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Windenergiebranche: Staatliche Hilfen erforderlich!?

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solalex
Specialist


Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 27.Apr 2005 12:49    Titel: 100% Antworten mit Zitat

Hallo @all,

die Sonne strahlt jährlich etwa das 7.000fache des heutigen weltweiten Energieverbrauchs auf die Erde. 70% davon auf die Ozeane.
Die Sahara wird auf einer Fläche 200km x 200km (ca.Niedersachsen) jährlich mit soviel Sonnenlicht versorgt, dass damit der Weltenergieverbrauch gedeckt wäre.
Wir müssten also bei einem Wirkungsgrad von 10% eine PV-Anlage von 700km x 700km aufbauen um den Weltenergiebedarf zu decken.
100%.

solalex
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cashinfo
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Anmeldungsdatum: 11.03.2005
Beiträge: 352
Wohnort: Europa - mitten drin

BeitragVerfasst am: 2.Mai 2005 10:54    Titel: die sonne stahlt Antworten mit Zitat

.... nur das wir uns nicht falsch verstehen ....

Ich habe auf meinen boot auch so eine art solaranlage... diese hat ca 0,5 qm.
Scheint die sonne den ganzen tag, dann kann ich meine batterie (12 v) so lala auf spannung halte. Um es energetisch nicht zu berechnen. Ich fahre noch jeden tag ein paar kilometer und brauche da ca. 20 l sprit und kochen muss ich auch jeden abend ein bischen. gehen wir mal davon aus, das für mich alleine ohne fahrt eine fläche von 1 qm pro tag bei voller sonneneinstrahkung ausreichen würde.... Zur Zeit habe wir ca. 5.5 Mrd Leute auf dieser welt ... würde im angenommenen fall bedeuten, wir brauchen nach der ich bin ohne sachen und schalte keinen fernseher ein berechnung (weil dieser nicht produziert wurde) das wir ca. 5.5 mrd qm fläche fläche in der sahara benötigen.... : Die berechnung von 700 km x 700 km ergibt aber nur 4.9 mrd qm !!!! Jetzt haben wir aber noch nicht die berücksichtigt, die ca. 80 % der energie weltweit benötigen ... die industrie ... zudem müssten wir den strom unter hohen verlusten auf eine spannung von 10 kV und höher umsetzen, er lässt sich sonst nicht kostengünstig transportieren ... Ich bezweifle ihre aussagen, auch wenn sie gut klingen , sie haben keinerlei grundlage .... wie schon gesagt, ich habe mich wirklich noch nicht intensiv mit dieser zahl auseinander gesetzt !!

Un bleibt noch der abzug der energie von den ozeanen -- dann kippt leider unser gesamtes klimatisches system und die welt friert ein .. der golfstrom und andere wichtige strömungen kommen zum stillstand oder verlegen ihre richtung .... einfach tödlich für europäer und die denen es dann auch kalt wird... will sagen, der energiebedarf auf deiser welt würde immer mehr steigen .....

lassen sie uns das thema doch einfach mal realistisch betrachten .... mit solartechnik geht es in der masse nicht... das bestätigen auch viele wissenschaftliche betrachtungren dieses themas ... was dann ???

Grüsse (und bitte ganz locker an dieses thema.... wir werden da eh nichts bewegen
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cashinfo
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 11.03.2005
Beiträge: 352
Wohnort: Europa - mitten drin

BeitragVerfasst am: 2.Mai 2005 11:00    Titel: der nachweis Antworten mit Zitat

Zitat:
Sorry, um die zahl der bevölkerung zu untermauern ....




Zitat:
und dich denke, die nächsten jahre (.hunderte) wird es nicht wesentlich weniger anstieg geben .
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Heinrich Dreier
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.09.2003
Beiträge: 2921

BeitragVerfasst am: 2.Mai 2005 11:30    Titel: Re: die sonne stahlt Antworten mit Zitat

cashinfo hat folgendes geschrieben::

Grüsse (und bitte ganz locker an dieses thema.... wir werden da eh nichts bewegen


@

cashinfo

Das sehe ich aber etwas , denn allein schon dadurch, das hier geschrieben und gelesen wird, wird sich was verändern, und wenn es nur im Kopf des Einzelnem ist.

Grüße
Heinrich
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Roderich Hopp
* Ehrenmitglied *


Anmeldungsdatum: 17.05.2004
Beiträge: 947
Wohnort: Dorum-Mulsum

BeitragVerfasst am: 2.Mai 2005 12:50    Titel: Antworten mit Zitat

Und es bewegt sich doch . immer mehr, immer schneller und immer effizienter.
Mit freundlichen Grüßen.
Roderich Hopp
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cashinfo
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 11.03.2005
Beiträge: 352
Wohnort: Europa - mitten drin

BeitragVerfasst am: 2.Mai 2005 13:22    Titel: es wäre schön Antworten mit Zitat

jo, das wäre wirklich mal was nettes, vielleicht bewegt es sich ja bald mal schneller als die preisanzeige an der tanksäule.... leider reden alle seit jahren davon und die ölmultis kaufen alle sinnigen patente auf und schliesen sie weg ... schönes beispiel dafür war das luftgetriebene auto der schweizer, das habe die bestimmt auch weggekauft und man hat nichts mehr davon gehört ... Dieses hätte sich sehr gut mit der einen oder anderen windmühle koppeln lassen -- eine sinnvolle symbiose wäre das gewesen und die tankfüllung hätte ca. 20 cent pro 200 km gekostet -- aber das wäre zu gefährlich gewesen !
wenn es um energie geht, dann drehen ganz andere an der uhr und die lesen hier nicht mit ... leider und auch der bereich erneuerbare energie wird sich wohl oder über am maxgewinn orientieren ... ein böser kreislauf insgesamt

grüsse
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Heinrich Dreier
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.09.2003
Beiträge: 2921

BeitragVerfasst am: 2.Mai 2005 16:19    Titel: Re: es wäre schön Antworten mit Zitat

cashinfo hat folgendes geschrieben::

wenn es um energie geht, dann drehen ganz andere an der uhr und die lesen hier nicht mit ... leider und auch der bereich erneuerbare energie wird sich wohl oder über am maxgewinn orientieren ... ein böser kreislauf insgesamt

grüsse


@

Da bin ich mir gar nicht so sicher, das die Uhrdreher , oder wenigstens einige davon hier nicht lesen. Auch bin ich mir mitlerweile sicher, das es Leute gibt( habe schon Einige getroffen) die sich nicht nur an dem Maximalgewinn orientieren. Der Kreislauf wird ganz sicher durchbrochen.

Grüße
Heinrich
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solalex
Specialist


Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 4.Mai 2005 10:04    Titel: 100% Antworten mit Zitat

Hallo @all,

Ressourcenketten:

Erdöl:

Glied 1: Rohölvorkommen und mögliche Förderung
Die größten Vorkommen liegen in nur wenigen Ländern und Gebieten: USA, Mexiko, Argentinien, Venezuela, Nordsee, Kaukasus, Nigeria Somalia, China, Indonesien und natürlich die arabische Halbinsel.

Glied 2: Transport
Über Pipelines, Tankschiffen und Tanklastern wird unser schwarzes Gold zu den Raffinerien meist über Tausende von Kilometern transportiert.

Glied 3: Das Rohöl wird fraktioniert und umgewandelt in Nutzenergie und Derivate für die chemische Industrie (ca.1/3).

Glied 4: Entsorgung
Bei der Umwandlung von Rohöl in „Nutzöl“ fallen Unmengen von Schadstoffen an.

Glied 5: Speicherung der Raffinerieprodukte

Glied 6: Transport der Raffinerieprodukte zu den Konsumenten bzw. Weiterverarbeiter.

Glied 7: Umwandlung in Energie oder chem. Produkte.

Sämtliche Glieder erfordern einen immensen Energieaufwand!
Von Wirkungsgrad kann da schon nicht mehr die Rede sein.
Energetische Amortisation ist nicht möglich.



Wie lang ist im Vergleich die Kette der Photovoltaik?

Photovoltaikanlagen können überall installiert werden.

Glied 1: Herstellung der Module
Die Produktion von Silizium und Modulen

Glied 2: Installation und Integration in Netze oder Inselbetrieb


Energetische Amortisation innerhalb von 5 Jahren
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solalex
Specialist


Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 4.Mai 2005 10:06    Titel: 100% Antworten mit Zitat

Hallo all,

die von mir beschriebene Öl-Energiekette lässt sich auf alle fossil/atomaren Energieträger ausweiten.
Solare Energieketten sind dabei immer erheblich kürzer.
Allein dieser Umstand zeigt den Kostenunterschied auf.

Aber ich höre schon die Stimmen aus dem Off.

Das haben wir immer ganz anders gemacht.
Das haben wir noch nie so gemacht.
Das geht nicht.
Das ist zu teuer.
Das haben wir alles schon versucht.
Alles reine Theorie.
Das können wir uns nicht erlauben.
Das können wir unmöglich vorschlagen; was sollen die anderen von uns denken?
Das ist wieder einmal typisch ....
Das passt nicht in unser Programm.
Da könnte ja jeder kommen.

Oder:
5119171-13231923322233319271323271-191131721121921172173-
5171192-1321331921125211727172

solalex
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Andi Masters
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 07.03.2003
Beiträge: 395

BeitragVerfasst am: 5.Mai 2005 10:53    Titel: Den Wandel fördern Antworten mit Zitat

Subventionen müssen immer kritisch hinterfragt werden, auch die für Windenergie. Klar ist, daß die staatliche Bezuschussung kein Dauerzustand werden darf, jedenfalls nicht in der momentanen Höhe. Aber ebenso klar ist, daß dieser ökologisch sinnvolle Wirtschaftsbereich ohne staatliche Hilfe so nicht entstanden wäre.

Bei der Förderung alternativer Energien geht es um eine gesellschaftspolitische Grundsatzfrage: Wie gehen wir mit dem Problem knapper werdender Öl-, Kohle- und Gasvorkommen und der zunehmenden Zerstörung unserer Umwelt um? Hier ist der Staat gefragt, durch Gesetze und wirtschaftliche Anreize den notwendigen gesellschaftlichen Wandel zu begleiten, damit auch unsere Nachfahren noch eine Chance haben, in einer gesunden Umwelt zu leben. Daran sollten öfters mal die Egoisten denken, denen die Zukunft der kommenden Generationen offenbar „am A---h“ vorbeigeht.

Sicher ist Strom aus Wind kein energiepolitisches Allheilmittel, dafür ist der Verbrauch zu groß. Aber Windenergie kann einen Beitrag dazu leisten, die Abhängigkeit unseres Landes von konventionellen Energieträgern zu verringern. Sie muß als Teil einer neuen umweltfreundlicheren Energiepolitik gesehen werden, zu der auch die Förderung anderer Energiealternativen gehört, zum Beispiel Solarenergie, bessere Wärmedämmung von Gebäuden, Erdwärme, neue Verfahrentechniken zur Energieeinsparung und vieles mehr.

Daß Ökoenergie vor allem den großen Energiekonzernen ein Dorn im Auge ist, die über Jahrzehnte hinweg staatlich protegiert wurden und aberwitzige Summen von direkten und indirekten Subventionen kassiert haben, sollte uns nicht beirren. Wer gibt schon gerne liebgewordene Claims kampflos auf? Ökoenergie hat den angenehmen Nebeneffekt, daß sie die monopolistischen Versorgungsstrukturen auf den heimischen Märkten aufbricht und liberalisiert. Das ist politisch sinnvoll.

Jedes Kilowatt Strom, das aus regenerativen Quellen gewonnen oder gar nicht erst verbraucht wird, macht uns ein Stück unabhängiger von ausländischen Lieferanten, verbessert die Handelsbilanz und reduziert die Folgekosten für die Beseitigung von Umweltschäden, für die eines nicht mehr fernen Tages unsere Kinder aufkommen müssen.

Auch arbeitsmarktpolitisch ist Ökoenergie bedeutend geworden. Hier sind in den letzten Jahren zahlreiche qualifizierte Arbeitsplätze in vorwiegend kleineren und mittelständischen Betrieben entstanden. Und schließlich erschließen wir uns mit der Förderung energiepolitisch sinnvoller Technologien neue Märkte in der Welt. Davon werden vor allem unsere Kinder profitieren. Denn eines ist klar: Die Energie- und Umweltkrise ist keine spinnerte Fiktion, sondern schon heute Realität. Staaten, die den umweltpolitischen Wandel fördern, werden in Zukunft zu den Gewinnern gehören. Und mit ihnen die Betriebe und deren Mitarbeiter.
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hdschulz
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1105

BeitragVerfasst am: 5.Mai 2005 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Subventionen müssen immer kritisch hinterfragt werden


zum Beispiel so:

Zitat:
Vom Elferat in den Aufsichtsrat
von Dirk Maxeiner und Michael Miersch

Erschienen in "Die Welt" vom 15.09.2004

Es gibt Nationen, die nehmen das Leben ziemlich ernst und solche mit sonnigem Gemüt. Das zeigte sich gerade auf der Weltenergiekonferenz in Sydney. Die große Mehrheit vertrat in etwa folgende Position: Genau wie der Mensch Kalorien braucht, so benötigt eine Volkswirtschaft preiswerte Energie. Sie ist die Basis von Wachstum. Ohne dies kann weder die Armut bekämpft noch die Umwelt geschützt werden.
Energiehunger lässt sich nicht einfach wegbesteuern oder wegregulieren. Die schwermütigen Finnen, oft von Kälte geplagt, bauen deshalb ein neues Atomkraftwerk. Auch den Amerikanern schlägt ihre Abhängigkeit vom Öl aufs Gemüt, sie verlängern die Laufzeit ihrer AKW’s und stecken viel Geld in die Erforschung sauberer Kohlekraft. Die Chinesen machen alles auf einmal und setzen noch ein paar gigantische Staudämme obendrauf.

Heiter wird es im ernsten Kreise der Energiefachleute meist, wenn die Rede auf die Deutschen kommt. Welch Insel sonniger Gesinnung. Ein Land mit den besten Atomkraftwerken, schaltet diese reihenweise ab! Statt dessen hängen in immer mehr Betrieben zwei Stromzähler. Der eine zählt die Kilowattstunden, die von Solarzellen auf dem Dach ins Netz eingespeist werden. Erlös: 45,7 Cent pro Kilowattstunde. Daneben ein zweiter Zähler, der den vom Energieversorger zurückkommenden Strom berechnet. Preis: Um die 15 Cent. „Das ist betriebwirtschaftlich genial,“ lächeln ausländische Fachleute, „ und volkswirtschaftlich fatal“.

Irgendwo zwischen den beiden Zählern haben die Deutschen eine Geldverbrennungsmaschine namens Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) installiert. Das setzt - weltweit einmalig - die Gesetze der Ökonomie und der Physik außer Kraft. Von allen Möglichkeiten, Energie und Kohlendioxid einzusparen, werden jene am heftigsten gefördert, die am teuersten sind! Da staunt der Finne und der Chinese wundert sich.

Die deutschen Verbraucher zahlen für den Spaß jährlich rund 2,7 Milliarden Euro, Tendenz steigend. Das schmälert ihre Kaufkraft. Und kostet nach einer Studie der Universität Bremen mehr Arbeitsplätze als mit Solarzellen oder Windrädern geschaffen werden. Eine Windkraftanlage vernichte über 20 Jahre per saldo acht Arbeitsplätze. Die Deutschen haben inzwischen 15.000 solcher Anlagen.

Der Umweltminister reist derweil durch die Welt und preist den deutschen Weg. In Asien hört man lächelnd zu, folgt aber nicht: Schließlich wollen die Leute dort nicht arm, sondern reich werden. Die Chinesen haben statt dessen schüchtern angefragt, ob sie nicht unsere klitzekleine Wideraufbereitungsanlage erwerben könnten? Da waren die Deutschen beleidigt. Lieber werfen sie das Milliardending ungebraucht weg. Und die schönste Pointe: Das in Hanau lagernde Plutonium schicken sie jetzt nach Frankreich zum wiederaufarbeiten.

Das gleiche Prinzip beim atomaren Endlager: Das darf auf keinen Fall eingerichtet werden, statt dessen lagert der Müll jetzt auf unabsehbare Zeit oberirdisch und über die Republik verteilt. Schließlich würde mit sicheren Endlager auch ein ernstes Argument gegen die Atomkraft entsorgt. Ziel ist aber nicht die Lösung des Problems, sondern seine Aufrechterhaltung. In der Folge steigen nicht nur das Risiko für die Bevölkerung, sondern auch die Kosten: Sie erhöhen sich laut Bundesrechnungshof um bis zu sieben Milliarden Euro.

Und warum macht dem närrischen Treiben niemand ein Ende? Nun ja: Die Energiekonzerne halten still, solange sie ungestört mitverdienen. Außerdem kennt man sich. Von Wirtschaftsminister Müller bis Staatssekretär Tacke: Regierungsmitglieder landen bevorzugt in deren Führungspositionen von Energiekolossen. Angesichts ihrer Energiepolitik könnte man sagen: Vom Elferrat in den Aufsichtsrat. Zum Schluss aber ganz ernsthaft: Mit dem Sozialsystem erleben wir gerade wie bitter sich jahrzehntelanges Weggucken und Schönrechnen rächt. Genauso blauäugig und fahrlässig wird derzeit in der Energiepolitik verfahren. Norbert Blüm und Jürgen Trittin haben viel gemeinsam.
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Goodman
*** Consulter ***


Anmeldungsdatum: 16.01.2002
Beiträge: 5416

BeitragVerfasst am: 7.Mai 2005 10:03    Titel: Union erteilt Absage an Ökostrom-Vorstoß Antworten mit Zitat

Süddeutsche Zeitung; 04.05.2005

Union erteilt Absage an Ökostrom-Vorstoß

Vorschläge der Stromwirtschaft zur Begrenzung des deutschen Ökostroms haben nun auch von der CDU eine Absage erhalten. Falls mit einer veränderten Förderung erneuerbarer Energien "der Versuch unternommen werden, diese in ein Schattendasein zu verbannen", sei dies langfristig "weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll", teilte der CDU-Umweltexperte Peter Paziorek mit

miba München -. Dennoch wolle die Union das bestehende Gesetz bis zum Jahr 2007 überprüfen. Zuvor hatte ein Papier des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft für Aufsehen gesorgt, demzufolge der Verband für eine Abkehr von der bestehenden Mindestvergütung für Strom von Windrädern und Solaranlagen eintreten will (SZ vom 3.5.). An dessen Stelle solle ein System aus Quoten und Boni treten, das aber de facto das Wachstum des Ökostrom-Anteils begrenzt.

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Anmeldungsdatum: 17.11.2003
Beiträge: 2016

BeitragVerfasst am: 7.Mai 2005 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

Vor zwei Tagen im DLF gehört:

Die Windenergieanlagen wurden mit 2,5 Milliarden € im vergangenen Jahr subventioniert, wobei diese im gleichen Zeitraum 0,65% des gesamten deutschen Energiebedarfs produzierten.

Mit den besten Wünschen, Browser
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Roderich Hopp
* Ehrenmitglied *


Anmeldungsdatum: 17.05.2004
Beiträge: 947
Wohnort: Dorum-Mulsum

BeitragVerfasst am: 8.Mai 2005 20:56    Titel: Windenergie Antworten mit Zitat

Werter Browser !
Würden Sie bitte Ihre hier eingestellten Zaheln belgen bzw. untermauern, auch die letztere , da mir h ier ganz andere Zahlen vorliegen. wie Sie wissen wohne ich ja inmitten der größten Windparkanlagen Deutschlands.
Und mir liegen hier von PLAMBECK oder NORDTEC ganz andere Zahlen vor.
Mit freundlichen Grüßen
Roderich Hopp
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WC.Hofmann
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 09.12.2004
Beiträge: 363
Wohnort: in der Mitte Europas

BeitragVerfasst am: 8.Mai 2005 22:47    Titel: Regenerative Energieerzeugung bzw. Windenergie Antworten mit Zitat

Browser hat folgendes geschrieben::
Vor zwei Tagen im DLF gehört:
Die Windenergieanlagen wurden mit 2,5 Milliarden € im vergangenen Jahr subventioniert, wobei diese im gleichen Zeitraum 0,65% des gesamten deutschen Energiebedarfs produzierten. ...

@Browser
Da mahnt Roderich Hopp zurecht andere Zahlen an; auch der Redakteur des DLF sollte hier besser recherchieren.
Ob 2,5 oder 2,7 Mrd € Subventionen richtig sind, die alle Bürger aufbringen müssen, sei dahingestellt. Aber die Windenergie wird 2005 etwas 6,5 % des Energiebedarfs in Deutschland decken. In 2005 werden in D bereits 10 % des Stroms aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse gewonnen. Ich bin überzeugt, dass die bisherige Vorgabe von 12,5 % für 2010 übertroffen wird; ich tippe auf 14 %. - [Wer wettet dagegen?]

(P.S.: Bitte um Nachsicht; ich konnte in den letzten 14 Tagen nur lesen, da ständig unterwegs. Grüsse an alle Umweltspezis)
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Anmeldungsdatum: 17.11.2003
Beiträge: 2016

BeitragVerfasst am: 8.Mai 2005 22:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Herr Hopp

Leider ist mir dies nicht möglich. Vor wenigen Tagen hörte ich dies im Sender Deutschlandfunk, den ich unterwegs immer laufen habe.

Vielleicht gibt es die Möglichkeit, diese Abhandlung auf der Internetseite vom DLF nachzulesen.

Mit den besten Wünschen, Browser
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Ronald
Insider


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 781

BeitragVerfasst am: 19.Mai 2005 14:48    Titel: Windkraft mit großem Potential Antworten mit Zitat

Angebot an Windenergie 40fach größer als globaler Bedarf - Neue Studie

New York - Bei einer effektiveren Ausbeute würde die Windkraft leicht ausreichen, um den weltweiten Bedarf an elektrischer Energie zu decken.

http://www.welt.de/data/2005/05/19/719928.html
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Heinrich Dreier
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.09.2003
Beiträge: 2921

BeitragVerfasst am: 19.Mai 2005 16:44    Titel: Re: Windkraft mit großem Potential Antworten mit Zitat

Ronald hat folgendes geschrieben::
Angebot an Windenergie 40fach größer als globaler Bedarf - Neue Studie



Leider glaube ich nicht, das man es so sehen kann, denn es wird niemals ganz gelingen, die Windstärken und Strömungen auf dem Pllaneten genau vorherzusagen. Denn noch bestimmen wir menschen nicht das Wetter.

Grüße
Heinrich
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WC.Hofmann
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 09.12.2004
Beiträge: 363
Wohnort: in der Mitte Europas

BeitragVerfasst am: 20.Mai 2005 18:24    Titel: Re: Windkraft mit großem Potential Antworten mit Zitat

Heinrich Dreier hat folgendes geschrieben::
... Leider glaube ich nicht, das man es so sehen kann, denn es wird niemals ganz gelingen, die Windstärken und Strömungen auf dem Pllaneten genau vorherzusagen. Denn noch bestimmen wir menschen nicht das Wetter. ...


Geschätzter @Heinrich Dreier,
für den Glauben ist die Kirche da; für Vorhersagen zum Wetter sind die alten Bauern da, die Pfeife rauchend abends vor der Dorfkneipe sitzend zum Himmel schauen und feststellen "heute gibts noch ein Wetterchen". - Schöner hört sich das bestimmt in irgend einem Dialekt an. - Oder man vertraut den Indianerhäuptlingen, die mit zweifelnden Blicken und Gemurmel das Unwetter vorherahnen, ohne sich um Isobaren und Isotachen jemals gekümmert zu haben.
Wir können natürlich auch einfach zur Kenntnis nehmen, dass die Winde mathematisch betrachtet stochastische Prozesse sind; und die kann man mit der Fourier-Analyse gut in den Griff kriegen. Das ist keine Hexerei.

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Heute fand ich im DGS-Newsletter 19/2005 den folgenden Bericht "Erneuerbare Energien: Weltweit liefern Sonne, Wind & Co. fünfmal mehr Energie als die Atomkraft" den ich hier ungekürzt kopiere.

Etwa 20 Prozent der weltweit genutzten Energie stammt aus erneuerbaren Energien, 77 Prozent liefern Öl, Gas und Kohle, nur 3,3 Prozent stammen aus den weltweit 440 Kernreaktoren. Das besagen Zahlen der Internationalen Energieagentur. „Der Anteil erneuerbarer Energien wächst weiter. In Deutschland setzen wir mit ihrem Ausbau auf die weltweit bedeutendste Schlüsseltechnologie der Zukunft“, sagt Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE).

In Europa haben erneuerbare Energien ebenfalls die Nase vorn. In der Europäischen Union tragen sie zu neun Prozent zum Gesamtenergieverbrauch bei und lassen die Kernenergie mit einem Anteil von 7,4 Prozent hinter sich. In Deutschland sind Sonne, Wasser, Wind, Bioenergie und Erdwärme auf dem besten Wege dahin. Sie haben ihren Anteil am Gesamtenergieverbrauch auf fünf Prozent steigern können. Kernenergie deckt derzeit 6,5 Prozent des Energiebedarfes ab.


Diese Tatsache wird bestimmt auch den umweltbewussten @Heinrich Dreuer freuen und @Ronald wird vielleicht noch etwas ergänzen können. Auch ich als "alter Kernenergie-Freak" muss anerkennend zugeben, dass eine sogenannte Energiewende realisierbar ist. Zukünftig notwendig scheint sie allemale zu sein.

Mir ist bekannt, dass es weltweit immer noch einen gewissen Trend zur Kernenergie-Nutzung gibt. So ist z.B. die Beteiligung der italienischen ENI an französischen Kernkraftbetreibern natürlich der Schlupf durch die Hintertüre, weil der KKW-Betrieb in Italien eher kritisiert wird. Der von @Ronald zitierte Beitrag aus der letzten WeltamSonntag im Tschernobyl-Thread gab einen entsprechenden Überblick zu den derzeit favorisierten Tendenzen in den einzelnen Industrieländern.

Heute muss ich folgendes Fazit ziehen: Die Nutzung regenerativer Energien ist eine Investition in die Zukunft. Die von mir auch heute noch nicht ganz "totgepredigte" Kernenergie hätte aber eh nur noch eine sog. Galgenfrist, weil die höffigen und wirtschaftlich erschliessbaren Uranerz-Lagerstätten auch allmählich zur Neige gehen.

Sie merken, ich tue mich etwas schwer, aber ich unterstütze alle Energie-Erzeugungsverfahren unter dem Gesichtpunkt "regenerativ" und wenn möglich zumindest "CO2-neutral".

Allen Lesern ein schönes Maiwochenende; ich möchte viel mehr zu den Umweltthemen schreiben, habe aber leider wenig Zeit. Ich bin auch @hdschulz zum Thema "Mülltrennung" noch ein Statement schuldig; ich habe den betreffenden Hinweis - Bericht von Maxeiner & Mirsch - in einem anderen Thread so verstanden.

Grüsse, WC.H

P.S.: Für Interessierte hier der Kontakt zur DGS-Geschäftsstelle:
Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V., Augustenstraße 79, 80333 München
Tel: 089 524071 - Fax: 089 521668 - [E-Mail anzeigen] - www.dgs.de
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Anmeldungsdatum: 28.09.2003
Beiträge: 2921

BeitragVerfasst am: 21.Mai 2005 8:31    Titel: Re: Windkraft mit großem Potential Antworten mit Zitat

WC.Hofmann hat folgendes geschrieben::


Heute muss ich folgendes Fazit ziehen: Die Nutzung regenerativer Energien ist eine Investition in die Zukunft.

P.S.: Für Interessierte hier der Kontakt zur DGS-Geschäftsstelle:
Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V., Augustenstraße 79, 80333 München
Tel: 089 524071 - Fax: 089 521668 - [E-Mail anzeigen] - www.dgs.de


@

WC Hoffmann
Auch ich schätze Sie und Ihre Texte sehr. Da ich den Link noch nicht kannte, möchte ich mich recht herzlich hiermit dafür bedanken, denn da kann ich doch noch sehr viel dazulernen.
Auch ist die Nutzunge von regenerativer Energie der richtige Schritt in die Zukunft, und es werden noch in den nächsten Jahren Energieerzeuger auf den Markt kommen, wovon wir zur Stunde nur träumen können.
Jedenfalls solle ja in Südafrika schon ein Permanentmangenetmotor mit einer Dauerleistung von 20 KW zur Serienreife gebaut sein, und eine deutsche Firma soll die Lizens gekauft haben für Europa. Ende Mai will man die Firma wohl bekannt geben.Ich warte schon drarauf, auch wenn ich für mich was besseres kenne.

Grüße
Heinrich
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