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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 7.März 2007 11:58 Titel: Willkommen im Mittelalter |
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aus "Brand eins"
Kommentar: Zweifel im Klimakterium
Das eigentliche Problem mit dem Weltklima ist der Verlust des Denkvermögens.
Text: Wolf Lotter
In der Realität ist im Zweifelsfall wahr, was eindeutig bewiesen ist, in Deutschland hingegen das, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk verlautbart. "Die Klimakatastrophe ist eine Tatsache" - verkündete das Heute-Journal Anfang Februar 2007. Darauf folgten ritualhaft alle anderen Medien. Tatsachen? Wer würde daran zweifeln! Schließlich konnten sich alle Mahner auf den eben erschienenen Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC, der UN-Klimaorganisation berufen. Die hatten eben ihren vierten Klimabericht vorgelegt.
Die Frage ist: Hat den jemand gelesen? Das sollte man, bevor man sich fürs Sterben richtet.
Was uns als Tatsachen, als harte Fakten verkauft wird, ist eine Ahnung, ein vielfacher Konjunktiv, ein Könnte, Möglicherweise, ein Wahrscheinlich und Vermutlich. Das verbindet sich mit dem, was der einfache Mann von der Straße immer schon geahnt hat. Ein kalter Sommer, ein warmer Winter - oder eben umgekehrt, ganz gleich, was dem Schrebergärtner seltsam vorkommt, ist eine Tatsache. In diesem Fall: die des Untergangs der Menschheit.
Politiker, Journalisten und die vielen Zehntausende, die längst hauptberuflich vom Ausschlachten der Mutter aller Katastrophen leben, nutzen den Klimabericht des IPCC schnurstracks dazu, zum Ablasshandel aufzufordern. CO2-Handel, höhere Abgaben und Steuern, die Umschichtung von Steuermitteln aus Bildung, Forschung, Gesundheit und Entwicklung hin zur Klimakatastrophen-Bewältigungsarbeit. Wären darunter nun Maßnahmen, die mit der Veränderung praktisch umgehen, dann gäbe es hier nichts zu meckern. Doch das allermeiste Geld fließt in Kongresse, Events, Broschüren, Medientrainings und massenmedial kostspielige Drohungen. Tut Buße.
Es gibt Menschen, die dem ideologisch-politischen Ablasshandel keine entscheidende Rolle beimessen. Diese Forscher erkennt man ganz einfach daran: Sie zetern nicht, sie drohen nicht, sie fordern auch nicht vordergründig mehr Verbote oder Geld, sondern sie stellen eine simple Frage: Wie passen wir uns richtig an? Denn es geht nicht um Gut und Böse, Moral und Un-Moral. Es geht um Richtig oder Falsch.
Welche Maßnahmen sind in küstennahen Regionen zu ergreifen? Welche Technologien und Verfahren brauchen wir, um die Landwirtschaft den sich verändernden Verhältnissen anzupassen? Welche Nachteile, aber auch welche Vorteile ergeben sich im globalen Maßstab durch die Erwärmung? Wie können die Nachteile durch die Vorteile ausgeglichen werden? Die Antworten darauf brauchen vor allem eines: Sachverstand, Ruhe und Pragmatismus, vor allen Dingen aber auch eine Haltung, die nicht sagt: Wir werden alle zugrunde gehen. Sondern: Wir werden das bewältigen. Wir kriegen das hin.
Heinrich Miller, Professor am Alfred-Wegener-Institut und Mitwirkender am IPCC-Prozess, weiß, dass Klimaveränderungen zum Lauf der Welt gehören, auch für Menschen: "Die Völkerwanderung oder die Besiedlung Grönlands sind dafür Beispiele. Die Menschen haben sich immer angepasst." Hier ist einer, wie übrigens weltweit viele Forscher, die man nur leider selten zitiert, optimistisch und konstruktiv. Im Kreis der dogmatischen Weltuntergangs-Apostel nennt man solche Leute voller Verachtung allerdings "Skeptiker", also "Zweifler". Wer zweifelt, verrät. Das ist der gemeinsame Nenner aller totalitären Ideologien.
Skeptiker, das war in der Aufklärung, nach René Descartes, dem großen Zweifler, mal eine Auszeichnung. Konstruktives Zweifeln, also das Infragestellen einer absoluten Wahrheit, ist in der Aufklärung zur Tugend geworden. Doch das neue Klima lässt derlei nicht mehr zu: Entweder man betet nach, was der Vatikan verkündet, oder man gilt als Ketzer. Das hat Folgen, die das Thermometer nicht mehr messen kann. Wir befinden uns, was die Frage der Skepsis angeht, in den Wechseljahren zwischen Vernunft und Fundamentalismus, im Klimakterium des Verstandes. Statt Arbeit an der Veränderung kommt dabei blanke Angst und der Ruf nach Autoritäten heraus. Die wissen übrigens genau, wohin die Panikmache führt. Denn sie arbeiten bei dem, was uns als Tatsache verhökert wird, federführend mit.
Was steckt eigentlich hinter dem, was man als Tatsache unbezweifelt lässt? Es ist beim IPCC wie einst im Vatikan: Nicht Fakten, sondern Meinungen bestimmen die Glaubenssätze. Ein Konsens. Das IPCC besteht aus vielen Forschern, mit recht unterschiedlicher Meinung und sehr unterschiedlichen Auffassungen über die Frage, ob der Mensch mehr oder weniger am Klimawandel beteiligt ist. In Konsenskonferenzen, die man früher Konzile nannte, werden Mehrheiten für die eine oder andere Position gesucht. Die Meinung mit den meisten Stimmen ist dann die aktuelle "Wahrheit". Das ist auch eine Methode, wenngleich keine wissenschaftliche: Die Forscher stimmen über eine Tatsache ab. Schon das ist in einem Prozess, bei dem es um naturwissenschaftliche Einsichten geht, recht eigenartig. Aber wenigstens mag man darin noch erkennen, dass es verschiedene Positionen gibt, dass die Bandbreite der Meinungen hoch ist. Daran ist zunächst nichts schlecht - eine Tatsache wird daraus aber nicht.
Das erledigen die, die die Meinungen, den Konsens der redlich bemühten Wissenschaftler und Forscher dann in "Klartext" übersetzen. Denn wenn der IPCC-Konsensprozess der Forscher abgeschlossen ist, beginnt ein breit angelegter Redaktionsprozess, bei dem nicht mehr die Forscher, sondern Politiker und Lobbyisten das Sagen haben. Sie werden von ihren Regierungen zum UN-Panel entsandt. Sie stellen übrigens dort auch, in Relation zu den Forschern, die Mehrheit. Nach altem Brauch werden die Konsens-Resultate dann in politisch handelbare Ware umgeschrieben. Dann erst ist aus dem Rohprodukt der Vermutung und der Meinung eine in den Medien verkäufliche Ware geworden. Aus "wahrscheinlich" wird "sicher", und je nachdem, was den Politikern und Lobbyisten passt, kommt mal das Worst-Case-, mal das Best-Case-Szenario zum Einsatz. Das ist das, was man uns dann via Heute-Journal und anderen Apokalypse-Medien als "Tatsache" verkauft, die "nicht zu leugnen ist".
Nicht zu leugnen ist in der Tat, dass mit dem Beseitigen aller Unsicherheiten und Zweifel durch interessengesteuerte Politiker und Konzerne am Ende des Prozesses etwas herauskommt, das weder der Menschheit noch dem Planeten, aber den Wirtschaftsinteressen der beteiligten Staatenblöcke nützt.
Wenn sich die Aufsteiger der Weltwirtschaft, wie China oder Indien, den restriktiven Rohstoffregeln des IPCC und westlicher Regierungen unterwerfen, dann wird der Aufschwung in der Volksrepublik teurer - und träger ablaufen als bisher. Sollten die Westler daran kein Interesse haben, so wenig wie vor Jahren, als mit der Klimakeule den Sündern Japan und USA gedroht wurde? Ist es einfach nur gut oder nicht auch einfach bloß einträglich, wenn sich Frankreich heute zum Klima-Oberlehrer in der EU aufschwingt und Deutschland vorwirft, das Land hätte seine Lektion in Sachen Klimaschutz nicht gelernt? Oder könnte es nicht sein, dass die größte Zivil-Atommacht der Welt - mit 80 Prozent Atomstromabdeckung - nicht auch ein bisschen Kleingeld machen will mit der Angst vor dem Untergang?
Von jenen konkurrenzfernen und staatsnahen Konzernen ganz zu schweigen, die auf eine Renaissance der Atomkraft hoffen. Die Atomlobby hat viel zu gewinnen. Neue Atomkraftwerke bedeuten vor allem eines: auf Jahrzehnte hinaus gesicherte Einnahmequellen, die durch Steuergelder finanziert werden.
Ideal für jene Großkonzerne, die regelmäßig scheitern, wenn sie es mal mit marktbetriebenem Unternehmertum versuchen, aber in der Nähe des Staates und reichlich fließender Steuergelder ganz prächtig gedeihen. Das wird, so wie die Dinge stehen, wieder mal ganz gut funktionieren. Warum? Weil der Mensch, der Bürger, seine Rolle so brav spielt. Er zweifelt nicht, er fürchtet sich. Er glaubt, wo er Fragen stellen sollte. Und wer das anders sieht, dem droht die Inquisition.
Willkommen im Mittelalter. |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 22.Apr 2007 9:33 Titel: |
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Kein Zurück ins Mittelalter - oder ein Ende dem Öko-Wahn!
von Karsten Groeger
http://www.libertaere-fdp.de/?q=node/54
Der ein oder andere klar denkende Mensch wird sich wundern. Wieso? Nun, ganz einfach. Fangen Sie einfach einmal an beim ersten Treffen mit Ihrer Traumfrau, sozusagen spontan über das Wetter zu reden und Sie wissen, was ich meine… Nutzen Sie den Rest des Abends, den Sie nun seltsamerweise und aus Ihnen unerfindlichen Gründen allein verbringen müssen, vielleicht einfach mal zum Nachdenken darüber, warum es gerade das Thema „Klima“ ist, welches – ganz im Gegensatz zu Ihrer Traumfrau – das Gemüt der Weltöffentlichkeit so erhitzt.
In der Geschichte der Menschheit hat es schon immer Themen gegeben, zu denen eine klare und eindeutige Meinung zu herrschen hatte. Diejenigen, die sich doch trauten, Gegenteiliges zu äußern, waren die bösen Denunzianten und wurden mundtot gemacht. Frei nach dem Motto: Wenn die Mehrheit sagt, die Erde ist eine Scheibe, dann ist sie das auch. Ähnlich verhält es sich heute mit der Stimmungsmache um Klimakatastrophen und Weltuntergang. Als Gegner dieser Theorien und pseudo-wissenschaftlichen Auffassungen, die Leute aufgestellt haben, die für sich selbst anscheinend unendliche akademische Weisheit reklamieren, hat man es schwer in Deutschland. Man wird von allen Seiten, sei es von rechts unten, links oben oder aus der Mitte, angegriffen, ausgelacht und behandelt wie ein armer Irrer, dem man mit mitleidvoll-lächelndem Gesicht sagen will: „Alles wird gut.“ Was bleibt einem denn angesichts einer solchen dummfrech-arroganten Dekadenz anderes übrig, als mit schneidender Ironie und gnadenlosem Sarkasmus zu reagieren? Ich weiß nicht, ob die breite Masse die Augen erst dann aufmacht, wenn die Welt aus blutigen Ruinen und Konzentrationslagern besteht – verursacht wohlgemerkt nicht durch das Klima, sondern das teilnahmslos-dümmlich, alles abnickende Kollektiv Mensch.
Dabei sind Wetter und Klima Systeme, die so wahnsinnig komplex sind, dass sie der Mensch weder heute noch morgen vollständig verstehen kann. Nicht umsonst nennt man sie „höhere Gewalten“. Nicht umsonst fallen sie unter die Chaostheorie. In Klima- und Wetterentwicklungen spielen Millionen von Parametern rein. Der Schmetterlingseffekt besagt, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings in den Tropen in Europa einen Orkan auslösen kann. Eine geringe Änderung der Anfangsbedingungen reicht aus, um das Ergebnis um ein Vielfaches zu verändern. Wir haben es also mit einer solchen massiven Komplexität zu tun, dass sie die Vorstellungskraft des Menschen übersteigt. Zumindest rein objektiv. Was wir aber sehen, ist etwas anderes. Wir sehen, dass Klima und dessen Veränderungen plötzlich einfach gestrickt und für jeden verständlich sind. Jeder viertklassige Politiker scheint plötzlich die Meteorologie und Klimaforschung bis aufs Letzte verinnerlicht und verstanden zu haben. Plötzlich gilt für das chaotische System „Klima“ das Kausalitätsprinzip, nämlich dass jede Ursache unmittelbar eine Wirkung haben muss. Ein jeder aber, der sich auch nur etwas mit nichtlinearen, komplexen Systemen auskennt, weiß, dass das nicht stimmt. Der wahre Grund hinter dem vermeintlichen Verständnis des Wetters ist jedoch die Möglichkeit des Staates, seine Bürger mit noch mehr Steuern und Abgaben zu belegen, noch mehr weitreichende Einschnitte in die Wirtschaft vorzunehmen und sich dabei gleichzeitig als Retter der Welt auszugeben. Vergleichbar ist dies ungefähr damit, als wenn ein Räuber, der einer alten Dame gerade ihre Rente abgenommen hat, seine Tat damit begründet: „Ja, seien Sie doch froh. So können Sie das Geld wenigstens nicht für sinnlose Sachen ausgeben.“
Ich möchte nun einmal die vermeintlichen Schuldigen auflisten, die der Staat für den angeblich bevorstehenden Weltuntergang ausgemacht hat:
- die Industrien Chinas, Russlands und der USA
- jeder Energieerzeuger
- jeder Autohersteller, der auf Leistung setzt
- jeder Autofahrer, der nicht politisch korrekt fährt
- jedes Flugunternehmen
- jeder Urlauber, der ins Ausland fliegt
- Glühbirnen
- Kühe
- Etc.
Lassen Sie mich nun die Endkonsequenz daraus bildhaft aufzeigen:
Wir würden in einer Welt leben, in der der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid verboten ist – genau wie die Existenz Chinas, der USA und Russlands. Damit verbunden ist das Verbot der Energieproduktion und des Betreibens von Fabriken. Des Weiteren ist bei Strafe das Herstellen und Benutzen von energieverbrauchenden Fortbewegungsmitteln wie Autos oder Flugzeugen untersagt. Wer Urlaub machen will, der tue das mit dem Rad und zwar in der deutschen Heimat, bekleidet mit fair gehandelten Öko-Klamotten aus Dritte-Welt-Ländern. Die Bereitstellung von Licht wird nunmehr wieder den Kerzen überlassen und grundsätzlich wird jeder per Gesetz verpflichtet, Vegetarier zu sein.
Kommt Ihnen diese Welt bekannt vor? Richtig! Wir springen in der Geschichte einfach um tausend Jahre zurück. Was hier diskutiert wird, ist die Rückverdummung der Menschheit – eine logische Folge, wenn man dem Staat Allmacht verleiht und ihm – statt dem Markt – auch den Klimaschutz anvertraut.
Müsste ich mich entscheiden zwischen einer Welt, die nach Meinung der meisten vorm klimatisch bedingten Untergang steht und einer Welt, wie ich sie oben skizziert habe, so stünde meine Entscheidung fest! |
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