hundert mal mehr Schadstoffe freisetzt.
Die Feinstaubbelastung in Liechtenstein liegt nach wie vor über den Grenzwerten.
Insbesondere während austauscharmen Wetterlagen werden die Tagesmittelgrenzwerte zum Teil massiv überschritten. Neben dem Verkehr trägt, insbesondere im Winter, die unsachgemässe Holzverbrennung zur Feinstaubbelastung bei, vor allem in den bewohnten Gebieten.
Die Regierung hat im Januar 2008 beschlossen, kleine Holzfeuerungen mit einer Feuerungswärmeleistung von bis zu 70 Kilowatt zu erfassen. Damit wird die Massnahme Nr. 1 des "Massnahmenplans Luft" vom 18. September 2007 umgesetzt. Das Amt für Umweltschutz wurde beauftragt, zusammen mit den Kaminfegern, die kleinen Holzfeuerungen zu erfassen und eine erste Sichtkontrolle durchzuführen.
Das gemeinsam mit den involvierten Stellen ausgearbeitete Konzept beinhaltet im Wesentlichen, neben der Erfassung der Anlagedaten, eine Beurteilung des Anlagenzustandes, des Brennstoffs und der Asche. Gleichzeitig werden die Anlagenbetreiber durch die Kaminfeger mittels eines Merkblattes und einer gezielten Beratung bezüglich einer schadstoffarmen Verbrennung informiert.
Durch dieses Vorgehen, das sich an den Konzepten der Kantone orientiert, kann Fehlverhalten erkannt und korrigiert werden. Dadurch lassen sich grosse Mengen Feinstaub pro Jahr vermeiden und zudem kann Rauch- und Geruchsklagen vorgebeugt werden. Die bereits gesammelten Erfahrungen aus verschiedenen Kantonen bestätigen die Einfachheit und Wirksamkeit dieses Vorgehens.
Mitte April konnte eine erste Testphase in den Gemeinden Balzers, Vaduz und Schaan abgeschlossen werden. Die Rückmeldungen der Kaminfeger wurden in das Konzept eingearbeitet, so dass ab Anfang Mai mit der Erfassung in den anderen Gemeinden begonnen werden kann. Die Erfassung der Holzfeuerungen erfolgt im Rahmen der üblichen Tätigkeit der Kaminfeger.
Den Betreibern von Holzfeuerungsanlagen entstehen durch diese erste Erfassungsphase, welche voraussichtlich drei Jahre dauert, keine Kosten. Die zukünftige Ausgestaltung der Kontrollen, unter Berücksichtigung des Verursacherprinzips, erfolgt nach Abschluss dieser Ersterfassung.
PM Vaduz (ots) |
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