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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 20.Nov 2007 10:11 Titel: Wie rettet man die Welt? |
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aus dem blog "Gegenstimme"
Wie rettet man die Welt?
Fachsimpeleien zum Thema Global Warming mit unseren umweltbewussten Mitmenschen haben einen sehr interessanten Charakter. Als Klimachaos-Skeptiker wird einem früher oder später mit folgendem Supertrumpf jeglicher Wind aus den Segeln genommen:
“Du kannst mir soviel Fakten auftischen wie du willst, doch lässt es sich nicht abstreiten, dass wir alle etwas verantwortungsvoller mit unserem Planeten umgehen sollten.”
Was bleibt einem da anderes übrig als verschämt den Blick zu senken und zu kapitulieren?
Unser blauer Planet, er ist so schön. So soll er auch bitte bleiben.
Doch mittlerweile ist es schon so weit gekommen, dass man beim Sortieren der Socken nach Farben bereits zum Aussterben des Breitmaulnashorns beiträgt und es dadurch wiederum dem schwitzenden Eskimo von der Decke des Iglus auf den Kopf tropft. Ist halt alles miteinander verbunden.
Aber wie sieht ein umweltbewusster Umgang mit der Erde aus? Und wo liegen die Grenzen? Angenommen, wir würden alle brav unseren Müll trennen und mit Jutetasche unsere Einkäufe erledigen. Wäre das ausreichend? Wahrscheinlich nicht, denn die Erde kann nicht überleben, solange wir auf ihr mit dem Auto fahren. Also gut, schaffen wir auch das Auto ab und fahren mit dem Skateboard zur Arbeit. Da wirkt der Himmel gleich viel blauer. Import-Export könnte man mit Kutschen durchführen oder Karavanen organisieren. In anderen Ländern klappt das schließlich auch. Urlauber, die ihre Ferien gerne auf Inseln oder fernen Kontinenten verbringen, hätten das Nachsehen, weil selbstverständlich nur solche Flugzeuge fliegen dürften, welche sich mit Wasserdampfmotoren in der Luft halten können. Das sind herzlich wenige.
Ja, dann hätten wir die Welt gerettet, oder? Noch nicht. Zunächst müssten wir alle Kühe vernichten, weil diese leckeren Tiere ganz besonders schlimm zur Erderwärmung beisteuern. Ich glaube, zu dieser Erkenntnis ist man durch Zufall gelangt, und zwar als Reinhold Messner in den eisigen Alpen plötzlich und unerwartet von einer Kuh angefurzt wurde. Augenblicklich waren seine Frostbeulen verschwunden und er konnte den Abstieg gar in Badehose fortsetzen. Ergo muss das Rind verschwinden, und wenn man schon mal dabei ist, sollte auch gleich untersucht werden, welche anderen Tierarten ebenfalls Blähungen haben. Ach so, ehe ich es vergesse: Kuhmilch braucht kein Schwein (furzen Schweine?). Rattenmilch tut’s auch, wie diese heldenhafte Schnalle vorschlägt.
Richtig grüne Glücksgefühle kämen auf, wenn man auf Strom gänzlich verzichten würde. Es klingt hardcore, wobei man aber immer im Hinterkopf behalten sollte, dass die Sache einem guten Zweck dient. Less power - more Earth, würde hier der gebildete Ausländer sagen. Manche Wissenschaftler behaupten, die Erde würde in vielen Miliarden Jahren von der Sonne verschluckt werden. Andere bestreiten dies. (Ich persönlich war überrascht zu hören, dass wir eine Sonne in unserem Sonnensystem haben.) Dennoch wurde ausgerechnet, dass man dieses recht erschreckende Szenario durch den Verzicht auf Elektrizität um ca. 65 Jahre hinauszögern könnte. Es lohnt sich also. Aber bitte, liebe Leser, den Strom erst abstellen, wenn Sie am Ende dieses Beitrags angelangt sind.
Was könnten wir sonst noch tun, um die Erde zu retten? Müssten wir überhaupt noch mehr tun? Ja, sicher. Schauen wir uns doch mal unsere Wohnflächen etwas genauer an. Es ist die reinste Verschwendung! Was wir an Baumaterial in unsere Häuser stecken, tut Mutter Erde weh. Das können wir besser. Man müsste den Abriss aller Bauten fordern. Wir geben der Erde zurück, was wir ihr gestohlen haben. Vielleicht wären die Indianer dann auch nicht mehr so knatschig auf uns. Unterschlupf würden wir in Höhlen finden. Bereits vorhandene Höhlen, wohlgemerkt. Nicht anfangen zu buddeln!
Tja, und irgendwann hocken wir in unseren Höhlen, schaffen Feuerholz (eigentlich auch nicht richtig!) in Jutetaschen heran, betrachten skeptisch die Umwelt und fragen: “Ist das ausreichend?” Ich denke jedoch, das wäre ein Kompromiss, auf den sich die Ökospinner einlassen würden. Sie auch, liebe Leser? |
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WC.Hofmann Pathfinder
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 355 Wohnort: in der Mitte Europas
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Verfasst am: 10.Dez 2007 0:17 Titel: Re: Wie rettet man die Welt? |
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| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
aus dem blog "Gegenstimme"
Wie rettet man die Welt?
... Ergo muss das Rind verschwinden, und wenn man schon mal dabei ist, sollte auch gleich untersucht werden, welche anderen Tierarten ebenfalls Blähungen haben. ...
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Tja, und irgendwann hocken wir in unseren Höhlen, schaffen Feuerholz (eigentlich auch nicht richtig!) in Jutetaschen heran, betrachten skeptisch die Umwelt und fragen: “Ist das ausreichend?” Ich denke jedoch, das wäre ein Kompromiss, auf den sich die Ökospinner einlassen würden. Sie auch, liebe Leser? |
Nein, die Rinder haben auch eine Daseinsberechtigung unter der himmlischen Sonne. - Aber man sollte doch mal endlich Kühe mit nur einem Magen züchten, dann wäre der Rülpserei und Furzerei im Kuhstall und auf der Weide schnell ein Ende gesetzt. Ausserdem wäre dann die Druckbelastung pro Klaue auf die zukünftig versteppten mitteleuropäischen Savannen geringer, da die Viecher der neuen Generation ja wohl kleiner sind. Es würde dann bei gestrecktem Galopp der Herden auch nicht mehr so in den Ohren dröhnen, wie bei unseren überseeischen Vorfahren. - Nicht auszudenken, welche Biofaktoren dadurch und in der Folgezeit unser irdisch-himmlisches Dasein beglücken würden.
Kompromiss? - Wieso? - Ich dachte, dass wäre nur etwas für unsere Enkel!
@hdschulz, ich muss immer wieder darüber schmunzeln, was Sie so alles an aufklärenden Beiträgen finden. Ich lese sie alle! Und heute habe ich mir mal mehr Zeit fürs Forum genommen.
Ich bin übrigend bespannt, was auf Bali wieder verzapft wird.
Machne Ökoprediger glauben eben immer noch, dass alle nicht Grün-Gestreiften die reinsten Umweltvandalen seien.
Ich lebe umweltbewusst, kaufe umweltfreundlich ein, entsorge und verwerte nach bestem Wissen und Gewissen, fahr in der Regel in D mit Richtgeschwindigkeit (<130km/h) - aber auch selten mal etwas schneller, habe im Büro nur 19°C (ziehe im Winter dafür einen Pullover an), rauche nicht, mache keine Feuerchen im Garten und lasse Igel und Maulwurf leben (auch wenn Letzterer gerade meinen Garten durchflügt). - Herr Schulz, bekomme ich nun einen Öko-Punkt?
Mit einem freundlichen Adventsgruss an Sie und die übrigen Getreuen des Umwelt-Threads, ... und auch an die, die anderer Meinung sind!
WC.Hofmann
P.S.: Bitte weiter so nette Beiträge posten, verbunden mit Ihrer klaren Ansage zum jeweiligen Thema! |
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